06.01.2026, 14:43
Über die Präsenz von Chevron in Venezuela:
https://www.wiwo.de/unternehmen/industri...88648.html
Wollen wir wetten das Trump und seine Familie direkt vor dem Einsatzbefehl eine Menge Chevron Aktien erworben haben
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Zitat:Bereits 1976 nationalisierte Venezuela seine gesamte Ölindustrie. Das Öl gehörte damit dem venezolanischen Staat und die PDVSA verwaltet es. Ausländische Firmen erhielten Förder-, Betriebs- oder Beteiligungsverträge, keine Eigentumsrechte. In den 1990er-Jahren öffnete Venezuela seinen Ölmarkt. Ausländische Beteiligungen über Joint Ventures waren wieder erlaubt – allerdings oft mit PDVSA-Mehrheit oder Sonderverträgen.
2007 folgte die Kehrtwende. Der damalige Präsident Hugo Chávez forderte, dass alle Joint Ventures in eine PDVSA-Mehrheitsgesellschaft von mindestens 60 Prozent umgewandelt werden. Während die US-Ölgiganten ExxonMobil und ConocoPhillips daraufhin das Land verließen, akzeptierten Chevron, Total und BP die neuen Bedingungen.
2019 griff Donald Trump das Thema wieder auf und nutzte es im Machtkampf um die Ressourcen. Denn bis dahin waren die USA der größte Abnehmer des venezolanischen Öls. Danach brachen sowohl die Ölförderung als auch die Ausfuhren ein.
Das hätte das Ende von Chevrons Venezuela-Geschäft sein können, und so sah es lange auch aus. Doch 2022 erteilte das Amt für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (OFAC) des US-Finanzministeriums Chevron eine Ausnahmegenehmigung, um die Rohölexporte aus seinen Joint-Venture-Betrieben in Venezuela wieder aufzunehmen. Im Oktober 2025 bekam Chevron zudem erneut die Erlaubnis, Öl in Venezuela zu fördern.
Grund für die Sondergenehmigung für Chevron ist zum einen Russlands Krieg gegen die Ukraine und der Boykott russischen Erdöls. Zum anderen spielten Wirths jahrelange Bemühungen eine Rolle, Washington davon zu überzeugen, dass Chevron strategisch wichtig sei, weil das Unternehmen verhindere, dass China die Kontrolle über bedeutende Ölfelder übernehme.
Immer wieder suchte der Chevron-Chef das Gespräch mit der US-Regierung. Schließlich drängte Trump seine Berater im Sommer 2025 dazu, einen Deal auszuhandeln, der US-Unternehmen Vorrang beim Zugang zu Venezuelas Ölvorkommen einräumen würde.
Auch anderweitig bewies der Manager Geschick beim Umgang mit dem US-Präsidenten. So gehörte Wirth zu den Ersten, die „den Golf von Amerika“ begrüßten – so hatte Trump den Golf von Mexiko nach seiner Amtseinführung umbenannt. Zudem spendete Chevron zwei Millionen US-Dollar an das Einführungskomitee Trumps. Das war doppelt so viel wie die Konkurrenten Exxon Mobil und Occidental Petroleum.
Chevron, das als einziges großes US-Ölunternehmen noch in Venezuela aktiv ist, hat nun augenscheinlich die beste Ausgangslage, um von einer möglichen Marktöffnung zu profitieren. Das Unternehmen und seine Joint Ventures haben vor Ort bereits eine Infrastruktur und beschäftigen dort rund 3000 Mitarbeiter.
Wollen wir wetten das Trump und seine Familie direkt vor dem Einsatzbefehl eine Menge Chevron Aktien erworben haben

