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(31.01.2026, 12:54)lime schrieb: Also im Kosovo ging es doch auch? Die Kosovaren wollten unabhängig sein und die USA hat dies ermöglicht gegen den Willen Serbiens.
Wo sind denn die 800.000 Flüchtlinge aus Alberta? Wo sind die Massengräber mit hunderten Leichen? Die willkürlichen Verhaftungen und die Folter durch kanadische Paramilitärs? Es gibt nur ein vom Völkerrecht anerkanntes Recht auf einseitige Sezession: Wenn die Durchführung oder Umsetzung einer friedlichen demokratischen Willensbildung mit erheblicher Waffengewalt auf Dauer verhindert wird. Was im Kosovo der Fall war, in praktisch allen anderen Gebieten jedoch nicht, die in solchen Vergleichen regelmäßig vorkommen. Auch in Alberta nicht. Die Moral von der Geschicht, Whataboutismen taugen nicht.
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(31.01.2026, 13:03)muck schrieb: Wo sind denn die 800.000 Flüchtlinge aus Alberta? Wo sind die Massengräber mit hunderten Leichen? Die willkürlichen Verhaftungen und die Folter durch kanadische Paramilitärs? Es gibt nur ein vom Völkerrecht anerkanntes Recht auf einseitige Sezession: Wenn die Durchführung oder Umsetzung einer friedlichen demokratischen Willensbildung mit erheblicher Waffengewalt auf Dauer verhindert wird. Was im Kosovo der Fall war, in praktisch allen anderen Gebieten jedoch nicht, die in solchen Vergleichen regelmäßig vorkommen. Auch in Alberta nicht. Die Moral von der Geschicht, Whataboutismen taugen nicht.
Inwiefern ist das Völkerrecht für die USA denn von Interesse? Vielleicht mal genau lesen was ich geschrieben habe.
Aktuell sind laut Umfragen nur 28% in Alberta für die Unabhängigkeit. Allerdings ist die Idee auch medial noch nicht lange in dieser Größenordnung präsent. Ähnlich wie beim Brexit ist es sehr wahrscheinlich dass die Zahl der Befürworter noch stark ansteigen wird. Die woke Agenda Kanadas wirkt sich dahingehend stark aus, denn Alberta ist strukturell sehr konservativ, die große Mehrheit dort lehnt die Klimapolitik und auch die liberale Einwanderungspolitik Kanadas strikt ab. Wobei die Klimapolitik auch einen stark negativen Einfluss auf Albertas Wirtschaft hat, da mehrere Öl- und Pipelineprojekte genau deshalb auf Eis liegen.
1995 gab es ein Unabhängigkeitsreferendum in Quebec. Angeblich stimmten 50,6% dagegen und 49,4% mit ja. Die Vorwürfe der Manipulation des Ergebnisses wurden nie aufgeklärt. Unwahrscheinlich ist es jedenfalls nicht dass damals daran etwas gedreht wurde, denn die Stimmungslage in der Provinz Quebec war damals zumindest offensichtlich eindeutig pro Sezession.
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So abwegig ist eine enge Verbindung zwischen Kanada und den Europäern gar nicht. Schließlich ist Charles aus Windsor das offizielle Staatsoberhaupt der Kanadier.
Und mit den US-Nachbarn gibt es anscheinend doch immer wieder Querelen:
Zitat:Dank „Eisbrecher-Diplomatie“: Kanada feiert Teilsieg über Trumps USA
Stand:02.02.2026, 22:24 Uhr
Die USA planen eine massive Eisbrecherflotte. Doch ohne Kanadas Hilfe könnte das Vorhaben scheitern. Ein diplomatischer Balanceakt ist nötig.
Ottawa – Hoch oben in der Arktis wird die Stille der abgelegenen Landschaft gelegentlich von riesigen Schiffen durchbrochen. Sie krachen durch Eisschollen und schlagen Schneisen durch die gefrorene Einöde. Eisbrecher, wie diese Schiffe genannt werden, können mehr als 30.000 Tonnen wiegen und sind entscheidend geworden: um Fracht zu transportieren, Forschungsstationen zu versorgen und militärische Macht in der Region zu projizieren.
Die USA mögen in ihrer eigenen Hemisphäre die unangefochtene Macht sein, doch in der Arktis sind sie deutlich verwundbarer. Der Grund ist, dass ihre Flotte von Eisbrechern weit hinter denen rivalisierender Mächte und selbst von Verbündeten zurückbleibt. Die Lage ist „erbärmlich“, sagte ein ehemaliger Admiral gegenüber The Telegraph. Kanada, das über eine beeindruckende Flotte von Eisbrechern sowie das Know-how verfügt, sie zu entwerfen und zu bauen, könnte US-Präsident Donald Trump helfen, seine Autorität in der Region zu behaupten.
...
Kanadas strategischer Vorsprung mit Eisbrechern: USA kommen nicht durchs Eis in der Arktis
...
Seit dem Ende des Kalten Krieges haben sich die USA aus der Arktis zurückgezogen und zugleich zugelassen, dass ihre Schiffbaukapazitäten verkümmern, so die Einschätzung von Militärs und Experten.
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An anderer Stelle hieß es, die Eisbrecher sollten in Finnland beschafft werden, 4 dort, 7 in den USA gebaut.
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In dem Artikel der FR wird darauf hingewiesen (hatte ich nicht zitiert), dass DT von der vorherigen Regierung ein Abkommen geerbt habe, wonach Kanada und Finnland zugesagt haben, ihre maritime Expertise einzusetzen, um sechs dieser Schiffe für die USA zu entwerfen und zu bauen.
Das muss also kein Widerspruch zur früheren Angabe an anderer Stelle (finnische Eisbrecher für die USA) sein.
Konkret:
6 Eisbrecher nach finnisch-kanadischer Entwurfsarbeit zu bauen
4 davon in Finnland gebaut (macht zwei weitere Schiffe für kanadische Werften)
7 weitere Eisbrecher nach finnischem Design in den USA gebaut
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Am 09.10.2025 veröffentlichte das Weiße Haus:
Zitat:In line with this decision, the President has also signed a Memorandum of Understanding with Finland to construct these four ASCs in shipyards located in Finland, followed by the leveraging of Finnish expertise to construct up to seven new ASCs in shipyards located in the United States.
www.whitehouse.gov/fact-sheets/2025/10/fact-sheet-president-donald-j-trump-authorizes-construction-of-arctic-security-cutters/
Warum Bollinger am gleichen Tag von sechs Schiffen spricht, drei parallel (?) in Finnland und den USA gebaut, weitere drei nur in den USA, erschließt sich mir nicht.
Zitat:At a White House event today, U.S. President Donald J. Trump announced that Bollinger Shipyards, in partnership with Rauma Marine Constructions (Rauma), Seaspan Shipyards (Seaspan), and Aker Arctic Technology Inc. (Aker Arctic), has been selected for the design and construction of six Arctic Security Cutters (ASC). The Bollinger-led team will leverage the mature and production-ready Multi-Purpose Icebreaker (MPI) design, developed by Seaspan and Aker Arctic for allied missions in extreme polar environments.
[…]
Bollinger and its partners will be responsible for the construction of six state-of-the-art icebreakers. The first three vessels will be built simultaneously by Rauma in Finland and Bollinger in the United States, with production of the remaining three vessels to be built in the United States. Delivery of the first three vessels is expected within 36 months of the contract award.
www.bollingershipyards.com/news/white-house-selects-bollinger-led-international-team-to-build-six-u-s-coast-guard-arctic-security-cutters/
Bei der Bestellung hat sich das Verhältnis dann auf zwei Schiffe aus Finnland und vier aus den USA verschoben. (Wobei es sich der Wortwahl nach um keine fixe Bestellung sämtlicher Einheiten handelt.)
Zitat:The contract with Rauma Marine Constructions Oy includes up to two ASCs to be built in Finland, with delivery of the first vessel expected in 2028. The contract with Bollinger Shipyards Lockport, L.L.C. includes up to four ASCs to be built in the United States, with delivery of the first domestically built cutter expected in 2029.
www.news.uscg.mil/Press-Releases/Article/4368196/coast-guard-awards-contracts-to-build-arctic-security-cutters/
Das Design der Eisbrecher stammt von Aker Arctic aus Finnland und Seaspan aus Kanada. Seaspan wird allerdings für die US-Eisbrecher keinerlei Bau vornehmen (nur für die kanadischen Pendants).
Zitat:Aker Arctic is proud to be the provider of the design which USA will rely on decades to come. Having the design knowhow of the original concept as part of the consortium formed by leading icebreaker engineering and manufacturing companies from USA, Finland and Canada ensures the special purpose vessels can be built in time and on budget at multiple shipyards all leaning on their local strengths and capabilities. The six Arctic Security Cutters will be built based on the same design made for the sixteen Canadian Coast Guard Multi-Purpose Icebreakers (MPI) that will be built at Seaspan in Vancouver, BC, Canada.
https://akerarctic.fi/news/aker-arctic-t...ast-guard/
Zitat:Seaspan Shipyards (Seaspan) is announcing signed agreements with Bollinger Shipyards (Bollinger) and Rauma Marine Constructions Oy (Rauma) to provide its proven Multi-Purpose Icebreaker (MPI) design and associated supply chain packages to enable rapid construction and delivery of up to six vessels for the U.S. Coast Guard’s Arctic Security Cutter (ASC) program.
[…]
Using this established design and existing supply chain offers a strong basis for Rauma and Bollinger to move quickly to construction of the ASC vessels for the U.S. Coast Guard.
www.seaspan.com/press-release/seaspan-inks-deal-with-bollinger-rauma-for-u-s-coast-guard-asc-program/