Vor 10 Stunden
(Vor 11 Stunden)Kongo Erich schrieb: es waren die ICE-Agenten, die einem unbewaffneten Mann, der zuletzt schon regungslos am Boden lag, zehnmal (10 !!!!) in den Rücken geschossen haben.Das sooft geschossen wir wie möglich nachdem die Schwelle zur Anwendung tödlicher Gewalt überschritten wurde ist ein standardmäßiges und höchstrichterlich ausgeurteiltes Vorgehen. Da helfen auch vier Ausrufezeichen nichts.
Zu den Geschehnissen kam es, weil sich in Minneapolis extremistische Gruppierungen meinen es sei legitim Bundesbeamte bei der Ausübung ihrer Tätigkeit wenn nötig rabiat und gewaltsam zu behindern. Dies kommt nicht von ungefähr sondern ist das Ergebnis jahrelanger gezielter politischer Agitation des Demokratischen Vorfelds in Minnesota.
Kongo Erich schrieb:Wenn denn schon die Bevölkerung aufgehetzt wäre (nun ja, es gab dort vorher schon einen anderen Todesfall, den ich als "Mord" bezeichnet hatte) dann darf man nicht mit solchen blindwütigen Cowboy-Methoden in die Stadt gehen, sondern braucht sensibel agierende und psychologisch geschulte Kräfte.Recht muss vor Unrecht nicht zurückweichen. Tatsächlich müsste dringend Verstärkung herangeschafft werden um den illegitimen Widerstand der Chaoten frühzeitig und unblutig zu unterbinden.
Aber genau das will ja die ICE-Führung entweder nicht - oder sie hat solche Kräfte gar nicht. Dann wäre die gesamte Behörde zu hinterfragen.
Es ist eine legitime taktische Kritik, dass ICE und die Border Patrol hin mit unzureichenden Kräften unterwegs sind. Grund dafür ist allerdings auch, dass der Demokratischen Machthaber es der lokalen Polizei verbieten die Bundesbeamten zu unterstützen. Das macht sie mitverantwortlich an der entstandenen Lage.
Broensen schrieb:Sowohl Good, als auch Pretty wurden als Inlandsterroristen bezeichnet. Also meine Definition von Terror ist die Verbreitung von Angst und Schrecken zum Erreichen eigener Ziele. Selbst wenn man diesen beiden Widerstand gegen die Staatsgewalt vorhält, dann ist das noch kein Terrorismus. Angst und Schrecken werden derzeit von ICE verbreitet, ganz egal ob sie das unter rechtlicher Absicherung tun oder nicht.Weder Good noch Pretty waren Terroristen. Sie wurden während dem Begehen von Straftaten getötet. Die Antifanten die derzeit in Minneapolis marodieren sind aber sehr wohl inländische Terroristen.
Broensen schrieb:Die Behörden sind schon lange aktiv, ihr schneller Aufwuchs durch fragwürdige Neueinstellungen ist hier der KritikpunktDas ist sicher ein Kritikpunkt. Wo aber ist der bewiesene Bezug zu Minneapolis? Wir wissen nicht welche Kräfte dort eingesetzt sind. Es ist pure Spekulation anzunehmen das da teilweise, mehrheitlich oder überwiegend Frischlinge eingesetzt werden. Logisch gedacht wäre wohl eher anzunehmen, dass man in einen solche Hotspot eher erfahrene Beamter einsetzt.
Natürlich haben die beim letzten Vorfall eine Rolle gespielt, schließlich war der ebenfalls auf Fehlverhalten und fahrlässige Eigengefährdung von Bundesagenten zurückzuführen.
Der Beamte der Good erschossen hat war 10 Jahre im Dienst. Und bei Pretty habe ich 8 Jahre gelesen, wobei das nicht bestätigt ist.
Broensen schrieb:Der entscheidende Punkt ist auch weniger die Dauer, sondern die Qualität der Ausbildung und die Überwachung eben dieser. Wenn unfähige Beamte gewollt sind, weil die Vorgesetzten das für erstrebenswert halten und gar nicht als Unfähigkeit erkennen, dann hilft auch eine 10 jährige Ausbildung nicht weiter.Es gibt auch keinen Grund anzunehmen, dass die Ausbildung qualitativ mangelhaft ist.
Broensen schrieb:Ja, Zivilcourage wird zunehmend lebensgefährlich. Kann man natürlich für richtig erachten.
Die organisierte und aktive Behinderung von Bundesbeamten während der Ausführung ihres Dienstes ist keine Zivilcourage.
Broensen schrieb:In diesem Fall haben das -zumindest in dem Moment- weder Pretty noch die von ihm beschützte Frau getan. Sie haben die "Ausübung des Dienstes" lediglich dokumentiert und wurden dafür körperlich angegangen. Die Gewalt ging nicht von Ihnen aus und sie haben auch nicht aktiv die Arbeit der Behörden behindert. Es sei denn, man sieht die Dokumentation der Einsätze als deren Behinderung an, was nur dann der Fall wäre, wenn die Beamten nicht gesetzesgemäß handeln und sich durch die Dokumentation der Gefahr einer Strafverfolgung ausgesetzt sehen.Good wurde erschossen weil sie den Schützen nach Wahrnehmung des Schützen mit ihrem Fahrzeug angegriffen hat.
Pretty wurde erschossen weil entweder a) eine Schussgabe fehlinterpretiert wurde oder b) er aktiv und massiv Widerstand leistete und der Schütze fälschlicherweise annahm das eine Waffe im Spiel ist.
Man "dokumentiert" nicht wenn man sich Handgreiflichkeiten mit Bundesbeamten liefert oder sie mit dem eigenen Auto über den Haufen fährt - auch wenn es nur versehentlich geschieht.
Wer nur dokumentieren möchte stellt sich in gebührenden Abstand auf, verhält sich völlig passiv und leistet keinen Widerstand.
Die beiden Getöteten taten das genau nicht, sie agierten als Agitatoren und Provokateure und haben damit die Situation in der sie dann jeweils ihr Leben verloren haben selbst heraufbeschworen. Das entschuldigt nicht ein eventuelles Fehlverhalten der Schützen, aber es ist faktisch eine Folge ihres gesetzeswidrigen Verhaltens.
Broensen schrieb:So wie bei Good, wo die zuständigen Ermittlungsbehörden vor Ort den Fall nicht bearbeiten durften und aus dem Justizministerium Ermittlungen gegen den Schützen untersagt, aber gegen die Ehefrau der Getöteten angeordnet wurden?
Rechtsstaatlichkeit ist schon noch etwas mehr als "der gängigen US-Rechtsprechung" zu entsprechen.
Ja? Wenn die Staatsanwälte nach (Vor)Prüfungen kein weiteres Verfahren verfolgen weil sie (korrekterweise) zu dem Schluss kommen, dass die Tötung von Good zwar tragisch aber rechtlich nicht zu beanstanden ist, dann ist das so. Wenn das eventuell Geschädigte anders sehen sind Klageerzwingungsverfahren und der Zivilweg möglich.
Das die Bundesbehörden ob der verfahrenen politischen Situation in Minnesota auf die Involvierung örtlicher Kräfte verzichten ist genauso möglich wie das die Demokraten es der örtlichen Polizei verbieten mit ICE zu kooperieren.
Broensen schrieb:Nochmal zur Erinnerung: Die Situation, in die sich Pretty gebracht hat, war die, dass er sich schützend vor eine Frau gestellt hat, die von einem ICE-Agent zu Boden geschubst wurde, ohne dass von ihr oder ihm zuvor oder währenddessen Gewalt ausging. Das ist etwas, das die allermeisten hier sicher genauso getan hätten, kämen sie in die gleiche Situation. Er hat sich zwischen den Agent und die Frau gestellt, woraufhin er unmittelbar mit Pfefferspray eingedeckt und stümperhaft fixiert wurde. Das als gewaltsamen Widerstand zu werten ist abseits jeder Verhältnismäßigkeit, unabhängig davon, dass es sicher kein gesetzeskonformes Handeln darstellt.
Äh nein? Ich würde den Teufel tun mich in einer solch aufgeheizten Lage bewaffnet (!) zwischen Polizeibeamte und dem Ziel polizeilicher Maßnahmen zu stellen. Wenn ich der Auffassung bin, dass hier ein Fehlverhalten vorliegt dokumentiere ich das und weise die Beamten verbal auf ihr Fehlverhalten hin. Ganz bestimmt nicht dränge ich mich mit Körpereinsatz dazwischen und noch viel weniger werde ich dann handgreiflich wenn die Situation überraschenderweise eskaliert und mehrere Beamte auf mich losgehen.
Ich habe als unbeteiligter Dritter kein Recht mich gegen polizeiliches Handeln zu stellen und mich körperlich irgendwo einzumischen! Ich weiß echt nicht wo wir gelandet sind, das solches Verhalten normal ist und es auch noch entschuldigt wird wenn man tätlichen Widerstand gegen eine Festnahme leistet.
