Vor 4 Stunden
(Vor 6 Stunden)Nightwatch schrieb: Es verschiebt die Steuerlast aber logischerweise auf Importgüter. Der Endverbraucher könnte dann auf einheimische Produkte zurückgreifen oder auf unnötigen Konsum verzichten.Das funktioniert aber nur, wenn die Zölle gezielt auf Produkte gerichtet sind, für die es konkurrenzfähige heimische Alternativen gibt. Ein Beispiel dafür wären die europäischen Zölle auf US-Whiskey. Beim Stahl z.B. ist es aber so, wie Erich ausführt: Der verlagert die Last nur innerhalb der heimischen Industrie, weil er die Ausgangsprodukte teurer (oder minderwertiger) macht. Das hilft der Stahl-produzierenden, schadet aber der Stahl-verarbeitenden Industrie im Land, weil deren Produkte weniger konkurrenzfähig werden, sei es durch steigende Preise oder sinkende Qualität. Beides geht sowohl zulasten der US-Konsumenten, als auch zulasten der US-Exporte. Letztere werden sogar doppelt belastet, da sie zusätzlich von Gegenzöllen betroffen sind.
Importzölle können sich zwar auch positiv auswirken, wenn sie bspw. Billig-Importe unterbinden, aber dafür müssen sie zielgerichtet erhoben werden, was Trump aber nicht tut.
