(Waffensystem) CZ P13
#76
Rein Theoretisch ist die Sicherheit bei der P13 schlechter als bei einer SPF 9 (was die Schlagbolzensicherung angeht, die bei der SFP 9 wesentlich besser ist), dass ist durchaus so. ABER: das ist praktisch völlig irrelevant.

Schusslöser entstehen primär durch menschliches Versagen und fast immer dadurch, dass die Waffen abgeschlagen werden obwohl sie noch nicht entladen sind. Entsprechend gibt es auch reihenweise Schusslöser mit einer SPF 9 mit TR Abzug oder mit Pistolen welche eine zusätzliche Sicherung haben usw.. Das ganz Gesülze, die Waffe sei von alleine losgegangen ist fast immer nur eine Schutzbehauptung oder entsteht aus völliger Ignoranz und Unverständnis heraus.

Reales Beispiel aus meiner Dienstzeit: da hatte einer einen Schusslöser mit einer P8 und behauptet, die Pistole sei von selbst losgegangen. Lächerlich, natürlich hat er am Abzug rumgespielt und dies bei entsicherter Waffe. Er konnte dann nicht mal erklären warum die Waffe entsichert war und entblödete sich nicht zu behaupten, die Sicherung müsse auch von alleine verrutscht sein.


Rein theoretisch:
eine P13 könnte bei einer sehr starken Erschütterung eventuell von selbst feuern weil die Schlagbolzensicherung versagt, wo eine SFP 9 zur höheren Wahrscheinlichkeit noch nicht von selbst feuern würde. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist extrem gering.

Eine SPF 9 wäre in den Händen von fast allen Soldaten genau so sicher oder unsicher wie eine P 13, dass ist eine Tatsache.

Zitat:Hält das Teil 30.000+ Schuss in 5-10 Jahren aus?.... JA! Wenn vernünftig gepflegt.

Bei dem Preis muss es das nicht mal. Angeblich liegen die Kosten bei nur 250 Euro pro Waffe wenn alle wie geplant beschafft werden. Das ist lächerlich gering. Wie du schon sagst: selbst wenn zwei P13 durch sind, hätte man noch Geld gespart.

Das ist eine Billig-Knifte sondergleichen für die Bundeswehr, mit einem Kampfpreis der einfach zu gut ist.

Nun kommt das Argument, dass ein anderer Anbieter (Arex Delta) nicht viel teurer gewesen wäre und technisch besser. Richtig ist, dass die Arex Pistole meiner Kenntnis nach ungefähr 40 Euro teurer gekommen wäre und damit immer noch lächerlich günstig ist. Und ja, sie ist rein theoretisch sicherer. Aber praktisch hat sie das gleiche Problem wie alle diese Pistolen:

der menschliche Nutzer stellt hier die primäre Gefahrenquelle dar.

Entweder verwirft man diese Art von Pistolen (Schlagbolzenschloss) deshalb komplett - oder man akzeptiert das höhere Risiko bei der Benutzung.

Beschließend: es wird Schießunfälle mit der P13 geben. Mehrere. So wie mit jeder anderen Pistole dieser Art auch. In 99% der Fälle aufwärts durch menschliches Versagen.
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#77
Wie teuer sind die 30.000 Schuss? 3.000 bis 4.000 Euro, kommt das hin? Denn dann ist es auch egal, wenn bei einem Pistolenpreis von 250 Euro aus Verschleißgründen drei oder vier beschafft werden müssen, von einem anderen Modell aber nur eine. Ich würde da immer die Stückzahl bevorzugen.
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#78
Würde es nicht vielleicht sogar Sinn ergeben, zwei Modelle zu beschaffen? Das Gros der Soldaten wird die Pistole ja nur in geringem Umfang einsetzen, während sie in einigen Verwendungen deutlich stärkerer Belastung unterliegt. Also warum nicht zwei Modelle mit grundsätzlich gleichem Bedienkonzept aber unterschiedlicher Qualität verwenden? Alle steigen mit dem Basismodell ein und wer eine zusätzlich vertiefende Schießausbildung an der Pistole erhält, bekommt das bessere Modell ausgegeben. Wir reden ja nicht über Entwicklungsaufträge für Goldrandsysteme, sondern MOTS-Handwaffen zu dreistelligen Stückpreisen.
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#79
(04.06.2026, 12:47)Broensen schrieb: Würde es nicht vielleicht sogar Sinn ergeben, zwei Modelle zu beschaffen? Das Gros der Soldaten wird die Pistole ja nur in geringem Umfang einsetzen, während sie in einigen Verwendungen deutlich stärkerer Belastung unterliegt. Also warum nicht zwei Modelle mit grundsätzlich gleichem Bedienkonzept aber unterschiedlicher Qualität verwenden? Alle steigen mit dem Basismodell ein und wer eine zusätzlich vertiefende Schießausbildung an der Pistole erhält, bekommt das bessere Modell ausgegeben. Wir reden ja nicht über Entwicklungsaufträge für Goldrandsysteme, sondern MOTS-Handwaffen zu dreistelligen Stückpreisen.

Theoretisch ? Ja!
Aber:
2x Trainer ausbilden, 2x Vorschriften schreiben, 2x Holster beschaffen....praktisch eher nicht zu empfehlen.

KSK/SOF kaufen quasi persönliche EINZELSTÜCKE....das ist was ganz anderes als eine Querschnittwaffe.
KSK/SOF KANN ähnliches nutzen wie Querschnitt...meistens aber nicht.
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#80
(04.06.2026, 13:17)Milspec_1967 schrieb: 2x Trainer ausbilden, 2x Vorschriften schreiben
Ist das relevant, wenn man -wie ich schrieb- zwei grundsätzlich in der Bedienung gleiche Waffen auswählt, was ich dabei sowieso für wichtig erachten würde? Trainer-Ausbildung und Vorschriften wären dann ja mehr oder weniger gleich. Der Unterschied sollte ja nur qualitativer Art sein.
Zitat:2x Holster beschaffen....
Gehört dann halt zur Waffe dazu, sehe ich jetzt kein Problem. Vielleicht geringfügig größere Lagerbestände.
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#81
(04.06.2026, 13:31)Broensen schrieb: Ist das relevant, wenn man -wie ich schrieb- zwei grundsätzlich in der Bedienung gleiche Waffen auswählt, was ich dabei sowieso für wichtig erachten würde? Trainer-Ausbildung und Vorschriften wären dann ja mehr oder weniger gleich. Der Unterschied sollte ja nur qualitativer Art sein.
Gehört dann halt zur Waffe dazu, sehe ich jetzt kein Problem. Vielleicht geringfügig größere Lagerbestände.

Wie Quintus bereits schrieb:
Es gibt nur wenig Qualitäts Vorteil einer SFP9 oder der AREX gegen eine P10C, aber einiges an Preis Vorteilen.
Der Durchschnitts Landser wird Quali Unterschiede nicht bemerken, da er zu selten schießt...auch ein "leicht" spezialisierter Soldat nur rudimentär.

Ich, als erfahrener sportschütze, sehe im "allgemeinen Handling" kaum Unterschiede zwischen der teuren SFP9, der Glock 17/19 oder der P10C.
Kurze Gewöhnung....einfach schießen...fertig.

Zum Thema "Sicherheit" hat Quintus bereits erschöpfend argumentiert.
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#82
Ich kann jetzt nicht wirklich erkennen, wie das mit meinem zitierten Beitrag zusammenhängt....

Es ging doch gar nicht mehr um Vorteile bei den Schießeigenschaften oder der Sicherheit, sondern bei der Zuverlässigkeit/Lebensdauer.
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#83
Bemängelt wird von dem Herren von YouTube ja hauptsächlich der qualitätsunterschied den die Waffe ja schon alleine mitbringt . Das Problem mit dem Schlagbolzen ist ja nicht flächendeckend . Er ist aber seit Jahren bekannt . Wenn es nicht zu Problemen führen könnte würde der Hersteller auch nicht anstandslos kostenfrei einen Austausch vornehmen . Wenn also in der normalen Produktion schon solche qualitätsunterschiede auftreten , wie wirkt sich dann ein plötzlich dazu kommender Großauftrag auf die Produktion aus. Welcher meist ja auch ein zeitfenster hat. Ob man da letztendlich noch mal am Material spart wird sich zeigen. Ab einem gewissen Punkt gehen halt die Preise nicht mehr mit den Kosten überein für einen Hersteller .
Und in dem Preis für Bw sind ja Holster , reinigungsgerät , trainingswaffen usw dabei.
Und das Händeln mit der Waffe ist einfach eine reine Übungssache wie schon geschrieben .
Mit P8 hat mannsich letztlich auch an Umgang gewöhnt . Für normale Patrouillen hab ich P8 fertig geladen , entspannt und gesichert getragen. Bei Einsätzen zu Durchsuchungen oder so hab ich sie fertig geladen , entspannt und entsichert getragen oder unter der Bekleidung dann entladen und entsichert . Als Linkshänder musste man sich halt was einfallen lassen.
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#84
(04.06.2026, 18:47)alphall31 schrieb: Bemängelt wird von dem Herren von YouTube ja hauptsächlich der qualitätsunterschied den die Waffe ja schon alleine mitbringt . Das Problem mit dem Schlagbolzen ist ja nicht flächendeckend . Er ist aber seit Jahren bekannt . Wenn es nicht zu Problemen führen könnte würde der Hersteller auch nicht anstandslos kostenfrei einen Austausch vornehmen . Wenn also in der normalen Produktion schon solche qualitätsunterschiede auftreten , wie wirkt sich dann ein plötzlich dazu kommender Großauftrag auf die Produktion aus. Welcher meist ja auch ein zeitfenster hat. Ob man da letztendlich noch mal am Material spart wird sich zeigen. Ab einem gewissen Punkt gehen halt die Preise nicht mehr mit den Kosten überein für einen Hersteller .
Und in dem Preis für Bw sind ja Holster , reinigungsgerät , trainingswaffen usw dabei.
Und das Händeln mit der Waffe ist einfach eine reine Übungssache wie schon geschrieben .
Mit P8 hat mannsich letztlich auch an Umgang gewöhnt . Für normale Patrouillen hab ich P8 fertig geladen , entspannt und gesichert getragen. Bei Einsätzen zu Durchsuchungen oder so hab ich sie fertig geladen , entspannt und entsichert getragen oder unter der Bekleidung dann entladen und entsichert . Als Linkshänder musste man sich halt was einfallen lassen.

Die USP = P8 passt null in meine recht kleine Hand.
Die dicke, schwere Vollstahl P226 ist erstaunlicherweise da für mich besser.
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