Panzerhaubitze 2000 – Konzepte zur Schließung der Reichweitenlücke
#1
https://esut.de/2019/11/fachbeitraege/ru...tenluecke/

Kurzfristiger Lösungsansatz

Eine der Möglichkeiten liegt in der Einführung der hauseigenen M1711 Basebleed Munition, welche bereits in der ebenfalls mit PzH2000 ausgestatteten niederländischen Artillerie genutzt wird. Base-Bleed-Geschosse besitzen einen pyrotechnischen Satz am Geschossheck. Dieser wird beim Abschuss gezündet und hat die Aufgabe, durch den Ausstoß von Verbrennungsgasen den Unterdruck hinter dem Geschoss zu reduzieren und somit den Sog zu verringern. Dies führt zu verbesserten aerodynamischen Eigenschaften des Geschosses und somit zu weiteren Flugreichweiten bei gleichem Gewicht und Mündungsgeschwindigkeiten (V0) im Vergleich zu herkömmlichen Geschossen. Mit dieser Lösung ließe sich eine Reichweite von bis zu 40 km erzielen.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, stärkere Treibladungen zu nutzen. Nach Angaben von Rheinmetall liegt die aktuelle Druckgrenze der Waffenanlage bei 359 MPa. Diese Obergrenze wird auch bei Nutzung der 6ten Ladung nicht erreicht. Um diese vorhandenen Leistungsreserven zu realisieren, wird die Nutzung der 52-23-Kaliber-Topcharge von Nitrochemie, einem Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und RUAG, vorgeschlagen. Mit der Topcharge lässt sich eine Mündungsgeschwindigkeit von über 990 m/s (6te Ladung entspricht 945 m/s) erreichen, was einer Reichweitensteigerung, basierend auf dem Ausgangswert der jeweiligen Munitionssorte, von ca. 17 Prozent entspricht. Dieser errechnete Wert wurde während der Schießkampagne in Südafrika sogar übertroffen.

Als dritte kurzfristig umsetzbare Möglichkeit wird der Rückgriff auf die konzerneigene und in Serienproduktion befindliche Assegai M2005 V-LAP Munition vorgeschlagen. V-LAP steht für Velocity Enhanced Long Range Artillery Projectile, dahinter verbirgt sich ein mittels Basebleed und Raketenmotor geschwindigkeitsgesteigertes Artilleriegeschoss. Ein Teil des Sprengstoffes musste für die Unterbringung des Raketenmotors im Geschoss weichen. So dass bei der M2005 V-LAP vier Kg Sprengstoff als Sprengmasse ausreichen müssen. Um trotzdem eine vergleichbare Wirkleistung wie eine DM121 erreichen zu können, wäre eine Lösung mit vorfragmentierter Gefechtskopf anzudenken.
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#2
Die Bundeswehr ist doch schon lange dabei diese Lücke zu schließen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Vulcano_(Munition)

http://www.bundeswehr-journal.de/2019/le...-beginnen/

https://www.diehl.com/defence/de/presse-...n-starten/

Aber das ist dann wahrscheinlich nicht "hauseigen" (wer produziert M1711 Blasebleed und M2005 V-LAP? Konnte dazu auf die schnelle nichts finden).
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#3
Evtl. sollte man den Artikel eher als Werbung für das neue Waffenanlage L60 verstehen ;-)

Letztlich ist Reichweitensteigerung das Thema und ein Weg ist es wohl auch die Rohrlänge zu verlängern.
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#4
Mit Base bled ist schon die USN auf die Nase gefallen. Mit 1 Mio. pro Granate ist das L-LAP zu teuer geworden.Smile
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#5
(20.11.2019, 20:34)ede144 schrieb: Mit Base bled ist schon die USN auf die Nase gefallen. Mit 1 Mio. pro Granate ist das L-LAP zu teuer geworden.Smile

schließen der Reichweitenlücke auf US Amerikanisch, aus Defence-Blog:

https://defence-blog.com/wp-content/uplo...AAcJuF.png

1000 MilenExclamation wow Exclamation Das nenne ich mal Reichweitenlücke schließen. Erinnert mich so an ein Eisenbahngeschütz aus dem WWII.

Ist daas relaistisch oder eher unter dem Motto "Confuse the Monkeys" zu sehen Huh
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#6
Bullshit.

Schon mal etwas von Luftwiderstand und Reibung gehört?
Nicht ohne Grund haben Raketen Triebwerke und fliegen möglichst hoch, da dort weniger Luft und Reibung ist.
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#7
(24.02.2020, 22:05)Mondgesicht schrieb: Bullshit.

Schon mal etwas von Luftwiderstand und Reibung gehört?
Nicht ohne Grund haben Raketen Triebwerke und fliegen möglichst hoch, da dort weniger Luft und Reibung ist.

Warum BS? Schon das Parisgeschütz hatte Flughöhen über 40 km. Undda hat schon mal jemand dran geglaubt
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