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(03.04.2026, 02:10)Milspec_1967 schrieb: So wie ich das sehe, ist die einzig nennenswerte Rüstung hier außer Diehl noch Navantia und Nammo.
Rest sind Forschung institute, die national eine Scheibe wissen abbekommen wollen.. Weil da bislang (Polen, Spanien) nichts ist. Und du meinst, da sind keine Ingenieure tätig? Oder Chemiker, Physiker, Informatiker etc.? Warum sollte man denen Geld dafür geben, dass sie aus dem Projekt nur Wissen heraus ziehen, statt welches einzubringen?
Ich glaube, du siehst die Waffenentwicklung zu fokussiert nur auf den industriellen Teil.
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„Milspec_1967“ schrieb:So wie ich das sehe, ist die einzig nennenswerte Rüstung hier außer Diehl noch Navantia und Nammo. Bitte prüf das vorher bevor du solche Aussagen aufstellst.
SENER Aerospace ist Spaniens größte Aeronautische Ingenieursfirma die seit Jahrzehnten im Militärgeschäft tätig sind. Die bauen Elektronik und Guidance Systeme für Satelliten, sind für Produktions- und Integrationsarbeiten der METEOR und PAC-2 GEM/T zuständig und waren/sind aktiv an der Entwicklung der Taurus, der IRIS-T und der Eurodrohne beteiligt.
Das „Warsaw Institute of Aviation“ gibt es 1926 und ist einer der größten europäischen aeronautischen Forschungsinstitute, arbeiten in zich Projekten mit Airbus zusammen, entwickeln UAV-Technologie und sind an der Entwicklung der CAMM-MR beteiligt.
NAMMO stellt Munitionstypen verschiedenster Arten her und entwickelt Raketenmotoren, unter anderem für die NSM, ESSM, AMRAAM, AIM-120… und die IRIS-T SLM.
Zitat:Navantia baut keine Raketen.... muss das Hydef aber auch in seine MK41 AEGIS Schiffe integrieren... Macht Sinn, das mit zu unterstützen, auch finanziell.
Wieso muss? Spanien ist tief im AWS verwurzelt, hat mit SCOMBA sogar eine eigene Nebenbaseline auf dem AIFL bekommen. Die müssen ihre seegestütuten Fähigkeiten nicht wechseln, TWISTER zielt sowohl auf land- wie auch seegestützte Fähigkeiten ab. HYDEF/HYDIS sind auch auf LKW-Basis geplant.
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„Kul14“ schrieb:Nur ist die SM 6 kein Ersatz für Hydeff. Die SM-6 ist kein Äquivalent zu HYDEF, das heißt aber nicht, dass sie sich nicht gegenseitig ersetzen können. Ein Fähigkeitsersatz ist etwas anderes, als ein leistungstechnischer Ersatz. Sowohl HYDEF wie auch die SM-6I können gegen ballistische und hypersonische Bedrohungen wirken, nur eben in unterschiedlichen Spektren.
Zitat:Die bisher bekannten Leistungsdaten von Hydeff übersteigen die der SM6 in Hinblick auf BMD und Hyperschallbedrohungen deutlich.
Dem würde ich teilweise zustimmen, teilweise wiedersprechen. In den kommunizierten Leistungsdaten sind HYDEF/HYDIS besser gegen ballistische und semi-ballistische Bedrohungen geeignet, gegen non-ballistische super- und hypersonische Bedrohungen ist die SM-6 besser geeignet.
Obgleich ich dir recht gebe, dass HYDEF/HYDIS mEn mehr zukunftspotenzial bieten als die SM-2ER Basis der SM-6. Irgendwann muss man das Lfk Konzept aus den 70ern auch mal begraben.
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(03.04.2026, 10:20)Broensen schrieb: Und du meinst, da sind keine Ingenieure tätig? Oder Chemiker, Physiker, Informatiker etc.? Warum sollte man denen Geld dafür geben, dass sie aus dem Projekt nur Wissen heraus ziehen, statt welches einzubringen?
Ich glaube, du siehst die Waffenentwicklung zu fokussiert nur auf den industriellen Teil.
Das ist schon richtig.
Ggf. kann hier physik wissen ubrr high Speed Reibung, Atmosphäre Wiederstand etc. geholt werden.... Und computer simuliert erregen, was, an Instituten oft gut implementiert ist.
Ändert aber nicht viel daran, dass das Endprodukt im Industrie verkauf zu 70% deutsch und zu 25%.norwegisch sein wird.
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(03.04.2026, 13:50)DopePopeUrban schrieb: Dem würde ich teilweise zustimmen, teilweise wiedersprechen. In den kommunizierten Leistungsdaten sind HYDEF/HYDIS besser gegen ballistische und semi-ballistische Bedrohungen geeignet, gegen non-ballistische super- und hypersonische Bedrohungen ist die SM-6 besser geeignet.
Nein das Gegenteil ist der Fall. Die SM6 ist zu schwer und auf eine aerodynamische Steuerung angewiesen, dadurch ist sie nicht sehr agil, was ein erhebliches Problem bei manövrieren Bedrohungen ist.
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Kul14 schrieb:Die SM6 ist zu schwer und auf eine aerodynamische Steuerung angewiesen, dadurch ist sie nicht sehr agil, was ein erhebliches Problem bei manövrieren Bedrohungen ist. Agilität ist hier relativ, wird primär durch das Verhältnis von Schub-Eigengewicht-Aerodynamischen Einflüssen bedingt. Auch HYDEF/HYDIS verfügen über aerodynamische Steuerflächen, lediglich die Interceptor Stage arbeiten nach meinem letzten Kenntnisstand mit Thrust Vectoring.
Manövrierende Bedrohungen kommen dabei primär im ballistischen Spektrum vor, genauer gesagt dessen "Maneuverable Reentry Vehicles" (MaRV). Das hat damit zutun, dass die obere Atmosphäre wenig Luftwiderstand bietet, was Manövrierung je nach Art trotz hoher Geschwindigkeit deutlich einfacher macht.
Hypersonische Bedrohungen hingegen (also nicht-ballistische Boost-Glider oder Airbreathers) bewegen sich in deutlich moderateren Höhen, in denen es deutlich mehr Luftwiderstand gibt. Das bedingt das verschlanken des Lfks (und seiner Steuerflächen), was zusammen mit dem Trägheitsmoment das Manövrieren deutlich schwieriger macht, sich zudem auch noch deutlich mehr auf die Performance hinsichtlich Reichweite und Geschwindigkeit auswirkt. Manöver ausreichend um damit Interceptors vorzubeugen, ist dabei so nicht möglich.
Sonderfälle gibt es mit semi-ballistischen Bedrohungen, die oft Charakteristiken beider Lfk-Typen aufweisen.
Man kann aber durchaus sagen, dass die deutlich größere Reichweite der SM-6 hier einen Vorteil gegen HM bietet. Wie drastisch das ist, kann ich nicht sagen, aber da es für HYDEF/HYDIS bislang nur unverbindliche Leistungsparameter gibt, möchte ich da noch nicht urteilen. Im Zweifel müsste man den HM-Layer auf ASTER legen, was natürlich mit einer Leistungseinbuße dahergehen würde. Allerdings sind klassische HM auch eher ein vergleichsweise seltenes Randphänomen, BM und Semi-BM sind da deutlich prominenter.
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(03.04.2026, 16:08)DopePopeUrban schrieb: Agilität ist hier relativ, wird primär durch das Verhältnis von Schub-Eigengewicht-Aerodynamischen Einflüssen bedingt. Auch HYDEF/HYDIS verfügen über aerodynamische Steuerflächen, lediglich die Interceptor Stage arbeiten nach meinem letzten Kenntnisstand mit Thrust Vectoring.
Manövrierende Bedrohungen kommen dabei primär im ballistischen Spektrum vor, genauer gesagt dessen "Maneuverable Reentry Vehicles" (MaRV). Das hat damit zutun, dass die obere Atmosphäre wenig Luftwiderstand bietet, was Manövrierung je nach Art trotz hoher Geschwindigkeit deutlich einfacher macht.
Hypersonische Bedrohungen hingegen (also nicht-ballistische Boost-Glider oder Airbreathers) bewegen sich in deutlich moderateren Höhen, in denen es deutlich mehr Luftwiderstand gibt. Das bedingt das verschlanken des Lfks (und seiner Steuerflächen), was zusammen mit dem Trägheitsmoment das Manövrieren deutlich schwieriger macht, sich zudem auch noch deutlich mehr auf die Performance hinsichtlich Reichweite und Geschwindigkeit auswirkt. Manöver ausreichend um damit Interceptors vorzubeugen, ist dabei so nicht möglich.
Sonderfälle gibt es mit semi-ballistischen Bedrohungen, die oft Charakteristiken beider Lfk-Typen aufweisen.
Man kann aber durchaus sagen, dass die deutlich größere Reichweite der SM-6 hier einen Vorteil gegen HM bietet. Wie drastisch das ist, kann ich nicht sagen, aber da es für HYDEF/HYDIS bislang nur unverbindliche Leistungsparameter gibt, möchte ich da noch nicht urteilen. Im Zweifel müsste man den HM-Layer auf ASTER legen, was natürlich mit einer Leistungseinbuße dahergehen würde. Allerdings sind klassische HM auch eher ein vergleichsweise seltenes Randphänomen, BM und Semi-BM sind da deutlich prominenter.
Nein das ist Falsch. Die "dünnere" luft reduziert zwar den Widerstand aber auch die Wirksamkeit der Steuerflächen. Die aerodynamische Steuerung ist am ende immer begrenzt. Gößere Steuerflächen reduzieren Geschwindigkeit und Reichweite und kleinere reduzieren die Manövrierfähigkeit. Die Reichweite kann die SM6 bei solchen Bedrohungen nicht ausspielen. Die SM 6 ist so ausgelegt das sie auf eine hohe Geschwindigkeit beschleunigt, Höhe gewinnt und dann auf das Ziel zugleitet, das ist effizient hinsichtlich der Reichweite, aber gegen solche Bedrohungen kann man dies nicht ausnutzen. Daher ist auch die effektive Reichweite hier vermutlich deutlich keiner als bei Hydeff. Gleiches sieht man bei PAC 2 vs PAC 3.
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