24.03.2026, 13:51
Jüdische Einwanderung zur Gündung des Staates Israel
aus Anlass der Diskussion hier zum aktuellen Nahostkrieg
Ein kurzer Abriss:
Als es 1921 zu ersten Aufständen kam, wurde die jüdische Einwanderung erstmals minimal eingeschränkt. Das hat keine "Abhilfe" gebracht Alleine die 4. Aliyah (1924–1928/29) brachte in Zusammenhang mit der polnischen Wirtschaftskrise (1926-1927) rund 82.000 überwiegend polnische Juden ins Land - vor allem nach dem bereits in der Diskussion genannten Tel Aviv - und im Jahr 1929 wurde die zionistische Jewish Agency for Israel gegründet mit dem Zweck, das jüdische Nationalheim auf der Grundlage der Mandatsverfassung zu errichten.
Die fünfte Alija erstreckte sich über den Zeitraum von 1930 bis 1939 und brachte weitere 250.000 Einwanderer. Sie kamen überwiegend aus Polen, Deutschland, Österreich, Rumänien, Griechenland, Jemen und Irak.
Dem folgte in den Jahren 1936–1939 ein bewaffneter arabischer Aufstand gegen die britische Mandatsherrschaft und die zionistische Landnahme.
Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges lebten schon 475.000 Juden in Palästina, ungefähr vierzig Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes (Quelle).
Insgesamt erreichten zwischen 1934 und 1948 weitere 115.000 illegale Einwanderer das Land, während 51.000 von den britischen Behörden in Britisch-Zypern festgehalten wurden und erst nach der Unabhängigkeit des Staates Israel einreisen konnten.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Anglo-American Committee of Inquiry gegründet, das vorschlug, zumindest 100.000 Juden die Einreise zu ermöglichen, das Mandat zehn weitere Jahre fortzusetzen und Verhandlungen zwischen Arabern und Juden zu beginnen. Dafür forderten die Briten die Entwaffnung der jüdischen Milizen, unter ihnen der Hagana - was von den Milizen abgelehnt wurde. Die Folge dieser Politik war ein bewaffneter Aufstand der drei größten Gruppen Hagana, Irgun und Lechi gegen militärische Ziele der Briten. Die Hagana versuchte mit allen Mitteln die illegale Einwanderung zu verstärken, attackierte britische Radaranlagen, die den Schiffsverkehr überwachten, und befreite Flüchtlinge aus den Internierungslagern.
Ab Mai 1946 förderte Ben-Gurion nach dem Pogrom im polnischen Kielce die Einreise von osteuropäischen Juden nach Deutschland, Österreich und Italien, damit diese in US-amerikanischen DP-Lagern unterkämen und die USA damit zum Handeln zwängen (Bricha-Bewegung). Auf das Lager "Föhrenwald" südlich von München hatte ich ja bereits hingewiesen.
Im Lande wurden jüdische Siedlungen an strategisch wichtigen Orten eingerichtet. Beispielsweise wurden an Jom Kippur 1946 an elf Punkten im nördlichen Negev Siedlungen gegründet. Gleichzeitig begannen die jüdische Vorbereitungen für den Krieg. Die jüdische Bevölkerung in Palästina stieg bis 1948 auf 650.000 Juden an Quelle wie vor).
Ich weiß nicht warum Du diese längst allgemein anerkannten und belegten historischen Fakten verleugnest. Im Gegensatz zu jüdischen Zuwanderern aus arabischen Ländern, die im arabischen Kulturkreis integriert waren, handelte es sich dabei zudem um Migranten einer völlig anderen kulturellen Sphäre.
Deine so in den Vordergrund gespielten jüdischen Migranten aus den arabischen Ländern kamen im Wesentlichen erst nach der Gründung des Staates Israel.
1948–1951:
Insgesamt ca. 687.000 Einwanderer, vor allem aus Ägypten, Irak, Polen und Rumänien, sowie 123.371 aus dem Jemen (Operation Fliegender Teppich) , 34.547 aus der Türkei und 21.910 aus dem Iran.
aus Anlass der Diskussion hier zum aktuellen Nahostkrieg
Ein kurzer Abriss:
Als es 1921 zu ersten Aufständen kam, wurde die jüdische Einwanderung erstmals minimal eingeschränkt. Das hat keine "Abhilfe" gebracht Alleine die 4. Aliyah (1924–1928/29) brachte in Zusammenhang mit der polnischen Wirtschaftskrise (1926-1927) rund 82.000 überwiegend polnische Juden ins Land - vor allem nach dem bereits in der Diskussion genannten Tel Aviv - und im Jahr 1929 wurde die zionistische Jewish Agency for Israel gegründet mit dem Zweck, das jüdische Nationalheim auf der Grundlage der Mandatsverfassung zu errichten.
Die fünfte Alija erstreckte sich über den Zeitraum von 1930 bis 1939 und brachte weitere 250.000 Einwanderer. Sie kamen überwiegend aus Polen, Deutschland, Österreich, Rumänien, Griechenland, Jemen und Irak.
Dem folgte in den Jahren 1936–1939 ein bewaffneter arabischer Aufstand gegen die britische Mandatsherrschaft und die zionistische Landnahme.
Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges lebten schon 475.000 Juden in Palästina, ungefähr vierzig Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes (Quelle).
Insgesamt erreichten zwischen 1934 und 1948 weitere 115.000 illegale Einwanderer das Land, während 51.000 von den britischen Behörden in Britisch-Zypern festgehalten wurden und erst nach der Unabhängigkeit des Staates Israel einreisen konnten.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Anglo-American Committee of Inquiry gegründet, das vorschlug, zumindest 100.000 Juden die Einreise zu ermöglichen, das Mandat zehn weitere Jahre fortzusetzen und Verhandlungen zwischen Arabern und Juden zu beginnen. Dafür forderten die Briten die Entwaffnung der jüdischen Milizen, unter ihnen der Hagana - was von den Milizen abgelehnt wurde. Die Folge dieser Politik war ein bewaffneter Aufstand der drei größten Gruppen Hagana, Irgun und Lechi gegen militärische Ziele der Briten. Die Hagana versuchte mit allen Mitteln die illegale Einwanderung zu verstärken, attackierte britische Radaranlagen, die den Schiffsverkehr überwachten, und befreite Flüchtlinge aus den Internierungslagern.
Ab Mai 1946 förderte Ben-Gurion nach dem Pogrom im polnischen Kielce die Einreise von osteuropäischen Juden nach Deutschland, Österreich und Italien, damit diese in US-amerikanischen DP-Lagern unterkämen und die USA damit zum Handeln zwängen (Bricha-Bewegung). Auf das Lager "Föhrenwald" südlich von München hatte ich ja bereits hingewiesen.
Zitat:Es wird geschätzt, dass zwischen 1944 und 1948 etwa 250.000 Personen Osteuropa verließen, von denen mindestens 80 % mit der organisierten Hilfe von Bricha ihre Flucht fortsetzen konnten.(Zitat)
Von 1945 bis 1948 erwies sich die jüdische Flüchtlingsbewegung aus Europa als wesentlicher Faktor im Kampf um die Errichtung des Staates Israel.
Im Lande wurden jüdische Siedlungen an strategisch wichtigen Orten eingerichtet. Beispielsweise wurden an Jom Kippur 1946 an elf Punkten im nördlichen Negev Siedlungen gegründet. Gleichzeitig begannen die jüdische Vorbereitungen für den Krieg. Die jüdische Bevölkerung in Palästina stieg bis 1948 auf 650.000 Juden an Quelle wie vor).
Ich weiß nicht warum Du diese längst allgemein anerkannten und belegten historischen Fakten verleugnest. Im Gegensatz zu jüdischen Zuwanderern aus arabischen Ländern, die im arabischen Kulturkreis integriert waren, handelte es sich dabei zudem um Migranten einer völlig anderen kulturellen Sphäre.
Deine so in den Vordergrund gespielten jüdischen Migranten aus den arabischen Ländern kamen im Wesentlichen erst nach der Gründung des Staates Israel.
1948–1951:
Insgesamt ca. 687.000 Einwanderer, vor allem aus Ägypten, Irak, Polen und Rumänien, sowie 123.371 aus dem Jemen (Operation Fliegender Teppich) , 34.547 aus der Türkei und 21.910 aus dem Iran.
