(Sonstiges) Helsing GmbH
#46
(12.02.2026, 22:53)Milspec_1967 schrieb: Nur... Kann das eine Hyperschall Rakete oder Marschflugkörper nicht auch... und viel billiger... , da er ja nicht zurück kehren soll ?

Warum muss es Kampf Mittel geben, die wie Flugzeuge agieren,... nur ohne Besatzung.?
Was hat ein Träger Flugzeug für Vorteile bei der Zerstörung eines Ziels gegenüber LfK... Außer, daß es wieder verwendbar ist?

Helsing pitched CA-1 ja explizit im Bezug auf Loyal Wingman Drohnen oder dem sogenannten Collaborative Combat Aircraft (CCA). Diese Systeme sollen zusammen mit bemannten Jets wirken. Via dem CCA kann ein Jet zum Beispiel extra Munition mitführen. In so einem Fall würde ein Jet mit den eigenen Sensoren ein Ziel designieren und dann über die Drohne die Munition abfeuern.

Alternative kann ein CCA auch dem Jet vorausfliegen. Und damit zum Beispiel die Aufklärungsreichweite durch zusätzliche Sensoren erweitern. Oder auch Munition abfeuern die die Aufmerksamkeit feindlicher Systeme auf sich ziehen würde. Und damit Schaden vom bemannten Jet abwenden. Ein CCA kann für solche gefährlichere Aufgaben eingesetzt werden, da man hier keinen erfahrenen Piloten riskiert.

In dem Fall dass man die autonom einsetzt wie in deinem Beispiel (wie ein Marschflugkörper) ist der große Vorteil halt dass der Teil der Teuer ist (Triebwerk, Steuerungssysteme, Sensoren) wiederverwenden kann.
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#47
(12.02.2026, 22:53)Milspec_1967 schrieb: Das interessante an diesen Objekten wäre die Möglichkeit OHNE Kampf cloud und Ohne GPS (wie Taurus), nur mit Gelände Daten und optischem oder kurzstrecken Radar mit Terrain following Ziele weit im feindlichen Hinterland anzugreifen und nicht elektronisch angreifbar zu sein.

Alles was Elektronik nutzt kann auch elektronisch angegriffen werden. Es ist ein Irrglaube, dass es bei EloKa nur um die Störung irgendwelcher Datenverbindungen geht.

Zitat:Nur... Kann das eine Hyperschall Rakete oder Marschflugkörper nicht auch... und viel billiger... , da er ja nicht zurück kehren soll ?

Einweg-Systeme sind günstiger als Mehrweg-Systeme, aber immer nur auf die einzelne Mission bezogen. Je länger die Mehrweg-Systeme also überleben, umso günstiger werden sie. Sofern die Überlebenswahrscheinlichkeit hoch ist, ergibt es sehr viel mehr Sinn, günstige Kurzstreckenwaffen per wiederverwendbaren Systemen (egal ob nun Kampfflugzeug oder Drohne) zum Einsatz zu bringen als Langstreckenwaffen. Hinzu kommen operative Vorteile, wie etwa kürzere Bereitstellungszeiten oder integrierte Aufklärungsmöglichkeiten ohne Systemverlust.

Um da mal ein banales Beispiel zu bringen, schwere Feuerunterstützung für die Infanterie, der Marschflugkörper aus 300 km Entfernung braucht 20 Minuten und kostet drei Millionen Euro, die in Bereitschaft befindliche Drohne 50 km hinter dem Gefechtsraum ist in zwei Minuten am Abwurfpunkt und liefert in vier Minuten zwei gelenkte Bomben für 300.000 Euro.

Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit auch tatsächlich hoch ist. Um das zu sichern werden wieder andere Systeme benötigt, die ebenfalls einkalkuliert werden müssen. Am Ende haben alle Systeme ihre Berechtigung jeweils in einem bestimmten operativen Umfeld.

Neben dieser singulären Verwendung gilt dann noch das, was Gecktron völlig richtig beschrieben hat; der kollaborative Einsatz zusammen mit bemannten Kampfflugzeugen zur Erweiterung von deren Fähigkeiten.
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#48
(13.02.2026, 08:04)Helios schrieb: Alles was Elektronik nutzt kann auch elektronisch angegriffen werden. Es ist ein Irrglaube, dass es bei EloKa nur um die Störung irgendwelcher Datenverbindungen geht.

Ein EF Ingenieur hat mir auf der ILA mal erzählt, dass sehr viel Geld und Aufwand darin investiert wird, interne Elekronik möglichst EMP und ELOKA störsicher in einer "Black Box" zu gestalten.
(Interne LWL kann man zB nicht durch ELOKA stören...Kupfer Leitungen sind aber anfällig)

Nach seiner Aussage wird das aber primär auf überlebenswichtige Systeme (Flugsteuerung Navigation..) konzentriert, um den EF + Pilot sicher nach Hause zu bringen.

Bei den "Kampfsystemen" (Radar, Feuerleitung, Waffenlaststeuerung etc.) wird es "so gut es in der Serie preiswert geht" durchgeführt...da muss man es halt "drauf ankommen lassen, da bei Störungen viele Parameter für die Effektivität eine Rolle spielen (Stärke, Frequenzspektrum, Angriffsvektor etc.)
Das Ganze soll insgesamt höchst komplex sein und nicht 100% voraus zu berechnen.

Ist das so ?

(13.02.2026, 08:04)Helios schrieb: Alles was Elektronik nutzt kann auch elektronisch angegriffen werden. Es ist ein Irrglaube, dass es bei EloKa nur um die Störung irgendwelcher Datenverbindungen geht.


Einweg-Systeme sind günstiger als Mehrweg-Systeme, aber immer nur auf die einzelne Mission bezogen. Je länger die Mehrweg-Systeme also überleben, umso günstiger werden sie. Sofern die Überlebenswahrscheinlichkeit hoch ist, ergibt es sehr viel mehr Sinn, günstige Kurzstreckenwaffen per wiederverwendbaren Systemen (egal ob nun Kampfflugzeug oder Drohne) zum Einsatz zu bringen als Langstreckenwaffen. Hinzu kommen operative Vorteile, wie etwa kürzere Bereitstellungszeiten oder integrierte Aufklärungsmöglichkeiten ohne Systemverlust.

Um da mal ein banales Beispiel zu bringen, schwere Feuerunterstützung für die Infanterie, der Marschflugkörper aus 300 km Entfernung braucht 20 Minuten und kostet drei Millionen Euro, die in Bereitschaft befindliche Drohne 50 km hinter dem Gefechtsraum ist in zwei Minuten am Abwurfpunkt und liefert in vier Minuten zwei gelenkte Bomben für 300.000 Euro.

Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit auch tatsächlich hoch ist. Um das zu sichern werden wieder andere Systeme benötigt, die ebenfalls einkalkuliert werden müssen. Am Ende haben alle Systeme ihre Berechtigung jeweils in einem bestimmten operativen Umfeld.

Neben dieser singulären Verwendung gilt dann noch das, was Gecktron völlig richtig beschrieben hat; der kollaborative Einsatz zusammen mit bemannten Kampfflugzeugen zur Erweiterung von deren Fähigkeiten.

Dann bleibt zu hoffen, dass diese Systeme tatsächlich ein paar Einsätze überleben.
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#49
(13.02.2026, 14:29)Milspec_1967 schrieb: Ist das so ?

Dass das alles hochkomplex ist? Definitiv. Gehärtet sind alle Systeme, müssen sie in einem Verbund auch sein. Wie gut, das wirst du öffentlich vielleicht in ein paar Jahrzehnten heraus bekommen. Oder, im schlimmsten Fall, durch den Feind.
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#50
ESUT: Japan bestellt Loitering Munition
Zitat:Jetzt wurde bekannt, dass die japanischen Boden-Selbstverteidigungskräfte (Japan Ground Self Defense Force, JGSDF) eines radikalen, historischen Strategiewechsels angesichts der wachsenden Spannungen verstärkt auf besatzungslose Systeme setzt. Um die neuen Waffensysteme taktisch zu führen, wurde im April 2026 eine komplett neue, spezialisierte Drohnen- und KI-Abteilung innerhalb der JGSDF gegründet. Sie soll die Doktrin entwickeln, wie autonome Loitering Munition im Verbund mit bemannten Panzern und der küstennahen Artillerie eingesetzt wird.

Japan will eine eigene LMS-Industrie aufbauen. Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi hat eine nationale „Public-Private-Roadmap“ gestartet. Das Ziel ist es, japanische Tech-Startups massiv zu fördern, um billige, KI-gestützte Massendrohnen im eigenen Land zu produzieren. Für den Sofortbedarf werden unter anderem eingeführte LMS beschafft.

Der deutsche KI-Spezialist und Drohnenhersteller Helsing berichtet über eine erste diesbezügliche Vereinbarung mit Japan

Die japanische Regierung hat eine Vereinbarung mit Helsing über die Beschaffung von HX-2 Loitering Ammunition Systemen unterzeichnet.

Japan beschafft ausländische Systeme als eine Brückenlösung bis einheimische Systeme einsatzbereit sind. Ich halte es für wahrscheinlich, dass die Erprobung von HX-2 im Dienst der ukrainischen Streitkräfte hier zusammen mit der Beschaffung durch die Bundeswehr den Unterschied gemacht hat.
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#51
(26.05.2026, 19:30)Gecktron schrieb: ESUT: Japan bestellt Loitering Munition

Die japanische Regierung hat eine Vereinbarung mit Helsing über die Beschaffung von HX-2 Loitering Ammunition Systemen unterzeichnet.

Japan beschafft ausländische Systeme als eine Brückenlösung bis einheimische Systeme einsatzbereit sind. Ich halte es für wahrscheinlich, dass die Erprobung von HX-2 im Dienst der ukrainischen Streitkräfte hier zusammen mit der Beschaffung durch die Bundeswehr den Unterschied gemacht hat.

Die nehmen uns dann aber auch Fertigungs Kapazitäten weg.
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#52
(26.05.2026, 22:38)Milspec_1967 schrieb: Die nehmen uns dann aber auch Fertigungs Kapazitäten weg.
Oder ermöglichen überhaupt erst deren Aufbau, während unsere Bestellungen noch auf sich warten lassen.
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#53
(26.05.2026, 22:47)Broensen schrieb: Oder ermöglichen überhaupt erst deren Aufbau, während unsere Bestellungen noch auf sich warten lassen.

Auch japan hat Bestell Bürokratie und Parlament .. Das dauert noch.
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#54
Hartpunkt: CA-1 Electronic Attack – Helsing zeigt Konzept für einen unbemannten Escort Jammer
Zitat:Das deutsche Technologie-Start-up Helsing hat heute auf der ILA 2026 in Berlin mit dem KI-gestützten autonomen Flugzeug „CA-1 Electronic Attack“ erstmals sein Konzept für einen unbemannten Escort Jammer vorgestellt, das 2031 einsatzbereit sein soll.

Die Fähigkeit zum Elektromagnetischem Kampf gilt als Schlüssel, um die gegnerische Luftverteidigung zu überwinden und in der Tiefe des Raumes mit eigenen Flugzeugen wirken zu können. Bei dem CA-1 Electronic Attack (kurz CA-1 EA) handelt es sich nach Angaben von Helsing um eine Erweiterung der im letzten Jahr vorgestellten CA-1 Europa-Plattform, die nunmehr als CA-1KA (Kinetic Attack) bezeichnet wird und genau diese Rolle übernehmen können soll.[...]

Die Hauptaufgabe der CA-1 Electronic Attack liegt laut Helsing in der Ortung und Störung feindlicher Luftverteidigungssysteme, damit sichere Korridore für nachfolgende bemannte und unbemannte Flugzeuge geschaffen werden können.

Helsing hat eine Variante der CA-1 Drohne vorgestellt. Die CA-1EA soll dabei als Escort Jammer (also der mittlere Bereich zwischen Stand-In und Stand-Off Jammer) dienen.

Die beiden Varianten CA-1EA und CA-1KE sollen sich dabei die meisten Komponenten bis auf die Nutzlast teilen.
[Bild: https://www.hartpunkt.de/wp-content/uplo...fmann.jpeg]
Auf den gezeigten Bildern ist kein großer Unterschied zu dem ersten CA-1 Modell zuerkennen.

Die CA-1KA Version soll nächstes Jahr zum Erstflug abheben, und 2029 IOC erreichen.
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#55
Helsing ist weiter auf Wachstumskurs. Helsing sammelt in Finanzierungsrunde 1,8 Milliarden US-Dollar ein und hat damit eine Evaluierung von 18 mrd. Euro.

Jetzt steht wohl auch eine Bestellung von HX-2 aus den US an. Letztens hatten erst die USA in Litauen HX-2 Drohnen in einer Jammer-schweren Umgebung getestet. Man scheint wohl zufrieden gewesen zu sein. Helsing hat nun den Bau einer Fabrik in West Virginia angekündigt.

Hartpunkt: Strike-Drohnen: Helsing will HX-2 in den USA fertigen
Zitat:Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Verteidigungsunternehmen Helsing hat angekündigt, Strike-Drohnen des Typs HX-2 in den USA fertigen zu wollen, und dazu den Aufbau eines Produktionsstandortes im US-Bundesstaat West Virginia bekanntgegeben. Wie aus einer heute veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, wird die neue Anlage Teil von Helsings globalem Netzwerk an „Resilience Factories“ und soll die HX-2 produzieren. [...]

Zudem hat die U.S. Army die HX-2 im Rahmen der Drohnenabwehrübung „Project Flytrap“ in Litauen getestet, hartpunkt berichtete. Dabei soll die Strike-Drohne US-Medienberichten zufolge durchaus Eindruck bei den Vertretern der US-Streitkräfte hinterlassen haben. [...]

In der Fabrik sollen 2.000 HX-2 pro Monat gefertigt werden können.
HX-2 wären auch nicht die ersten deutschen Drohnen die mit den amerikanischen Streitkräfte im Einsatz sind. Im April wählten die USA auch Quantum Systems Vector Drohne aus.
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#56
Zitat:Andriy Shevchenko ist Managing Director Ukraine bei Helsing [...]

[16. Juli 2026] [...]

Shevchenko verfügt nach Angabe von Helsing über Erfahrung als Diplomat, Regierungsmitglied und Abgeordneter. Er war unter anderem Botschafter der Ukraine in Kanada, stellvertretender Verteidigungsminister sowie Vertreter der Ukraine bei der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Darüber hinaus war er für drei Wahlperioden Abgeordneter der Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament.

Helsing baut derzeit sein Engagement in der Ukraine stark aus. Das Unternehmen ist bereits seit Anfang 2022 in der Ukraine aktiv und hat sein Team kontinuierlich vergrößert. Eines der bedeutenden Produkte von Helsing ist die Kampfdrohne HX-2, von denen Helsing seit Jahresbeginn tausende Stück an die Streitkräfte der Ukraine übergeben hat.
https://esut.de/2026/07/meldungen/72870/...i-helsing/

Schneemann
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#57
Helsing hat ein Video über die Konstruktion der CA-1 bei Grob in Tussenhausen veröffentlicht.
[Video: https://youtu.be/gJcO-7J6ztM?si=Mhim3NiFoGAOuRYq]

Viel PR Blabla, aber ich denke die Bilder von der Konstruktion dürften ganz interessant sein. Auch der Einblick in die Produktion bei Grob.
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