Montenegro
#1
Nach dem Ende vom Überbleibsel des ehemaligen Jugoslawiens gehen Serbien und Montenegro zunehmend eigene Wege.
Für Serbien haben wir schon seit 2011 einen eigenen Strang.
Für Montenegro hab ich nichts gefunden. Ich denke, diese Nachricht ist geeignet, auch für Montenegro einen eigenen Faden aufzumachen:
Zitat: Autobahn in Montenegro:
Die EU zahlt, China verdient


Eine mit China-Krediten gebaute Autobahn hätte den Staatshaushalt Montenegros beinahe ruiniert. Jetzt wird sie weitergebaut – von Chinesen, aber mit europäischem Geld.

Montenegros staatlicher Au­to­bahnbetreiber Monteput hat den Bau eines weiteren Abschnitts der Autobahn vom Adria-Hafen Bar nach Boljare an der serbischen Grenze in Auftrag gegeben. Den Zuschlag für den auf 694 Millionen Euro Baukosten veranschlagten Teil erhielten der staatliche chinesische Energieinfrastrukturanbieter Powerchina und sein Tochterunternehmen Stecol.
...
(wobei nach Aussage des Merkur die Finanzierung über Banken und nicht über EU-Fördermittel erfolgt. Die Rückzahlung dürfte vor allem über Mauteinnahmen erfolgen).

Man kann das aus unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachten. Klar dürfte sein:
a) Europa hilft mit bei Projekten, die eigene Möglichkeiten gerade der armen Staaten überlasten.
b) Ein sparsamer Mitteleinsatz verlangt, dass die Finanzierung auf den preiswertesten Baupreis ausgerichtet ist.
c) Das gilt besonders, wenn eine überregional bedeutsame Infrastrukturtrasse über schwieriges Gelände geführt wird.
Ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickelt - und ob die erhofften Auswirkungen tatsächlich eintreten.
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