Anforderungen an die amphibischen Kräfte des Vereinigten Königreichs
#1
Anforderungen an die amphibischen Kräfte des Vereinigten Königreichs in der zukünftigen Betriebsumgebung
Sidharth Kaushal und Jack Watling.
Gelegentliche Veröffentlichungen, 20. November 2019
Streitkräfte, Ausrüstung und Beschaffung, Globale Strategie und Verpflichtungen, Militärwissenschaften, Verteidigungspolitik, Großbritannien, Landstreitkräfte, Seestreitkräfte, UK Verteidigung, Europa

https://rusi.org/sites/default/files/201...ng_web.pdf
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#2
Interessante Lektüre, danke für die Info.
Wer wenig Zeit hat:
Die Autoren wollen die Royal Marines fit für zukünftige Einsätze machen und bringen dafür drei denkbare Einsätze:
-"Grüne Männchen" auf Spitzbergen, sprich ein russischer Versuch einer subversiven Aktion
- Die Besetzung von Abu Musa, einer befestigten iranischen Insel an der Straße von Hormuz
- eine Intervention im jemenitischen Hafen von Hodeida
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#3
Beim US Marine Corps wird über ein "Marine Littoral Regiment" nachgedacht. Das steht wohl im Zusammenhang mit Anti-Access Area Denial bzw. wie man sich Zugang zu solchen Gebieten verschaffen kann.

https://www.marinecorpstimes.com/news/yo...e-battles/
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#4
Hier noch ein sehr interessanter Artikel bzgl. der Zukunft der US Marine Corps - wäre vielleicht auch ein eigenes Thema:

https://esut.de/2020/03/meldungen/streit...nderungen/

"Das USMC beabsichtigt sich zukünftig aller Kampfpanzer zu entledigen, die meisten Artilleriebatterien auflösen und sich ganz dem Kampf von Insel zur Insel, mittels einer leichten Mobilität, zu verschreiben. Operationen rund um Inselketten sollen in zahlenmäßig beschränkten und infanteristisch kämpfenden Kampfgruppen (50 bis 100 Marines) unterstützt durch unbemannten Systemen und mobilen Anti-Schiffsraketen erfolgen....

Das USMC wird über drei Marine Littoral Regiments (MLRs) verfügen, die dann gänzlich trainiert und ausgerüstet sind, um Sea Denial und Sea Control Operationen durchführen zu können.....
Schiffsseitig sollen neue mittelgroße amphibische Schiffe, Landungsboote sowie Versorgungsboote beschafft werden....

Wenn eine militärische Konfrontation drohte, würden die Regimenter kleine Teams von Marines zerstreuen, die in schnellen Landungsbooten zu den kleinen Inseln eilen würden, die das Süd- und Ostchinesische Meer durchziehen, so General Berger im Wallstreet Journal....
Die Simulationen zeigten, dass die neuen Fähigkeiten und Taktiken des USMC “eine Menge Probleme” für die chinesischen Streitkräfte schaffen würden. “Es ist sehr schwierig für sie, einer aufgelockerten Marineexpeditionstruppe entgegenzutreten, die klein und mobil ist, aber die Fähigkeit hat, die Hand auszustrecken und Sie ergreifen zu können."

Die Verkleinerung und Rückbesinnung auf maritime Fähigkeiten scheint ein genereller Trend bei der Marineinfanterie zu sein, um Bedrohung durch A2AD zu begegnen.
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#5
(24.03.2020, 20:27)26er schrieb: Schiffsseitig sollen neue mittelgroße amphibische Schiffe, Landungsboote sowie Versorgungsboote beschafft werden....

Welche Größe werden die ca. haben ?
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#6
Ich glaube das ist noch nicht raus, aber deutlich kleiner und evtl. schneller als die bisherigen. Die Industrie springt auf den Zug anscheinend auch schon auf und bietet bewaffnete HSSV an:

https://www.navalnews.com/event-news/sna...-sna-2020/

Ich finde gerade einen älteren Artikel über die Zukunft vom USMC nicht. Ich denke hier geht es um höhere Geschwindikeiten, kleinere Verbände, vielleicht sogar schon Einzelfahrer und auch darum, dass man evtl. auch mal den Verlust eines Schiffes verkraften könnte.

https://www.defenseone.com/technology/20...al/160362/

"The operators teaming with those machines will also fight differently. The Marines, Berger said, are exploring new “methods like expeditionary advanced bases, small units, distributed, mobile, that can re-arm, refuel, sense forward, kill forward, and then move, all with a low signature"

"At the same time, we are under-invested in naval expeditionary capabilities and capacities that support fleet operations, including:
Unmanned lethal, low-cost, long-endurance combat aerial vehicles;
Unmanned lethal and non-lethal ground and amphibious vehicles;
Unmanned aerial, ground, surface, and underwater logistics vehicles/vessels;
Mobile and rapidly deployable rocket artillery and long-range precision-fires to include anti-ship missiles;
Mobile air defense and counter-precision guided missile systems, to include directed energy systems;
Loitering munitions;
Signature management;
Electronic warfare;
Expeditionary airfield capabilities and structure to support manned and unmanned aircraft and other systems from austere, minimally developed locations;
Offensive mining capabilities; and
Lethal and risk-worthy surface vessels to include large undersea vessels."

https://nationalinterest.org/blog/buzz/h...page=0%2C1 - siehe unten..
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#7
Hier noch ein Nachtrag zu kleineren Landungsschiffen:

https://nationalinterest.org/blog/buzz/a...aft-132982

Es wird von kleineren Schiffen (OSV - offshore support vessel) gesprochen, die den Versorgungsschiffen der Öl- und Gasindustrie ähneln und dabei verschiedene Rollen übernehmen. Dabei sollten diese einen Zug Marineinfanterie plus kleiner Boote transportieren.
Am Ende sollten die Schiffe bzw. Boote, hier wir von Längen zwischen 60 und an anderer Stelle von 100m gesprochen, kostengünstig sein, um zahlreich beschafft werden zu können.

Es wird auch auf die irakischen OSV verwiesen, die wohl als Vorbild dienen könnten:

https://en.wikipedia.org/wiki/Al_Basra-c...ort_vessel
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#8
https://australia.austal.com/ships/austal-hssv-72-0

Wenn ich das Richtig sehe haben die einen Entwurf einer SL Variante präsentiert.
Leider konnte ich da keine Details zu finden :-(

https://en.wikipedia.org/wiki/Al_Basra-c...ort_vessel
Letztlich ein doch eher konventioneller Ansatz ?
"Mutterschiff" für ein paar kleine Subsysteme/Kampfboote......
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#9
Ich glaube dass es noch nicht wirklich was Konkretes gibt, eher nur eine Idee so in der Größe zwischen Schnellboot und Korvette. Denke auch dass sie mit dem Verweis auf das irakische Boot nur sagen wollten, dass die Einheiten deutlich kleiner sind und vor allem kostengünstiger sein sollten. Letztendlich wäre das ja eher unspektakulär, eine Art Schnellboot, mit Kran, Transportkapazität und leichter Bewaffnung, samt ein paar Booten.

Was mich interessieren würde, ist wie sie damit LKW's und die Raketenwerfer (HIMARS) an Land und wieder zurück an Bord bringen möchten. Landungsboote im Welldeck wird wohl eher ausscheiden, bei der geringen Größe.

@Mike112
den Austal Entwurf finde ich sehr interessant, vor allem weil er so flexibel ist, mal davon abgesehen dass ich generell sehr skeptisch gegenüber Kriegsschiffen aus Aluminium bin. Ist der bei der geringen Größe aber wahrscheinlich schwierig aus Stahl zu realisieren.
War da ein Link auf das HSSV dabei?
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#10
In einem anderen Forum hatte ich den Link zu diesem Artikel gefunden:

https://assets.documentcloud.org/documen...and-II.pdf

" And in partnership with the Navy, our units will possess littoral maneuver capabilities to include high-speed, long-range, low-signature craft capable of maneuvering Marines for a variety of missions."
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