NATO-Mission "Sea Guardian"
#1
Nachdem es im Rahmen der EU-Mission Irini zu Zwischenfällen mit der Türkei gekommen ist, eskaliert jetzt der Streit zwischen Frankreich und der Türkei im Rahmen der NATO-Mission Sea Guardian:

Zitat:Die Vorwürfe wiegen schwer: Bedrohung auf offener See, Falschmeldungen und der Bruch eines UN-Waffenembargos. Ein Vorfall im Mittelmeer führt zu einer ernsten Krise zwischen den NATO-Partnern Türkei und Frankreich.

https://www.tagesschau.de/ausland/tuerke...o-101.html
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#2
(03.07.2020, 11:31)Helios schrieb: Nachdem es im Rahmen der EU-Mission Irini zu Zwischenfällen mit der Türkei gekommen ist, eskaliert jetzt der Streit zwischen Frankreich und der Türkei im Rahmen der NATO-Mission Sea Guardian:

Zitat:Die Vorwürfe wiegen schwer: Bedrohung auf offener See, Falschmeldungen und der Bruch eines UN-Waffenembargos. Ein Vorfall im Mittelmeer führt zu einer ernsten Krise zwischen den NATO-Partnern Türkei und Frankreich.

https://www.tagesschau.de/ausland/tuerke...o-101.html

Es wird Zeit dass die Türkei hochkant aus der NATO fliegt.
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#3
(04.07.2020, 23:17)lime schrieb: Es wird Zeit dass die Türkei hochkant aus der NATO fliegt.

Genau da liegt das Problem: Lies einmal den Nordatlantikvertrag durch. Dann wirst du feststellen, dass Mitglieder nur auf eigenen Wunsch austreten können, ein Ausschluss ist dort nicht vorgesehen ist, also nicht möglich.
Und auch wenn ich dir Zustimme, dass die Türkei ein potenzieller Saboteur innerhalb der NATO ist, sind die Franzosen hier nicht ohne eigene Hintergedanken unterwegs:
Denen passt es gar nicht, dass die Türkei das Waffenembargo gegen Lybien unteläuft und mit ihren Lieferungen und Eingriffen die international anerkannte Übergangsregierung unterstützen. Frankreich steckt selber knietief drin und unterstützt - ganz pikant - zusammen mit Russland und Ägypten (und gegen andere NATO-Länder wie die USA und Italien) General Haftar.
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#4
(05.07.2020, 01:53)Vanitas schrieb:
(04.07.2020, 23:17)lime schrieb: Es wird Zeit dass die Türkei hochkant aus der NATO fliegt.

Genau da liegt das Problem: Lies einmal den Nordatlantikvertrag durch. Dann wirst du feststellen, dass Mitglieder nur auf eigenen Wunsch austreten können, ein Ausschluss ist dort nicht vorgesehen ist, also nicht möglich.
Und auch wenn ich dir Zustimme, dass die Türkei ein potenzieller Saboteur innerhalb der NATO ist, sind die Franzosen hier nicht ohne eigene Hintergedanken unterwegs:
Denen passt es gar nicht, dass die Türkei das Waffenembargo gegen Lybien unteläuft und mit ihren Lieferungen und Eingriffen die international anerkannte Übergangsregierung unterstützen. Frankreich steckt selber knietief drin und unterstützt - ganz pikant - zusammen mit Russland und Ägypten (und gegen andere NATO-Länder wie die USA und Italien) General Haftar.

Ich sehe das pragmatisch. Die Übergangsregierung wird von den Muslimbrüdern und anderen Islamistengruppen unterstützt. Und diesen die Kontrolle über Migrationsströme zu geben kann nicht im Interesse von Europa oder der EU liegen. Da ist der säkuläre Haftar eindeutig das kleinere Übel. Die italienische Unterstützung für die Übergangsregierung wird auch nicht mehr von langer Dauer sein. Nach der nächsten Parlamentswahl in Italien dürfte es damit zu Ende sein. Und auch die USA wackelt in ihrer Unterstützung für diese Regierung.
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#5
Unabhängig von der Libyen- Geschichte ist das Auftreten der Türkei gut geeignet die NATO zu sprengen. Sollte sie weiter die Pläne für das Baltikum und Polen blockieren wird die Handlungsfähigkeit der NATO immer weiter geschwächt. Damit stimmt der Spruch vom Hirntod der NATO.
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