Gestern, 13:25
(Gestern, 09:48)Grolanner schrieb: Wenn das "Durchsetzen des Rechts" aber nicht in der US-üblichen Art legitimiert ist (richterliche Beschlüsse etc), dann besteht doch durch die US-Verfassung durchaus auch eine Art der Aufforderung zum "Zivilen Ungehorsam", bzw. dem Widerstand dagegen, oder interpretiere ich da etwas falsch?Nein, das gibt es schlicht nicht. Und umgekehrt wird ein Schuh draus: Wäre das Vorgehen der Bundesbehörden illegitim steht der Rechtsweg offen und ein Heer politisch geeneigter Richter bereit, dem Ganzen einen Riegel vorzuschieben.
Der Umstand, dass dies nicht geschieht sagt alles was dazu gesagt werden muss.
Schneemann schrieb:Der Vorfall ist inakzeptabel. Man sieht auf dem Video, wie die betreffende Person bereits regungslos auf dem Bauch liegt (sie wird nicht mehr von anderen Beamten festgehalten) und ein Beamter völlig unnötig dann, soweit ich es sehe, aus ca. 1,5 m Entfernung zwei- oder dreimal auf die Person bzw. dieser in den Rücken feuert.Das ist schlicht nicht korrekt. Der Getötete befand sich in dem Moment als der erste Schuss fällt in einer Knienden Position und versucht sich gegen zwei Beamte zu wehren, die in zu Boden drücken wollen.
Es ist in meinen Augen aber nicht mal klar wer den ersten Schuss abgegeben hat bevor der Agent dreimal auf den Getöteten feuert. Womöglich war es auch der Schütze, womöglich löste sich auch ein Schuss aus der gerade entfernten Waffe des Getöteten.
Diese Interpretation lausiger Videos findet sich etwa hier: https://x.com/realchasegeiser/status/201...0968584320
Wenn es sich so verhält wäre die Tötung folge einer tragischen Fehlinterpreation der Situation aber rechtlich einwandfrei.
Wenn der erste Schuss vom Schützen selber abgebene wurde:
Aus der Wahrnehmung des Schützen in der Situation - was auch in diesem Fall wieder die einzig relevante Perspektive sein wird, nicht die Frame by Frame Nachbetrachtung aus irgendwelchen Handy-Videos - hat er womöglich schlicht das leere Holster gesehen und den Ruf gehört, dass da eine Waffe sei. Nach US-Recht sollte dann die Entscheidung zur Schussabgabe rechtzufertigen sein, zumal der Getötete in dem Moment sehr aktiv Widerstand leistete. Der Schütze ist in dem Moment dann schlicht davon ausgegangen, dass der Getötete die Waffe in der Hand hat. Tatsächlich scheint er ein Smartphone in der Hand zu halten, was in den Sekundenbruchteilen der Schussentscheidung auch verwechsel werden kann.
Alles sehr unschön und wahrscheinlich nicht so eindeutig wie bei der Tötung der Frau im Auto, aber wer das vermeiden will begibt sich einfach nicht bewaffnete in eine solche Situation mit gestressten und überforderten Beamten.
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Zu Mythos ICE würde sich hier in demokratischen Staaten und insbesondere Minnensota besonders austoben:
[Bild: https://pbs.twimg.com/media/G_dsOx-XAAA3...ame=medium]
und zu den Zuständen in Minnesota:
https://x.com/DefiyantlyFree/status/2015145015580750236
https://x.com/CynicalPublius/status/2015139558510457146
https://x.com/camhigby/status/2015093523733733474
