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Normale Version: Zukunft des Irak
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Ich befürchte der Irak wird auseinender Brechen.
Eine der drei Parteien wird einen neuen Staat ausrufen worauf hin die Anderen nach ziehn werden.
Der Iran wird die Kontralle aber nicht die Macht über den Schiitischen Teil übernehmen um damit mehr einfluss auf Saudi-Arabien zubekommen und sich das Öl sichern.
Saudi-Arabien wird den Suniten Staat unterstützen welcher wiederum versuchen wird den Schiiten-Staat im Süden zu bekämpfen.
Somit entsteht ein Stellvertreter Krieg zwischen dem Iran - Saudi Arabien und USA auf der anderen Seite.
Im Norden werden die Türken einmarschieren der Iran und Syrien werdn möglicherweise versuchen ihren Einfluss auf Kurdistan zu nehmen um somit eine direkte Verbindung herzustellen aus diesem Grund denke ich das der Türkische Einmarsch eher von den USA unterstütz als behindert wird.
Alles in allem wird das Irakische Volk (so denn dieses überhaupt noch existiert bzw. existiert hat) von anderen Mächten für deren Interessen ans Messer geliefert.
Zitat:Sollte der Verfall des Irak weiter fortschreiten, ist es als sicher anzusehen, das der kurdisch besiedelte Teil des Irak sich für unabhängig erklärt. Er ist die innenpolitisch stabilste Region des Irak.

Sicherlich mag der der kurdisch besiedelte Teil des Irak (momentan) noch der stabilste sein, aber die Betonung liegt auf momentan. Wie du meinen vorherigen Postings entnehmen kannst und von mir geposteten Artikeln im Thread "Kurdistan", so wirst du Anzeichen finden das die politische Stabilität auch dort auf zunehmend auf wackligen Beinen steht. Die kurdischen Eliten bereichern sich am eigenen Volk und Unterdrücken Andersdenkende in ihren eigenen Reihen. Die enttäuschten kurdischen Bürger die das Vertrauen in ihre Eliten verlieren, werden früh oder später den kurdischen Islamisten in die Hände laufen.

Gewinnen die kurdischen Islamisten an Einfluss unter der dem Volk wird es dem Nordirak genauso ergehen wie den restlichen Teilen des Iraks.


Ich würde dir mal empfehlen den Artikel von Wadi.net zu lesen, da wirst du sehen das man den Nordirak selbst in der jetzigen Situation auch nicht unbedingt als "politisch Stabil" bezeichnen kann. Auch wenn der Artikel von einer pro-kurdischen Seite stammt, so wird in dem Artikel dennoch kritisch auf die kurdische Führung eingegangen.

Im Klartext ist die Zukunft des Nordirak alles andere als rosig !

Zitat:Hamas-Effekt im Nordirak
Seit 15 Jahren regieren kurdische Parteien den Nordirak:
zivilgesellschaftliche Initiativen blühen - und dennoch: der Österreicher Karim Qadir wurde wegen "Entehrung der kurdischen Führung" verurteilt.

VON MARY KREUTZER


„Kurdische Tyrannen, verschwindet!“ – so titelte jüngst die renomierte und unabhängige kurdische Wochenzeitschrift Hawlati. Der Journalist Hawez Hawezi forderte in seinem Artikel die beiden großen kurdischen Parteien PUK (Patriotische Union Kurdistans) und KDP (Kurdische Demokratische Partei) auf, sich aus der Regierung zurückzuziehen oder aber das Land zu verlassen. Die korrupten Machenschaften der kurdischen Funktionäre seien ein Schlag ins Gesicht der verarmten Bevölkerung, ihre politische Unfähigkeit nicht mehr tragbar. Kurz nach Veröffentlichung jener Zeilen wurde Hawez Hawezi prompt drei Tage inhaftiert, ein Prozess wegen „Diffamierung“ erwartet ihn. Ann Cooper, Direktorin der New Yorker Journalistenvereinigung CPJ forderte indes die kurdischen Gerichte dazu auf, den Fall sofort ad acta zu legen. „Statt einen Journalisten zu verfolgen, der seinen Job macht, sollte lieber nach jenen Polizeikräften gefahndet werden, die Hawez Hawezi während seiner Verhaftung misshandelten.“ Die Kurdischen Behörden zeigten mit ihrem Vorgehen, dass ihr guter Ruf bezüglich Toleranz und freier Medien unverdient sei, so Cooper.

Quelle: http://www.wadinet.de/analyse/iraq/hamas-effekt.htm
Also ich meine das es kein Ausweg aus denn Irak gibt ich habe lange darüber nachgedacht und mir fehlt nichts ein denn anscheinend kein man Islamisches Land unter Kontrolle halten ohne die Einwohner aus zu löschen nach denn Moto Man schaffe eine Wüsste und die nene man Frieden.

Natürlich geht so was nicht wenigstens nicht als Zivilisierte Nation auch wenn es manchmal echt eine gute Idee wäre.


Was aber geht ist eine Diktatur aufbauen denn die werden anscheinend
in Islamischen Kulturkreis weit besser akzeptiert der beste Beweiß
dafür ist Saddam unter Saddam gab es keine Anschläge und keinen Bürgerkrieg. Leider hat man sich mit denn Versuch den Nachen Osten
zu demokratisieren die einzige Funktionierende Methode das Öl
unter Kontrolle zu bringen verbaut. Klüger wäre es gewesen
mit Saddam frieden zu schlissen was aber glaube ich auch nicht
ging.
Es gibt eine Möglichkeit den Irak unter Kontrolle zu bringen. Stationiere eine Million Soldaten und plane etwa 50 bis 100 Jahre Stehzeit ein.
Jeep die und noch eine andere und zwar werfe einige Neutronenbomben auf alle irakische Städte und besiedeln sie mit eigenen Leuten die das Öl fördern.

War natürlich nicht ernst gemeint aber ich garantiere dafür das das auf jeden funktionieren würde.


Etwas Interessant was ich gerade gelesen habe es geht um das Irakische Öl anscheinend hat sich das ganze Gedrisse wohl doch gelohnt. Big Grin


http://www.tagblatt.ch/index.php?artike ... tcode=&ms=
Nur denke ich das es bald so oder so kein Irak mehr geben wird daher wird das wohl denn USA auch nicht viel bringen. :evil:
Viel mehr stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch DEN Nahen Osten geben wird, wie wir ihn kennen. Die "Geburtswehen" für einen neuen Nahen Osten sind definitiv vorhanden, ist bloß die Frage, wie das Kind ausschauen wird. Und da wird der Irak nur ein Teil von sein.
Also ich hoffe mal das das Kind am besten eine Tod Geburt ist sofern es nach einen Iranischen Vater aussieht .Ich glaube persönlich nicht das der nahe Osten mal zu einen Global Player wird. Besser gesagt ich hoffe es. Denn es giebt genügend Fanatker auf der Erde da braucht man nicht noch Islamisten die Global Player spielen.
revan schrieb:Ich glaube persönlich nicht das der nahe Osten mal zu einen Global Player wird. Besser gesagt ich hoffe es. Denn es giebt genügend Fanatker auf der Erde da braucht man nicht noch Islamisten die Global Player spielen.

Bitte nicht falsch verstehen - ich gehe nicht davon aus, daß es ein geeintes Arabien oder gar einen geeinten Nahen Osten in Zukunft geben wird. Dafür existiert einfach keine Basis. Allerdings ist derzeit einfach zu viel im Gange, als das die bestehenden Strukturen auf Dauer Bestand haben können. Und der Irak ist dabei nur ein Aspekt.
Venturus schrieb:....
Bitte nicht falsch verstehen - ich gehe nicht davon aus, daß es ein geeintes Arabien oder gar einen geeinten Nahen Osten in Zukunft geben wird. Dafür existiert einfach keine Basis. ....
wenn Du "nahe Zukunft" schreibst, gebe ich Dir recht.
Ansonsten würde ich durchaus behaupten, dass sich die arabischen Staaten immer mehr zusammen finden - zunächst zwar nicht auf der Grundlage der Arabischen Liga (die wird eher einen Mantel bilden) sondern unter diesem Mantel erst mal auf eher regionaler Basis (z.B. Golfkooperationsrat),
aber ich bin überzeugt, dass wir die Entwicklung, d.h. ein Zusammenwachsen der arabischen Länder, analog der Entwicklung der EU in den letzten 50 Jahren noch erleben werden.

Wie war das denn in Europa am Anfang - die "deutsch-französische Erbfeindschaft" kaum überwunden (die Montanunion diente nicht zuletzt auch dem Interesse, die Rüstungsindustrie - Stahl ! - zu "entnationalisieren") und EWG und EFTA in einem Wettbewerb von unterschiedlichen Geschwistern ...

Also eine solche Entwicklung wie in der EU ist in den nächsten Jahrzehnten auch den arabischen Ländern zuzutrauen (die Arabersind halt noch nicht so weit, stehen erst am Anfang der Entwicklung), zumal sich "die Straße" als gemeinsame arabische Nation fühlt, mehr Gemeinsamkeiten hat als die Bürger der EU-Staaten, das fängt schon mit der gemeinsamen Sprache und Religion (überwiegend Sunniten) an.

Wenn ich aber eine solche "arabische Nationalisierung" sehe, dann ergibt sich - für den Irak zwangsläufig - auch, dass Kurden (= keine Araber) und Schiiten (= keine Sunniten) eine mehr oder weniger hohe Autonomie (Eigenständigkeit) haben werden (nach dem Muster Indiens) um die eigene Identität in diesem "arabischen Bündnis" zu wahren.
Für den Irak bedeutet das letztendlich eine Regionalisierung in zumindest drei Teil (kurdischer Norden, sunnitische Mitte, schiitischer Süden) - vielleicht noch mit einem "neutralen Hauptstadtbereich" um Bagdad.
Und diese Regionen würden zugleich einen Puffer zum Iran bilden.
Wieso geht hier jeder davon aus das die Schiiten sich vom Iran beherrschen lassen wollen? Ich erinnere mich da an mehrere Absprachen von Sadre mit sunitischen Stammesführern und auch daran das keiner der Parteien ein Auseinanderfallen wollte.
Warum sollten sie sich nicht "berappeln"?
Ich sag’s so leider sicht alles danach aus das der Irak zerfällt zwar kann die USA dass noch stoppen aber auf Dauer wird die USA dort nicht bleiben können daher wird der Irak wohl zerfallen.Wenn ich nur an das arme Öl denke. Ich habe aber die Hoffnung das die US aleine wegen denn Öl denn zerfall zu verhindern suchen werden.
ich gehe nciht davon aus, dass sich die Schiiten vom Iran beherrschen lassen wollen - aber ich gehe auch davon aus, dass die Schiiten nicht wieder von Sunniten beherrscht werden wollen (wie übrigends auch die Sunniten im Irak nicht von den Schiiten).

Deswegen sehe ich bei zunehmender überstaatlicher Zusammenarbeit der Araber den schiitischen Teil des Irak mit einem hohen regionalen Autonomiestatus.

Nehmt doch einfach mal wieder Europa als Beispiel:

erst die Gründung von Nationalstaaten mit der Sicherstellung nationaler oder auch regionaler Eigenheiten (im 18. und 19. Jhdt.) war die Voraussetzung dafür, dass sich diese Nationalstaaten freiwilllig zu EU zusammen geschlossen haben. Die regionalen Eigenheiten umfassen nciht nur sprachliche sondern auch religiöse Gruppierungen. In Deutschland ist erst mit der zunehmenden Säkularisierung der Gesellschaft der Gegensatz zwischen dem protestantischen Norden und dem katholischen Süden immer mehr irrelevant geworden.
In Teilen von Europa (ex Jugoslawien) erleben wir das heute: dazu Auseinanderbrechen von Jugoslawien und die Bildung von (religiös strutkurierten) Nationalstaaten war erst die Voraussetzung dafür, dass diese jugoslawischen Nationalstaaten - und das ist das entscheidende - freiwillig einen Teil der so gewonnenen nationalen Souveränität (Wirtschafts- und Währungspolitik, gemeinsame Aussenpolitik und Verteidigung) aufgeben und mit dem EU-Beitritt auf europäische Ebene übertragen.
Was auf jeden Fall national bleibt ist die kulturelle Autonomie.

In ähnlicher Richtung (Baskenland, Bretagne, Nordirland ...) sehen wir innerhalb der EU diese Entwicklung auch anderswo: die Regionen ertrotzen sich kulturelle Autonomie und eine mehr oder wenige große Unabhängigkeit von der Zentralregierung - allerdings ohne die Mitgliedschaft in der EU in Frage zu stellen.

Der schiitische und der kurdische Teil des Irak haben also eine Zukunft, wenn diese beiden Teile entweder staatlich unabhängig werden (um dann als Pufferstaaten zu den Nachbarn zu wirken) oder zumindest mit entsprechender kultureller Autonomie und Selbstverwaltung ausgestattet sind, so dass übergeordnete Aufgaben (wie in der EU, Wirtschafts- und Währungspolitik, gemeinsame Aussenpolitik und Verteidigung) von einem Staatenbund übernommen werden können.

aber viel vordringlicher ist ein anderes Problem:
viewtopic.php?p=100481#100481
@Erich
Im Irak Thread gibts du an, dass eine Destabilisierung der Region würde nicht in unserem Interesse liegen. Ich für meinen Teil sehe das etwas anders. Im ersten Moment ist es richtig, da wegen er Ölabhängigkeit eine Wirtschaftskrise sehr wahrscheinlich ist. Aber so etwas könnte auch interessante Nebenerscheinungen haben, wie ein sinken der Terrorgefahr, da sich die Terroristen der unterschiedlichen Staaten gegenseitig umbringen würden. Alternative Energiequellen würden plötzlich viel interessanter werden. Hmm man könnte da noch ein ganzes Stück weiterspinnen. Nachdem wir nun schon Chaos im Irak haben, sollte wir dafür sorgen, dass es regional um sich greift. Hält der Konflikt lange genug an, sind die Überlebenden wirtschaftlich runiert und Öl spielt für die Welt eine viel geringere Rolle (langfristig ... kurzfristig gibts wie gesagt eine ordentliche Weltwirtschaftskrise).
also erstmal als Ergänzung:

Die irakische Regierung hat einen Beschluss zur Umsiedlung und Entschädigung Tausender arabischer Bewohner von Kirkuk gefasst.

Damit werden zum einen die "ethnischen Vertreibungen der Kurden" unter Saddam rückgängig gemacht, aber (Entschädigung) ohne neues Unrecht anzurichten.
Gleichzeitig wird damit auf friedlichem Weg eine ethnische Bereinigung vollzogen, die den Kurden die Herrschaft über große Ölvorkommen sichert.

@ Cluster:
ich weiß nicht, was an dem um sich greifenden Chaos und Terror im Nahen und Mittleren Osten erstrebenswert sein soll ...

wenn ich an die Palästinenserlager zurück denke und die Auswirkungen, dann wird mir nicht nur bezüglich der dort "eingesiedelten" (um das Wort >einsitzenden< zu vermeiden) übel,
das Problem ist, dass dieses Chaos selbstverständlich auf uns überschwappen wird
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was hilft Erdöl und -gas, wenn die Förderanlagen und Pipelines explodieren?
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das gibt nicht nur eine "vorübergehende" Weltwirtschaftskrise, sondern legt unsere ganze Wirtschaft global lahm
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was hilft der Suez-Kanal wenn der von Terroristen abgesperrt werden kann?
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befürchtest Du nicht, dass solche Terroristen ala Al-Quaida in einer Phase der Destabilisierung die Macht übernehmen?
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willst Du, dass ein islamistisches Regime - ausgestattet mit modernsten Waffen, die wir ja derzeit fleißig nach Ägypten und Saudi Arabien sowie an die Golfstaaten liefern - im Umfeld von Israel und südlich des Mittelmeeres die Macht übernimmt?
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Glaubst Du nicht, dass diese Regierung sehr schnell in Besitz von Raketen und A-/B-/C-Waffen kommen würde?

brrr - Dein "Wunschtraum" treibt mir den Angstschweiss auf die Stirn!
Wenn das Resultat des Chaos eine Phase der Aufklärung/Sekularisierung ist, wäre es das wert. Sicher das wäre hochgepockert ....
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