03.01.2026, 16:00
Ich hatte ja schon weiter oben geschrieben, dass man Maduro seitens des Regimes möglicherweise fallengelassen hatte. Und diese rasche und saubere Extrahierung könnte ein Hinweis auf eine Absprache sein. Dazu:
@Bairbus
Und in gewisser Weise sind die USA ja sogar (relativ) ehrlich - sie sagen, dass sie einen Diktator abgesetzt haben, dass sie ihn vor Gericht bringen wollen und dass es dem Land ohne ihn besser geht. Das ist deutlich offener als das verschwurbelte Phantasieren in Moskau über die Ukraine.
In den beiden anderen Fallbeispielen überfielen (bzw. würden überfallen) Diktaturen demokratische Staaten aus eher unscharfen Gründen, teils aus reinem, propagandistisch aufgebauschtem Machtkalkül, teils aus ideologischem Hass und weil sie der eigenen Propaganda glauben oder aus Paranoia oder aus einer Mischung von allem heraus und töten wahllos zigtausende Menschen - wobei die meisten Menschen in dem überfallenen Staat den Angriff vehement ablehnen und erbitterten Widerstand leisten bzw. leisten würden. Dass sie ein anderes Land überfallen und Terror stiften, sagen die Aggressoren hier aber nicht direkt, sondern sie reden dann euphemistisch von Frieden und Stabilität, bezeichnen gewählte Staatsoberhäupter als Faschisten und schieben die Schuld, wenn es eine Eskalation gibt, natürlich auf das böse Ausland.
Mit innenpolitischem Gegenwind - der Trump wegen Venezuela bereits jetzt entgegenschlägt - müssen der Kreml und die Apparatschiks in Westtaiwan übrigens auch nicht rechnen, die Repressionsapparate funktionieren ja recht effizient.
Schneemann
Zitat:President Nicolas Maduro 'captured' after US strikes - and indicted for 'narco-terrorism' [...]https://news.sky.com/story/venezuela-lat...s-13489831
Sources inside Venezuelan opposition tell Sky News they believe Maduro's capture was a "negotiated exit"...
@Bairbus
Zitat:Wo ist der Unterschied zwischen:Der Vergleich hinkt - auch wenn das US-Vorgehen kritisiert werden kann, rein auf das i-Tüpfelchen bezogen ist es stur völkerrechtlich natürlich nicht zulässig, was Trump hier gemacht hat, so handelt es sich um eine Demokratie, die einen vermutlich in Drogengeschäfte verstrickten Autokraten absetzt, der zehntausende Personen auf dem Gewissen, Millionen in die Flucht getrieben und sein Land gegen die Wand gefahren hat. Und diese Absetzung wird von vielen der Menschen im Land wiederum begrüßt. Soll man also nun das Völkerrecht über das Wohl der Menschen stellen?
1. Russland und Ukraine
2. China und Taiwan
3. USA und Venezuela
Und in gewisser Weise sind die USA ja sogar (relativ) ehrlich - sie sagen, dass sie einen Diktator abgesetzt haben, dass sie ihn vor Gericht bringen wollen und dass es dem Land ohne ihn besser geht. Das ist deutlich offener als das verschwurbelte Phantasieren in Moskau über die Ukraine.
In den beiden anderen Fallbeispielen überfielen (bzw. würden überfallen) Diktaturen demokratische Staaten aus eher unscharfen Gründen, teils aus reinem, propagandistisch aufgebauschtem Machtkalkül, teils aus ideologischem Hass und weil sie der eigenen Propaganda glauben oder aus Paranoia oder aus einer Mischung von allem heraus und töten wahllos zigtausende Menschen - wobei die meisten Menschen in dem überfallenen Staat den Angriff vehement ablehnen und erbitterten Widerstand leisten bzw. leisten würden. Dass sie ein anderes Land überfallen und Terror stiften, sagen die Aggressoren hier aber nicht direkt, sondern sie reden dann euphemistisch von Frieden und Stabilität, bezeichnen gewählte Staatsoberhäupter als Faschisten und schieben die Schuld, wenn es eine Eskalation gibt, natürlich auf das böse Ausland.
Mit innenpolitischem Gegenwind - der Trump wegen Venezuela bereits jetzt entgegenschlägt - müssen der Kreml und die Apparatschiks in Westtaiwan übrigens auch nicht rechnen, die Repressionsapparate funktionieren ja recht effizient.
Schneemann
