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Der IRIS-T HYDEF ist ein zweistufiger Flugkörper, der IRIS-T Basistechnologien enthält und um eine hoch-agile Oberstufe erweitert wurde.
https://www.diehl.com/defence/de/presse-...d/?sid=374
[Bild: https://pbs.twimg.com/media/FV3fIydWIAEc...me=900x900]
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Der letzte Satz auf dem Poster/Artikel ist ja ein klarer Bezug zu TWISTER. Neu ist das der Ramjet jetzt auch von Diehl in Erwägung gezogen wird. Klingt nach einer möglichen Kooperationsgrundlage mit MBDA Deutschland /Bayern-Chemie. Ich hoffe auf den Ramjet Ansatz, da man so wirklich eine multifunktionale Luftabwehrrakete erhalten würde, die gut in das Gesamtgefüge mit Arrow 3 passen würde.
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Modell des IRIS HYDEF auf der ILA 2022
[Bild: https://i.imgur.com/qgS70Zv.jpeg]
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Anscheinend gab es mal wieder Designänderungen:
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260313/ry8dpknp.jpg]
https://x.com/ForcesOperation/status/203...8904109471
(HYDIS² und HYDEF gemeinsam präsentiert auf der aktuellen BEDEX 2026, die vom 12.-14. März läuft.)
----------
Dazu noch eine kurze Bestandsaufnahme da das hier glaube ich ein wenig untergegangen ist, HYDIS² und HYDEF konkurrieren um den selben Entwicklungspool. Die EU wird 2028 beide Projekte betrachten und sich für eines von beiden entscheiden, dass dann fortgeführt bzw realisiert wird.
https://marineforum.online/die-zukunft-h...-begonnen/
Wird interessant zu sehen, für welches der Projekte man sich entscheidet. Frankreich, Italien und die Niederlande werden HYDIS² favorisieren, Spanien, Belgien und Polen HYDEF. Deutschland ist mit insgesamt drei Unternehmen an beiden Projekten beteiligt, davon zwei bei HDYIS² und eines bei HYDEF.
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Hochkarätiges Duell zwischen HYDIS und HYDEF
FOB (französisch)
Nathan Gain 30. März 2026
[Bild: https://www.forcesoperations.com/wp-cont...EF_001.png]
Welches der beiden Projekte zur Abwehr hyperschallgetriebener Bedrohungen wird mit Unterstützung der Europäischen Union weitergeführt? Nur ein Konzept wird in den Genuss neuer Mittel aus dem Europäischen Verteidigungsfonds (FEDef) kommen. Für das andere hängt das nächste Kapitel von Eigeninvestitionen und möglicher staatlicher Unterstützung ab.
Wird am Ende nur eines übrig bleiben? Weit entfernt von der tropischen Atmosphäre einer bestimmten Reality-TV-Show setzen zwei Programme für endoatmosphärische Abfangjäger alles auf eine Karte, um eine Finanzierung durch den FEDef zu erhalten.
Auf der einen Seite steht HYDIS, geleitet von MBDA France zugunsten von Frankreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden. Das Vereinigte Königreich hat sich hingegen als Beobachter angeschlossen. Auf der anderen Seite steht HYDEF, geleitet vom spanischen Unternehmen SMS und der deutschen Firma Diehl im Auftrag von Belgien, Deutschland, Spanien, Norwegen und Polen.
Für beide Konsortien endet eine dreijährige Konzeptphase in diesem Jahr oder im Laufe des Jahres 2027. Diese von der OCCAr geleitete Phase wird dazu führen, dass jedes Konsortium ein Konzept auswählt. Für HYDEF soll dies im kommenden August geschehen. Von den ursprünglich 11 Konzepten haben die 19 Partner von HYDIS „zwei potenzielle Konzepte ausgewählt, und die Auswahl wird fortgesetzt, bis bis Ende des Jahres ein einziges Konzept feststeht“, erklärte MBDA-CEO Éric Béranger letzte Woche in Paris.
Der weitere Verlauf steht im Einklang mit der im Dezember 2025 von der Europäischen Kommission gestarteten Ausschreibung. Die darin zugesagten Fördermittel in Höhe von 100 Mio. € ermöglichen den Übergang in eine Reifungsphase, die zu Demonstratoren (TRL 5) führen und den Weg für die beiden folgenden wichtigen Meilensteine ebnen soll: das Erreichen eines technologischen Reifegrades von TRL 6 bis 2030 und anschließend eines einsatzfähigen Systems (TRL 9) ab 2035.
HYDIS wird 2027 mit einer vorläufigen Bedarfsanalyse abgeschlossen, ein Meilenstein, der theoretisch im Laufe des Jahres 2026 von HYDEF erreicht wird
Sofern es nicht zu einer Kehrtwende in letzter Minute kommt, wird das Budget nur einem einzigen Vorschlag zugewiesen. Es ist daher schwer vorstellbar, dass es zu einem anderen Szenario als einem Duell zwischen HYDIS und HYDEF kommt. Für eines der beiden Konsortien wird es daher notwendig sein, die Zukunft ohne Europa ins Auge zu fassen. Die OCCAr macht daraus übrigens keinen Hehl: Alle über 2026 hinaus geplanten Maßnahmen unterliegen weiterhin der „Genehmigung der zweiten Phase“.
Das Team von HYDIS geht sogar noch einen Schritt weiter und macht die Fortsetzung der Arbeiten ausdrücklich von den Ergebnissen der europäischen Ausschreibung abhängig.
Es steht viel auf dem Spiel, wie die bisher bereitgestellten Mittel zeigen. Über alle Geschäftsbereiche hinweg hat MBDA somit fast 50 der 80 Mio. € erhalten, die vom FEDEf für die Konzeptstudien bereitgestellt wurden. Das Gleiche gilt für die Gegenseite, wo von den freigegebenen 100 Mio. € mehr als 34 Mio. € an Diehl, 16 Mio. € an das norwegische Unternehmen NAMMO und 14 Mio. € an das spanische Unternehmen SENER Aerospacial vergeben wurden.
Manche sehen in dieser neuen Mittelzuweisung von 68 Mio. € für die Entwicklung von Gegenmaßnahmen gegen Hyperschallgleiter vielleicht einen Trostpreis. Die ohne Ausschreibung gewährten Mittel sind diesmal Teil einer 2024 gestarteten Initiative namens HYROGLIVE. Davon profitiert das damalige Konsortium unter der Leitung von MBDA Deutschland, dem sich SMS und Diehl angeschlossen haben, in dem jedoch keine französischen Akteure vertreten sind.
Zweifellos werden die Kosten erheblich steigen, sobald man in die Substanz des Projekts einsteigt, was für den unterlegenen Bewerber praktisch jede Aussicht auf eine Entwicklung aus Eigenmitteln ausschließt. Für die beteiligten Staaten erforderte allein die Konzeptphase die Zuführung von 60 Mio. € in HYDIS und 10 Mio. € in HYDEF. Zwar wird die staatliche Unterstützung von entscheidender Bedeutung sein, doch bleibt abzuwarten, ob der europäische Markt groß genug ist, um zwei ähnliche Lösungen nebeneinander bestehen zu lassen. Nichts ist weniger sicher, denn dem Kontext, der zur Anschaffung einer solchen Lösung anregt, stehen die Komplexität des Einsatzes und die Kosten einer solchen Kapazität gegenüber. Eine erste Antwort wird bis Ende des Jahres vorliegen, sobald das europäische Urteil offiziell verkündet wurde.
Bildnachweis: MBDA
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(01.04.2026, 15:46)voyageur schrieb: Hochkarätiges Duell zwischen HYDIS und HYDEF
FOB (französisch)
Nathan Gain 30. März 2026
[Bild: https://www.forcesoperations.com/wp-cont...EF_001.png]
Welches der beiden Projekte zur Abwehr hyperschallgetriebener Bedrohungen wird mit Unterstützung der Europäischen Union weitergeführt? Nur ein Konzept wird in den Genuss neuer Mittel aus dem Europäischen Verteidigungsfonds (FEDef) kommen. Für das andere hängt das nächste Kapitel von Eigeninvestitionen und möglicher staatlicher Unterstützung ab.
Wird am Ende nur eines übrig bleiben? Weit entfernt von der tropischen Atmosphäre einer bestimmten Reality-TV-Show setzen zwei Programme für endoatmosphärische Abfangjäger alles auf eine Karte, um eine Finanzierung durch den FEDef zu erhalten.
Auf der einen Seite steht HYDIS, geleitet von MBDA France zugunsten von Frankreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden. Das Vereinigte Königreich hat sich hingegen als Beobachter angeschlossen. Auf der anderen Seite steht HYDEF, geleitet vom spanischen Unternehmen SMS und der deutschen Firma Diehl im Auftrag von Belgien, Deutschland, Spanien, Norwegen und Polen.
Für beide Konsortien endet eine dreijährige Konzeptphase in diesem Jahr oder im Laufe des Jahres 2027. Diese von der OCCAr geleitete Phase wird dazu führen, dass jedes Konsortium ein Konzept auswählt. Für HYDEF soll dies im kommenden August geschehen. Von den ursprünglich 11 Konzepten haben die 19 Partner von HYDIS „zwei potenzielle Konzepte ausgewählt, und die Auswahl wird fortgesetzt, bis bis Ende des Jahres ein einziges Konzept feststeht“, erklärte MBDA-CEO Éric Béranger letzte Woche in Paris.
Der weitere Verlauf steht im Einklang mit der im Dezember 2025 von der Europäischen Kommission gestarteten Ausschreibung. Die darin zugesagten Fördermittel in Höhe von 100 Mio. € ermöglichen den Übergang in eine Reifungsphase, die zu Demonstratoren (TRL 5) führen und den Weg für die beiden folgenden wichtigen Meilensteine ebnen soll: das Erreichen eines technologischen Reifegrades von TRL 6 bis 2030 und anschließend eines einsatzfähigen Systems (TRL 9) ab 2035.
HYDIS wird 2027 mit einer vorläufigen Bedarfsanalyse abgeschlossen, ein Meilenstein, der theoretisch im Laufe des Jahres 2026 von HYDEF erreicht wird
Sofern es nicht zu einer Kehrtwende in letzter Minute kommt, wird das Budget nur einem einzigen Vorschlag zugewiesen. Es ist daher schwer vorstellbar, dass es zu einem anderen Szenario als einem Duell zwischen HYDIS und HYDEF kommt. Für eines der beiden Konsortien wird es daher notwendig sein, die Zukunft ohne Europa ins Auge zu fassen. Die OCCAr macht daraus übrigens keinen Hehl: Alle über 2026 hinaus geplanten Maßnahmen unterliegen weiterhin der „Genehmigung der zweiten Phase“.
Das Team von HYDIS geht sogar noch einen Schritt weiter und macht die Fortsetzung der Arbeiten ausdrücklich von den Ergebnissen der europäischen Ausschreibung abhängig.
Es steht viel auf dem Spiel, wie die bisher bereitgestellten Mittel zeigen. Über alle Geschäftsbereiche hinweg hat MBDA somit fast 50 der 80 Mio. € erhalten, die vom FEDEf für die Konzeptstudien bereitgestellt wurden. Das Gleiche gilt für die Gegenseite, wo von den freigegebenen 100 Mio. € mehr als 34 Mio. € an Diehl, 16 Mio. € an das norwegische Unternehmen NAMMO und 14 Mio. € an das spanische Unternehmen SENER Aerospacial vergeben wurden.
Manche sehen in dieser neuen Mittelzuweisung von 68 Mio. € für die Entwicklung von Gegenmaßnahmen gegen Hyperschallgleiter vielleicht einen Trostpreis. Die ohne Ausschreibung gewährten Mittel sind diesmal Teil einer 2024 gestarteten Initiative namens HYROGLIVE. Davon profitiert das damalige Konsortium unter der Leitung von MBDA Deutschland, dem sich SMS und Diehl angeschlossen haben, in dem jedoch keine französischen Akteure vertreten sind.
Zweifellos werden die Kosten erheblich steigen, sobald man in die Substanz des Projekts einsteigt, was für den unterlegenen Bewerber praktisch jede Aussicht auf eine Entwicklung aus Eigenmitteln ausschließt. Für die beteiligten Staaten erforderte allein die Konzeptphase die Zuführung von 60 Mio. € in HYDIS und 10 Mio. € in HYDEF. Zwar wird die staatliche Unterstützung von entscheidender Bedeutung sein, doch bleibt abzuwarten, ob der europäische Markt groß genug ist, um zwei ähnliche Lösungen nebeneinander bestehen zu lassen. Nichts ist weniger sicher, denn dem Kontext, der zur Anschaffung einer solchen Lösung anregt, stehen die Komplexität des Einsatzes und die Kosten einer solchen Kapazität gegenüber. Eine erste Antwort wird bis Ende des Jahres vorliegen, sobald das europäische Urteil offiziell verkündet wurde.
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Für Deutschland steht doch eh schon fest, dass nur das Projekt interessant ist, welches aus MK41 verschossen werden kann.
Und diehl hat da ja angeblich bereits Projekt Kontakte für IRIS-T Integration.
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(01.04.2026, 23:44)Milspec_1967 schrieb: Für Deutschland steht doch eh schon fest, dass nur das Projekt interessant ist, welches aus MK41 verschossen werden kann.
Und diehl hat da ja angeblich bereits Projekt Kontakte für IRIS-T Integration. Über die man auch seit gut einem Jahr nichts mehr gehört hat aber darauf will ich gar nicht hinaus.
Denn HYDEF ist kein IRIS-T -Typvertreter. Die Federführung für HYDEF obliegt dem spanischen Untermehmen SMS, Diehl ist nur der technische Koordinator. „IRIS-T HYDEF“ ist insofern eine falsche Bezeichnung, die sich aber irgendwie durchgesetzt hat.
Ich halte es persönlich auch für unwahrscheinlich, dass die Marine aktuell Interesse an HYDEF innere Form hegt. Mit der AEGIS-F127 hat man sich dafür extrem schlechte Vorraussetzungen geschafft, bis heute wurde mWn noch kein einziger „Fremdkörper“ in dessen Systemkomplex integriert. Wird schon seinen Grund haben, dass man SM-6 bestellt hat und sich zu anderen Lfk bedeckt hält.
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(02.04.2026, 00:00)DopePopeUrban schrieb: Über die man auch seit gut einem Jahr nichts mehr gehört hat aber darauf will ich gar nicht hinaus.
Denn HYDEF ist kein IRIS-T -Typvertreter. Die Federführung für HYDEF obliegt dem spanischen Untermehmen SMS, Diehl ist nur der technische Koordinator. „IRIS-T HYDEF“ ist insofern eine falsche Bezeichnung, die sich aber irgendwie durchgesetzt hat.
Ich halte es persönlich auch für unwahrscheinlich, dass die Marine aktuell Interesse an HYDEF innere Form hegt. Mit der AEGIS-F127 hat man sich dafür extrem schlechte Vorraussetzungen geschafft, bis heute wurde mWn noch kein einziger „Fremdkörper“ in dessen Systemkomplex integriert. Wird schon seinen Grund haben, dass man SM-6 bestellt hat und sich zu anderen Lfk bedeckt hält.
Von der F-127 hat man seit die USA massiv zicken auch NICHTS mehr gehört.
Könnte mir vorstellen, dass gerade einiges kippt.
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(02.04.2026, 00:00)DopePopeUrban schrieb: Denn HYDEF ist kein IRIS-T -Typvertreter. Die Federführung für HYDEF obliegt dem spanischen Untermehmen SMS, Diehl ist nur der technische Koordinator. „IRIS-T HYDEF“ ist insofern eine falsche Bezeichnung, die sich aber irgendwie durchgesetzt hat.
[Bild: https://defence-network.com/wp-content/u...efence.jpg]
Warum sich der Name durchgesetzt hat, ist keine große Überraschung, der kommt von Diehl selber.
Diehl auch "nur" als technischen Koordinator zu bezeichnen ist meiner Meinung nach auch nicht komplett zutreffend. Von OCCAR selber:
Zitat:The Programme coordination within the HYDEF Consortium is led by the Spanish company SMS, based in Madrid, Spain, while the Technical Coordination, from the development of the overall system, is the responsibility of the German air defence systems company Diehl Defence, based in Lake Constance.
SMS ist der Projektkoordinator, und die Entwicklung des Gesamtsystems ist Aufgabe von Diehl.
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Milspec_1967 schrieb:Von der F-127 hat man seit die USA massiv zicken auch NICHTS mehr gehört.
Könnte mir vorstellen, dass gerade einiges kippt. Ich hoffe da auch drauf, aber das ist mehr persönliche Vorliebe als tatsächlich implizierbar.
Die Stille um das Projekt erkläre ich mir tatsächlich einfach damit, dass TKMS erstmal damit beschäftigt war dem BMVg die A-200 anzudrehen. Jetzt muss man ein wenig warten bis Gras über die Sache gewachsen ist und die verantwortlichen vergessen haben, wie hach so toll doch Stangenprodukte sind, sodass man wieder die große und teure Maßanfertigung zum maximalen Preis verkaufen kann.
Ist aber wie gesagt nur ne Mutmaßung meinerseits.
Zitat:Glaubst du is ernst eine im Raketen Bau völlig OHNE PRODUKTE da stehende unbekannte spanische Firma, due NUR A BISSERL RAKETEN FORSCHUNG KOORDIIERT HAT, hat den technischen Hut auf bei DydefD? Big Grin
SMS existiert tatsächlich genau aus diesem Grund.
https://www.shephardmedia.com/news/defen...e-systems/
Shephard schrieb:SMS was established in March 2021 to consolidate the Spanish defence industrial base and national technological expertise in missile systems and high-performance guided munitions.
SENER Aeroespacial has experience in European missile and rocket programmes such as Taurus, Meteor, IRIS-T/IRIS-T SL and RBS 70. Also kurz gesagt, ja, hat es. Nicht unbedingt auf der Designebene aber auf der Projektebene.
----------
Gecktron schrieb:[Bild]
Warum sich der Name durchgesetzt hat, ist keine große Überraschung, der kommt von Diehl selber.
Diehl auch "nur" als technischen Koordinator zu bezeichnen ist meiner Meinung nach auch nicht komplett zutreffend. Von OCCAR selber:
[...]
SMS ist der Projektkoordinator, und die Entwicklung des Gesamtsystems ist Aufgabe von Diehl. Naja "durchgesetzt" ist glaube ich das falsche Wort, bis auf den CPM-Artikel von 2023 wird das Projekt auch im deutschsprachigen Raum HYDEF genannt, selbst Hartpunkt tut dies.
Auch wäre es mMn falsch, Diehl die Gesamtentwicklung des Systems zuzuschreiben. Von den veranschlagten 99.9mio Euro erhält Diehl laut OCCAR mit rund 34.7mio Euro nur etwa 1/3 der vorgesehenen Mittel. Also kann man auch davon ausgehen, dass der Arbeitsanteil an diesem Projekt bei rund 1/3 liegen wird. Mit Sicherheit wird sich gewisse IRIS-T DNA darin finden, Diehl wird am meisten Einfluss in den Gestaltungsprozess des Lfks haben. Aber damit ist HYDEF weder ein Mitglied des IRIS-T Portfolios, noch ein Diehl Produkt, noch rein deutsch.
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Eine Projekt koordination führt man gerne ein, um den Eindruck einer Internationalität zu wahren
Genauso wie Holdings gern in der Schweiz oder Luxemburg sitzen, um Steuern zu sparen... Produziert oder entwickelt wird da gar nichts
HYDEF ist somit zu 100% deutsche ingenieur Leistung.
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Weil du es bist bin ich mal eben fix zum Diagrammgenerator meines Vertrauens gelaufen und hab ein schönes Tortendiagramm zu der Thematik erstellt.
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260402/7kuo82mr.jpg]
(Prozente links: von oben nach unten = Uhrzeigersinn auf dem Diagramm)
Quelle: https://www.occar.int/our-work/programmes/hydef
Also das ist hier weder eine günstige Mitfahrgelegenheit, noch sind das irgendwelche Holdings die dadurch Steuern sparen. Stattdessen werden 1/3 der Fördermittel von deutschen, 1/3 von spanischen und das restliche Drittel von norwegischen, schwedischen, polnischen und belgischen Partnern bezogen.
Von "100% deutscher Ingenieursleistung" kann man hier wohl kaum sprechen, oder?
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(02.04.2026, 15:28)DopePopeUrban schrieb: Von "100% deutscher Ingenieursleistung" kann man hier wohl kaum sprechen, oder? Kommt drauf an, ob die 12 anderen Teilnehmer auch Ingenieursleistungen erbringen oder nur Geld einstreichen.
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(02.04.2026, 16:38)Broensen schrieb: Kommt drauf an, ob die 12 anderen Teilnehmer auch Ingenieursleistungen erbringen oder nur Geld einstreichen. 
So wie ich das sehe, ist die einzig nennenswerte Rüstung hier außer Diehl noch Navantia und Nammo.
Rest sind Forschung institute, die national eine Scheibe wissen abbekommen wollen.. Weil da bislang (Polen, Spanien) nichts ist.
Navantia baut keine Raketen.... muss das Hydef aber auch in seine MK41 AEGIS Schiffe integrieren... Macht Sinn, das mit zu unterstützen, auch finanziell.
Nammo liefert Raketen Antriebe... Und Munition... Macht ebenfalls Sinn.
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(02.04.2026, 00:00)DopePopeUrban schrieb: Über die man auch seit gut einem Jahr nichts mehr gehört hat aber darauf will ich gar nicht hinaus.
Denn HYDEF ist kein IRIS-T -Typvertreter. Die Federführung für HYDEF obliegt dem spanischen Untermehmen SMS, Diehl ist nur der technische Koordinator. „IRIS-T HYDEF“ ist insofern eine falsche Bezeichnung, die sich aber irgendwie durchgesetzt hat.
Ich halte es persönlich auch für unwahrscheinlich, dass die Marine aktuell Interesse an HYDEF innere Form hegt. Mit der AEGIS-F127 hat man sich dafür extrem schlechte Vorraussetzungen geschafft, bis heute wurde mWn noch kein einziger „Fremdkörper“ in dessen Systemkomplex integriert. Wird schon seinen Grund haben, dass man SM-6 bestellt hat und sich zu anderen Lfk bedeckt hält.
Nur ist die SM 6 kein Ersatz für Hydeff. Die bisher bekannten Leistungsdaten von Hydeff übersteigen die der SM6 in Hinblick auf BMD und Hyperschallbedrohungen deutlich. Die SM6 ist eine Langstreckenflugabwehrrakete, die man für BMD und Boden-Boden Einsätze ertüchtigt hat. Das wird für die nächsten 30 Jahre nicht ausreichen. Dazu kommen die Probleme die wir mit zukünftig mit der nächsten Generation an tieffliegenden Seezielflugkörpern bekommen werden. Die SM2 wird hier mittelfristig nicht ausreichen und die SM6 hat aufgrund ihrer Auslegung auf hohe Reichweiten auch Probleme in diesem Bereich.
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