Vor 4 Stunden
(Vor 11 Stunden)Nightwatch schrieb: Es gibt auch keinen Grund anzunehmen, dass die Ausbildung qualitativ mangelhaft ist.https://cbpcomplaints.cbp.gov/s/article/...uage=en_US
Doch! Die Ausbildung der BP/CBS dauert sechs Monate und beschränkt sich weitestgehend auf Einsatzlehre - die in den USA i.d.R. absolut mangelhaft ist, den Bürger häufig als Feind wahrnimmt und in ihrer Methodik und Didaktik auf maximale Eskalation ausgerichtet ist. Für einen Einsatz im urbanen Gelände mit direktem Bürgerkontakt und für Riot Control sind sie nicht ausgebildet. Das sieht ihre Aufgabe eigentlich auch nicht vor, da sie in der Regel eben nur für den Grenzschutz eingesetzt werden und sich auch daraus rekrutieren.
Fairerweise muss man sagen, dass 6 Monate Ausbildung der Standard für fast alle uniformierten Strafverfolgungsbeamten in den USA ist. Danach gibt es i.d.R. noch ein dreimonatiges Field Training mit einem erfahrenerem Beamten und das wars.
Katastrophe!
(Vor 7 Stunden)Kongo Erich schrieb: Widerspruch. Gewaltanwendung ist in einem zivilisierten Rechtsstaat nur im Rahmen der "Verhältnismäßigkeit" gestattet. Das heißt, sie ist dann unverzüglich zu beenden, wenn sie zum Erfolg geführt hat (Stichwort: Übermaßverbot).
Das amerikanische Rechtssystem kennt den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit für Judikative und Exekutive nicht.
Daher rühren auch fast alle Probleme. Die strikte Einhaltung von Verfahren ist dort wesentlich und eine Verhältnismäßigkeitsprüfung findet jeweils individuell nur im Straf- oder bei Disziplinarverfahren statt und kann je nach Staat, Bezirk sehr sehr unterschiedlich ausgelegt werden und folgt eben keinen Grundsätzen.
Der Tod von Pretti würde hierzulande ( generell in Europa) natürlich ganz eindeutig als Totschlag bewertet werden, für den sich die Beteiligten verantworten müssten. Für einen Schusswaffeneinsatz hätte es bei uns keinerlei Rechtfertigungsgründe gegeben.
Drüben kann das schon mal anders bewertet werden.
Aber du schriebst ja auch zurecht "zivilisiert".
