28.01.2026, 20:20
(28.01.2026, 17:59)Leuco schrieb: Welche Änderungen würdet ihr euch wünschen ohne den Entwurf komplett auf den Kopf zu stellen?Insgesamt bin ich mit den Schiffen relativ zufrieden. Klar, perfekt ist etwas anderes aber vorerst kann man damit gut arbeiten. Um den Zeitplan nicht noch weiter zu gefährden würde ich diese Einheiten vorerst empfangen wie sie sind. Änderungen und Zusatzbefähigungen wären eher etwas für spätere Refits oder Ertüchtigungen, die im Rahmen der Flottenkommunalisierung früher oder später sowieso erforderlich sind.
Diese würden sich nach dem Konzept richten, dass ich bei so ziemlich sämtlichen Vorschlägen verfolge. Sie würden primär auf die volldimensionale Befähigung mit Fokus auf Area-ASW sowie die Europäisierung dieser Schiffe abzielen.
Wenn man dabei oberflächlich bleiben möchte, sähe das wie folgt aus:
Zum einen natürlich der Ersatz der 2x8 Strike Length Mk41 durch 3x8, idealerweise (sofern machbar), 4x8 SYLVER A50NG (je nach dem auch A70NG). Wenn wir von 3x Modulen ausgehen würden wir dabei von 32x SLM (1x8 quadpack) und 32x SLX (2x8 dualpack) sprechen. Das halte ich für die maximal umsetzbare Befähigung ohne direkt an der Radaranlage herumfummeln zu müssen. Eventuell wäre es auch später eine Möglichkeit, Diehl mit einer leichten Evolution des Systems zu beauftragen, dass Mehrleistung erbringt aber noch in den bestehenden Proportionen und Faktoren des "legacy" TRS-4Ds existiert, aber da will ich nicht zu tief ins Detail gehen.
So wären die Schiffe zumindest auf absehbare Zeit zu abgeschwächtem Territorial Air Defense sowie zur Einzelfahrt im Hochrisikogebiet befähigt, etwas was sie aktuell, genauso wie eine A200, nicht könnten.
Des weiteren sollte TACTICOS bei Zeiten durch ein europäisches Standard-CMS ersetzt werden, idealerweise durch das Saab 9LV. Auch die Integration von SeaSpider sollte bei dieser Gelegenheit erfolgen, sofern das base design damit nicht bereits inhärent ausgerüstet ist.
Bis dahin würde ich mich eher mit der Modulseite beschäftigen. Die Einführung eines einheitlichen Modulsystems auf Basis des CUBE-Systems von SH Defence fordere ich ja schon länger und obgleich es der F126 mMn an einem "perfekten" Mission Bay fehlt, kann man mit den drei Bays die man hat (2x 12m Seite und 1x 12m Heck) sowie den Positionen des Schleppsonarsystems und den Containerstellplätzen auf dem Wetterdeck gut arbeiten. Zu den Modulen die ich gerne umgesetzt sehen würde gehören:
- ASW (übernommen)
- Gewahrsam (übernommen)
- MCM und Minenlegen
- SIGINT
- ASW-Lfk (gibts per CUBE im Container, so bleibt VLS-Kapazität für AAW erhalten)
- NDRO Module (bspw Medical, zusätzliche Einschiffungskapazität, etc)
- OSR Module (Oil Spill Recovery)
Zu Modulen könnt ihr euch auch gerne die Liste auf Seite 21 durchlesen. Ich halte die Einführung dieses Systems auf den Einheiten der DM für einen unfassbar großen Fähigkeitsgewinn.
https://shdefence.com/wp-content/uploads...24_web.pdf
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Was jetzt vielleicht ein Hot Take sein dürfte ist, dass ich gerne mehr als nur diese 6x Schiffe hätte. Sofern das unser Mehrrollen-Arbeitspferd und Universaltalent wird, würde ich den Flottenschwerpunkt auf dieser Klasse auslegen und 9x beschaffen.
Zwar wäre mein Idealfall immer noch die Einheitsklasse aus 15x Fregatten mit einem 9/6 Split von ASW/IKM und AAW und die F126 ist ein Kompromiss für ersteres, aber dafür in meinen Augen keinesfalls ungeeignet. Daher 9x F126 und 6x europäisierte F127.
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DeltaR95 schrieb:Optimal ist es nicht, aber auch kein "Killer" für die SM-2.Ich würde mich hier glaube ich eher an dem Realbeispiel der italienischen FREMMs orientieren.
Die sind unter anderem mit der ASTER 30 B0 & B1 ausgestattet (Reichweite >120km) und greifen dabei ebenfalls auf ein C-Band System zurück, das Kronos Grand Naval, das laut Broschüre eine IR-Reichweite von >300km hat.
So groß ist der Abstand zum TRS-4D also gar nicht, aber dessen Leistungsgrenze dürfte so "ungünstig" gelegen sein, dass für die letzten 20-30km fehlen dürften.
Track Range ist nicht das selbe wie Detection Range und je nachdem wie gut das Verarbeitungssystem damit klarkommt, könnte ein Softwareupdate vielleicht schon für ausreichend Mehrleistung sorgen um das TRS-4D dazu zu befähigen. Thales verfolgt ja den selben Ansatz, wobei ich jetzt nicht weiß, ob deren Systeme schon speziell auf diese Updates auslegt sind oder nicht.
Das stelle ich mir zumindest realistisch vor, wenn man auf Biegen und Brechen beim TRS-4D bleiben will. Ansonsten wäre ein Wechsel auf bspw SeaFire oder DualBand die bessere Wahl.
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Frank353 schrieb:Vielleicht kann jemand mit Ahnung erklären, was man hier sieht und wieviel Prozent vom Rumpf schon gebaut sind? Ungefähr, eher 10% oder mehr?
DopePopeUrban schrieb:Dafür, dass der Bau angeblich still stehen würde, ist man ganz schön weit. Auch Dinge wie bspw Halterungen für Generatoren, Getriebe und Wellen sind schon zu sehen, die ohne abgeschlossene (und erhaltene) Werks- und Detailplanung nicht baubar sind.https://www.forum-sicherheitspolitik.org...1&page=114
Grundlegend sei gesagt, dass der Baufortschritt hier nicht "oberflächlich" ist. Wenn man dabei ist, entsprechende Halterungen für bspw Wellen einzurüsten, ist man schon voll dabei.
Mit Prozenten werde ich nicht dienen können, da wir hier nur die Arbeiten am Standort Wolgast sehen. Bug und Montage finden bei GNYK in Kiel statt, was wir bis jetzt noch nicht gesehen haben.
Wenn GNYK aber, wie WELT berichtete, schon seit Mitte Januar mit der Montage der Sektionen beschäftigt ist, sind die im Bauprozess ganz schön weit. Denn damit das stattfinden kann, muss das ganze Großequipment was im Rumpf liegt, also Motoren, Getriebe, Ruderanlage etc, schon eingebaut sein. Damit wäre der Großteil der Stahlarbeiten durch und man geht schon eher aufs Outfitting zu, also Verkabelung, installieren von kleineren Systemen usw.
