US - Atom-U-Boote
#1
Für viele Staaten haben wir einen solchen Strang - für die USA nicht; ich habe mich gefragt, ob wir dann für jeden Typ oder zumindest für SSNs und SSBNs einen eigenen Strang machen sollten; ich denke aber, ein einziger Strang sollte reichen. Daher als Eingangsposting:
http://www.marineforum.info/Aktuelles_H ... olger.html
Zitat:OHIO-NACHFOLGER GEPLANT

DAS NEUE STRATEGISCHE UNTERSEEBOOT DER US-NAVY

Sidney E. Dean



Das Typschiff der OHIO-Klasse wurde 1981 bei der US-Navy in Dienst gestellt. Die Ausmusterung dieser mit Trident Atomraketen bewaffneten strategischen U-Boote (SSBN) beginnt 2027. Im darauffolgenden Jahr soll das Typschiff einer neuen SSBN-Klasse ausgeliefert werden. Die Programmbezeichnung für die Entwicklung der neuen Klasse lautete ursprünglich SSBN-X, wurde zwischenzeitlich jedoch auf OHIO Replacement Submarine geändert. Der Entwicklungsauftrag für diesen „OHIO-Nachfolger“ wurde 2012 an die Firma General Dynamics Electric Boat im Bundesstaat Connecticut vergeben.
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Neues Antriebssystem vorgesehen

Gemäß Angaben der Navy soll das neue U-Boot 171 Meter lang und 13 Meter im Durchmesser sein. Die Verdrängung beim Tauchen wird auf 21.000 Tonnen veranschlagt. Die Ausmaße entsprechen der OHIO-Klasse, doch wäre die zitierte Verdrängung rund 2.000 Tonnen größer als bei den heutigen SSBN. Die Crew wird, wie auf der OHIO-Klasse, auf 155 Personen angesetzt. Dank des Atomantriebs ist die Fahrtreichweite grundsätzlich unbegrenzt. Die strategische Nutzlast besteht aus sechszehn Trident II D5 Atomraketen (OHIO-Klasse: 24 Raketen, demnächst im Rahmen des neuen SALT-Rüstungskontrollabkommens 20 Raketen). Die Flugkörper werden – wie bei der OHIO-Klasse – unter Wasser gestartet. Die Reichweite der Raketen beträgt 6.500 Seemeilen, die Nutzlast besteht aus bis zu zwölf Sprengköpfen mit einer Zerstörungswirkung von jeweils 300-475 Kilotonnen TNT. Für die taktische Verteidigung wird die neue Klasse auch weiterhin über Torpedorohre verfügen.

Obwohl die OHIO-Klasse und ihr Nachfolger atomgetrieben sind, gibt es wesentliche Unterschiede im Antriebssystem. Das zu entwickelnde Schiff soll einen elektrischen Antrieb aufweisen. Dies soll, im Vergleich zu der Verwendung eines mechanischen Getriebes auf der OHIO-Klasse, eine wesentliche Reduzierung des Fahrtlärms bewirken. Es soll dazu beitragen, dass SSBN weiterhin schwer zu orten sind, selbst wenn Gegner im Verlauf der nächsten Jahrzehnte erwartungsgemäß leistungsstärkere Sensoren und U-Jagd-Technologien entwickeln.

Das Antriebssystem ist auch ein Grund dafür, dass die Navy mit nur zwölf Einheiten des neuen Typs auskommen will. Die OHIO-Klasse musste nach durchschnittlich 19 Einsatzjahren für vier Jahre in das Trockendock. Hier wurde sowohl eine zweijährige Generalüberholung als auch ein zwei Jahre dauernder Austausch der Brennstäbe der Atomreaktoren durchgeführt. Die Reaktoranlagen des OHIO-Nachfolgers werden so entworfen, dass die ursprünglichen Brennelemente für die gesamte vierzigjährige Dienstzeit der U-Boote ausreichen. Das künftige U-Boot wird folglich nur eine zweijährige Generalüberholung brauchen. Da die zweijährige Erneuerung der Kernbrennstäbe entfällt, soll die Flotte auch mit weniger Einheiten die gleiche oder sogar eine höhere ständige Einsatzpräsenz wahren.
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Das US-Naval Institute veröffentlichte 2012 unter Berufung auf das Entwicklungs- und Beschaffungskommando der Navy (Navy Sea Systems Command – NAVSEA) physische Details des Grundentwurfs des neuen U-Boots. X-förmig ausgerichtete Höhenruder werden am Heck angebracht, um höhere Fahrtgeschwindigkeit unter Wasser und bessere Manövrierfähigkeit über Wasser zu ermöglichen. Tiefenruder befinden sich am Turm (sogenannte „Fairwater Planes“) anstatt am Rumpf. Es sollen auch verschiedene Technologien von den (weniger als halb so großen) Jagdunterseebooten der VIRGINIA-Klasse übernommen werden. Hierzu gehören sonarabsorbierende Platten am Rumpf; ein Wasserstrahl-Pumpantrieb (Water-Jet Propulsor), der die Kavitationsneigung reduziert und dadurch weniger Fahrtlärm als Schiffsschrauben verursacht sowie eine größere Variante des Large Aperture Bow (LAB) Sonarsystems (ein mit mehr als 1.000 Aktiv- und Passivsensoren ausgestattetes kugelförmiges Gebilde am Bug des U-Boots).


Finanzierung weiterhin problematisch
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#2
http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat:Parallel zum Zulauf neuer Angriffs-U-Boote (SSN) der VIRGINIA-Klasse werden alte U-Boote der LOS ANGELES-Klasse ausgemustert.

Da eine Abgabe der nuklear-angetriebenen U-Boote an befreundete / verbündete Marinen nicht in Frage kommt, werden fast alle zunächst aufgelegt, dann verschrottet. Dieses Schicksal war eigentlich auch der LA JOLLA (SSN-701) bestimmt. Sie sollte 2015 außer Dienst gestellt und anschließend verschrottet werden. Nun aber wird das seit 1981 bei der US Navy dienende U-Boot eine „Gnadenfrist“ von immerhin 20 Jahren erhalten.

Im November traf die zuletzt in Pearl Harbor auf Hawaii stationierte LA JOLLA nach einer Überführungsfahrt in Norfolk (Virginia) ein. In den kommenden fast drei Jahren wird das U-Boot dort beim Norfolk Naval Shipyard zu einem Ausbildungsboot umgebaut. Dabei wird die Frontsektion des U-Bootes (FK-Starter) komplett demontiert. An ihre Stelle tritt eine vorgefertigte völlig neue Rumpfsektion mit u.a. Ausbildungsräumen und Büros.

Die Reaktor-Antriebsanlage bleibt voll intakt, wird sogar noch einmal überholt, aber abgesehen von einer kurzen Überführung nach Charleston (South Carolina) wird die LA JOLLA nicht mehr zur See fahren. Als „Moored Training Ship“ (MTS) der Nuclear Power Training Unit (NPTU) der US Navy wird sie ab Ende 2017 ihren festen Standort in Charleston (South Carolina) an der Pier finden. Auf ihr sollen künftige Offiziere und schiffstechnische Mannschaften Bedienung, Betrieb, Wartung und Überwachung von Reaktor-Antriebsanlagen lernen.

Die LA JOLLA wird das erste U-Boot der LOS ANGELES-Klasse, dem ein zweites Leben als Moored Training Ship bestimmt ist. Derzeit bildet die NPTU in Charleston Offiziere und Mannschaften noch an den Antriebsanlagen der mehr als 50 Jahre alten früheren ballistischen FK-U-Boote DANIEL WEBSTER und SAM RAYBURN (LAFAYETTE-/JAMES MADDISON-Klassen) aus. LA JOLLA soll 2018 die DANIEL WEBSTER ersetzen und dann der US Navy weitere 20 Jahre als MTS dienen.
(Ganze Nachricht, da MARINEFORUM und nur kurz im Netz)
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#3
http://www.naval-technology.com/news/ne ... ne-4486883

Zitat:US Navy christens new Virginia-class submarine

The US Navy has christened its newest Virginia-class SSN 795 submarine as USS Hyman G. Rickover.

It has been named in honour of the navy admiral Hyman G. Rickover, who created USS Nautilus (SSN 571), the world's first operational nuclear-powered submarine.

Virginia-class submarines are being built by General Dynamics (GD) Electric Boat in collaboration with Huntington Ingalls Industries' Newport News Shipbuilding unit as part of a $17.6bn contract.....
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#4
Eher zu Haushalts und Unterhaltsfragen :

http://www.military.com/daily-news/2015 ... -navy.html

Zitat:Funding New Submarines Outside the Navy?

Newport News Shipbuilding has a stake in a new and potentially divisive method for funding a future class of submarine, a project considered the Navy's top priority.

At issue is how to replace the aging fleet of Ohio-class ballistic missile submarines, often referred to as "boomers," which play an increasingly important role in America's ability to deliver a nuclear punch.

Replacing the Ohio-class fleet with new submarines has been deemed so important -- and so difficult to afford in tight fiscal times -- that Congress has proposed funding them outside the Navy's $15.7 billion annual shipbuilding budget.....


und

http://www.dailypress.com/news/military ... story.html
Zitat:Navy looks to private contractors for more submarine maintenance

The Navy could enlist private shipyards to help relieve a maintenance backlog for its attack submarines, which translates into a potential opportunity for Newport News Shipbuilding.

Federal budget cuts have caused staffing shortages at U.S. shipyards, according to Vice Adm. Michael Connor, commander of the Navy's submarine force, who spoke with the Associated Press. Submarine overhauls have gone from 19 months to 28 months....
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