05.01.2026, 16:24
Allgemein:
https://www.vaticannews.va/de/kirche/new...zuela.html
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Zitat:Laut Maier, der in Kontakt mit kirchlichen Kreisen in Venezuela steht, herrscht in der Bevölkerung tiefes Misstrauen. „Niemand traut sich, auf der Straße offen zu sprechen, schon gar keine Kritik am Regime zu äußern“, so der Jesuitenpater. Grund für die anhaltende Beklemmung seien vor allem die sogenannten „Colectivos“. Diese bewaffneten Schlägertrupps, die der weiterhin regierenden Administration unterstehen, kontrollieren nach wie vor weite Teile des öffentlichen Raums.
Die Ungewissheit über die Zukunft führt zu ersten Verzweiflungstaten in der Bevölkerung. „Die Menschen befürchten, dass die Repression noch weiter steigt und ihre Situation noch dramatischer wird. Deswegen kam es bereits zu Hamsterkäufen“, berichtet Maier. Die Sorge, dass die Administration des gestürzten Präsidenten mit verstärkter Gewalt gegen vermeintliche Abweichler vorgeht, ist allgegenwärtig.
Unklar bleibt derzeit die Situation an den Landesgrenzen. Ob die jüngsten Ereignisse eine neue Massenflucht in Richtung Kolumbien auslösen, lässt sich laut Adveniat noch nicht abschließend beurteilen.
