Mich wundert, dass in diesem Thread nicjht wirklich was los ist, wo doch seit Monaten über eines der wichtigsten Produkte von MBDA Deutschland diskutiert wird...
Davon abgesehen geht es finanziell
bei der gesamten MBDA Gruppe gerade gut ab...
https://www.tagesschau.de/inland/innenpo...g-100.html
Laut Medienbericht Bundeswehr will alle "Taurus" modernisieren
Stand: 12.03.2024 17:42 Uhr
Die Bundeswehr will laut einem Zeitungsbericht alle ihre 600 "Taurus"-Marschflugkörper modernisieren. Bei der Hälfte des Bestandes sei die Zertifizierung abgelaufen, der Rest sei einsatzbereit, solle aber auch überarbeitet werden.
Einem Medienbericht zufolge sollen alle "Taurus"-Marschflugkörper aus Bundeswehr-Beständen modernisiert werden. Wie die Tageszeitung "Welt" berichtete, gelte aktuell nach einem Technik-Upgrade im Jahr 2018 nur die Hälfte der knapp 600 "Taurus"-Systeme der deutschen Streitkräfte als einsatzbereit. Bei der anderen Hälfte sei die Zertifizierung abgelaufen.
Die einsatzfähigen Marschflugkörper sollen dem Bericht zufolge nun erneut überarbeitet werden, die derzeit nicht zertifizierten generalüberholt werden. Der Auftrag müsste laut "Welt" durch das Beschaffungsamt der Bundeswehr ausgeschrieben werden. Der
Rüstungskonzern MBDA, der unter anderem den "Taurus" im bayerischen Schrobenhausen montiert, könnte sich darauf bewerben. Der Bundestag müsste die Finanzmittel für den Auftrag dann freigeben.
MBDA wird für den
Auftrag über Brimstone Lenkflugkörper für die Bundeswehr eine neue Produktionslinie in Deutschland einrichten.
Zitat:Die Bundeswehr und MBDA haben heute einen Vertrag zur Herstellung und Lieferung von Brimstone 3 Luft-Boden-Lenkflugkörpern für das Kampfflugzeug Eurofighter unterzeichnet. Um diesen Auftrag zeitnah erfüllen zu können, wird sogar eine Endmontagelinie und ein Servicezentrum für die Lenkflugkörper in Schrobenhausen errichtet.
Es geht um mehrere tausend Lenkflugkörper, da lohnt es sich natürlich zu investieren

Der europäische Lenkflugkörperspezialist MBDA hat im vergangenen Jahr bei Umsatz, Auftragseingang sowie Auftragsbestand die Rekordwerte von 2023 erneut übertroffen. Wie MBDA-CEO Eric Beranger heute bei der Jahrespressekonferenz in Paris sagte, hat die MBDA-Gruppe 2024 einen Umsatz von rund 4,9 Milliarden Euro erzielt. Den Auftragseingang bezifferte er auf 13,8 Milliarden Euro und den Auftragsbestand auf rund 37 Milliarden Euro. Bis zum Ende des Jahres will der Konzern rund 2.600 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen, um dann auf 19.000 Beschäftigte zu kommen.
https://www.hartpunkt.de/mbda-gruppe-wil...erdoppeln/
Ich denke da wird noch einiges kommen...auch für die MBDA Deutschland.
Gerade wurde publik, dass Audi über 7.000 Stellen streichen will. Schrobenhausen ist ja quasi um die Ecke von Ingolstadt...
Da hat man sich was vorgenommen .
Hartpunkt: RED-KITE-Raketenmotor hat Potenzial als Antrieb von Hyperschallwaffen
Zitat:Bei einem solchen Antrieb schien Deutschland bisher wenige Optionen zu haben, da große Trägerraketen, die für eine solche Aufgabe geeignet sind, bisher unter Führung anderer Staaten hergestellt wurden. Durch die Verfügbarkeit des Raketenantriebs mit der Bezeichnung „RED KITE“ der MBDA-Tochter Bayern-Chemie, der für Höhenforschungsraketen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wurde, könnte sich die Situation jedoch grundlegend geändert haben. [...]
Gut informierten Kreisen zufolge können mit einem RED-KITE-Raketenmotor, der rund eine Tonne Treibstoff enthält, Nutzlasen von etwa 200 Kilogramm auf rund 260 Kilometer Höhe transportiert werden. Dabei soll beim Schuss mit einem Winkel von 90 Grad zur Erdoberfläche eine Geschwindigkeit von Mach 8 erreicht worden sein. Beim Schuss im Winkel von 45 Grad sollen gar Mach 10 zu realisieren sein. Mach 10 scheint auch möglich, sollte ein Flugkörper mit RED-KITE-Motor von einem Flugzeug gelauncht werden.
Der Motor soll sich bislang bewährt haben, da das DLR dem Vernehmen nach bereits rund 10 Forschungsraketen mit dem Antrieb ins Weltall geschossen hat, und sich der Motor offenbar in Serienproduktion befindet. [...]
Wie Insider berichten, könnten bei Bedarf bis zu drei RED KITES miteinander verbunden werden, um höhere Umlaufbahnen im All zur erreichen. Damit könnten womöglich Höhen von 900 Kilometern und Geschwindigkeiten von Mach 20 erreicht werden.
Bayern-Chemie hat letzte Woche den Feststoffraketenmotor RED KITE vorgestellt. Die Entwicklung für den Motor startete 2019, und 2023 gab es den ersten Testflug. Seit dem soll RED KITE schon mehr als 10 Forschungsraketen ins All befördert haben. RED KITE sei der größte jemals in Deutschland gebaute Feststoff-Raketenmotor, und soll sich bereits in Serienproduktion befinden.
Bayern-Chemie zielt nun auch ziemlich deutlich auf eine militärische Anwendung dieses Motors ab. Wahrscheinlich blickt man bei MBDA auf ELSA. Hier wollen ja Deutschland und das Vereinigte Königreich zusammen ein System mit langer Reichweite entwickeln.
Hartpunkt: MBDA Deutschland leitet EU-Projekt für Hyperschallgleiter
Zitat:Die Staaten der EU haben bisher nur ein begrenztes Know-how bei der Entwicklung und der Abwehr von Hyperschallwaffen. Um hier Abhilfe zu schaffen, hatte der European Defence Fund (EDF) Anfang des Jahres 2024 ein Projekt zur Entwicklung eines Hyperschall-Gleiters ausgeschrieben. Wie es in der Projektbeschreibung mit dem Titel „Countering hypersonic glide vehicles“ heißt, soll ein repräsentatives Modell eines Hyperschallgleitfahrzeugs (HGV) entworfen werden, zusammen mit einem vereinfachten, grundlegenden HGV-Demonstrator, der im Flug getestet werden soll.
Eine tragende Rolle bei dem Projekt wird dem deutschen Lenkwaffenspezialisten MBDA Deutschland zukommen. Wie aus einer Mitteilung der EU-Kommission von Ende Oktober 2025 hervorgeht, soll das in Schrobenhausen ansässige Unternehmen das Konsortium rund um das Projekt mit den Akronym HYROGLIVE koordinieren. Die Gesamtkosten des Vorhabens werden auf rund 110 Millionen Euro beziffert, von denen die EU etwa 78 Millionen Euro übernimmt. [...]
Den Ausschreibungsunterlagen zufolge sollen die Ergebnisse des Projektes unter anderem zur Entwicklung wirksamerer Abwehrmaßnahmen gegen hyperschallbasierte Bedrohungen beitragen. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass die gewonnenen Erkenntnisse auch zur Entwicklung eines Hyperschallgleiters als Deep-Strike-Precision-Waffe genutzt werden können. Für die Bundeswehr hat neben der Luftverteidigung die Beschaffung von Waffen für den Deep Strike höchste Priorität.
MBDA Deutschland wird Koordinator des Projektes „Countering hypersonic glide vehicles“. Ziel des Projektes ist es ein Model und einen vereinfachten Demonstrator eines Hyperschallgleitfahrzeugs zu entwickeln und im Flug zu testen. Mit den gewonnen Daten sollen eigene Abwehrfähigkeiten weiterentwickelt werden.
Wenn man ein solches System entwickelt, stehen die Chancen gut, dass man darauf aufbauend auch ein funktionsfähiges Hyperschallgleitfahrzeug für den offensiven Einsatz entwickelt.