Vor 9 Stunden
(Vor 10 Stunden)Broensen schrieb: Aber wie wir inzwischen gelernt haben, sind Beweise ja eh irrelevant, da US-Gesetzesverteter grundsätzlich Bürger erschießen dürfen, sofern die Situation eine Interpretation erlaubt, in der sie sich in irgendeiner Form gefährdet gefühlt haben könnten. Dabei ist es auch gänzlich irrelevant, ob sie diese Situation selbst herbeigeführt haben.Zu zugespitzt. Der tatsächliche Standard ist 'objective reasonableness' nach Graham v. Connor, 490 U.S. 386 von 1989.
(Vor 10 Stunden)Broensen schrieb: Kann ich so überhaupt nicht erkennen.Schau dir nochmal das dritte Video an, sieht für mich sehr eindeutig danach aus, als ob aus der Sig ein Schuss fällt.
Das Ding ist übrigens berüchtigt für dieses Problem: https://x.com/giggitygreg/status/2015300758204297555
(Vor 10 Stunden)Broensen schrieb: Und das zeigt halt ein große Problematik auf, die aus der Kombination der Vorgehensweise von ICE&Co. mit dem Recht von US-Bürgern auf das Tragen von Waffen einhergeht. Denn es werden so Leute dafür erschossen, dass sie ihre verfassungsmäßigen Rechte ausüben. (Es ist nirgendwo bisher erkennbar, dass er versucht hätte, die Waffe zu ziehen oder gar einzusetzen.)Nö werden sie nicht. Sie werden evtl. dann erschossen, wenn sie sich in eine gewalttätige Konfrontation mit dem Law Enforcement begeben und dann die Waffe auftaucht.
Unglücklich vielleicht, aber Gleichzeitig im höchsten Maße bekloppt. Als Waffenträger trägt man nicht nur eine Waffe, sondern ein hohes Maß an Verantwortung für sich und andere durch die Gegend. Wenn man da trotzdem meint mit dem Gesetz in Konflikt geraten zu müssen (hier: Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte) wirkt eine mitgeführte legale (!) Waffe auch sehr schnell strafverschärfend oder wie in dieser Situation halt sehr schnell tödlich.
Was wäre das richtige Vorgehen gewesen? Die Konfrontation überhaupt nicht suchen. Keine wie auch immer geartete Rangelei mit den Beamten. Nullkommanull Widerstand bei einem Gewahrsam nähme. In 99.9999% alle Fälle passiert dann nichts und wäre hier auch nichts passiert. Aber der Typ meinte halt er müsse Widerstand leisten und nach Lage der Dinge kam es dann entweder a) durch das lösen einen Schusses aus der Sig zu einer tragischen Fehlinterpretation (das halte ich momentan für wahrscheinlich) oder b) zu einer faktischen, wenn auch wahrscheinlich nicht rechtlichen Überreaktion eines Beamten.
Völlig unnötig aber im momentanen Klima die logische Konsequenz der Agitation von Links.
Zitat:Da werden wir nie zusammenfinden, weil du offenbar Menschen sehr viel weniger professionelle Auffassungs- und Einschätzungsgabe zutraust als ich. Was du als hellseherische Fähigkeiten ansiehst, sind für mich Grundvoraussetzungen für die Eignung als bewaffneter Gesetzesvertreter.Schön, aber ich würde behaupten, dass meine Haltung hier wesentlich näher an Jahrzehnten der US Rechtssprechung ist als deine diesbezüglichen Anforderungen.
Schau, natürlich ist die Situation von A bis Z mehr als bescheiden und beide Seiten bauen hier eine Menge Mist. Aber das hat a) keinen Einfluss auf die rechtliche Würdigung der Aktion des Schützen und b) passiert alles nicht in einem Vakuum.
In einer besseren Welt gäbe es keinen Widerstand gegen US-Bundesbeamte bei der Ausführung ihres Dienstes. Es gäbe kein NGOs die diesen Widerstand fast schon militärisch organisieren zur Durchsetzung politischer Ziele einsetzen wollen. Es gäbe keine Demokratische Partei deren Mittelbau in diese Machenschaften direkt involviert ist und deren Führung mehr als bereit ist das Ganze politisch auszuschlachten und auch noch Öl ins Feuer gießt.
Auf der anderen Seite gäbe es in einer besseren Welt keine Barbie-Figuren an der Spitze des DHS die irgendeinen Blödsinn verkünden, keine ICE-Chefs die im Stile eines SS Sturmbannführers durch die Straßen ziehen (wobei der berüchtigte Mantel tatsächlich ein offiziell zugelassenes Kleidungsstück ist), man wäre kompetent genug mit ausreichenden und besser ausgebildeten Kräften in Problem-Spots zu agieren usw usf.
Das sehe ich durchaus alles. Aber am Ende ist es für mich eindeutig, das hier eine Seite ganz bewusst ihre Ideologie über das Recht stellt und Gewalt einsetzt um ihre politischen Ziele zu erreichen.
Zitat:Das war aber doch nicht deine Intention, du wolltest aufzeigen, dass ICE sich eben nicht "in demokratischen Staaten und insbesondere Minnensota besonders austoben" würde. Und das belegt diese Grafik aber eben nicht.Die Grafik belegt, dass ICE aus republikanischen Staaten bezogen auf die Zahl der illegalen Einwanderer deutlich mehr abschiebt. In Demokratischen Staaten gibt es mehr illegale Einwanderer von denen weniger abgeschoben werden. Eigentlich müsste es umgekehrt sein, eine große Zahl an Einwanderern bedeutet auch, dass es viele Low Hanging Fruits gibt, die man einsammeln und abschieben könnte. Dagegen ist es schwerer, aus einer geringeren Zahl an Einwanderern Menschen abzuschieben.
Die Grafik zeigt, dass dies Trotzdem geschieht. Republikanische Staaten schieben durch ICE noch mehr der wenigeren illegalen Einwanderer ab während sich die Demokratischen Staaten der Durchsetzung des Rechts entziehen und ICE dort längst nicht so aktiv ist wie es sein müsste um an das Niveau der Abschiebungen in den Republikanischen Staaten ranzukommen.
Zitat:Aber es behauptet ja auch niemand ernsthaft, dass es da keinen Zusammenhang gäbe.Tatsächlich behauptet das progressive Lager in Amerika, dass Trump ICE ganz bewusst in Demokratischen Staaten einsetzt um dort Terror zu verbreiten, während die Republikanischen Staaten geschont werden.
