United States of America
Die Zölle waren der Hebel des Behördenapparats, mit dem die Opfer gequält wurden, um sie gefügig zu machen. Man kann dann ganz anders verhandeln, siehe auch einschlägige Buchpublikationen wie "The art of the tariffs". Big Grin
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Wie ich hier schon geschrieben hatte
(02.03.2026, 21:25)Kongo Erich schrieb: ....
Für mich bleiben nur zwei Dinge ernsthaft übrig
= Netanjahu, wobei Trump bekanntlich relativ wankelmutig immer dem nachplappert, der zuletzt mit ihm gesprochen hat (dann würde der Schwanz mit dem Wolf wedeln) und
= innenpolitische Gründe.

In beiden Fällen zeigt sich Trump als Getriebener.

Wenn die Demokraten stark sind, werden sie in dieser Woche im Kongress den Versuch, "den Präsidenten daran zu hindern, Iran eigenmächtig anzugreifen" ummünzen in die Vorgabe, unverzüglich sämtliche Kampfhandlungen gegenüber dem Iran einzustellen und die US-Truppen aus der Region komplett abzuziehen.

Möglicherweise könnten die Demokraten dabei sogar mit einigen Republikanern an einem Strang ziehen:
MAGA nach IRAN-ANGRIFF: „Was zum Teufel macht ihr Verrückten da???“
«Widerlich und teuflisch»: Verliert Trump seine treuesten Fans?
scheint sich in den USA bei den Republikanern ein Riss zu zeigen. Was daran wirklich stimmt und ob nicht etwas "Wunschdenken" mitspielt, kann ich nicht beurteilen:
Zitat:Bilder machen tiefe Spaltung in Trump-Regierung wegen Iran-Angriff deutlich – Vance im Abseits
Stand:02.03.2026, 20:30 Uhr

In der Nacht, in der Donald Trump den Entschluss fasste, Angriffe gegen den Iran zu starten, scharte er sein Spitzenteam in Mar-a-Lago um sich. Dort waren Marco Rubio, der Außenminister, Dan Caine, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, und Susie Wiles, die allgegenwärtige Stabschefin des Präsidenten, an seiner Seite versammelt. Gemeinsam verfolgten sie die ersten Meldungen über den Beginn des US-Militäreinsatzes im Nahen Osten.

Doch JD Vance war nicht in Hörweite. Stattdessen trat der Vizepräsident an die Spitze eines „B“-Teams, das die Ereignisse aus dem Lagezentrum des Weißen Hauses beobachtete. Dort schloss sich ihm Tulsi Gabbard an, die Direktorin der nationalen Nachrichtendienste. Wie Vance blickt auch sie auf eine lange Geschichte der Ablehnung ausländischer Interventionen zurück.

Vor Angriffen gegen den Iran: Ein gespaltenes Machtzentrum in Washington
Sie zog den Zorn des Präsidenten auf sich, als sie im Juli vergangenen Jahres erklärte, es gebe keine Beweise dafür, dass der Iran an einer Atombombe baue. Die Regierung hat bislang nicht erläutert, warum das Team aufgeteilt war, auch wenn beide Seiten über eine sichere Telefonleitung verbunden waren. Es braucht jedoch keine überbordende Fantasie, um zu vermuten, dass die räumliche Trennung unterschiedliche Ansichten über die Wiederaufnahme der wechselhaften Bemühungen der USA zur Neuordnung des Nahen Ostens unterstrich.
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In der Woche vor Kriegsbeginn wurde über Spannungen im Lagezentrum berichtet. Laut der New York Times drängte Vance den CIA-Direktor John Ratcliffe und Caine auf mehr Informationen zu Risiken und Komplexität eines Angriffs auf den Iran – und wich damit von Trumps Wunsch ab, nicht als „schwach“ zu erscheinen. Bis heute verkörpert Vance den stärker isolationistischen Flügel der Maga-Bewegung in der Republikanischen Partei.

Marjorie Taylor Greene, die ehemalige Kongressabgeordnete, gehört zu jenen, die nun infrage stellen, ob Trump seine „America first“-Prinzipien aus den Augen verloren habe. Tucker Carlson, ein Verbündeter von Vance, hat den Krieg im Iran als „böse“ bezeichnet.
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Das in einem Krieg Präsident und VP nicht im selben Ort verweilen ist etabliertes Protokoll.
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Zitat:Donald Trump im freien Fall: "The Don" bricht heiligstes Versprechen - die Quittung kommt sofort

・Donald Trump bricht reihenweise Versprechen aus Präsidentschaftswahlkampf - die Quittung folgt umgehend

・US-Wähler feierten "Friedenspräsident" - und wenden sich jetzt enttäuscht von Donald Trump ab

・Umfragewerte aktuell: "The Don" rutscht nach Beginn von Iran-Krieg dem Abgrund entgegen

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die Hoffnung stirbt zuletzt
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Offenbar ist Donald mit Kristi etwas unzufrieden...
Zitat:Donald Trump entlässt umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem [...]

Bereits Ende März soll Senator Markwayne Mullin das Amt übernehmen. Das teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner eigenen sozialen Plattform mit. Noem soll demnach Sonderbotschafterin einer neuen Sicherheitsinitiative werden.

Noem ist die erste aus Trumps Kabinett, die seit dem erneuten Amtsantritt des Präsidenten vor gut einem Jahr gehen muss. Der Trump-nahe Sender Fox News berichtete unter Berufung auf eine anonyme Quelle, die frühere Gouverneurin von South Dakota sei über "eine Kombination aus vielen unglücklichen Führungsfehlern" gestürzt.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026...ti-noem-ab

Schneemann
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(06.03.2026, 06:39)Schneemann schrieb: Offenbar ist Donald mit Kristi etwas unzufrieden...

"Secretary Noem, you're flying high now, maybe even a little bit too close to the Sun" Angel

[Video: https://youtu.be/TGQDlvXNTcM]
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Die USA als "Hort der Meinungsfreiheit" - das war einmal:
Pentagon verbannt Pressefotografen wegen „unvorteilhafter“ Hegseth-Fotos Stand:13.03.2026, 15:00 Uhr
Hegseth pocht nach kritischem Bericht auf CNN-Übernahme – und fordert „wirklich patriotische Presse“ Stand: 14.03.2026
„Fake News“-Feldzug: Trump-Behörde droht Medien wegen Iran-Berichten – ein Sender kontert Stand:15.03.2026, 08:28 Uhr
US-Behörde droht Medien mit Lizenzentzug, wenn sie nicht „im öffentlichen Interesse“ handeln Stand: 08:35 Uhr
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Router nur noch aus US-Produktion

https://www.heise.de/news/USA-verbieten-...22044.html

Zitat:Ab sofort lassen die USA nur noch im Inland hergestellte Router für Verbraucher zu. Solche Modelle gibt es aber nicht.

Hier mal ein Beispiel:

Zitat:Threat actors have been observed targeting enterprise-grade Juniper Networks routers with a custom backdoor called J-magic.

J-magic is a variant of the publicly available cd00r backdoor. Researchers aren’t quite sure how exactly the backdoor is being installed on Juniper Networks routers. However, once installed, it continuously monitors for a ‘magic packet’ sent by the threat actors in TCP traffic. When this packet is received, J-magic establishes a reverse SSH shell to the IP address and port specified in the magic packet, allowing the threat actors to steal files and deploy additional payloads.

https://fieldeffect.com/blog/juniper-net...c-backdoor

Port knocking + magic packet = Sesam öffne dich

Falls es wen interesiert: https://thehackernews.com/2025/01/custom...acket.html

Zitat:Evidence gathered by the company shows that the earliest sample of the backdoor dates back to September 2023, with the activity ongoing between mid-2023 and mid-2024. Semiconductor, energy, manufacturing, and information technology (IT) sectors were the most targeted.

Infections have been reported across Europe, Asia, and South America, including Argentina, Armenia, Brazil, Chile, Colombia, Indonesia, the Netherlands, Norway, Peru, the U.K., the U.S., and Venezuela.
[...]
The exact end goals of the campaign are currently unknown, but the Black Lotus Labs team told The Hacker News that it saw "some interesting targeting" that aligned with the strategic goals for a certain country known for intellectual property theft, specifically aimed at the microprocessor manufacturing and shipbuilding verticals.
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(05.02.2026, 04:02)muck schrieb: Man kann die Realität des US-Rechtssystems anerkennen und sich trotzdem wünschen, der Richter hätte im konkreten Fall besonnener reagiert und unpolitischer argumentiert.Darum ging es mir gar nicht. Allein dass @lime den Tenor als links darstellt, beweist, dass die Wortwahl des Richters selbst in Deutschland als politisierend wahrgenommen werden kann.
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jedenfalls hängt Donald eine Niederlage vor Gericht wohl extrem lange nach. Das belegt sein letzter Wutausbruch:
Zitat:Donald Trump: "Sie ekeln mich an" - "The Don" vergisst sich bei Wutausbruch komplett

Bei einer Spendengala für Republikaner im Kongress ließ US-Präsident Donald Trump seinen Unmut über das höchste Gericht des Landes freien Lauf. Während seiner einstündigen Ansprache in der Union Station in Washington D.C. widmete der 79-Jährige mehrere Minuten einem verbalen Angriff auf den Supreme Court. Videos im Netz dokumentieren den Wutausbruch.

Im Fokus von Donald Trumps Wutausbruch standen zwei Richter, die er selbst während seiner ersten Amtszeit ernannt hatte: Neil Gorsuch und Amy Coney Barrett. Beide hatten zuletzt gegen seine weitreichenden Zollpläne gestimmt. Trump äußerte sich bei der Veranstaltung des National Republican Congressional Committee äußerst scharf über die beiden Juristen.

・"Zwei der Personen, die dafür gestimmt haben, habe ich ernannt, und sie ekeln mich an. Sie ekeln mich an, weil sie schlecht für unser Land sind", sagte Trump vor den Anwesenden.
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diese Reaktion zeigt, dass er absolute Unterwerfung unter seine allein seelig machenden Wahnideen verlangt; Rechtsstaatlichkeit ist ihm sch..egal. Und er denkt (wie beim Überfall auf den Iran) nicht darüber nach, welche Konsequenzen seine Handlungen haben können, wenn es schief geht.
Er ist ein geltungssüchtiger, egomanischer Hasardeur.
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erst sorgt man dafür, dass kein Geld mehr da ist - und dann will man die Bezahlung durch hoheitlichen Druck entgegen geltendem Recht erzwingen ... das ist nicht nur erratisch, das ist die Methode "autokratischer Alleinherrscher":
Zitat:Chaos an Flughäfen
Trump will Bezahlung des Sicherheitspersonals erzwingen
27.03.2026, 01:48 Uhr

Das US-Heimatschutzministerium muss seit Wochen ohne Finanzierung auskommen. Viele Sicherheitsmitarbeiter an Flughäfen arbeiten allerdings nicht ohne Bezahlung. Die Folge: Flugreisen werden zur Geduldsprobe. Trump will das Problem per Notstandsdekret lösen.

Angesichts stundenlanger Wartezeiten an US-Flughäfen infolge fehlender Sicherheitsmitarbeiter greift US-Präsident Donald Trump zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Er will nun die Bezahlung der Beamten erzwingen - und das, obwohl der Haushaltsstreit nicht beigelegt ist. Die sogenannten TSA-Mitarbeiter warten seit Wochen auf ihr Gehalt, viele von ihnen haben sich daraufhin krankgemeldet.

Trump kündigte auf seiner Plattform Truth Social eine entsprechende Anordnung an. "Das ist keine leichte Aufgabe, aber ich werde es tun!", schrieb der Präsident. Per Dekret solle der neue Heimatschutzminister Markwayne Mullin angewiesen werden, die Mitarbeiter "unverzüglich zu bezahlen, um dieser Notsituation zu begegnen und dem Chaos der Demokraten an den Flughäfen schnell ein Ende zu setzen".

Unklar ist, aus welchem Etat das Geld kommen soll - denn für das Heimatschutzministerium fehlt seit Wochen die Grundlage für eine Weiterfinanzierung, .... Nach der US-Verfassung liegt das Budgetrecht allein beim Parlament. ...
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(26.03.2026, 20:28)Kongo Erich schrieb: jedenfalls hängt Donald eine Niederlage vor Gericht wohl extrem lange nach. Das belegt sein letzter Wutausbruch: diese Reaktion zeigt, dass er absolute Unterwerfung unter seine allein seelig machenden Wahnideen verlangt; Rechtsstaatlichkeit ist ihm sch..egal. Und er denkt (wie beim Überfall auf den Iran) nicht darüber nach, welche Konsequenzen seine Handlungen haben können, wenn es schief geht.
Er ist ein geltungssüchtiger, egomanischer Hasardeur.

In dem Zusammenhang ist dieser Entwurf interessant:

https://www.congress.gov/bill/119th-cong.../3432/text

Würde dies verwirklicht und die "Diagnose" gar ins (noch zu entwickelnde) DSM-VI aufgenommen, könnten in Zukunft unter TDS-leidende Personen als solche diagnostiziert und evtl. "zwangseingewiesen und therapiert" werden.

So wie dieser möglicherweise (hypothetisch) unter akutem PDS (Putin derangement syndrome) Big Grin leidende Blogger:

https://www.reuters.com/business/media-t...026-03-19/
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Da wäre sogar nicht nur eine Therapie, sondern auch eine Heilung möglich: Einfach die Ursache konsequent aus der Öffentlichkeit entfernen.
Denn man soll ja die Ursache, nicht die Symptome behandeln. Angel
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(28.03.2026, 08:33)Grolanner schrieb: Da wäre sogar nicht nur eine Therapie, sondern auch eine Heilung möglich: Einfach die Ursache konsequent aus der Öffentlichkeit entfernen.
Denn man soll ja die Ursache, nicht die Symptome behandeln. Angel

Richtig erkannt!
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(26.03.2026, 20:28)Kongo Erich schrieb: .... Und er denkt (wie beim Überfall auf den Iran) nicht darüber nach, welche Konsequenzen seine Handlungen haben können, wenn es schief geht.
Er ist ein geltungssüchtiger, egomanischer Hasardeur.

Wahrscheinlich muss ich mich korrigieren. Wenn DT auch Öl-Aktien von US-Konzernen im Portfolio hat, dann könnte es sein, dass er sehr bewusst auf steigende Ölpreise setzt:
Die Ölkonzerne in den USA verdienen am Irankrieg – nur wollen sie das nicht laut sagen
Zitat:Seit die wichtige Handelsroute blockiert ist, steigen die Benzinpreise – und die Aktien der US-Ölkonzerne. Darüber wird lieber geschwiegen, genauso wie über den Klimawandel. ...
ebenso hier "Die Ölkonzerne in den USA verdienen am Irankrieg – nur wollen sie das nicht laut sagen" und ergänzend hier:
US-Öl boomt im Iran-Krieg: USA profitieren durch Hormus-Krise
Zitat:Asien kauft so viel US-Öl wie seit Jahren nicht mehr, da der Iran-Krieg die Lieferströme durch die Straße von Hormus massiv stört. Während importabhängige Länder unter Engpässen leiden, profitieren Ölproduzenten in den USA direkt von der Umleitung der Nachfrage. Die Eskalation im Iran zwingt große Abnehmer zu schnellen Anpassungen ihrer Beschaffungsstrategien. Die Folge könnte eine nachhaltige Verschiebung globaler Ölhandelsströme sein.
...
In dem Zusammenhang ist dann auch die massive Behinderung von alternativer Energiegewinnung in den USA (z.B. Windpark vor New York) und das Störfeuer anderswo (etwa zur Nordsee) sowie die Entführung des amtierenden venezolanischen Präsidenten in einem neuen Licht. Dessen Nachfolgerin gewährt "Donald dem Leibhaftigen" bzw. den US-Öl-Multis offenbar mehr Zugriff auf venezolanisches Öl, und für "the Don" ist alles geritzt und das Regime kann bleiben.
Die weitere Konsequenz ist auch hier - erkennbar und logisch:
Trump strebt Artenschutz-Ausnahme für Öl- und Gasprojekte im Golf von Mexiko an
Zitat:Dieser Schritt könne das Aussterben von Meeresschildkröten, Walen und Korallen billigend in Kauf nehmen. Nur um die Gewinne der Ölindustrie zu steigern, sagt eine Anwältin von Earthjustice.
und dass Putin dann auch profitiert, nimmer er zumindest billigend in Kauf:
Zitat:Trumps Geschenk für Putin
Russlands Erdöleinnahmen steigen nicht stark genug, um Wladimir Putins Haushalt zu sanieren. Trotzdem schadet das Geschenk von US-Präsident Trump der Ukraine massiv
Im Zweifel immer für Wladimir Putin. Diese eiserne Regel der Politik Donald Trumps zieht auch im Irankrieg.
...
Schlimm ist Trumps Geschenk für Putin ... aus politischen (Gründen). Wieder einmal signalisiert der Präsident seinen europäischen NATO-Verbündeten, dass er sich nicht um ihre Interessen schert. Und um das Schicksal der Ukraine schon gar nicht. ...
"sondern nur seinen eigener Vorteil im Blick hat", müsste man dann ergänzen.

Damit wäre DT mittel- und langfristig sogar kalkulierbar. Und sein erratischer Zick-Zack-Kurs würde nur dazu dienen, die Gewinne durch Insider-Geschäfte noch mit zusätzlichen Sahne-Häubchen zu verschönern.
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Mal eine französische Sicht (Audiokanal auf Englisch auswählbar) - wobei die englische automatische Übersetzung keineswegs die rhetorische Brillianz des französischen Originals wiedergibt (enthält auch ein paar Fehler).

https://youtube.com/shorts/hZRtGjhZi8I
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