(Allgemein) Bundeswehr – quo vadis?
(18.05.2022, 09:57)ObiBiber schrieb: oh man… das nenne ich in der aktuellen Lage mal wieder am falschen Ende gespart wenn das so kommt
nur 100 Puma als 2. Los
und nur 129 Boxer
wären definitiv zu wenig…
man hat aktuell 350 Puma und 388 Marder im Bestand.
außer da steckt mehr dahinter

Das ist doch völlig überdimensioniert angesichts der Lage. Wenn die Ukrainer mit den Russen fertig sind haben die auch nix mehr. Friedensdividende 2.0 jetzt.
Zitieren
(18.05.2022, 16:44)Nightwatch schrieb: Das ist doch völlig überdimensioniert angesichts der Lage. Wenn die Ukrainer mit den Russen fertig sind haben die auch nix mehr. Friedensdividende 2.0 jetzt.

mit Glück hat man nochmal 2 Jahre Zeit gewonnen bis Russland Reserven mobilisiert hat und nachrüstet.
mit ganz viel Glück wird putin einigermaßen friedlich gestürzt und der Nachfolger ist etwas entspannter.
aber selbst dann wird es in Zukunft weitere Konflikte weltweit geben (wo die Boxer vllt besser einsetzbar sind als die Pumas 🤪)
Zitieren
Ich würde erst Mal abwarten bis hier weitere Infos verfügbar sind. Es gibt sicher auch Konzepte in welcher die Beschaffung von nur noch 100 Puma Sinn machen kann.

Leider habe auch ich das Gefühl dass im Moment zu wenig voran geht und würde mir wünschen, dass z.B. bei Munition endlich Aufträge bekannt gegeben werden.

Die schlechte Kommunikation tut gerade ihr übriges.
Zitieren
Oder man hat andere Pläne…
Der nächste Ringtausch steht an…
Tschechien bekommt 15 alte Leo2 A4 für Ausbildung und zusätzlich 50 neue LEO2A7V
außerdem sind ja 200 Lynx41 im Gespräch.
Der Plan B wäre dass man alle östlichen Nachbarn mit eigenen Rüstungsgütern stärkt… und man braucht am Ende nichts mehr selbst 🤪
Zitieren
(18.05.2022, 09:57)ObiBiber schrieb: nur 100 Puma als 2. Los
und nur 129 Boxer
wären definitiv zu wenig…
Freust du dich nicht, dass es jetzt doch BOXER IFVs geben soll? Wolltest du dich immer haben! Tongue Wink

Aber die Zahl 129 ist ja so gar nicht haltbar. Einfach nur die eingesparte Anzahl PUMA 1:1 durch GTK ersetzen wäre noch bescheuerter als diese ganze Aktion eh schon ist.
Ich hätte ja nicht gedacht, dass man im Heer so sehr an den eigenen Notlösungen hängt, dass man sie auch dann noch unbedingt durchziehen will, wenn der ursprünglich Anlass dafür bereits weggefallen ist. Dodgy

(18.05.2022, 17:25)ObiBiber schrieb: Tschechien bekommt 15 alte Leo2 A4 für Ausbildung und zusätzlich 50 neue LEO2A7V
Sollen das nicht 2A7+ werden wie auch bei den Ungarn?
Zitieren
(18.05.2022, 18:44)Broensen schrieb: Freust du dich nicht, dass es jetzt doch BOXER IFVs geben soll? Wolltest du dich immer haben! Tongue Wink

Aber die Zahl 129 ist ja so gar nicht haltbar. Einfach nur die eingesparte Anzahl PUMA 1:1 durch GTK ersetzen wäre noch bescheuerter als diese ganze Aktion eh schon ist.
Ich hätte ja nicht gedacht, dass man im Heer so sehr an den eigenen Notlösungen hängt, dass man sie auch dann noch unbedingt durchziehen will, wenn der ursprünglich Anlass dafür bereits weggefallen ist. Dodgy

Sollen das nicht 2A7+ werden wie auch bei den Ungarn?

Ja…wollte ich…
aber in der aktuellen Lage und angesichts 100 Mrd Sondervermögen nicht anstatt Puma …sondern zusätzlich 🙈
vor einem halben Jahr wäre ich damit zufrieden gewesen…jetzt ist das aber viel viel zu wenig
Zitieren
Wir brauchen eindeutig Masse und Klasse. Deshalb 3 Einheitsplattformen auswählen. M. E. wären dies zur Zeit: Leopard-2-Fahrgestell, GTK Boxer und Puma. Wobei erstere, falls das Projekt MGCS mit den Franzosen jemals abgeschlossen, wird als Ersatz für das Leopard-2-Fahrgestell noch diese hinzukommen bzw. auf lange Sicht diese alte Plattform ersetzen. Ergänzend bräuchten wir noch eine leichte Kettenplattform wie bspw. Wiesel 1+2 oder die geschütze Einheitsplattform für GJ, FJ und Jg (neben dem Boxer). Bei den Jg und GJ auch um in kleinen Gruppen agieren zu können (Jagdkampf) daneben auch alternativ Quads oder Trikes.

Alles andere macht wenig Sinn, denn der Puma ist bereits eingeführt, ebenso der Leopard und auch der Boxer. Analog zu früheren Entwicklungen, Flak-Panzer entweder auf Puma oder Leopard 2 bzw. später MGCS, Flarak-Panzer ebenso. Genauso bei der Artillerie.
Ich bin aber nachwievor für ein ausgewogenes Waffen-Portfolio, es sollte neben der PzH 2000 auch nachwievor gezogene oder ungepanzerte Artillerie geben, bei massiven Reichweitensteigerungen der leichten Raketenartillerie macht es auch wieder Sinn ungepanzerte Systeme auf Rad einzuführen, da durch die höhere Reichweite von Straßen aus gewirkt werden kann.
Aber es wird, wenn man einen ernstzunehmendes Konzept vorstellt und plant, darauf hinauslaufen mindestens von jeder Plattform mindestens jeweils 1.000 Stück zu beschaffen, dann sinken auch die Stückpreise erheblich, was ja bspw. beim Boxer bald der Fall sein dürfte.

Ganz interessant war gestern Abend bzw. Nacht Markus Lanz, dort berichtete Neitzel gegen Ende der Sendung, dass seit 2001 die Generalität und höhere Führung darauf verwiesen haben, dass eine Landesverteidigung immer weniger möglich wurde. [Seit 2011 eigentlich auch strukturell nicht mehr möglich war.]
Ab Minute 43 kommt die BW als Thema:
https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-l...2-100.html
.
Falls ihr zu Neitzels Aussage fündig werdet, gerne hier posten.
Zitieren
Die Zahl von 1000 halte ich für unrealistisch zumindest für Leo und Puma. Auch sehe ich den Bedarf nach dieser Masse nicht. Den Argumenten mit dem Artillerie würde ich voll folgen.

Ich denke wichtig ist, dass die Stückzahlen die man hat in sehr gutem Zustand gehalten werden und die Logistik hierfür im Verteidigungsfall sehr gut funktioniert.

Konzeptionell würde ich den Fokus auf leichte Truppen in Kombination mit Artillerie setzen. Die Panzerverbände entsprechen auf einem ähnlichen Niveau (Stückzahl) halten wir aktuell. Bezüglich Artillerie gibt es ja Pläne. Interessant wird sein, ob sich sonst noch konzeptionell etwas aus Ruckschlüssen auf den Russlandkrieg ergibt.
Zitieren
Über den Mangel an "Kaltstarfähigkeit" der Bundeswehr:

https://www.youtube.com/watch?v=s1Y8N8ozzK0

Ein interessanter Gedanke den er anspricht ist der eines Wehr-Rechts, statt einer Wehrpflicht. Wer Wehrdienst leisten will, hat ein Anrecht darauf.
Zitieren
Ist zwar nur EpochTimes, aber als Gag wollte ich es nicht unerwähnt lassen Big Grin:


Scholz: Deutschland wird in Europa bald größte konventionelle Nato-Armee haben

https://www.epochtimes.de/politik/deutsc...ml?tweet=1
Zitieren
Ich erinnere mich dahingehend an die Patriots, haben wir da damals nicht entschieden kleinere Raketenpods zu nutzen als die Amis, damit die deutsche Straßenlast des Gesamtfahrzeuges eingehalten werden könnte ? 40t denke ich Mal.
Wie sieht es da mit diesem Entwurf aus, als Gegenentwurf zum Himars ?
Ja kommt von Diehl, erwarte das man sowas da auf dem Zettel hat, fiel nur gerade ein.
Zitieren
Regenbogenfahnen vor dem Verteidigungsministerium (sowie aktuell in vielen Kasernen)

https://twitter.com/BMVg_Bundeswehr/stat...6801162241

https://www.bmvg.de/de/aktuelles/vielfal...um-5456444

Warum gilt hier eigentlich die Neutralitätspflicht als einer der Grundsätze des Berufsbeamtentums nicht mehr? Beamtenrechtlich gilt: Alle Beamten sind verpflichtet, ihre dienstlichen Aufgaben unparteiisch und gerecht zu erfüllen. Unparteilichkeit bedeutet ein Handeln allein nach sachlichen Gesichtspunkten, ohne Benachteiligung oder Bevorzugung eines Beteiligten. Zitat:

Zitat:Das Gesetz will als allgemeingültige Materie jede sachlich unberechtigte Bevorzugung oder Benachteiligung ausschließen, gleichgültig auf welche Motive oder Beziehungen die Ungleichbehandlung zurückzuführen ist. Der Grundsatz der Unparteilichkeit bei der Erfüllung dienstlicher Aufgaben geht über die parteipolitische Neutralität hinaus, denn es soll jede unberechtigte Ungleichbehandlung ausgeschlossen werden, gleichgültig ob dafür politische Gründe, persönliche Beziehungen, eine Gruppenzugehörigkeit oder sonstige Gründe maßgeblich sind.

Unparteilichkeit und Aufgabenerfüllt sind in dieser sogenannten Bundeswehr, insbesondere aber im sogenannten Bundesverteidigungsministerium definitiv dahin.
Zitieren
Sorry Quintus, aber wo soll denn da bitte eine Parteilichkeit vorhanden sein?
Parteilichkeit "für Akzeptanz und Toleranz"? Also gegen Ausgrenzung und Intoleranz? Das soll parteilich sein? Nur weil dieses Symbol in der Regel mehr von Menschen verwendet wird, die gesellschaftspolitisch eher links zu verorten sind? Dann darf die Bundeswehr auch nicht die schwarz-rot-goldene Flagge verwenden, denn die steht ja für Freiheit, Bürgerrechte und nationale Einheit. Und die wird auch mehr von konservativ eingestellten Menschen verwendet als von Linken. Ist das dann auch Parteinahme?

Ich find's persönlich zwar recht albern, aber nur deswegen, weil ich denke, dass eine tolerante Gesellschaft es nicht nötig haben sollte, diese Toleranz überall und ständig zu betonen. Aber ein Verstoß gegen die Neutralitätspflicht ist das sicher nicht.
Zitieren
Das Hissen dieser Flaggen ist eben kein allgemeines Zeichen für Akzeptanz und Toleranz, sondern ein hochpolitisches Signal für eine ganz bestimmte spezifische Minderheit. Und exakt in diesem Kontext wurden diese Flaggen auch hochgezogen. Dieses Symbol welches hier spezifisch für eine ganz bestimmte vorlaute, marktschreierische, hysterische Minderheit verwendet wird, welche ihre rein privaten Ansichten der absoluten Mehrheit der Bürger in unangebrachter Weise aufoktroyieren will dann noch mit der Flagge dieses Landes gleichzusetzen halte ich für verfehlt. Die schwarz-rot-goldene Flagge ist zudem nicht eine welche mehr von konservativen Menschen verwendet wird, sondern sie ist die Flagge dieser Bundesrepublik. Sie ist also die Flagge dieses Staates welchem diese Bundeswehr dient.

Die gezeigte Regenbogenflagge ist hingegen das hochpolitische Zeichen einer Minderheit, welche einen viel zu weit gehenden Einfluss sowohl in dieser Gesellschaft als auch insbesondere in dieser Armee erlangt hat. Und damit ist das Hissen dieser Flagge in genau diesem Kontext - und exakt und nur dafür wurde das getan - eben ein Verstoß gegen die beamtenrechtliche Neutralitätspflicht.

PS: in manchen deutschen Polizeibehörden darf wegen der Neutralitätspflicht nicht einmal Schwarz-Rot-Gold aufgehängt werden, aber man hat Regenbogenfarben auf dem Streifenwagen mit der Aufschrift: Proud to be your friend (Itzo lasst mich lachen: welche deutsche Satzwahl!) - den das ist im Gegensatz zu Schwarz-Rot-Gold natürlich politisch neutral......
Zitieren
(04.07.2022, 09:33)Quintus Fabius schrieb: Die gezeigte Regenbogenflagge ist hingegen das hochpolitische Zeichen einer Minderheit

Die Regenbogenflagge ist doch schon immer gesellschaftliches Allgemeingut, dass aktuell immer stärker in Mode kommt. Die wenigsten derjenigen, die diese Tragen bzw. Zeigen machen dies als hochpolitisches Zeichen, sondern verwenden es als Symbol für Akzeptanz und Toleranz, egal ob dir das nun gefällt oder nicht. Dass es auch für politische Zwecke gebraucht wird ändert an diesem Umstand nichts.

Und was den Verstoß gegen die beamtenrechtliche Neutralitätspflicht angeht:
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/press...lagge.html

Wenn du meinst, dass diese Genehmigung gegen irgendeine Neutralitätspflicht verstößt steht dir der Rechtsweg offen, ich befürchte aber, mit deiner Ansicht (!) wirst du wenig Aussicht auf Erfolg haben. Wink
Zitieren


Gehe zu: