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@muck
Du musst aber hierbei selbst auch etwas mehr Kritik an der Personalie Pretti zulassen. Ich meine, man kann gegen ICE sein, man kann am Straßenrand stehen, Pappschilder hochheben und demonstrieren und Anti-ICE-Slogans herumrufen. Da sagt sicher niemand etwas und sowas ist bei jeder Demonstration auch anzutreffen.
Aber wenn ich derart austicke, blindwütig tobe und herumspucke und Rücklichter von Autos wegtrete - obgleich die Aktivitäten der betreffenden Polizeibehörde mich nicht mal selbst betreffen -, dann mache ich mir schon Gedanken über die psychische Stabilität einer Person. Und wenn ich dann daran denke, dass diese wohl abseits der gezeigten Wutanfälle ein Krankenpfleger war, dann wird mir sehr unwohl.
Schneemann
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(Gestern, 11:44)muck schrieb: Ernsthaft?!
Machst Du jetzt bei dieser absurden MAGA-Kampagne mit, I.C.E. moralisch zu entlasten, weil es irgendwie schon "den Richtigen" getroffen hat?
Hast Du bei Deinem entweder durch Ignoranz oder Desinteresse motivierten Kommentar die Tatsache berücksichtigt, dass das Opfer Krankenpfleger in einem Veteranenkrankenhaus und ehrenamtlicher Sterbebegleiter für Veteranen war? Wie rechnet man das auf gegen ein zertretenes Rücklicht?
In den USA darf man auch bewaffnet demonstrieren. Bürgerrechte die sehr hoch gehalten werden. Wenn man aber gleichzeitig ein impulsiv/aggressiver Typ ist sollte man sich darüber Gedanken machen ob man dann zu solchen Demos auch wirklich eine Waffe mitnimmt. In den USA weiss doch inzwischen jeder wie schnell das eskalieren könnte.
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(Gestern, 12:13)Schneemann schrieb: Aber wenn ich derart austicke, blindwütig tobe und herumspucke und Rücklichter von Autos wegtrete - obgleich die Aktivitäten der betreffenden Polizeibehörde mich nicht mal selbst betreffen -, dann mache ich mir schon Gedanken über die psychische Stabilität einer Person. Und wenn ich dann daran denke, dass diese wohl abseits der gezeigten Wutanfälle ein Krankenpfleger war, dann wird mir sehr unwohl.
Entschuldigt und Erklärt die Tötung aber immer noch nicht, da derart Verhalten da bisher Null auf auch nur einem der Videos erkennbar ist. Mal abgesehen davon, dass ich der Logik, dass instabile und wütende Menschen generell schon mal erschossen werden können nicht so ganz folge.
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Interessanterweise scheint Minnesota wirklich sehr liberale Waffengesetze zu haben. So ist die Zahl mitgeführter Waffen unbegrenzt (Ausnahme: auf Schulgelände, Verwaltungsgebäuden oder auf fremdem privatem Grund, wenn bei letzterem ein entsprechendes Schild aufgestellt ist), diese können sowohl verdeckt als auch offen getragen werden und grundsätzlich soll eine Erlaubnis ausgestellt werden, vorausgesetzt, ein Training mit dem "sicheren Umgang" ist erfolgt, Antrag liegt vor und Background-Check ist negativ - d.h. keine einschlägig bekannte Gründe sprechen dagegen.
https://www.revisor.mn.gov/statutes/cite/624.714
Bei Verurteilung für Sachbeschädigung im Wert von über 1000 $ (felony) geht das Recht dauerhaft verloren, oder es ist ein Rezidivtäter, dann reicht Sachbeschädigung von mehr als 500 $.
Theoretisch hätte der Sachverhalt bei Pretti 11 Tage vorher zur Anklage mit Sicherstellung der Waffe führen müssen, da die Reparatur wohl um die 1000 $ kosten dürfte (komplett neue Heckleuchte, Arbeitszeit, Ausfall des Fahrzeugs). Wenn Privilegien wie das "open carry" von einer weißen Weste abhängig gemacht werden, müssten andererseits die strafverfolgenden Behörden bestrebt sein, jedem Fleck auf dieser Weste nachzugehen, sonst fällt die Logik in sich zusammen.
Die amerikanischen Grundüberzeugungen dieser gelebten "Wild Wild West"-Kultur in einem sich ansonsten weitestgehend zivilisiert gebendem Land kann man als Europäer nur schwer verstehen.
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(Gestern, 14:23)Zardo schrieb: Theoretisch hätte der Sachverhalt bei Pretti 11 Tage vorher zur Anklage mit Sicherstellung der Waffe führen müssen, da die Reparatur wohl um die 1000 $ kosten dürfte (komplett neue Heckleuchte, Arbeitszeit, Ausfall des Fahrzeugs). Wenn Privilegien wie das "open carry" von einer weißen Weste abhängig gemacht werden, müssten andererseits die strafverfolgenden Behörden bestrebt sein, jedem Fleck auf dieser Weste nachzugehen, sonst fällt die Logik in sich zusammen.
Die amerikanischen Grundüberzeugungen dieser gelebten "Wild Wild West"-Kultur in einem sich ansonsten weitestgehend zivilisiert gebendem Land kann man als Europäer nur schwer verstehen.
Dazu hätte er aber rechtskräftig verurteilt sein müssen. Das klappt auch in den USA nicht in 11 Tagen.
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(Gestern, 10:32)lime schrieb: Zumindest ist es erhellend was für ein Typ der Pretti wirklich ist, nicht so lammfromm wie seine Genossen und Freunde der Welt glaubhaft machen wollten. Wer so rabiat vorgeht macht dies aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zum ersten Mal. Ich würde mir das nochmal überlegen, ob du so argumentieren willst.
Denn dieser ältere Vorfall hat keinerlei Einfluss auf den Vorgang der zu seinem Tod geführt hat. Wir sehen in den Videos alle den konkreten Ablauf. Hätte Prettis Vorgeschichte und Persönlichkeit hier mit zu seinem Tod geführt, dann wäre dieser ganz klar keine Fahrlässigkeit mehr, sondern schlicht Mord, denn das würde bedeuten, dass er nicht wegen der Umstände seiner missglückten und situativ nicht gerechtfertigten Festnahme umgekommen ist, sondern absichtlich getötet wurde.
Ich verweise im weiteren auf meine vorhergehenden Ausführungen zu diesem älteren Video, in dem Pretti tatsächlich ein Straftat begeht, für die er damals auch hätte zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Dass das nicht passiert ist, stützt eher noch die These, dass es den ICE-Kräften bei diesen Einsätzen eben nicht primär um die Durchsetzung von Recht und Gesetz geht.
(Gestern, 12:13)Schneemann schrieb: Du musst aber hierbei selbst auch etwas mehr Kritik an der Personalie Pretti zulassen. Das kann man tun, habe ich auch selbst (ich weiß, ging nicht gegen mich) getan und mich eindeutig zum strafwürdigen Verhalten Prettis geäußert; nur lässt das ICE eben kein Deut besser dastehen, im Gegenteil, weil sie eben in beiden Fällen mit ihm nicht korrekt gehandelt haben, sondern die Ausübung von Gewalt präferiert haben gegenüber angemessener, zielführender Polizeiarbeit. Das kann man nicht Pretti anlasten, auch wenn sein Angriff im älteren Video verachtenswert und strafbar war.
Zitat:Aber wenn ich derart austicke, blindwütig tobe und herumspucke und Rücklichter von Autos wegtrete - obgleich die Aktivitäten der betreffenden Polizeibehörde mich nicht mal selbst betreffen -, dann mache ich mir schon Gedanken über die psychische Stabilität einer Person. Und wenn ich dann daran denke, dass diese wohl abseits der gezeigten Wutanfälle ein Krankenpfleger war, dann wird mir sehr unwohl.
Was die bewusst unterlassene Strafverfolgung im älteren Video noch viel schlimmer macht.
Das Rücklicht-Video zeigt sehr eindeutig, dass ICE in Minneapolis mit ihren unprofessionellen Vorgehensweisen die Eskalation fördert.
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@Broensen
Zitat:Ich verweise im weiteren auf meine vorhergehenden Ausführungen zu diesem älteren Video, in dem Pretti tatsächlich ein Straftat begeht, für die er damals auch hätte zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Dass das nicht passiert ist, stützt eher noch die These, dass es den ICE-Kräften bei diesen Einsätzen eben nicht primär um die Durchsetzung von Recht und Gesetz geht. [...]
Das Rücklicht-Video zeigt sehr eindeutig, dass ICE in Minneapolis mit ihren unprofessionellen Vorgehensweisen die Eskalation fördert.
Also entschuldige, aber das halte ich für etwas gewagte Thesen. Weil einer der Demonstranten ausrastet, herumtobt, spuckt und gegen Autos tritt, obgleich hunderte wenn nicht tausende Protestierende durchaus friedlich demonstrieren, soll nun ICE an der erkennbaren Gewaltbereitschaft von Mr. Pretti schuld sein? Als nächstes legt einer eine Bombe und dann heißt es, dass das zwar nicht so toll sei, aber dass ja ICE indirekt selbst schuld sei daran wegen ihres harten Vorgehens? Wir ahnen, wohin das führt.
Das macht ICE einerseits nicht von Verantwortung frei. Ich schrieb auch selbst schon, dass ich, säße ich in der Jury, die diesen Fall zu beurteilen hätte, im Falle der Erschießung von Pretti in Richtung voluntary manslaughter tendieren würde. Das macht aber umgekehrt auch Pretti nicht von Eigenverantwortung frei. Und wenn jemand erkennbar gewaltbereit ist, zu derartigen affektiven Ausbrüchen neigt und dann noch bewaffnet auf eine Demonstration geht und sich in den Infight mit Beamten einlässt, dann ist er reif für den Darwin Award.
Schneemann
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(Gestern, 15:41)Schneemann schrieb: Also entschuldige, aber das halte ich für etwas gewagte Thesen. Weil einer der Demonstranten ausrastet, herumtobt, spuckt und gegen Autos tritt, obgleich hunderte wenn nicht tausende Protestierende durchaus friedlich demonstrieren, soll nun ICE an der erkennbaren Gewaltbereitschaft von Mr. Pretti schuld sein? Das habe ich doch gar nicht behauptet.
Mein letzter Satz ist eine Schlussfolgerung aus dem Einzelfall auf den Gesamtkonflikt. Dass hier im Fall Pretti nicht der korrekte Weg der Festnahme und Strafverfolgung gewählt, sondern lediglich eine kurze, nicht zielführende Gewaltanwendung praktiziert wurde, fügt sich halt in das Gesamtbild ein. Das hat rein gar nichts direkt mit dem späteren Tod Prettis zu tun. Aber es zeigt eben auf, dass mindestens in diesem Fall nicht die Strafverfolgung im vordergründigen Interesse der Beamten stand, sondern die demonstrative Gewaltanwendung. Sie hätten ihn verhaften oder ignorieren können (was auch falsch gewesen wäre). Aber für das tatsächlich gewälte Vorgehen gibt es nur zwei mögliche Intentionen, die beide keine Rechtfertigung sein sollten:
1. Überforderung
2. Abschreckung
In keiner möglichen Deutung hat das Vorgehen der Wahrung von Recht und Ordnung gedient.
Zitat:Und wenn jemand erkennbar gewaltbereit ist, zu derartigen affektiven Ausbrüchen neigt und dann noch bewaffnet auf eine Demonstration geht und sich in den Infight mit Beamten einlässt, dann ist er reif für den Darwin Award.
Schon, nur ändert das halt nichts an den realen, detailliert dokumentierten Abläufen, die zu seinem Tod geführt haben und die keinerlei Anlass zur Schlussfolgerung geben, diese angenommenen Eigenschaften Prettis hätten direkt zu seinem Tod beigetragen.
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@Schneemann
Das Verhalten Alex Prettis elf Tage vor seiner Tötung ist für die Frage der Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit derselben völlig ohne Belang. Sie wäre selbst dann belanglos, wenn die an der Tötung beteiligten ICE-Beamten Pretti wiedererkannt und ihn als in erhöhtem Maße gefährlich eingestuft haben sollten.
Denn Bewertungsmaßstab kann nur sein Verhalten sein, das mit der angeblichen Notwehrhandlung im Sinnzusammenhang steht.
Es war zwar zu erwarten, dass die US-Regierung und ihre Anhänger Pretti und Renée Good als "inländische Terroristen" bezeichnen und die sozialen Medien mit Informationsschnipseln über ihre Vergangenheit fluten würden; im US-Rechtssystem, das mit seinem kontradiktorischen Strafverfahren auch Leumundsbeweise akzeptiert und in höchstem Maße auf die Beeinflussung der Geschworenen ausgerichtet ist, wirken solche Spielchen oft Wunder und haben schon oft zu krassen Fehlurteilen geführt.
Allerdings sehe ich nicht, warum man sich daran beteiligen sollte.
Pretti war entwaffnet, zu Boden gerungen, fixiert, und wurde dann mit zehn Schüssen getötet. Wäre dies in Deutschland geschehen, der Videobeweis würde zur Anklage wegen Totschlags gegen den Schützen absolut genügen.
Die politisch gewünschte Verdopplung des Personals in kürzester Zeit. Anwerbung mittels $50.000-Bonus und einer sich klar an rechtslastige Bewerber richtenden Kampagne. 48 Tage Ausbildung. Und eine Regierung, die ihre Geringschätzung für geltende Gesetze und ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht hat, fast jedes Fehlverhalten im Dienst der Sache zu decken.
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Ich glaube mich erinnern zu können, dass wir hier vor Monaten einmal über die Funktion der Justiz diskutiert haben.
Meine Auffassung war am Beispiel der deutschen Verwaltungsgerichtsbarkeit, dass die Justiz insbesondere auch dem Schutz der Bürger vor einem übermächtigen Staat (der Executive) dienen soll.
Dem wurde wohl (soweit ich mich erinnere) entgegen gehalten, dass das Rechtssystem in den USA anders sei, und insbesondere eine solche unabhängige und kontrollierende Verwaltungsgerichtsbarkeit nicht bestünde.
Die absolut konträre Gegenposition zu mir wäre, dass die Justiz die Aufgabe hat, das Handeln der Executive zu unterstützen. Ich verhehle nicht, dass ich den Eindruck habe, DT und seine Barden würden gerade diesen Weg favorisieren und dabei die drei Staatsgewalten - Legislative, Executive und Jurikative - unter dem Präsidenten vereinigen wollen.
Dass ich dieses Konzept seit der "Französischen Revolution" für überholt halte, auch wenn es in Autokratien immer noch Standard ist, brauche ich hier nicht zu betonen.
Dass es tatsächlich auch noch meinen Denkansatz in den USA gibt, beweist ein neues Urteil. Die Frankfurter Rundschau berichtet:
Zitat:„Gier nach zügelloser Macht“: Gericht urteilt über ICE-Einsatz gegen Fünfjährigen
Stand:02.02.2026, 06:08 Uhr
Ein US-Bundesrichter hat die Freilassung eines fünfjährigen Jungen und seines Vaters angeordnet, nachdem die Einwanderungsbehörde ICE sie in einem „grausamen“ Akt der „Gier nach zügelloser Macht“ festgesetzt hatte, wie es das Gericht formulierte. Liam Conejo Ramos wurde in einen schwarzen SUV gezerrt und 2.092 Kilometer zu einem Hafteinrichtungszentrum in Texas gebracht, nachdem er am 20. Januar in Minnesota festgenommen worden war. Der Fall löste Empörung in den gesamten USA aus, nachdem er bei der Festnahme durch Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE mit Hasenmütze und Spider-Man-Rucksack gesehen worden war.
...
Fred Biery, ein Bezirksrichter in Texas, ordnete an, dass der Junge und sein Vater, Adrian Conejo Arias, bis Dienstag freizulassen seien.
...
In einem scharf formulierten Urteil schrieb er: „Der Fall hat seinen Ursprung in der schlecht durchdachten und inkompetent umgesetzten Verfolgung täglicher Abschiebequoten durch die Regierung, offenbar selbst dann, wenn dies bedeutet, Kinder zu traumatisieren.“ Der Richter, der von Bill Clinton, dem ehemaligen demokratischen Präsidenten, ernannt wurde, sagte, Abschiebungen müssten geordneter und menschlicher durchgeführt werden. „Die Beobachtung menschlichen Verhaltens bestätigt, dass für einige unter uns die verräterische Gier nach zügelloser Macht und die Verhängung von Grausamkeit in ihrem Streben nach dieser Macht keine Grenzen kennen und jeder menschlichen Anständigkeit entbehren. Und das Rechtsstaatlichkeitsprinzip sei verdammt“, sagte er.
Der Junge und sein Vater sollten aus der Hafteinrichtung für Einwanderer in Texas entlassen werden, in der sie festgehalten wurden, fügte der Richter hinzu. In dem dreiseitigen Beschluss verglich Biery die Politik der Trump-Regierung mit dem Verhalten von König Georg III. während der Amerikanischen Revolution und zitierte dazu aus der Unabhängigkeitserklärung die Passagen über „Swarms of officers“, die „domestic Insurrection“ anheizten, und über das „quartering large Bodies of Armed Troops among us“.
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Die halbseidenen Rechtfertigungsversuche der Behörden gebe ich nicht wieder, weil
a) deren Aussagen schon gleich nach der Verhaftung von Zeugen als falsch kritisiert wurden und
b) ich aufgrund der ständigen Widerlegung von Behauptungen der US-Administration schon von Grund auf deren Aussagen bis zum Beweis des Gegenteils mißtraue.
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(Vor 4 Stunden)Kongo Erich schrieb: Die halbseidenen Rechtfertigungsversuche der Behörden gebe ich nicht wieder, weil
a) deren Aussagen schon gleich nach der Verhaftung von Zeugen als falsch kritisiert wurden und
b) ich aufgrund der ständigen Widerlegung von Behauptungen der US-Administration schon von Grund auf deren Aussagen bis zum Beweis des Gegenteils mißtraue.
Also betätigt sich der Richter in dem Fall nicht als Richter sondern linker Aktivist?
Auch zu Obama-Zeiten wurde es nicht anders gehandhabt.
Daran können auch Bilder nichts ändern die auf die Tränendrüse drücken sollen.
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(Vor 2 Stunden)lime schrieb: Also betätigt sich der Richter in dem Fall nicht als Richter sondern linker Aktivist? Dass irgendwann mal die Unabhängigkeitserklärung als linksaktivistisches Manifest betrachtet werden würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.
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(Vor 1 Stunde)Broensen schrieb: Dass irgendwann mal die Unabhängigkeitserklärung als linksaktivistisches Manifest betrachtet werden würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Also rein politikwissenschaftlich gesehen ist sies doch. Ein Manifest, dass die Volkssouveränität und Menschenwürde aus unverrückbar und von keiner gottgegebenen Instanz veränderbar darstellt und dazu genutzt wird, sich von einer autokratischen Fremdbeherrschung loszusagen um den Menschen die demokratische Teilhabe und den Schutz vor Unterdrückung zu bringen, ist doch die politische Linke wie sie im Buche steht und wonach sie historisch gesehen stets gestrebt hat.
Klar kann man ein solches Dokument wohl kaum als linksaktivistisch sehen, da einige Menschen darin nach wie vor gleicher waren als andere und die Verfasser auch noch Landbesitzer und Sklavenbesitzer adeliger Abstammung waren, die die Unabhängigkeit prompt genutzt haben um ihre Herrschaftsklasse zu festigen und exklusiv zu etablieren, was das ganze eher der politischen Rechten zuschreibt, aber so rein von der Idee her...
Nicht immer vor Begriffen zurückscheuen, die politische Linke ist der einzige Grund, warum wir hier heute sitzen und unsere Meinung ins Internet hinausposaunen dürfen
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496 Millionen Dollar – so hoch sind die Kosten für den Truppeneinsatz in sechs US-Städten im Jahr 2025
Lignes de defense (französisch)
01.02.2026 | Kommentare (0)
[Bild: https://cdn-media-sdv.ouest-france.fr/ld...35x824.jpg]
Touristen begrüßen Soldaten der Nationalgarde auf der National Mall in Washington DC im vergangenen Dezember (Foto: CHIP SOMODEVILLA / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)
Der Einsatz von Truppen in US-Städten kostete im Jahr 2025 mindestens 496 Millionen Dollar, laut Schätzungen des Congressional Budget Office (CBO), das aufgrund fehlender Daten die Kosten für den Einsatz in New Orleans nicht berücksichtigt hat. Unter Berücksichtigung aller Kosten und Ausgaben könnten die Einsätze zwischen Juni und dem 31. Dezember 2025 monatlich 93 Millionen Dollar gekostet haben.
Für 2026 wird der Einsatz von 1000 Angehörigen der Nationalgarde in einer Stadt zwischen 18 und 21 Millionen Dollar pro Monat kosten.
[Bild: https://cdn-media-sdv.ouest-france.fr/ld...-ville.jpg]
Seit Juni 2025, so erinnert das CBO, hat die Trump-Regierung Einsatzkräfte der Nationalgarde und Soldaten des Marine Corps (USMC) in sechs amerikanischen Städten eingesetzt: Los Angeles, Kalifornien; Washington, D.C.; Memphis, Tennessee; Portland, Oregon; Chicago, Illinois; und New Orleans, Louisiana.
[Bild: https://cdn-media-sdv.ouest-france.fr/ld...ionnal.jpg]
Die folgenden Kosten werden berücksichtigt:
– zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit Sold und Sozialleistungen für Militärangehörige, einschließlich Gesundheitsversorgung, wenn Einsatzkräfte der Nationalgarde mobilisiert werden;
– Kosten für die Unterbringung der aktiven Einsatzkräfte und der Angehörigen der Nationalgarde, die weit entfernt von ihren Heimatstützpunkten eingesetzt werden;
– Kosten für Verpflegung (vom Militär als Verpflegungsration bezeichnet) für Einsatzkräfte, die weit entfernt von ihrem Heimatstützpunkt eingesetzt werden;
– Transportkosten für den Transport der Einsatzkräfte von ihren Heimatstützpunkten zu ihrem Einsatzort und zurück sowie die Kosten für den täglichen Transport der Einsatzkräfte zwischen ihren Unterkünften und ihren Einsatzorten.
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