Vor 6 Stunden
@Kongo Erich
Und nochmal: Ich kann Pretti nicht beurteilen, du aber auch nicht. Wenn er am Straßenrand gestanden hätte, ein Plakat hochgehalten und "ICE raus!" skandiert hätte, dann würde ich ihm sicher keinen Strick daraus drehen. Es wäre seine Meinung und er darf frei demonstrieren und seine Meinung sagen und rausschreien. Und das ist gut so - und ein Beleg für die Meinungsfreiheit in den USA. Aber diese Ausraster, und dazu zähle ich das Gegeifere und das Wegtreten von Rücklichtern, und dann das Hineingehen in eine Demo mit einer Waffe, hinterlassen einen doch schalen Beigeschmack dahingehend, dass wir es eben nicht mit einem "nur" freundlichen Menschen und der netten ICU-Nurse von Gegenüber zu tun haben.
Schneemann
Zitat:@Schneemann:Naja, dein Beispiel ist aber nicht bzw. nur bedingt zielführend. Wenn jemand einbricht, so zeigt dies zumindest eine Bereitschaft zu einem gewissen antisozialen Verhalten gegenüber Dritten. Und nicht umsonst werden auch Vorstrafen oder Taten vor einem Ereignis X deswegen mit betrachtet. Und wenn Herr Huber bei dem besagten Einbruch eine Flinte geklaut hätte, die er dann auf eine Demo mitnimmt, und er, weil er sie dabei hatte, deswegen niedergeschossen wird, kann man durchaus einen Zusammenhang finden.
zwischen der Tat und dem Geschehen, das Wochen vorher stattfand, ist kein Zusammenhang erkennbar. Weder die Schützen noch andere Beamte waren an beiden Aktionen dabei.
Daher kann sich eine Würdigung auf "mildernde Umstände"
- a) nur auf das Geschehen selbst und
- b) auf eine anderweitige Vorbelastung der Schützen
beziehen.
Wenn ein Herr Huber in Pforzheim einbricht, und dann Wochen später bei einer Demonstration in Stuttgart von der Polizei erschossen wird, besteht zwischen beiden Taten auch kein innerer Zusammenhang.
Wegen des Einbruchs in Pforzheim - den der schießende Polizist aus Stuttgart möglicherweise nur aus der Polizeimeldung kannte (wenn überhaupt) - gibt es für das Geschehen in Stuttgart keine erkennbare Rechtfertigung.
Und nochmal: Ich kann Pretti nicht beurteilen, du aber auch nicht. Wenn er am Straßenrand gestanden hätte, ein Plakat hochgehalten und "ICE raus!" skandiert hätte, dann würde ich ihm sicher keinen Strick daraus drehen. Es wäre seine Meinung und er darf frei demonstrieren und seine Meinung sagen und rausschreien. Und das ist gut so - und ein Beleg für die Meinungsfreiheit in den USA. Aber diese Ausraster, und dazu zähle ich das Gegeifere und das Wegtreten von Rücklichtern, und dann das Hineingehen in eine Demo mit einer Waffe, hinterlassen einen doch schalen Beigeschmack dahingehend, dass wir es eben nicht mit einem "nur" freundlichen Menschen und der netten ICU-Nurse von Gegenüber zu tun haben.
Schneemann
