Panzerartillerie
#1
Als neuer Sammelstrang über jede Art von Artillerie auf SFL, gepanzerte Artillerie usw

Als Einleitung mal das neue schwedische Artilleriesystem ARCHER als Beispiel für eine neue Radplattform:

https://www.youtube.com/watch?v=E3QoVvtPqXY

https://www.youtube.com/watch?v=71dFN-0nY8E

Und im Vergleich dazu als neue Kettenplattform das Artilleriesystem DONAR:

https://www.youtube.com/watch?v=HkNOUI1N5uA

Dessen AGM Modul man aber auch auf einen GTK pflanzen könnte:

http://www.kmweg.de/uploads/pics/AGM_Boxer.JPG

Oder ebenso auch auf andere Kettenplattformen:

http://www.kmweg.de/uploads/pics/AGM_Leo.JPG

Was zu der Frage führt, ob für solche Artillerie auf SLF Ketten- oder Radantriebe sinnvoller sind ?!

Wie schwer die Panzerung sein muss/soll oder ob man nicht mehr auf Beweglichkeit setzen sollte ?!

Und ob es nicht vielleicht wieder einen Trend zu keineren Kalibern geben könnte, insbesondere weg von der 155mm wieder hin zur 105mm womit noch leichtere und beweglichere Artillerie möglich wäre ?!
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#2
Quintus Fabius schrieb:Als Einleitung mal das neue schwedische Artilleriesystem ARCHER als Beispiel für eine neue Radplattform: [...]
Und im Vergleich dazu als neue Kettenplattform das Artilleriesystem DONAR: [...]
DONAR macht schon vieles richtig, wie ich finde (Multi-Plattform-Fähigkeit statt komplettes Fahrzeug; Performance ähnlich wie PzH2000). Archer sieht für mich ähnlich aus, ist aber an eine Plattform gebunden, was ich als Nachteil empfinde, auch wenn diese sehr geländegängig sein soll. Ein echter Schritt nach vorne scheint mir ARCHER im Vergleich zu DONAR jedenfalls nicht zu sein.

Zitat:Was zu der Frage führt, ob für solche Artillerie auf SLF Ketten- oder Radantriebe sinnvoller sind ?!
Hier würde ich die für "Rad vs Kette" typische Antwort geben: Es kommt auf die Umstände an. Gerade daher finde ich DONAR sehr gut, weil die Plattform eben ohne Probleme auf Rad und Kette realisierbar ist.

Zitat:Wie schwer die Panzerung sein muss/soll oder ob man nicht mehr auf Beweglichkeit setzen sollte ?!
Ich würde hier tendenziell ganz klar auf minimale Panzerung und maximale Beweglichkeit setzen. Aber auch dazu gilt natürlich: Es kommt auf die Umstände an. In gewissen Szenarien mag sich auch eine stärkere Panzerung als überlegen erweisen. Generell denke ich aber, dass die Vorteile bei einer geringeren Panzerung (höhere strategische und taktische Mobilität, geringere Anforderungen an die Logistik usw.) in den meisten Fällen überwiegen werden. Auch insoweit ist die Option bei DONAR, eine ganze Reihe von Plattformen - von leicht bis überschwer - für das AGM einzusetzen, sehr positiv zu bewerten.

Fast noch interessanter finde ich aber das Konzept der "nur optionalen" Selbstfahrlafette, wie es beim M777 Lightweight Field Howitzer Portee System von BAE Systems umgesetzt wurde:

https://www.youtube.com/watch?v=mzCjU1-1S3s

Dort kann das M777 Geschütz je nach Bedarf gezogen oder getragen werden - einschließlich der Option des Feuerns im getragenen Zustand. Die Umsetzung erfolgte hier als Radfahrzeug sollte aber auch völlig ohne Probleme auf Kette und/oder mit wechselndem Panzerschutz möglich sein - und wenn ein Fahrzeug gar nicht gebraucht wird (z.B. im "Feldlagerdienst"), nutzt man die M777 allein mit nochmals geringerer notwendiger Logistik. Einziger echter Nachteil ist der mangelnde Autoloader...

Wenn das AGM auch ohne "Basisfahrzeug" einsetzbar sein sollte, könnte dies die optimale Synthese aus den o.g. Konzepten darstellen.

Zitat:Und ob es nicht vielleicht wieder einen Trend zu keineren Kalibern geben könnte, insbesondere weg von der 155mm wieder hin zur 105mm womit noch leichtere und beweglichere Artillerie möglich wäre ?!
Aktuell vermag ich einen solchen Trend (noch) nicht zu sehen. Ich sehe aber durchaus große Vorteile bzgl. des kleineren Kalibers, sofern auch damit eine ausreichende Letalität erzielt werden kann (allgemeine Logistik, Munitionsvorrat am/im Fahrzeug). Insbesondere im Hinblick auf die potentielle (und m.E. sehr zukunftsträchtige!) Verwischung der Grenzen zwischen Panzern und Artillerie/Mörsern (siehe z.B. Cockerill XC-8 Turm für direktes und indirektes Feuer oder die Option des direkten Feuers bei AMOS und NEMO Mörsergeschützen) halte ich daher ein kleineres Kaliber für sehr zukunftsträchtig!
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