(Europa) Österreichisches Heer (Bundesheer)
#1
Dem chronisch unterfinanzierten österreichischen Bundesheer steht eine massiver Reform bevor: Anstatt das Heer besser zu finanzieren, werden die militärischen Aufgaben eingeschränkt.

Verteidigunsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat entschieden, dass die Landesverteidigung der konventionellen Art und systemischer Terrorismus keine wahrscheinlichen Szenarien sind und das Bundesheer darauf auch nicht vorbereitet sein muss, stattdessen sollen Assistenzaufgaben bei Naturkatastrophen, Pandemien, wie etwa die Coronakrise, usw. zum Kernauftrag werden.
Strukturell soll die Heeresführung direkt ins Verteidigungsministerium integriert und die Brigadestruktur aufgelöst werden, sodass das Bataillon die höchste Organisationsebene ist.
Die schweren Waffensysteme (KPz, SPz, PzH) werden weiter reduziert, das Personal durch Nichtbesetzung der Stellen von Berufssoldaten, die in pension gehen, reduziert werden.
Gestärkt werden Cyberabwehr, ABC-Abwehr und Pioniertruppe.
Die restlichen Truppen sollen zu Infanterieeinheiten im Militzsystem auf Freiwilligenbasis werden.

Der Standard
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#2
Schaut man sich die Bedrohungslage Österreichs an, kann man das nachvollziehen.

Gut muss man es trotzdem nicht finden.

Orban hat letztens noch dem verlorenen Großreich hinterhergeheult und die Kroaten aufgeschreckt.
HIER.
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#3
Ganz Europa sättigt seine Armeen mit Radpanzern:

https://esut.de/2021/01/meldungen/25263/...fahrzeuge/

Zitat:Österreich kauft noch mehr Radpanzer

Das österreichische Heer erhält 30 weitere gepanzerte Radfahrzeuge des Typs Pandur 6×6 Evolution (Evo). Einen entsprechenden Auftrag hat das Wiener Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV) vor kurzem mit der Herstellerfirma General Dynamics European Land Systems-Steyr geschlossen. Die jetzt bestellten Fahrzeuge werden als Mannschaftstransportpanzer (MTPz) geliefert. Sie sind modular aufgebaut, so dass sie im Bedarfsfall z.B. in ein Evakuierungsfahrzeug zur Rettung von Verwundeten umgerüstet werden können. Gemeinsam mit den im Jahr 2016 beschafften 34 Fahrzeugen, die im Kompetenzzentrum „Pandur Evo“ im Jägerbataillon 17 in Straß/Steiermark beheimatet sind, wird das Österreichische Bundesheer damit in Zukunft eine Flotte von 64 neuen Pandur Evo betreiben. Die aktuell bestellten Fahrzeuge sollen in den Jahren 2022 und 2023 ausgeliefert werden.
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#4
Heart 
Dazu gibt es auch (mindestens) zwei interessante österreichsche Websites, auch mit interessanten Hintergrundartikeln zu verschiedensten Militärthemen anderer Länder:
Truppendienst.com und Doppeladler.com
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#5
(24.06.2020, 21:13)Mondgesicht schrieb: Schaut man sich die Bedrohungslage Österreichs an, kann man das nachvollziehen.

Gut muss man es trotzdem nicht finden.

Orban hat letztens noch dem verlorenen Großreich hinterhergeheult und die Kroaten aufgeschreckt.
HIER.

Ich denke das ist eine eklatante Fehleinschätzung. Struktureller Islamismus wurde in Österreich jahrzehntelang völlig unterschätzt genauso wie in Frankreich. Nun schlägt das Pendel Ad-Hoc in die andere Richtung in Frankreich und wird vermutlich auch zu Übertreibungen führen. Wenn man bedenkt dass der Innenminister Le Pen in einer Talk Show vorgeworfen hat dass sie zu weich mit Islamisten umgehen wolle ist das schon sehr erstaunlich. Ähnliche Vorwürfe gab es aber auch schon seitens der ÖVP in Richtung FPÖ.
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