(Sonstiges) MBDA Deutschland GmbH
#16
(17.07.2026, 20:46)Gecktron schrieb: Was ich mich Frage, "France has the intention to co-produce with Germany". Aber was sagt Deutschland dazu? Ich hab immer nur gesehen, dass Frankreich das Will. Dass muss ja nicht zwingend bedeuten, dass das Interesse auch auf Gegenliebe stößt. Es war ja gerade das Regierungstreffen. Gibt es von da auch ein Kommentar von Merz dazu? (Also, ich gehe hier davon aus, dass "co-produce" auch bedeutet, dass man SAMP/T beschafft)

Hartpunkt: Koproduktion des Luftverteidigungssystems SAMP/T NG: Pistorius will Angebot von Macron eingehend prüfen
Zitat:Verteidigungsminister Boris Pistorius will den Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, mit Deutschland in eine Koproduktion des Luftverteidigungssystems SAMP/T NG einzusteigen, eingehend prüfen. Es handele sich technisch, aber auch hinsichtlich der militärischen Operationalität um eine „durchaus knifflige Frage“, sagte Pistorius heute vor Journalisten bei seinem Besuch beim Landsystemhaus KNDS Deutschland in Kassel.

Es handele sich um einen sehr erfreulichen Vorschlag des französischen Staatspräsidenten, sagte Pistorius in Kassel. Grundsätzlich sei Deutschland offen dafür. Er räumte jedoch ein, dass die Bundeswehr gegenwärtig das Patriot-System nutze. „Es ist nicht ohne Weiteres und vor allen Dingen nicht leicht vorstellbar, mit zwei verschiedenen Systemen innerhalb der Streitkräfte zu arbeiten.“ Aber man rede am Ende über Entwicklungen der nächsten Jahre und womöglich sogar zehn Jahre und mehr. „Und dann ist wiederum sehr viel vorstellbar“, betonte der Minister.

Jetzt gibt es eine Antwort von deutscher Seite.
Pistorius sagt, man will den Vorschlag prüfen. Und das es "eine kniffelige Frage" sei. Das klingt so, als ob der Vorschlag bei der Regierungskonsultation noch nicht wirklich abgesprochen wurde.

Pistorius sagt dass, was auch andere Beobachter gesagt haben, man hat aktuell Patriot, und zwei Systeme gleichzeitig ist eher schwieriger. Wenn überhaupt geht es eher um die mittlerer Zukunft.
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#17
Aster 30 B1NT ins IRIS-T SLM Verbund integrieren.

Alles Andere wäre ziemlich zweifelhaft.
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#18
(21.07.2026, 20:26)Pmichael schrieb: Aster 30 B1NT ins IRIS-T SLM Verbund integrieren.

Alles Andere wäre ziemlich zweifelhaft.

Ja das wäre eine Möglichkeit, vielleicht die wahrscheinlichste. Wenn es denn überhaupt soweit kommt.
Eine 2. Möglichkeit wäre in den Bau der Aster einzusteigen, einfach um die Jahresproduktion in Höhe zu treiben. Für den Export, zum Beispiel für die Ukraine.
Die 3 Möglichkeit wäre ein Umplanen bei der F127. Man könnte bei der Marine das Ökosystem wechseln und mit den anderen großen europäischen Marinen gleichziehen. Eine Zusammenarbeit von TKMS und Fincantieri bei deren DDX-Programm wäre theoretisch möglich. Aber das bleibt wahrscheinlich (m)ein Traum…
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#19
(21.07.2026, 20:26)Pmichael schrieb: Aster 30 B1NT ins IRIS-T SLM Verbund integrieren.

Alles Andere wäre ziemlich zweifelhaft.
Das wäre in etwa genaus so sinnvoll wie Patriot PAC-2 und PAC-3 in die jeweiligen SLM-Batterien zu integrieren. Also gar nicht.
„Jason77“ schrieb:Eine 2. Möglichkeit wäre in den Bau der Aster einzusteigen, einfach um die Jahresproduktion in Höhe zu treiben.
Genau darum geht es in dem hiesigen Sachverhalt bereits, die Koproduktion von SAMP/T NG durch Frankreich, Italien und Deutschland über Eurosam und MBDA.
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#20
(21.07.2026, 22:18)DopePopeUrban schrieb: Das wäre in etwa genaus so sinnvoll wie Patriot PAC-2 und PAC-3 in die jeweiligen SLM-Batterien zu integrieren. Also gar nicht.

War MEADS konzeptionell nicht sinnvoll?
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#21
Der französische Vorschlag ist wohl eine Reaktion auf die nicht freigegebene Lizenz for die PAC 3 MSE.
https://www.hartpunkt.de/luftverteidigun...in-europa/

Die Meldung sollte für uns eine Warnung sein. Auch wenn das Patriot System überlegen ist (das kann ich nicht beurteilen) ist eine unabhängige Munitionsproduktion wichtiger einzuordnen. Es müssen mögliche Engpässe in der Versorgung mit FLA Flugkörpern vermieden werden, auch im Interesse der USA. Wenn das Aster System geeignet ist, sollte man über eine Wechsel nachdenken und die Patriots langfristig damit ersetzen. Eine mögliche Bestellung bringt die USA evtl. doch dazu die Lizenz freizugeben. Bei FLA Systeme ist eine Vereinheitlichung der Systeme nicht unbedingt notwendig, ein breites Portfolio hat sogar gewisse Vorteile.
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#22
(22.07.2026, 16:40)Feyerabend schrieb: Auch wenn das Patriot System überlegen ist (das kann ich nicht beurteilen) ist eine unabhängige Munitionsproduktion wichtiger einzuordnen.
Gerade in Fla-Bereich ist auch nicht zu unterschätzen, dass diese Systeme durch Einsatz lernen und somit eine Erweiterung der Nutzerbasis auch langfristig eine Verbesserung des Systems mit sich bringt.
Zitat:Wenn das Aster System geeignet ist, sollte man über eine Wechsel nachdenken und die Patriots langfristig damit ersetzen. ... Bei FLA Systeme ist eine Vereinheitlichung der Systeme nicht unbedingt notwendig, ein breites Portfolio hat sogar gewisse Vorteile.
Zumal wir ohnehin einen erheblichen Aufwuchs anstreben. Da kann man also auch einfach neue Verbände direkt mit SAMP/T ausstatten, statt Patriot-Einheiten umzurüsten. Und wenn mal der Aufwuchs abgeschlossen ist, dann kann man auch sukzessive die restlichen Patriots ersetzen und abgeben oder sogar in die Reserve überführen.
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#23
Die Vereinheitlichung der Bestände wäre für mich ebenfalls ein Argument, von Patriot auf SAMP/T NG zu wechseln. Patriot ist kein einziges Universalsystem, sondern teilt verschiedene Fähigkeitsprofile auf verschiedene Lfk und deren individuelle Starter auf.
> PAC-2 für Theatre Air Defense gegen ABT (große laterale Reichweite, HEF-Gefechtskopf, Annäherungszünder)
> PAC-3 für hauptsächlich BMD (große Dienstgipfelhöhe, geringe laterale Reichweite, hohe Manövrierbarkeit, kinetischer Gefechtskopf, hit-to-kill-Fähigkeit)

Die Bundeswehr unterhält derzeit sowohl die PAC-2 GEM-T wie auch die PAC-3 CRI und MSE, letztendlich drei unterschiedliche Lfk für zwei verschiedene Aufgaben, deren Fähigkeiten sich nur selten überschneiden. Sie werden dabei mWn jeweils in der selben Batterie vorgehalten, zumindest in der Bundeswehr.

SAMP/T NG hingegen nutzt mit der ASTER 30 B1NT nur einen einzigen FK, der aber sowohl in der Domäne der PAC-2 wie auch in der der PAC-3 wirken kann. Er verfügt über eine große laterale Reichweite und einen HEF-Gefechtskopf mit Annäherungszünder um gegen ABT in niedrigen Höhen zu wirken, wie auch über eine hit-to-kill Fähigkeit bei respektabler Dienstgipfelhöhe und extrem hoher Agilität der upper stage. Damit würde man das Portfolio von drei FK in diesen Rollen mit jeweils eigener Zulieferungskette und Personalbeständen auf einen einzigen FK reduzieren können, Logistik und Ausbildungsbetrieb würden es einem danken.

Das spiegelt sich auch in den bekannten Personalanforderungen beider wieder. So wird für den Betrieb einer Patriot Batterie normalerweise von einer Personalstärke von rund 90-100x Köpfen gesprochen, wohingegen Eurosam die notwendige Personalstärke einer operativen SAMP/T Batterie (ähnlicher Größe) mit nur 20x Köpfen angibt.
https://www.congress.gov/crs-product/IF12297
https://eurosam.com/ground-systems/

Letzterer Wert liegt dabei nahe den mir bekannten Werten zum Betrieb einer IRIS-T SLM Batterie, dürfte entsprechenden realistisch sein.
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