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Normale Version: Wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten
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Ich weiß nicht, wie stark sich Donald der Leibhaftige strecken müsste, um das einfache Kindergartenniveau des Artikels zu erreichen und die Konsequenzen seiner Wirtschaftspolitik zu erkennen
Zitat:USA: Wirtschaftswachstum stärker als erwartet abgeschwächt
Aktualisiert am 20.02.2026, 15:55 Uhr

Von Deutsche Presse-Agentur
Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Die US-Wirtschaft wächst im vierten Quartal schwächer als erwartet. Im dritten Quartal legten die USA noch deutlich zu.

Washington - Die US-Wirtschaft ist im Schlussquartal 2025 schwächer gewachsen als erwartet. Im vierten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 1,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag laut einer ersten Erhebung in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 2,8 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal hatte das BIP noch um 4,4 Prozent zugelegt.

Im vergangenen Jahr hat sich das Wachstum abgeschwächt. 2025 ist die US-Wirtschaft um 2,2 Prozent gewachsen. 2024 hatte das Wachstum noch 2,8 Prozent betragen.
...
(21.02.2026, 19:07)Kongo Erich schrieb: [ -> ]Ich weiß nicht, wie stark sich Donald der Leibhaftige strecken müsste, um das einfache Kindergartenniveau des Artikels zu erreichen und die Konsequenzen seiner Wirtschaftspolitik zu erkennen

Und in Deutschland kommt man nur auf 0,3% Cool
(21.02.2026, 19:17)lime schrieb: [ -> ]Und in Deutschland kommt man nur auf 0,3% Cool
1.
Die Quelle für Deine Behauptung fehlt - ich füge sie mal ein:
Zitat: ...Die deutsche Wirtschaft geht mit etwas mehr Rückenwind ins laufende Jahr: Im Schlussquartal 2025 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal etwas stärker zu als zunächst angenommen. 0,3 Prozent Plus ergaben neueste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes....

2.
nochmal aus dem von mir vorhin verlinkten Artikel:
Zitat: ...In den USA werden die Daten zum Wirtschaftswachstum annualisiert veröffentlicht. In Europa wird auf diese Methode verzichtet, weshalb die Zahlen nicht direkt miteinander vergleichbar sind. Um auf eine mit Europa vergleichbare Wachstumsrate zu kommen, müsste man die US-Rate durch vier teilen.
Die 1,4 % der USA geviertelt ergeben dann 0,35 % im Vergleich - die mit deutlich schlechterer sozialer Sicherheit erkauft sind.

3.
Das ändert aber auch nichts an der Tendenz:
in den USA sinkt das Wirtschaftswachstum
in Deutschland steigt es wieder
Damit wir uns wieder ein paar Statistiken um die Ohren hauen ...
Ergänzend hab ich das gesucht:
a)
Wenn man vergleicht, dann bitte die gesamten USA mit dem Dollar-Raum mit der gesamten EU und der Eurozone - und nicht nur mit Deutschland
(wir vergleichen die EU doch auch nicht mit Alaska)
Und danach ist in der Eurozone das Wirtschaftswachstum um 0,6 % gewachsen (Quelle)

b)
Die Arbeitslosenquote im Euroraum der EU lag im Dezember 2025 bei 6,2 % bzw. 5,9%, unverändert gegenüber November 2025 und Dezember 2024 (in Deutschland waren es 3,8 % - seit 2013 fast stetig abfallend Quelle 1 und Quelle 2).
Die Arbeitslosenquote in den USA lag im Dezember 2025 bei 4,4 % und ist seit September 2021 tendentiell leicht ansteigend (Höchststand im November 2025) (Quelle).
Der zu erwartende Inflationsschub aufgrund steigender Benzinpreise wird bei DTs Wählern nicht gut ankommen. Die behauptete Bewaffnung des Iran mit Atomwaffen ist dagegen nur abstrakt (und im Übrigen seit der völligen Zerstörung des Atomprogrammes im letzten Jahr auch nach Donalds Aussagen ohnehin nicht mehr existent).
Dazu auch:
10 Dollar pro Barrel: Ölpreisschock lässt Industrie und Börsen zittern
Ölpreis steigt über 100 Dollar – Aktienmärkte fallen ein
Zitat:US-Öl kostete am Montag in der Spitze rund 25 Prozent mehr als am Freitag und wurde mit bis zu 119 Dollar pro Fass (159 Liter) gehandelt. Die Sorte Brent verteuerte sich in ähnlichem Umfang bis auf gut 118 Dollar.
Vor Beginn des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran vor zehn Tagen hatte Brent noch rund 73 Dollar gekostet. Zuletzt notierte der Ölpreis 2022 über der 100-Dollar-Marke, kurz nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte.
Das mit den fallenden Kursen betrifft auch die Altersvorsorge der US-Amerikaner. Die ist nämlich in wesentlichen Teilen auf Aktien aufgebaut.

Donald hat sich in eine Sackgasse manövriert. Er wollte von den eigenen internen Problemen und Widerständen des Landes ablenken und - wie bei seiner Entführungsaktion in Venezuela - wohl schnelle Erfolge. Das geht gründlich schief.
Ein völlig vorübergehenden Situation, die sich normalisieren wird sobald die iranische Kuh einigermaßen vom Eis ist. Zeithorizont dafür wenige Wochen, bis dahin Buy the Dip.
(09.03.2026, 12:09)Nightwatch schrieb: [ -> ]Ein völlig vorübergehenden Situation, die sich normalisieren wird sobald die iranische Kuh einigermaßen vom Eis ist. Zeithorizont dafür wenige Wochen, bis dahin Buy the Dip.

Es besteht zumindest das Restrisiko dass der Iran nicht zusammenklappt und die Islamisten trotz Bombenkrieg an der Macht bleiben. Solange wird die Straße von Hormuz für den Frachtverkehr gesperrt bleiben, denn dafür reichen leider auch Billigdrohnen.
Restrisiko?
Ohne Bodentruppen ist etwas anderes gar nicht denkbar. Die Garden sind viel zu präsent, um etwas anderes erwarten zu können.

Zurück aus der Welt in die europäische Entwicklung:
Zitat:Ölpreis und Inflation
„Trumps Kalkül wird möglicherweise schiefgehen“

Tritt der Iran-Krieg eine Energiekrise und in der Folge einen Inflationsanstieg los, wie einst der Angriff auf die Ukraine? Noch gibt es mehrere mögliche Szenarien.
...
und
Zitat:Wie heftig wird die Energiekrise? Die fünf wichtigsten Fakten
Der Ölpreis steigt und steigt, Produktionsanlagen wurden zerstört oder stillgelegt. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht.
Das wird Verbraucher hart treffen – nicht nur an der Tankstelle.
...
Da verwechselt jemand wohl die Menschen, die (nicht nur) in den USA ihre Autos betanken müssen, mit den Ölkonzernen in den USA und Russland. Aber das Wort "wir" zeigt zumindest, wem er sich verbunden fühlt:
Zitat:Barrel für um die 100 US-Dollar
Trump: "Steigen die Ölpreise, verdienen wir viel Geld"
12.03.2026, 17:26 Uhr

Ein Ende des Kriegs im Nahen Osten ist nicht absehbar. Der Ölpreis schwankt auf sehr hohem Niveau. US-Präsident Trump gewinnt dem etwas Positives ab. Die Voraussetzungen sind für die Vereinigten Staaten als größter Ölproduzent in der Tat andere als für Europa
....
nun ja, was wir in Europa von "Donald dem Leibhaftigen" zu halten haben, sollte spätestens seit den Stichwörtern "Ukraine" und "Grönland" klar sein.
Ansonsten werden es ihm die US-Autofahrer bei den nächsten Wahlen sicher danken ...
Nicht nur der Überfall auf den Iran macht sich auch für die US-Wirtschaft negativ bemerkbar:
Zitat:US-Wirtschaft taumelt: Trump muss Wachstumszahlen halbieren
Stand:13.03.2026, 19:35 Uhr

Washington, D.C. – Die US-Wirtschaft ist zum Jahresende 2025 nur halb so stark gewachsen wie bisher von der Regierung angenommen. Wie das US-Handelsministerium am Freitag (13. März) in Washington bekanntgab, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Oktober und Dezember nur um 0,7 Prozent. Am 20. Februar hatte das Ministerium das Wachstum noch auf 1,4 Prozent geschätzt.
...
Wenn man das wieder zur Vergleichbarkeit viertelt (s.o. #213 vom 22.02.2026, 09:52) dann sind die USA inzwischen bei nicht einmal mageren 0,2 % angelangt; jetzt kann Donald natürlich wieder bei den Chefs der Statistiker einen Kopfwechsel vornehmen - aber ob das die Wirtschaftsdaten wirklich beeinflusst?
Die USA sind einer der größten Ölförderer weltweit. Und dennoch treibt der Überfall auf den Iran mit der dadurch ausgelösten Sperrung der Straße von Hormuz die Benzinpreise in den USA in die Höhe.
Warum das so ist erläutert die WELT:
Zitat:Das Öl-Paradox der USA

In den USA wächst die Wut über die steigenden Benzinpreise, für Trump wird die Sache zum Glaubwürdigkeitsproblem. Seine größte Herausforderung: Die USA exportieren weiterhin als größter Ölproduzent der Welt – Grund ist ein hundert Jahre altes Gesetz.
...

... vor den Toren der größten Stadt der USA, steht eine der wichtigsten Öl-Raffinerien des Landes. Die Anlage südwestlich von New York ist für die Versorgung der Metropolregion mit seinen mehr als 20 Millionen Einwohnern von entscheidender Bedeutung. Bis zu 258.000 Barrel Rohöl werden hier pro Tag per Schiff angeliefert und verarbeitet, daraus entstehen unter anderem rund 155.000 Barrel Benzin sowie etwa 130.000 Barrel Diesel und Heizöl.
Ein Großteil dieses Rohöls stammt jedoch nicht aus den USA selbst. Viel von dem, was in amerikanischen Raffinerien weiterverarbeitet wird, bringen Tanker aus Ländern wie Kanada, Algerien oder Nigeria an die Ostküste. Das wirkt paradox, denn die USA sind nach wie vor der größte Ölproduzent der Welt, noch vor Saudi-Arabien, Russland und Kanada. Bis zu 19 Millionen Barrel Erdöl werden insgesamt pro Tag gefördert – fast ein Fünftel der globalen Produktion. Und selbst inmitten der durch den Iran-Krieg ausgelösten Öl-Krise exportieren die Vereinigten Staaten weiterhin große Mengen des Rohstoffs in alle Welt.
Trotz Förderrekorden im Inland wird derzeit rund ein Drittel des in den USA verbrauchten Rohöls importiert. Und obwohl nur ein kleiner Teil dieser Importe aus dem Nahen Osten stammt, machen sich die Auswirkungen an der Zapfsäule immer deutlicher bemerkbar. ...
Kopie hier
Inzwischen kommen mehr und mehr US-Bürger auch auf den Gedanken, dass die Zollerhebungen die Waren für die US-Verbraucher verteuert haben - und damit die US-Bürger selbst die Zeche bezahlen:
Zitat:Das neue Zollrisiko für US-Unternehmen
Nachdem der Oberste Gerichtshof einen Großteil der Trump-Zölle für rechtswidrig erklärt hat, fordern Tausende Unternehmen ihr Geld zurück. Jetzt klagen auch Verbraucher ihren Anteil ein.

Laurin Meyer
20.03.2026 - 19:18 Uhr
...
N-tv befasst sich mit den Auswirkungen der steigenden Spritpreise auf die kommenden US-Wahlen.
Zitat:Sichtbarste Erinnerung an Sorge
Hohe Spritpreise werden Trump gefährlich
21.03.2026, 06:13 Uhr

Selbst bei einem baldigen Kriegsende im Iran könnten Benzin und Diesel noch lange teuer bleiben. Das birgt ein erhebliches Risiko für die Republikaner bei den bevorstehenden Zwischenwahlen. Denn die Zahlen sprechen gegen Trumps Ölpreis-Prognose.
...
nun muss man einige Dinge konzidieren:

1.
Die USA sind zwar theoretisch (drill baby drill) von Öl- und Gasimporten unabhängig - wenn aber eine Ware knapp wird, weil die Nachfrage insgesamt höher ist als das Angebot - dann steigen auch die Preise dort, wo (noch?) genug Vorräte vorhanden sind.

2.
Mit knapper werdendem Angebot auf dem Markt können die Inhaber der Ware, also vor allem die Öl-Multis, noch höhere Preise und darin enthalten eine höhere Gewinnmarge fordern.

3.
Sämtliche Aktionen im Kontext mit der Öl- und Gaswirtschaft (auch die US-Angriffe in Nigeria, Venezuela und dem Iran oder der Boykott nachhaltiger Energien wie der Windkraft durch Donald den Leibhaftigen) haben den US-Öl-Multis geholfen, die eigenen Gewinne zu erhöhen - und die Abhängigkeit der USA von der Öl-Wirtschaft zu erhalten.

4.
Wenn die US-Ölmultis diese Geldquelle beibehalten wollen, dann müssen sie daran interessiert sein, Donald im Amt zu halten. Das könnte dadurch passieren, dass vor den Zwischenwahlen die Preise an den Zapfsäulen deutlich gesenkt werden.
Deutlich und rechtzeitig genug, um die Wahlen zu beeinflussen - aber nicht zu früh und nicht zu groß, um die Gewinnmargen nicht zu sehr zu belasten (und damit die niedrigen Preise nicht zum Gewohnheitseffekt werden).

5.
Nun kann man Wetten abschließen, wann denn die Preissenkungen kommen - ich tippe auf einen Zeitraum von ca. einem Monat vor den Wahlen.
Und ich tippe auf Senkungen von ~ 10 %, gestaffelt natürlich, damit es nicht zu viel Gewinneinbußen gibt.

Die Frage danach ist, wie sich diese einseitige Orientierung auf fossile Energien mittel- und langfristig für die USA auswirkt. China als Gegenbeispiel stellt ja massiv auf regenerative Energien um, hat sich da inzwischen global zum Marktführer entwickelt (auch was das "drumrum" wie Batterien oder E-Autos betrifft) und die Abhängigkeiten von Importen fossiler Energiequellen massiv reduziert.
Die USA sind dagegen dabei, diesen Zug zu verpassen und zu einem Industriemuseum zu werden - frei nach dem Motto "es lebe die Dampflok", damit die Kohlenkumpel in den USA wieder eine Zukunft haben.
Trumps Anti-Ökostrom macht USA zum größten Verlierer des Iran-Kriegs
Wobei man aber vielleicht noch anmerken sollte, dass es zwar immer noch diese "Öl-Fixiertheit" in den USA gibt, aber dass zugleich in jenen Bundesstaaten, wo sich deren Ausbau lohnt, die erneuerbaren Energien ebenso ausgebaut werden. D. h. auch wenn es eine Art Renaissance des Öls zu geben scheint, verlieren die USA die erneuerbaren Energien und teils auch die Kernenergie nicht aus den Augen.

Das kann teils seltsames Stilblüten hervorbringen. Anekdotische Evidenz: Ein Bekannter von mir war in Montana. Und er meinte, es sei erstaunlich, wie "progressiv" die Leute seien, während sie zugleich am althergebrachten festhalten. D. h. es müssen unbedingt die Solarzellen auf das Dach und Windkraftanlagen ausgebaut werden, so der Tenor, während man dann mit dem SUV hinfährt zur Inspektion einer Anlage und dann den V8 im Leerlauf bollern lässt, damit die Klimaanlage brav weiterlaufen kann.

Schneemann
(21.03.2026, 12:46)Schneemann schrieb: [ -> ]Wobei man aber vielleicht noch anmerken sollte, dass es zwar immer noch diese "Öl-Fixiertheit" in den USA gibt, aber dass zugleich in jenen Bundesstaaten, wo sich deren Ausbau lohnt, die erneuerbaren Energien ebenso ausgebaut werden. D. h. auch wenn es eine Art Renaissance des Öls zu geben scheint, verlieren die USA die erneuerbaren Energien und teils auch die Kernenergie nicht aus den Augen.

Das kann teils seltsames Stilblüten hervorbringen. Anekdotische Evidenz: Ein Bekannter von mir war in Montana. Und er meinte, es sei erstaunlich, wie "progressiv" die Leute seien, während sie zugleich am althergebrachten festhalten. D. h. es müssen unbedingt die Solarzellen auf das Dach und Windkraftanlagen ausgebaut werden, so der Tenor, während man dann mit dem SUV hinfährt zur Inspektion einer Anlage und dann den V8 im Leerlauf bollern lässt, damit die Klimaanlage brav weiterlaufen kann.

Schneemann
Big Grin
JA - uneingeschränkt
Die Irrationalität ist greifbar. Einerseits stürzen die Zustimmungswerte von Donald in den Keller, andererseits ist noch lange nicht sicher, wie die nächste Wahlrunde ausgeht.
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