Islamische NATO? Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei (Somalia ...)
#1
(30.01.2026, 21:29)Skywalker schrieb: Türkiye Deploys F-16 Jets to Somalia
Ankara has stationed F-16 fighter jets in Mogadishu as it moves to safeguard energy and infrastructure projects, according to Middle East Eye.
January 29, 2026Clash Report

https://clashreport.com/defense/articles...h3gd4lqkaq
ich möchte Deinen Beitrag zu SOMALIA in einen größeren Kontext stellen, und dazu eine .Analyse von TELEPOLIS zitieren:
Zitat:Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei auf der einen Seite ... (der Gegenseite mit VAE, Indien und Israel (Somaliland ...) ist hier ein Beitrag gewidmet)

In Westasien formieren sich zwei konkurrierende Militärbündnisse, deren Rivalität die südasiatischen Staaten Pakistan und Indien einbezieht. Die wirken ihrerseits zunehmend auf afrikanische Stellvertreterkonflikte ein.

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan gegen …
Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichneten im September 2025 ein gegenseitiges Verteidigungsabkommen. Darin verpflichten sich beide Staaten, einen Angriff auf einen als Angriff auf beide zu behandeln. Das Nato-Mitglied Türkei befindet sich nach Angaben von Bloomberg in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen Beitritt zu diesem Pakt.

Diese Allianz bündelt komplementäre Ressourcen: Saudi-Arabien bringt finanzielle Macht ein, Pakistan verfügt über Atomwaffen und ballistische Raketen, und die Türkei stellt militärische Erfahrung sowie eine entwickelte Rüstungsindustrie bereit.
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Bloomberg berichtete am 16. Januar, dass auch Saudi-Arabien kurz davor stehe, eine "neue Militärkoalition" mit Somalia und Ägypten zu einzugehen, ...

Die Rivalität zwischen der Türkei und Saudi-Arabien einerseits ... manifestiert sich denn auch zunehmend in den afrikanischen Konflikten. In Somalia unterstützt die saudisch geführte Allianz die Zentralregierung in Mogadischu gegen ... Somaliland.

Parallel zu seinen Bemühungen am Horn von Afrika arbeitet Saudi-Arabien daran, seine Zusammenarbeit mit Ägypten auszubauen. Dabei geht es vor allem darum, den Einfluss von Kahlifa Haftar in Libyen zurückzudrängen. Zusammen mit den VAE unterstützt Haftar die sogenannten Rapid Support Forces (RSF), die Krieg gegen die Zentralregierung des Sudan führen und einen schwunghaften Goldhandel betreiben.

Pakistan
Bei alldem spielt Pakistan eine wachsende Rolle. Islamabad steht kurz davor, ein Waffengeschäft im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar mit dem Sudan abzuschließen. Im Vormonat hatte Reuters bereits über ein 4-Milliarden-Dollar-Geschäft zur Lieferung von Waffen an libysche Streitkräfte berichtet.

Dabei folgt Pakistan einem Muster: Es schließt Sicherheitsabkommen mit Drittstaaten wie Aserbaidschan, Somalia und nun Libyen kurz nachdem Ankara dies getan hat. Im Sudan geht es um die Unterstützung der Zentralregierung, in Libyen um die Schwächung von Haftar.

Zudem verfügt auch Pakistan seit August 2025 über ein militärisches Abkommen mit Somalia.

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Zudem fällt auf, dass Saudi-Arabien sich nach immer mehr Seiten verbindlich abzusichern sucht und dabei zu einem neuen sicherheitspolitischen Zentrum in Westasien heranwächst.
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Und wird Pakistan der Türkei erneut folgen und ebenfalls eine strategische Zusammenarbeit mit Nigeria vereinbaren?
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eine spannende Entwicklung
wobei ich das "Dreieck" Ankara - Riad -Kairo noch etwas sekeptisch sehe.
Die Türkei steht eindeutig auf der Seite der "Muslimbrüder", die in Ägypten absolut unerwünscht sind - und beide Staaten rivalisieren untereinander, aber auch mit Saudi-Arabien, um die Vorherrschaft im (sunnitischen) Islam. Ob die gemeinsamen Interessen diese innere Konkurrenz dauerhaft überdecken können?
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#2
Die Konturen werden deutlicher. Wie die Tagesschau berichtet, bahnt sich zunehmend ein Konflikt zwischen Eritrea und Äthiopien um den Zugang zum Roten Meer an. Und auch Eritrea sucht und findet Verbündete:
Zitat:"Das sudanesische Militär hat sich hinter Eritrea gestellt. Die sudanesische RSF-Miliz hingegen unterstützt Abiy Ahmed. Dann sind da Ägypten, Somalia und so weiter, die ebenfalls Eritrea unterstützen - und es gibt eine deutliche Unterstützung aus den Vereinten Arabischen Emiraten für das äthiopische Militär.
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#3
hier noch eine Meinung zum saudisch-pakistanischen Verteidigungsabkommen
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/we...cb88&ei=79
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#4
Zitat:Rainer Hermann, langjähriger Korrespondent der FAZ für den Nahen Osten und Autor des neuen Buchs „Die Zerstörung des Nahen Ostens“, sagte der Berliner Zeitung: „Trump droht, nun selbst eine Blockade der Straße von Hormus durchzusetzen, damit keine iranischen Öltanker mehr die Meerenge passieren. Beunruhigend dürfte sein, dass Pakistan im Rahmen seines Verteidigungsabkommens mit Saudi-Arabien Kampfflugzeuge ins Königreich verlegt.“

Ein pakistanisches Militärkontingent, bestehend aus rund 13.000 Soldaten sowie 10 bis 18 Flugzeugen, ist im Rahmen eines im vergangenen Jahr unterzeichneten gemeinsamen strategischen Verteidigungsabkommens in Saudi-Arabien eingetroffen, teilte Saudi-Arabien am Samstag mit.
Quelle
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#5
(06.04.2026, 12:00)Kongo Erich schrieb: Die Konturen werden deutlicher. Wie die Tagesschau berichtet, bahnt sich zunehmend ein Konflikt zwischen Eritrea und Äthiopien um den Zugang zum Roten Meer an. Und auch Eritrea sucht und findet Verbündete:
in diesem Kontext ist interessant, dass sich die USA wohl an Eritrea heran machen
Zitat:Israel benennt Botschafter für Somaliland, USA wollen offenbar Beziehungen zu Eritrea wiederbeleben
Weil Iran über die Huthis im Jemen seine Macht bis ins Rote Meer ausdehnt, haben erst Benjamin Netanyahu und nun wohl auch Donald Trump die Region im Visier. Sie suchen: Küstenstaaten – als Außen- und Horchposten.
26.04.2026, 17.49 Uhr
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Wie das »Wall Street Journal« berichtet , überlegt die Regierung von Donald Trump, ob sie ihre Beziehungen zu Eritrea neu aufsetzt. Das Land ist eine Diktatur, wird zuweilen als »Nordkorea« bezeichnet. Für die Vereinigten Staaten hätte ein diplomatischer Reset große geopolitische Vorteile. Der Grund: Die mit mehr als 1000 Kilometern extrem lange Rotmeerküste.
Die USA und Israel arrangieren sich da in zwei getrennten Blöcken:
Eritrea wird wie gemeldet u.a. von Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei unterstützt, genauso wie Somalia.
Das abtrünnige Somaliland findet sich dagegen im Lager um die Arabischen Emirate (VAR), Indien und Israel, wobei die VAR auch Äthiopien unterstützen.
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