Gestern, 04:35
(20.01.2026, 15:28)voyageur schrieb: Dänemark entsendet weitere Truppen nach Grönlanddazu auch:
Politico
Dänemark gibt bekannt, dass seine Truppen ein bis zwei Jahre in Grönland bleiben könnten.
[Bild: https://www.politico.eu/cdn-cgi/image/wi...655705.jpg]
Laut dem dänischen Fernsehsender TV2 wird am Montagabend eine „erhebliche Anzahl” dänischer Kampfsoldaten in Kangerlussuaq, dem Standort des wichtigsten internationalen Flughafens Grönlands, erwartet. | Mads Claus Rasmussen/EPA
19. Januar 2026 16:37 Uhr MEZ
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Die zusätzlichen Truppen, die nach Grönland entsandt werden, werden so schnell nicht nach Hause zurückkehren.
„Wir werden die Mission ein Jahr lang, vielleicht sogar zwei Jahre lang, in Zusammenarbeit mit ausländischen Soldaten fortsetzen. Wir versuchen, einen Zeitplan für die Entsendung von Truppen nach Grönland im Jahr 2026 und im darauffolgenden Jahr aufzustellen, also ja, es handelt sich um eine langfristige Mission“, erklärte Andersen gegenüber Le Monde.
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Trump argumentiert, dass Dänemark nicht genug getan habe, um Grönland vor einem möglichen Angriff Russlands oder Chinas zu schützen, und scherzte, dass Kopenhagen nur über zwei Hundeschlitten verfüge, um die Insel zu verteidigen. In Wirklichkeit kündigte Dänemark im vergangenen Jahr an, die Verteidigungsausgaben für Grönland um 27,4 Milliarden Kronen (3,7 Milliarden Euro) für Marineschiffe, Patrouillenflugzeuge, Drohnen und Überwachungsradare zu erhöhen.
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Dänemark baut Militärpräsenz auf Grönland weiter aus
Zitat:Angesichts des von US-Präsident Donald Trump erhobenen Besitzanspruchs auf Grönland baut die dänische Armee ihre Präsenz auf der zu Dänemark gehörenden Arktisinsel weiter aus. "Zum ersten Mal wurden Spezialisten des Jaegerkorpset in den rauesten Gebieten Grönlands an der Küste von Blosseville stationiert", teilte das dänische Arktiskommando am Mittwoch unter Verweis auf eine Spezialeinheit des dänischen Heeres mit. Ziel des Einsatzes sei "die Stärkung der Präsenz in der Arktis".kommt es da jetzt zu einem "Wettrüsten der NATO-Partner" gegeneinander?
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Denn ein 75 Jahre alter Vertrag sichert US-Militärpräsenz in Grönland – unter einer Bedingung
Zitat: ...Und damit kommen wir zum Kern:
Ein Abkommen aus dem Jahr 1951 bestätigt das Recht der USA, Verteidigungsgebiete in Grönland einzurichten. Der am 27. April 1951 mit Dänemark geschlossene Vertrag mit dem Titel „Verteidigung Grönlands“ dient laut Präambel dem „Nutzen der Nordatlantikvertrags-Organisation“.
Er erlaubt, „das Gebiet für militärische Zwecke zu verbessern und allgemein dafür geeignet zu machen” und dort „Einrichtungen und Ausrüstung zu bauen, zu installieren, zu warten und zu betreiben”. Dazu zählen sowohl der Bau von Anlagen, als auch die Stationierung von Personal. Die Kontrolle über Schiffe und Flugzeuge ist ebenfalls vorgesehen, allerdings „unter gebührender Achtung der Zuständigkeiten der Regierung des Königreichs Dänemark“.
Zitat: Die USA verfügen heute nur noch über einen einzigen Militärstützpunkt in Grönland, die Pituffik Space Base, während es zu Zeiten des Kalten Krieges noch etwa 50 waren. Sollte sie jedoch aus Gründen der nationalen Sicherheit ihre Präsenz dort ausbauen wollen, wie Trump mehrfach angedeutet hat, wären Verhandlungen mit Dänemark und Grönland erforderlich. Das legt eine Ergänzung des Vertrags aus dem jahr 2004 fest. Ihr zufolge muss Washington die dänische und grönländische Regierung „vor der Umsetzung wesentlicher Änderungen an militärischen Operationen oder Einrichtungen konsultieren und informieren“.also ... DT, der in Davos ohnehin angekündigt hat, dass Dänemark selbst für seine Verteidigung sorgen muss, hat rechtlich nicht mehr einseitig die Möglichkeit, die US-Truppenpräsenz gegen den Willen von Dänemark und Grönland zu erhöhen. Wobei "konsultieren und informieren" etwas weniger ist, als die Zustimmung einholen zu müssen. Vor wesentlichen Änderungen muss Washington umfassend informieren.
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Man kann auf Seite der Einheimischen dann ggf. aber geltend machen, dass der "Konsultationsprozess" noch nicht abgeschlossen ist und noch Fragen bestehen. Das dürfte im Hinblick auf die Vergangenheit insbesondere auch Fragen der Abfall- und Müllbeseitigung und des Umweltschutzes betreffen.
