Duell der Staaten um die fähigsten Köpfe
#1
Angeregt durch die Diskussion mit Quintus ist mir eingefallen, was - auf kurz oder lang - weitaus krasser kommen wird und ja auch jetzt schon im Gange ist: Ein Duell der Länder der Erde um die "fähigsten Köpfe".

Habe kürzlich gelesen, dass Japan eine große offensive Starten will, um die besten Fachkräfte aus Europa abzuwerben, sie mit allem erdenklichen umsorgen will und mit "einem der sichersten Länder der Erde" wirbt.

Einige Alt-Nationalisten glauben natürlich, sie können das verhindern, in dem Sie den Bürgern quasi per Gehirnwäsche einen "dein Staat hier ist der Beste"-Mythos einimpfen, was sie dann ans Land binden soll. Aber das ist natürlich eine Illusion.

Ein Staat, der die Besten halten will, der sollte schlicht und einfach auch das Beste bieten! Wer das nicht kann oder will - der wird untergehen.

Insofern wird es sozusagen auf kurz oder lang einen "Staaten-Kapitalismus" geben. Ein bischen wie Apple vs Microsoft.

Meinungen?
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#2
Wenn ich mal die DDR und jetzt die neuen Bundesländer vergleiche, weiss ich dass ich lieber in der DDR leben würde. Materieller Luxus ist meines Erachtens nicht befriedigend, sondern nur eine Ersatzbefriedigung für den eigentlichen Sinn des Lebens: Eine Familie gründen, Kinder bekommen und sich um seine Familie als treusorgender Vater kümmern. Das was man heute unter "Wirtschaft" versteht arbeitet dem Sinn des Lebens diametral entgegen. Von mir aus können die Fachkräfte ohne Ende abwerben. Nur durch unsere Wirtschaftkraft kann die aktuelle Flüchtlingseinwanderung überhaupt gestemmt werden. Ein Volk schafft sich selbst ab und geht dafür noch malochen. Nicht mehr meine Welt...
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#3
Mir geht es weniger um wirtschaftliche Vorteile.

Was mich hier zum Beispiel bis aufs Blut aufregt ist die Arroganz unserer (Sicherheits)-Behörden gegens eigene Volk wegen Lappalien und Nichtigkeiten - aber das Dulden sogar von Bombenbauern, solange sie nicht-deutsch sind oder zumindest zu einer anderen Religion konvertiert sind.

Ich habe einen guten Freund in den Niederlanden und fahre daher hin und wieder über die Grenze. Ich finde das einfach wirklich "toll" wie man des öfteren begrüßt wird hier im Land. Taschenlampe ins Auge, man wird angemacht als wäre man ein Verbrecher, das Auto wird durchwühlt, Dinge aufgerissen usw.

Als ob die größte Sorge dieses Landes derzeit ein paar Kiffer wären. Haben diese Herren nichts besseres zu tun?

Hingegen die Niederlande:
200x reingefahren und nicht ein einziges mal angehalten.

Insofern....man hat das Gefühl, als würde der Staat Spaß daran haben, die eigene Bevölkerung zu gängeln und zu maltretieren. Und ich muss das über meine Steuern auch noch bezahlen.
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#4
Zitat:Habe kürzlich gelesen, dass Japan eine große offensive Starten will, um die besten Fachkräfte aus Europa abzuwerben, sie mit allem erdenklichen umsorgen will und mit "einem der sichersten Länder der Erde" wirbt.

Einige Alt-Nationalisten glauben natürlich, sie können das verhindern, in dem Sie den Bürgern quasi per Gehirnwäsche einen "dein Staat hier ist der Beste"-Mythos einimpfen, was sie dann ans Land binden soll. Aber das ist natürlich eine Illusion.

Ein Staat, der die Besten halten will, der sollte schlicht und einfach auch das Beste bieten! Wer das nicht kann oder will - der wird untergehen.
Da wird gar heftig der Teufel an die Wand gemalt und gleichzeitig viel vom Staat gefordert. Natürlich muss ein (Heimat-)Staat attraktive Rahmenbedingungen für seine Fachkräfte bieten, aber man muss als Arbeitnehmer auch bereit sein, in einem völlig neuen Umfeld (hier: Japan) arbeiten und leben zu wollen, wenn man ein entsprechendes Angebot erhält. Das ist auch nicht für jeden drin, vor allem für Leute, die bereits Familien haben und sich vielleicht ihrem Umfeld / ihrer Region/Stadt verpflichtet fühlen.

Dass Japan zudem nach Fachkräften ruft, ist eher ein Zeichen dafür, dass die Japaner in argen Schwierigkeiten stecken. Das ist immerhin die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt, über die wir reden. Ein höchst industrialisiertes und fortschrittliches Land. Es scheint also einiges schief gelaufen zu sein. Vielleicht doch nicht so attraktiv.
Und dann gibts natürlich auch in anderen Ländern Nationalisten, die sicher gar nicht begeistert sind, wenn Ausländer eingestellt werden. Kenne ich als Schweizer nur zu gut, wegen der Fachkräfte-Konkurrenz aus Deutschland. Das schafft eher Anreize, die eigenen Landsleute besser auszubilden, damit man weniger auf die Fremden angewiesen ist.

Den letzten Satz würde ich übrigens noch modifzieren: "Eine EU, die die Besten halten will, sollte schlicht und einfach das Beste bieten!" Jedenfalls im Schengen-Raum. :wink:
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#5
Wie hat es die Welt nur tausende Jahre ohne diesen globalisierten Schwachsinn ausgehalten. Am Ende ist das doch alles Mumpitz der dem Ottonormalverbraucher absolut nichts bringt.
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#6
srg schrieb:Wie hat es die Welt nur tausende Jahre ohne diesen globalisierten Schwachsinn ausgehalten. Am Ende ist das doch alles Mumpitz der dem Ottonormalverbraucher absolut nichts bringt.

Nimm mal als Beispiel irgendwelche Hungerleider, die zufällig auf irgendwelchen wichtigen Bodenschätzen, z.B. Kupfer, leben.
Die haben zwar genug Kupfer, aber das ist ja nicht viel. Also teilt man das Kupfer mit anderen, die im Gegenzug was anderes zu bieten haben (z.B. das Öl, aus dem der Kunststoff gemacht wird, mit dem sich Kupferleitungen isolieren lassen).
Das ist Globalisierung. Wohlstand und Technik sind dadurch so weit gekommen.
Die Verlierer sind die armen Schweine die nichts zu verkaufen haben als ihrer Hände Arbeit (sweatshops). Aber auch die malochen ja "freiwillig" in den Ausbeuterbetrieben statt was anderes zu machen, weil sie sonst komplett abgehängt sind.
Globalisierung ist natürlich fieser Wettbewerb, und wenn von Globalisierungskritik die Rede ist, dann spricht man eigentlich meist nur vom Wettbewerb um die niedrigsten Löhne, Steuern, Sozial- und Umweltstandards. Oder von irgendwelchen schwachen Staaten in denen Öl gefunden wird, und mit dem Geld kommt dann das Elend (Nigeria).
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#7
Mitleser schrieb:
srg schrieb:Wie hat es die Welt nur tausende Jahre ohne diesen globalisierten Schwachsinn ausgehalten. Am Ende ist das doch alles Mumpitz der dem Ottonormalverbraucher absolut nichts bringt.

Nimm mal als Beispiel irgendwelche Hungerleider, die zufällig auf irgendwelchen wichtigen Bodenschätzen, z.B. Kupfer, leben.
Die haben zwar genug Kupfer, aber das ist ja nicht viel. Also teilt man das Kupfer mit anderen, die im Gegenzug was anderes zu bieten haben (z.B. das Öl, aus dem der Kunststoff gemacht wird, mit dem sich Kupferleitungen isolieren lassen).
Das ist Globalisierung.
Die Verlierer sind die armen Schweine die nichts zu verkaufen haben als ihrer Hände Arbeit (sweatshops). Aber auch die malochen ja "freiwillig" in den Ausbeuterbetrieben statt was anderes zu machen, weil sie sonst komplett abgehängt sind.
Globalisierung ist natürlich fieser Wettbewerb, und wenn von Globalisierungskritik die Rede ist, dann spricht man eigentlich meist nur vom Wettbewerb um die niedrigsten Löhne, Steuern, Sozial- und Umweltstandards. Oder von irgendwelchen schwachen Staaten in denen Öl gefunden wird, und mit dem Geld kommt dann das Elend (Nigeria).

Nein das ist keine Globalisierung sondern einfach normaler Handel zwischen Nationalstaaten.
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#8
srg schrieb:Nein das ist keine Globalisierung sondern einfach normaler Handel zwischen Nationalstaaten.

Das schließt die Auslagerung von Produktion ein.
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#9
Mitleser schrieb:
srg schrieb:Nein das ist keine Globalisierung sondern einfach normaler Handel zwischen Nationalstaaten.

Das schließt die Auslagerung von Produktion ein.

Der normale Handel, wie er tausende von Jahren stattgefunden hat, hat eigentlich immer zu mehr Wohlstand und Zufriedenheit bei den Handelspartnern geführt. Die Globalisierung hingegen ist für den normalen Verbraucher völlig nutzlos, verschwendet sinnlos Ressourcen durch sinnlose Transporte, setzt den Menschen einem völlig übertriebenen Konkurrenzdruck aus und zerstört dadurch nicht nur das familiäre Zusammenleben, sondern auch die Psyche der Menschen, die zum Humankapital verkommen.
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#10
Der Aufstand der schlesischen Weber rührte daher, dass in England mechanische Webstühle aufkamen. Also haben die Engländer ihre Produkte billiger verkauft. Bedeutete billigere Textilien für alle und Not für die schlesischen Weber.
Gibt immer Verlierer. Vor allem, wenn die stärkeren die Regeln dafür diktieren, wer seine Märkte wie zu öffnen hat - weil sie gleichzeitig diejenigen sind welche über Kreditvergaben und Ratings bestimmen. Oder aber die Öffnung von Märkten gleich mit der Navy durchsetzen, da die helfende Hand des freien Marktes manchmal durch eine gepanzerte Faust ersetzt wird, wenn Profit nicht anders zu machen ist..
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