06.03.2026, 00:25
Das Plattformsystem einer neuen A200 kann gar nicht so alt wie die F123 sein, denn aufgrund von Obsoleszenzen muss es mehr oder weniger aktuell sein.


(06.03.2026, 00:59)Milspec_1967 schrieb: [ -> ]Die aktuelle Schiffbau Basis der A200, basierend auf dem Rumpf Design "Ägypten"... ist von ca. 2015... so wie FDI.Ich glaube wir müssen hier nochmal grundlegend klären, um was es überhaupt geht.
Die F-123 Basis ist von 1990.
Also 25(!) Jahre dazwischen, die TKMS selbstverständlich im technischen Stillstand verbracht hat
Bite hier keinen Unsinn verbreiten
(06.03.2026, 00:12)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Dem kann ich absolut nicht zustimmen. Nicht nur ist die A200 schiffbaulich ungefähr genauso alt wie die F123, sie ist auch noch signifikant kleiner und leichter. Die muss genauso „entkernt“ werden um ein F123B Kit zu unterstützen, obgleich das weder auf der F123 noch der A200 so geschieht, wie man sich das vorstellt. Ob du die Infrastruktur eines existierenden Schiffs herausnimmst und durch neue ersetzt oder ob du diese neue Infrastruktur direkt als Erstanlage neu konstruierst und baust, nimmt sich wenig in Bezug auf bautechnische Unsicherheiten.
(06.03.2026, 00:12)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Eine A200DEU die mit einer F123-ähnlichen Saab Suite ausgestattet ist, wäre kein Entwurf von der Stange sondern ein Prototyp. Genauso wie die bisherigen drei Klassen vor ihr.
(06.03.2026, 01:25)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Ich glaube wir müssen hier nochmal grundlegend klären, um was es überhaupt geht.
roomsim schrieb:Selbst eine FDI mit NSM und CAMM ist nach der Definition ein Prototyp. Jedes Schiff, das mit anderen Systemen und Kombinationen gebaut wird ist nach der Definition ein Lupenreiner Prototyp.Richtig, weshalb ich auch der Meinung bin, dass die Argumentation a la "MEKO A200 von der Stange" von Anfang an nicht zutraf. Genau das ist ja die Krux.
Helios schrieb:Kannst du bitte konkrete Beispiele dafür geben, was auf der aktuellen Plattform A-200 hoffnungslos veraltet sein soll? Und was genau muss ersetzt werden, um eine Ausstattung wie beispielsweise der F-123B entsprechend einzurüsten?Das werde ich im Detail nur schwerlich können, weil es mEn keine öffentlich verfügbaren Quellen gibt, die ausreichend ins Detail gehen um das beurteilen zu können. Man kann hier lediglich über Grundsatzaspekte diskutieren, von denen einige wenige belegbar, die meisten herleitbar, nicht weniger vermutbar sind.
(06.03.2026, 14:00)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Das werde ich im Detail nur schwerlich können, weil es mEn keine öffentlich verfügbaren Quellen gibt, die ausreichend ins Detail gehen um das beurteilen zu können. Man kann hier lediglich über Grundsatzaspekte diskutieren, von denen einige wenige belegbar, die meisten herleitbar, nicht weniger vermutbar sind.
Bspw ist meine Ansicht, dass die A200 ein altes Design ist, belegbar. Das Design wurde 1997 vorgestellt.
Meine Ansicht, dass sich an Rohbau, Schiffskonzept und den Grundsätzen der Systemarchitektur seitdem kaum etwas geändert haben dürfte, ist nicht belegbar, aber logisch herleitbar. Zum einen auf empirische Weise, da sich am Rohbau sichtbar nichts geändert hat…
(06.03.2026, 14:26)Leuco schrieb: [ -> ]Auch wenn viele der Herleitungen logisch klingen, basieren sie doch größtenteils auf blanken Vermutungen. Wenn ich keine Details zu einer Mercedes G Klasse kennen würde, könnte ich die Argumentationskette dort ähnlich aufbauen und darlegen wie völlig veraltet das Design ist. Andersherum finden sich viel Argumente um bei der A200 in die gegenteilige Richtung zu argumentieren.
Teilweise betreiben wir hier Wortklauberei. Was ist eine Weiterentwicklung, was ist einen Neuntwicklung, wann kann man bei einem modularen Schiff noch von der Stange sagen, wenn man die Optionen wechselt usw.
Letztlich dienen die Argumentationen die vorgefasste Meinung zu bestätigen. Diese Meinung beruht aber auf unvollständigen Vergleichsmöglichkeiten und ist deshalb schon von Beginn an stark fehlerbehaftet. Wenn man dann auf falschen Annahmen immer weitere Argumente aufbaut, welche teils ggf. logisch sind, kommt man trotzdem zu völlig falschen Einschätzungen.
Ich denke es ist wichtig dass wir uns stärker auf die Fakten konzentrieren und den Punkten welche wir nicht wissen offener gegenüber stehen. Damit würden wir vermutlich stärker in den Grau Bereich und nicht nur Schwarz Weiß argumentieren.
(06.03.2026, 14:36)Milspec_1967 schrieb: [ -> ]Dann MÜSSEN wir hier alle erstmal stllhalten.
Dann (öffentliche) FAKTEN zur Ausstattung von A200DEU gibt es ... Keine !
(06.03.2026, 14:00)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Richtig, weshalb ich auch der Meinung bin, dass die Argumentation a la "MEKO A200 von der Stange" von Anfang an nicht zutraf. Genau das ist ja die Krux.
Deshalb habe ich ja auch dafür argumentiert eine bspw FDI im ist-Zustand zu übernehmen und größere Änderungen den Einheiten (sofern diese nicht während regulärer Wartungszyklen durchgeführt können, was für die A200 genauso gilt) später umzusetzen wenn potentere Einheiten zugelaufen sind.
(06.03.2026, 14:00)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Das gilt für eine FDI und das gilt für eine A200. Das ist aber nicht das, was man in Bezug auf die A200 kommuniziert oder hier fordert. Wenn die Aussagen bezüglich einer Saab-Ausstattung stimmen, ist ein Großteil dieses Ausrüstungs-kits noch nie auf der A200 verwendet worden. Es macht sowohl zeitlich wie auch risikotechnisch einen großen Unterschied, ob bloß einzelne Komponenten ersetzt werden oder man von Sensoren über Effektoren bis hin zu Software das meiste von dem austauscht, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Und das auf einer vergleichsweise kleinen Basis, die keinen großen Spielraum für Gewichts- oder Volumenzunahmen lässt, vergleichsweise alt ist und das für einen Kunden, der auch nicht sonderlich bekannt dafür ist, Fähigkeitsabschläge einfach so hinzunehmen.
(06.03.2026, 14:00)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Wir reden hier immer noch von einem Schiff, dass, sofern diese 1mrd Euro Beschaffungskosten pro Schiff stimmen sollte, fast 400mio Euro mehr kostet, als sein ägyptischer Vorgänger. Die MEKO A200DEU wäre damit rund 60% teurer als die A200EN. Diese Mehrkosten entstehen nicht alleine durch SeaGiraffe und Mk41.
Ich gehe deshalb davon aus, dass die wenigen verbliebenden Effekte des Stangenkaufs hier nur wenig ins Gewicht fallen werden. Im großen und ganzen wird sich die Endausstattung dieser Einheiten nicht groß anders gestalten, als wenn man eine Maßanfertigung endausstattet. Nur weil da eine "MEKO" vor dem Namen steht, wird daraus nicht plötzlich ein Zauberschiff, dass auf magische Weise mit jeglichen Komponenten dieser Welt umgehen kann.
Wenn man schon zu solchen Längen geht, soll man wenigstens nicht so tun, als würde es sich hier um einen Stangenkauf handeln der bis 2029 auf dem Hof steht.
Worauf man sich anschließend darüber streiten kann, warum man einen solchen Prototypen beschafft wenn man andere haben könnte, aber das ist eine andere Diskussion.
(06.03.2026, 14:00)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Aber mal ein genereller Denkanstoß :
Wenn diese Ausstattung so reibungslos auf der A200 umgesetzt werden kann, wie es vermutet wird, warum hat TKMS dann laut eigener Aussage monatelang an einer MEKO A210 für Australien gearbeitet? Zwei zusätzliche VLS Module und eine überarbeitete Bordwand alleine reichen nicht, um bei einem rund 10m längeren und rund 1.000t bzw 30% schweren Schiff zu landen. Schelm wer böses denkt.
(06.03.2026, 14:26)Leuco schrieb: [ -> ]Auch wenn viele der Herleitungen logisch klingen, basieren sie doch größtenteils auf blanken Vermutungen. Wenn ich keine Details zu einer Mercedes G Klasse kennen würde, könnte ich die Argumentationskette dort ähnlich aufbauen und darlegen wie völlig veraltet das Design ist. Andersherum finden sich viel Argumente um bei der A200 in die gegenteilige Richtung zu argumentieren.Danke, bin ich voll bei dir.
Teilweise betreiben wir hier Wortklauberei. Was ist eine Weiterentwicklung, was ist einen Neuntwicklung, wann kann man bei einem modularen Schiff noch von der Stange sagen, wenn man die Optionen wechselt usw.
Letztlich dienen die Argumentationen die vorgefasste Meinung zu bestätigen. Diese Meinung beruht aber auf unvollständigen Vergleichsmöglichkeiten und ist deshalb schon von Beginn an stark fehlerbehaftet. Wenn man dann auf falschen Annahmen immer weitere Argumente aufbaut, welche teils ggf. logisch sind, kommt man trotzdem zu völlig falschen Einschätzungen.
Ich denke es ist wichtig dass wir uns stärker auf die Fakten konzentrieren und den Punkten welche wir nicht wissen offener gegenüber stehen. Damit würden wir vermutlich stärker in den Grau Bereich und nicht nur Schwarz Weiß argumentieren.
(06.03.2026, 14:00)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Aber mal ein genereller Denkanstoß :
Wenn diese Ausstattung so reibungslos auf der A200 umgesetzt werden kann, wie es vermutet wird, warum hat TKMS dann laut eigener Aussage monatelang an einer MEKO A210 für Australien gearbeitet? Zwei zusätzliche VLS Module und eine überarbeitete Bordwand alleine reichen nicht, um bei einem rund 10m längeren und rund 1.000t bzw 30% schweren Schiff zu landen. Schelm wer böses denkt.
(06.03.2026, 14:00)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Nebenbei gesagt gibt Wagener in der Podcastfolge an, selber nicht zu wissen, was für Alternativprodukte überhaupt bis 2029 zur Verfügung stehen. Minute 11:20. Was anscheinend auch auf seine Kollegen zutrifft, wenn man sich die Aussagen derer durchließt. Das muss man nicht retroperspektiv auf der Basis von "die wissen schon, was sie tun" verteidigen. Denn wenn man dieser Aussage glauben schenken darf, tun sie es nicht.
(06.03.2026, 14:00)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Bspw ist meine Ansicht, dass die A200 ein altes Design ist, belegbar. Das Design wurde 1997 vorgestellt.
Zitat:Meine Ansicht, dass sich an Rohbau, Schiffskonzept und den Grundsätzen der Systemarchitektur seitdem kaum etwas geändert haben dürfte, ist nicht belegbar, aber logisch herleitbar.
Zitat:Meine Ansicht, dass es deshalb in der Integration von einer großen Anzahl moderner Systemen zu Problemen kommen könnte, ist hingegen bloß eine Vermutung, nicht zuletzt weil die Basis dieser Vermutung auf einer hergeleiteten (und damit argumentativ kaum belastbaren) "Tatsache" fußt. Sie ist logisch konsistent, unter Annahme der oberen Aussage implizierbar, aber mehr eben auch nicht.
), aber objektiv betrachtet sind es nur Vermutungen, für die du nicht einmal ansatzweise konkrete Hinweise geben kannst und deren Herleitung durchaus auch anders betrachtet werden kann, was dann auch die Antwort auf meine Fragen ist. Deiner Meinung darfst du natürlich gern sein, aber da hier doch so einige Verwirrung darüber besteht wäre es meiner Ansicht nach für die Diskussion angebrachter, wenn du diese etwas klarer von den tatsächlichen Fakten trennen könntest.(06.03.2026, 18:13)DeltaR95 schrieb: [ -> ]Die A-200 erhält maximal eine rotierende Sea Giraffe 4A.
![[Bild: meko_config_image_w450.jpg]](https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEidedACVWHPXIPl8GwNIs4emYzyoau3EcFUHfbAkVNLfhFr1INQVRQjS8E7vifPcFQUN_67snx242w1ELLpItvDDA8Ngu7XlbLaFCJbd8r29XNB147lDrp9jnkGNIRB6XDaaGch-UGini4/s1355/meko_config_image_w450.jpg)
(06.03.2026, 20:33)DarthHelmchen schrieb: [ -> ]Warum ist das Sea Giraffe 4A Fixed Face ausgeschlossen? Nach dieser Grafik (gefunden auf navalanalyses.com) existiert zumindest ein Entwurf für einen Mast mit vier festen Antennen.

(06.03.2026, 20:41)DeltaR95 schrieb: [ -> ]Eine SG 4A Fixed Face ist nicht ausgeschlossen...