08.03.2026, 10:39
Die Türkei würde das sicher unterbinden.
Und die beiden Ethnien unterscheiden sich auch in vielerlei Hinsicht:
a)
ein Kurde ist primär Kurde, egal ob sunnitischen oder schiitischen Glaubens - und damit eher konträr zu einer Theokratie wie im Iran.
Der Minderheitenstatus in der Türkei wie auch in den arabischen Ländern - Irak und Syrien - resultiert daher auch im Wesentlichen nicht aus religiösen, sondern aus ethnischen Gründen.
Dabei sind die (eigentlichen) Iraner und die Kurden ethnisch eng verwandet. Das führt auch dazu, dass sich viele Kurden (sogar eine Mehrheit der iranischen Kurden, wenn ich das richtig verstanden haben) mit der Regierung in Teheran arrangiert haben;
b)
die Azeris in Aserbaidschan und im Iran sind Schiiten und daher im Iran auch in die Theokratie integriert. Der letzte Ayatollah, Chameni, müsste sogar selbst Azeri gewesen sein. Viele Azeris sind stolz auf die Zugehörigkeit zur iranisch-schiitischen Religionsgruppe.
Allerdings unterscheiden sich die turksprachigen Azeris aufgrund ihrer Sprache deutlich von den indo-arischen Iranern.
Es müsste also eine völlige Umkehr der "gefühlten Zugehörigkeit" stattfinden. Bei den Azeris müsste der ethnisch-sprachliche Ansatz wie bei den Kurden die Identität prägen und die religiös-kulturelle Orientierung ersetzen. In Aserbaidschan selbst ist das schon erfolgt.
Ich zweifle nicht daran, dass insbesondere die Türkei schon seit Jahren mit modernen Massenmedien daran arbeitet, hier ein "türkisch-turanisches Nationalgefühl" zu entwickeln. Ein solches "Nationalgefühl" steht dann aber auch im Gegensatz zur ethnisch begründeten Identität der Kurden. Das wird perspektivisch also nicht in eine freundschaftlich-kooperative Handlungsweise münden können.
Mit einer möglichst hohen Autonomie der iranischen Azeris wäre auch eine "Landverbindung" zwischen der Türkei, der Enklave Nachitschewan und Aserbaidschan selbst möglich.
[Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c...de.svg.png]
Karte: Wikipedia
Das scheint auch das langfristige Ziel des Sultans zu sein. Und da passt ihm eine starke kurdische Gruppierung in der unmittelbaren Nachbarschaft gar nicht ins Konzept.
Und die beiden Ethnien unterscheiden sich auch in vielerlei Hinsicht:
a)
ein Kurde ist primär Kurde, egal ob sunnitischen oder schiitischen Glaubens - und damit eher konträr zu einer Theokratie wie im Iran.
Der Minderheitenstatus in der Türkei wie auch in den arabischen Ländern - Irak und Syrien - resultiert daher auch im Wesentlichen nicht aus religiösen, sondern aus ethnischen Gründen.
Dabei sind die (eigentlichen) Iraner und die Kurden ethnisch eng verwandet. Das führt auch dazu, dass sich viele Kurden (sogar eine Mehrheit der iranischen Kurden, wenn ich das richtig verstanden haben) mit der Regierung in Teheran arrangiert haben;
b)
die Azeris in Aserbaidschan und im Iran sind Schiiten und daher im Iran auch in die Theokratie integriert. Der letzte Ayatollah, Chameni, müsste sogar selbst Azeri gewesen sein. Viele Azeris sind stolz auf die Zugehörigkeit zur iranisch-schiitischen Religionsgruppe.
Allerdings unterscheiden sich die turksprachigen Azeris aufgrund ihrer Sprache deutlich von den indo-arischen Iranern.
Es müsste also eine völlige Umkehr der "gefühlten Zugehörigkeit" stattfinden. Bei den Azeris müsste der ethnisch-sprachliche Ansatz wie bei den Kurden die Identität prägen und die religiös-kulturelle Orientierung ersetzen. In Aserbaidschan selbst ist das schon erfolgt.
Ich zweifle nicht daran, dass insbesondere die Türkei schon seit Jahren mit modernen Massenmedien daran arbeitet, hier ein "türkisch-turanisches Nationalgefühl" zu entwickeln. Ein solches "Nationalgefühl" steht dann aber auch im Gegensatz zur ethnisch begründeten Identität der Kurden. Das wird perspektivisch also nicht in eine freundschaftlich-kooperative Handlungsweise münden können.
Mit einer möglichst hohen Autonomie der iranischen Azeris wäre auch eine "Landverbindung" zwischen der Türkei, der Enklave Nachitschewan und Aserbaidschan selbst möglich.
[Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c...de.svg.png]
Karte: Wikipedia
Das scheint auch das langfristige Ziel des Sultans zu sein. Und da passt ihm eine starke kurdische Gruppierung in der unmittelbaren Nachbarschaft gar nicht ins Konzept.
