Vor 11 Stunden
(Heute, 07:13)Quintus Fabius schrieb: Wenn die Handlung "einige Tage zuvor" in irgendeinem Kontext zur Tat steht, dann ist sie relevant. Ist dem nicht so, dann ist es nicht relevant was vorher war. Das gilt ganz allgemein so im Strafrecht, auch in dieser Bundesrepublik.
Die Handlungen des hier Getöteten einige Tage zuvor sind für das eigentlische Geschehen um seine Erschießung aber eben nicht relevant. Denn worin sollte hier ein Zusammenhang bestehen?
Der Täter wusste zum Tatzeitpunkt nichts vom Verhalten von Pretti einige Tage zuvor. Es spielte daher für seine Entscheidung in diesem Moment keine Rolle. Und nur darauf kommt es an.
Für die Bewertung der Tat zählt nur, was direkt während der Tat der Fall war, bekannt war, vorlag etc.
Das kann man nur wissen, wenn es tatsächlich untersucht wurde. Es ist grundfalsch, dies einfach als Hypothese anzunehmen ("war ja 11 Tage vorher - wo ist der Bezug?") und dann der Sache nicht weiter nachzugehen.
Rein theoretisch hätte der/die Schützen auch bei den Protesten 11 Tage zuvor anwesend sein können und/oder die Videos des Protests wurden analysiert und jemand im Team meint dann: "Schau mal, der Typ hatte eine Waffe dabei, der hat uns gefährdet und Widerstand geleistet, wurde aber einfach laufengelassen, beim nächsten Mal bitte bei Gefährdern härter durchgreifen, der hätte auch einen von uns töten können, also passt bitte auf, Leute..."
Bei den beiden Protesten wurde unterschiedlich vorgegangen, das ist Fakt.
Evtl. wurde 11 Tage absichtlich deeskaliert, um sich nicht mit dem Mob herumschlagen zu müssen, weil irgendeine Mission Vorrang hatte.
