Luftkrieg im 21. Jahrhundert
#46
revan:

Zitat:Größter Vorteil wäre von Speed wäre zwar eine geringeren Gefährdung durch SAM Systeme ausgesetzt zu sein, da wie höher und schneller eine Maschine fliegt, umso kleiner die “no-escape zone“ der Feindlichen Raketen ausfällt.

Das sehe ich eben nicht als den primären Vorteil: sondern der primäre Vorteil ist, dass man den eigenen Waffen durch eine größere Höhe und größere Geschwindigkeit eine wesentlich größere Reichweite verleihen kann und den BVR Kampf auf wesentlich größere Distanzen führen kann. Meiner Ansicht nach wird die Detektion in Zukunft nicht so sehr das Problem sein, sondern der Gegner wird auf Distanzen aufgeklärt werden, die größer sind als die Reichweite der Waffensysteme. Im BVR Kampf führt das dazu, dass die Geschwindigkeit der Waffe zum Ziel und die Reichweite immer bedeutender werden.

Der zweite entscheidende Vorteil einer großen Flughöhe ist, dass man sehr schnell hohe Geschwindigkeiten erreichen kann indem man taucht, also in Richtung Boden hält. Das ist die schnellste Möglichkeit schnell zu werden, viel einfacher und schneller als indem man das Triebwerk anwirft. Man kann also langsam anfliegen und dann wenn der Feind auf große Distanz aufgeklärt ist eine Waffe auf viel größere Reichweite einsetzen und dann selbst mit hoher Geschwindigkeit fliehen.

An dieser Stelle möchte ich noch mal auf den Aspekt hinweisen, dass Stealth im heutigen Luftkampf nicht alles ist, sondern dass die Vernetzung der Lufteinheiten genau so wesentlich ist. Diese ermöglicht es, selbst sehr gute Stealth-Kampfflugzeuge durch vorgeschobene Beobachter aufzuklären und die Bekämpfung dann von anderen weiter hinten befindlichen Einheiten durchführen zu lassen.

Für diese Aufklärungsrolle eignen sich in besonderem Maße autonome Stealth-Drohnen welche dann einen sehr einfachen und damit machbaren Auftrag hätten.

Selbst die F-35 soll so eingesetzt werden: F-35 ohne externe Waffen klären vorne auf, andere F-35 schleppen "weiter hinten" dann die ausreichende Menge an Raketen.

Zitat:Der größte Nachteil aber ist und bleibt die massiv kompromittierte Reichweite in Überschall Bereich die sich auch nicht fixen lässt

Und genau das spricht für leichte Bomber anstelle kleiner Mehrzweckkampfflugzeuge weil die Bomber eine wesentlich größere Reichweite haben und daher die Reduzierung derselben durch höhere Geschwindigkeiten nicht so entscheidend ist wie beim kleinen Mehrzweckkampfflugzeug.
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#47
phantom:

Zitat:Welche taktischen Vorteile können das sein, neben dem kapitalen Penalty der massiven Reichweitenreduzierung, den du dir damit zwingend einfängst.

Die immens viel größere Reichweite und Geschwindigkeit der eigenen Waffen die aufgrund der ständig wachsenden Bekämpfungsdistanzen immer wichtiger wird im BVR Kampf.

Zitat:Dann hast noch den grossen taktischen Nachteil, dass du dir vom grossen Flugzeug weniger Einheiten leisten kannst und so unter Berücksichtigung aller anfallenden Kosten und Wartungsstundeaufwand, deutlich weniger Einheiten in der Luft halten kannst. Taktisch bist du erstmal massiv im Nachteil.

Und genau das spricht beispielsweise wieder für leichte Bomber - da diese signifikant weniger kosten als schwere große Bomber.

Zitat:Die F-35 kann das nicht und für die F-22 gibt es nicht mal die Option zum externen Verschuss/Abwurf.

Deshalb schreibe ich ja hier über eine FB-22 und nicht über eine F-22. Die beiden Flugzeuge unterscheiden sich deutlich, auch in der Größe.

Zitat:Was macht das für einen Sinn, wenn man die Sache mit der F-35 transportieren kann?

Dass man 1 etliche dieser Systeme intern transportieren kann während man sie bei der F-35 nur extern transportieren kann und 2 dass man mehr davon pro Einheit dabei haben kann.

Zitat:on den Illusionen hat man sich bei den wahrlich nicht grad wartungsfreundlichen U-2 (Höhe) und SR-71 (Geschwindigkeit) Konstruktionen verabschieden müssen.

Warum immer so Extrembeispiele? Weder strebe ich eine solche Höhe noch eine so hohe Geschwindigkeit an. Nicht mal im Ansatz.

Zitat:Der Flügel der F-22 ist nicht auf langen Marschflug ausgelegt, viel zu viel Tiefe und zu hohe Pfeilung. Das ist ja fast Concorde-Niveau :mrgreen:, viel Widerstand und wenig Effizienz.

Deshalb hat die FB-22 ja auch einen ganz anderen Flügel. LM hat diesen explizit auf lange Marschflüge hin ausgelegt und die Reichweite einer FB-22 mit voller Bewaffnung wäre immer noch deutlich größer als die einer F-35 (Angaben von LM selbst).

Hier mal die Entwicklung des Konzeptes im Laufe der Zeit bis zum endgültigen Konzeptvorschlag durch LM:

http://notreally.info/transport/planes/ ... 210001.JPG

Zitat:Dann beleg jetzt das mal, du bist es doch, der immer die besseren Stealtheigenschaften der F-22 in den Vordergrund stellt,

Laut LM selbst - also dem Flugzeughersteller deines Vertrauens - wäre die FB-22 das Flugzeug welches den besten Stealth von allen existierenden Mustern hätte.
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#48
Anbei: der Witz an sich ist ja, dass selbst die größten F-35 Fanboys bei f-16.net eine leichte Bomber Variante der F-35 als DAS Flugzeug der Zukunft preisen: die FB-35. Im Endeffekt exakt das Konzept der FB-22, nur teurer und mit noch längerer Bauzeit.

http://www.f-16.net/forum/viewtopic.php?t=11774

[Bild: http://www.f-16.net/forum/download/file....d9b160c27a]

http://www.f-16.net/forum/download/file ... &mode=view

Und hier sieht man bei der FB-35 genau den von phantom so geschmähten Flügel....

Eine FB-22 wäre vor allem anderen schneller Einsatzbereit, schneller verfügbar, und günstiger als jede andere denkbare Stealth-Bomber Variante.
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#49
Und hier noch zwei andere aktuelle Artikel (ohne Wertung meinerseits):

http://www.airpower.maxwell.af.mil/digi ... trucha.pdf

http://www.airpower.maxwell.af.mil/digi ... trucha.pdf

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich die Ausführungen hier nicht teile, ich stelle sie daher nur deshalb ein da sie noch eine andere Blickweise darstellen.
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#50
Quintus Fabius schrieb:Die immens viel größere Reichweite und Geschwindigkeit der eigenen Waffen die aufgrund der ständig wachsenden Bekämpfungsdistanzen immer wichtiger wird im BVR Kampf.
Welche immens grösser Reichweite? Willst du wieder Überschallmärchen auftischen. Wie willst du einen Marschflugkörper der eine Aerodynamik für den Unterschallbereich aufweist, bei Überschall starten?

Zitat:Und genau das spricht beispielsweise wieder für leichte Bomber - da diese signifikant weniger kosten als schwere große Bomber.
Bin ich mit dir einig.

Zitat:Deshalb schreibe ich ja hier über eine FB-22 und nicht über eine F-22. Die beiden Flugzeuge unterscheiden sich deutlich, auch in der Größe.
Wozu einen Bomber der auf keinerlei Beweglichkeit angewiesen ist, mit Leitwerken ausstatten die den RCS erhöhen? Wieso ist der Lufteinlauf nicht oben? Wieso sind die Triebwerksaustritte nicht komplett versteckt? Man hat alle Grundlagen mit der X-47B 1:1 getestet, selbst mit Trägerlandungen. Die Konfiguration bietet annähernd perfektes Stealth, durch die Flügelform mit hoher Streckung auch eine enorme Reichweite. Den Piloten hat man auch entfernt, braucht man bei der Bombermission sowieso nicht. Es gibt keinerlei Gründe eine FB-22 aufzulegen.

Zitat:Warum immer so Extrembeispiele? Weder strebe ich eine solche Höhe noch eine so hohe Geschwindigkeit an. Nicht mal im Ansatz.
Sondern? Du sagst doch immer, dass das so enorme Vorteile hätte. Du tust so, als könnte man mit der F-35 nicht auch auf 12000m fliegen oder Mach 1.5 erreichen. Wenn dir das nicht reicht, muss ich annehmen dass du irgendwelche praxisirrelevanten Höhen oder Geschwindigkeiten mit deinem Raptor anstrebst.

Zitat:Hier mal die Entwicklung des Konzeptes im Laufe der Zeit bis zum endgültigen Konzeptvorschlag durch LM:
Das macht keinen Sinn, wenn man eine X-47B weiterverfolgt. Du siehst auch an diesem Raptor-FB-Entwurf, wie sich die Pfeilung des Flügels mit jedem Entwurf verringert hat. Der Deltaflügel ist einfach ein Mist für den ökonomischen Reiseflug. Kann man einfach an de Konstruktionen der Zivilluftfahrt ablesen, wo sich das Flügeloptimum bei ca. 900km/h befindet.

Zitat:Laut LM selbst - also dem Flugzeughersteller deines Vertrauens - wäre die FB-22 das Flugzeug welches den besten Stealth von allen existierenden Mustern hätte.
Mit dem Superduper-Anstrich der dich bezüglich Wartungskosten ruiniert. Nein, es braucht doch für ein noch besser getarntes Flugzeug, eine bessere Basis. Da ist man nicht auf hohe Beweglichkeit angewiesen, also kann man die Kompromisse bezüglich Beweglichkeit (Raptor) alle spülen und voll auf Stealth setzen.

Auch bezüglich Aufnahme von langen, grossen Waffen, ist die Konzeption des Raptors als auch die der F-35 nicht geeignet. Auf deren Basis kann man eine Art F-111 bauen, wenn man die grossen Bomber (B-1B, B-52) behalten möchte. Aber sicher nicht, wenn man die alten Bomber ersetzen und deren Kapazität, grösste Marschflugkörper starten zu können, erhalten möchte. Dann ist der beste Weg eine leicht vergrösserte X-47B zu bauen, die einen geräumigen Rumpf und noch bessere Stealtheigenschaften bieten kann.

Zur Zeichnung aus f-16.net: Dass diese Leute immer diese irre Pfeilung der Tragfläche zeichnen. :mrgreen: Das ist wieder diesem Geschwindigkeitswahn geschuldet. Sieht unglaublich schnittig aus und hat viel Sprit im Flügel Platz, allerdings ist der bei dieser Aeroeffizienz genauso schnell verbrannt. :lol:

Aus unerklärlichen Gründen les ich die Artikel von ausairpower nicht, sorry aber den Müll tu ich mir nicht an. :wink:
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#51
@Quintus,

Quintus Fabius schrieb:Anbei: der Witz an sich ist ja, dass selbst die größten F-35 Fanboys bei f-16.net eine leichte Bomber Variante der F-35 als DAS Flugzeug der Zukunft preisen: die FB-35. Im Endeffekt exakt das Konzept der FB-22, nur teurer und mit noch längerer Bauzeit.

Das stammt von 2009 und ist nichts Weiteres als die Phantasie eines Künstlers, noch dazu eine recht schlecht durchdachte. Da hat man sich wohl von der F16XL (Konzept) und der BAE-X36 (Schubvektorsteuerung) inspirieren lassen. Ich weiß auch nicht was du damit zudem groß beweisen willst zumahl die FB22 ja auch nur ein Vorschlag von LM für einen Interimsbomber Mittlerer Reichweite war. Der aber eben auch nie über den Namen hinaus kam, was wohl auch seine Gründe hatte.


Die USAF arbeitet heute an den LRSB der in wesentlichen eine modernere Ausgabe des B2 werden soll also ein vollwertiger Strategischer Bomber.

Quintus Fabius schrieb:Eine FB-22 wäre vor allem anderen schneller Einsatzbereit, schneller verfügbar, und günstiger als jede andere denkbare Stealth-Bomber Variante.

In der Theorie (ich bin da sehr skeptisch) wie oft hat man das denn nicht schon von anderen Projekten gehört. Die F22 ist kein Paradebeispiel für ein erfolgreiches Programm zwar keine B2 aber auch nicht weit von entfernt. Und auch die F35 sollte ja ursprünglich nur 50 Millionen kosten und das haben viele der Gesetztgäber ja sogar noch geglaubt. Sprich zwischen Theorie und Wirklichkeit liegen eben Welten gerade wenn es um Militärprojekte geht.


@phantom,

phantom schrieb:Aus unerklärlichen Gründen les ich die Artikel von ausairpower nicht, sorry aber den Müll tu ich mir nicht an. :wink:

Da kann ich dir als ein Ausairpower Opfer nur beipflichten.
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#52
Das zeigt mal wieder klar auf, wie wenig genau ihr hinseht. Die Verknüpfungen sind nicht von ausairpower, sondern von einer ganz anderen Seite und der Verfasser ist Colonel in der US Air Force.

revan:

Zitat:Ich weiß auch nicht was du damit zudem groß beweisen willst zumahl die FB22 ja auch nur ein Vorschlag von LM für einen Interimsbomber Mittlerer Reichweite war.

Genau genommen war es der Vorschlag, einen möglichst preisgünstigen mittleren Bomber zu produzieren indem man so viel wie möglich von der F-22 weiter verwendet. Bomber sind immer sehr teuer, und die FB-22 hätte laut LM das beste Preis-Leistungsverhältnis geboten.

Zitat:Die USAF arbeitet heute an den LRSB der in wesentlichen eine modernere Ausgabe des B2 werden soll also ein vollwertiger Strategischer Bomber.

Ein solcher großer Bomber kann aber nicht das leisten, was eine FB-22 leisten könnte. Das ist ein gänzlich anderes Flugzeugkonzept. Noch darüber hinaus ist hier die Frage der Finanzierbarkeit noch dringlicher.

Zitat:In der Theorie (ich bin da sehr skeptisch) wie oft hat man das denn nicht schon von anderen Projekten gehört. Die F22 ist kein Paradebeispiel für ein erfolgreiches Programm

Wie definierst du erfolgreich? Das F-22 Programm hat ein einsatzfähiges Stealth-Kampfflugzeug produzuiert. Das jetzt gerade im Augenblick in einem Kriegseinsätz Luftangriffe ausführt.

Die F-35 ist demgegenüber hier und jetzt nicht einsatzbereit.

Zitat:Sprich zwischen Theorie und Wirklichkeit liegen eben Welten gerade wenn es um Militärprojekte geht.

Was nichts an der zwingenden Logik ändert, dass ein Flugzeug welches auf einem bereits bestehenden funktionierenden Flugzeug aufbaut leichter schneller und kostengünstiger realisiert werden kann als ein Flugzeug dass man von Grund auf neu bauen muss.

phantom:

Zitat:Wie willst du einen Marschflugkörper der eine Aerodynamik für den Unterschallbereich aufweist, bei Überschall starten?

Wo habe ich was von Marschflugkörpern in diesem Kontext geschrieben?! Und bist nicht du es, der immer die Geschwindigkeit von Raketen betont? Es geht hier nicht um Marschflugkörper, es geht um Raketen.

Zitat:Wozu einen Bomber der auf keinerlei Beweglichkeit angewiesen ist, mit Leitwerken ausstatten die den RCS erhöhen? Wieso ist der Lufteinlauf nicht oben? Wieso sind die Triebwerksaustritte nicht komplett versteckt?

Weil: das Flugzeug auf der F-22 aufbaut und daher diese Beschränkungen mitbringt. Schlicht und einfach: weil das immens Kosten spart. Weil man dann das Flugzeug auf einem bereits bestehenden einsatzfähigen aufbaut, statt erneut von Grund auf etwas neu zu bauen.

Und es macht gerade eben keinen Sinn mehr, in ein bemanntes Flugzeug immens viel Geld für eine Neuentwicklung zu stecken. Gerade deshalb war die F-35 ein Fehler. Man hätte kostengünstiger die F-22 weiter entwickeln können.

Zitat:Den Piloten hat man auch entfernt, braucht man bei der Bombermission sowieso nicht. Es gibt keinerlei Gründe eine FB-22 aufzulegen.

Den gibt es nicht gegen drittklassige Gegner. Gegen ernsthafte Gegner brauchst du bemannte Bomber allein schon dafür, um von diesen aus Stealth-Drohnen in der Nähe direkte steuern zu können ohne auf Satelliten zurück greifen zu müssen.

Drohnen sind KEIN Ersatz für bemannte Flugzeuge, sie sind eine perfekte Erweiterung derselben.

Zitat:Das macht keinen Sinn, wenn man eine X-47B weiterverfolgt.

Die X-47B ist eben nicht bemannt. Und dein ganzer schöner Drohnenzauber fällt in dem Moment in sich zusammen, in dem ein ernsthafter Gegner deine Verbindung zu den Drohnen angreift. Deshalb braucht man bemannte Flugzeuge großer Reichweite (sic) welche die Drohnen um sich herum steuern können. Und dafür sind leichte Bomber besser geeignet als die F-35 (wobei diese auch bedingt dazu geeignet ist).

Zitat:Du siehst auch an diesem Raptor-FB-Entwurf, wie sich die Pfeilung des Flügels mit jedem Entwurf verringert hat. Der Deltaflügel ist einfach ein Mist für den ökonomischen Reiseflug.

Hab ich einen Deltaflügel gefordert? Nein. Ich habe explizit aufgezeigt wie sich der Flügel im Laufe der Entwicklung des Konzeptes veränderte und die von LM am Ende vorgeschlagene Form ist explizit auch für einen ökonomischen Reiseflug geeignet. Deshalb und aufgrund ihrer größeren Treibstoffvorräte hat die FB-22 ja auch eine wesentlich größere Reichweite als die F-35.

Zitat:Aber sicher nicht, wenn man die alten Bomber ersetzen und deren Kapazität, grösste Marschflugkörper starten zu können, erhalten möchte. Dann ist der beste Weg eine leicht vergrösserte X-47B zu bauen, die einen geräumigen Rumpf und noch bessere Stealtheigenschaften bieten kann.

Und was machen die Amis? Sie wollen stattdessen eine neue bemannte B-2. Und warum? Weil gegen einen ernsthaften Gegner gegen den man ein solches System tatsächlich braucht nicht mit Drohnen allein vorgehen kann, weil man diese gegen einen solchen Gegner in der bisherigen Weise nicht einsetzen kann.

Zitat:Aus unerklärlichen Gründen les ich die Artikel von ausairpower nicht

Ist nicht ausairpower sondern von einem Colonel der US Air Force der aus kriegswirtschaftlichen Gründen für einen High/Low Mix eintritt.
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#53
@Quintus
Zitat:Wo habe ich was von Marschflugkörpern in diesem Kontext geschrieben?! Und bist nicht du es, der immer die Geschwindigkeit von Raketen betont? Es geht hier nicht um Marschflugkörper, es geht um Raketen.
Eieiei, sind wir jetzt beim Bomber oder nicht. Was willst du jetzt wieder mit diesem Luft-Luft-Zeugs. Du musst intern Bomben und /oder den Marschflugkörper zum Ziel tragen, das ist die primäre Aufgabe des Bombers. Ob der bei Überschall jetzt noch eine AAM starten muss, ist so was von egal. Das kann ja auch bei Unterschall geschehen, das Flugzeug performt deswegen kein bisschen schlechter in der Luft-Luft Rolle.

Zitat:Und es macht gerade eben keinen Sinn mehr, in ein bemanntes Flugzeug immens viel Geld für eine Neuentwicklung zu stecken. Gerade deshalb war die F-35 ein Fehler. Man hätte kostengünstiger die F-22 weiter entwickeln können.
Kostengünstig und Raptor das schliesst sich zum Vorherein aus. Ein so eindimensionales Flugzeug kann im Endeffekt nie kostengünstig sein, weil du an allen Ecken und Enden dazu konstruieren musst (NAVY, USMC, Royal NAVY, LNU, Strike).

Zitat:Den gibt es nicht gegen drittklassige Gegner. Gegen ernsthafte Gegner brauchst du bemannte Bomber allein schon dafür, um von diesen aus Stealth-Drohnen in der Nähe direkte steuern zu können ohne auf Satelliten zurück greifen zu müssen.
Barer Unsinn. Du könntest eine weitere unbemannte Drohne als Relaisstation zum Boden nehmen (36h Flugzeit), wenn du den Satelliten nicht benutzen möchtest. Da ein bemanntes Flugzeug zur STEUERUNG zu verwenden? Wie um alles in der Welt kommst du auf so was?

Zitat:Drohnen sind KEIN Ersatz für bemannte Flugzeuge, sie sind eine perfekte Erweiterung derselben.
Sorry, jetzt kommt die Schiene wieder. Um Daten weiter zu leiten brauchst du jetzt einen Piloten vor Ort. Big Grin Oder entscheidet der Raptor-Pilot jetzt darüber, wie sich die 10 Drohnen zu verhalten haben / als Ersatz für die Operator am Boden? Genial, der Super-Raptorpilot der die Drohnenbilder/Stream analysiert ... ist aber ein ziemlich teurer Operator-Arbeitsplatz. :lol:

Zitat:Die X-47B ist eben nicht bemannt. Und dein ganzer schöner Drohnenzauber fällt in dem Moment in sich zusammen, in dem ein ernsthafter Gegner deine Verbindung zu den Drohnen angreift.
Du kannst auch ein Abführmittel auf dem Stützpunkt in das Pilotenessen schütten oder ein Attentat auf die Kaserne verüben und alle deine Raptoren bleiben für immer am Boden. Du musst die Dinge sicher machen, sowohl beim Piloten als auch bei der Drohne. Deine Computer-Hack-Paranoia nimmt echt ein irrationales Mass an.

Zitat:Deshalb braucht man bemannte Flugzeuge großer Reichweite (sic) welche die Drohnen um sich herum steuern können.
Das ist kompletter Schwachsinn, diese Verbindung ist genau so sicher oder unsicher wie die zum Boden. Sobald du extern steuerst, besteht eine theoretische Möglichkeit zur Einflussnahme. Jede Mittelstrecken-Lenkwaffe ist auf 80% des Weges auf eine Intervall-Kurskorrektur angewiesen. Auch hier besteht die Möglichkeit Einfluss auf die Lenksignale zu nehmen. Dass du hier kein Theater veranstaltest, zeigt einfach, dass du dir nicht im Klaren bist, wie viel heute schon automatisch ferngesteuert wird.

Zitat:Deshalb und aufgrund ihrer größeren Treibstoffvorräte hat die FB-22 ja auch eine wesentlich größere Reichweite als die F-35.
Aber sicher nicht als eine FB-35. Das sind beides Hypothesen. Du musst wenn schon, mit einer FB-35 vergleichen.

Zitat:Und was machen die Amis? Sie wollen stattdessen eine neue bemannte B-2. Und warum? Weil gegen einen ernsthaften Gegner gegen den man ein solches System tatsächlich braucht nicht mit Drohnen allein vorgehen kann, weil man diese gegen einen solchen Gegner in der bisherigen Weise nicht einsetzen kann.
Das soll jetzt schon entscheiden sein, dass das bemannte Flugzeuge sein sollen? Oder ist das jetzt deine Erfindung?

Zitat:Ist nicht ausairpower sondern von einem Colonel der US Air Force der aus kriegswirtschaftlichen Gründen für einen High/Low Mix eintritt.
Ich sag ja immer, das grosse Problem sind die Piloten. Du kriegst die Unvernunft nicht aus den Köpfen dieser Ex-Piloten, die würden den gleichen Mist noch in 100 Jahren vertreten, mit dem was sie damals aktiv geflogen sind, das fordern sie auch in Zukunft, einfach um 5% verbessert. :mrgreen:
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#54
phantom:

Zitat:Ich sag ja immer, das grosse Problem sind die Piloten. Du kriegst die Unvernunft nicht aus den Köpfen dieser Ex-Piloten, die würden den gleichen Mist noch in 100 Jahren vertreten, mit dem was sie damals aktiv geflogen sind,

Tatsächlich fordert besagter Colonel deshalb ein Ende des F-35 Programms, um Geldmittel für Stealth-Drohnen frei zu machen. Er argumentiert so, dass die F-35 im Endeffekt veraltet sein wird, bevor sie in ausreichenden Stückzahlen vorhanden sein wird.

Seine Argumentation ist, dass die F-35 gegen den Gros aller Gegner überhaupt nicht notwendig ist (heilloser Overkill), aber gegen die ernsthaften Gegner (Russland/China) die F-35 unzureichend sein wird und man hier Stealth-Drohnen braucht. Deshalb will er die begrenzten Mittel auf Stealth-Drohnen konzentrieren und den Rest der Gegner mit dem bekämpfen was dafür ausreichend ist.

Zitat:Deine Computer-Hack-Paranoia

Mir geht es weniger um ein "Hacken", sondern um ganz andere Methoden die Verbindung zu unterbrechen. Und es nützt rein gar nichts:

Zitat:Du könntest eine weitere unbemannte Drohne als Relaisstation zum Boden nehmen (36h Flugzeit), wenn du den Satelliten nicht benutzen möchtest.

Eine Unzahl von Drohnen als Relais bis in die "Heimat" zu verwenden, ändert nichts daran, dass man diese Verbindung kappen kann. Weil sie insgesamt zu lang ist, völlig gleich ob da ein Relais ist oder nicht.

Zitat:Ob der bei Überschall jetzt noch eine AAM starten muss, ist so was von egal. Das kann ja auch bei Unterschall geschehen, das Flugzeug performt deswegen kein bisschen schlechter in der Luft-Luft Rolle.

Tut es eben nicht. Gerade im BVR Kampf auf große Distanzen ist ein Überschallstart ein wesentlicher Vorteil. Und auch Bomben sind wirksamer wenn sie bei größerer Geschwindigkeit und in größerer Höhe abgeworfen werden. Und vor allem anderen ist es ein Vorteil, mehr Bomben dabei zu haben in einer Einheit. Eine FB-22 würde wesentlich mehr Bomben, Raketen oder auch Marschflugkörper einsetzen können als eine F-35.

Zitat:sind wir jetzt beim Bomber oder nicht. Was willst du jetzt wieder mit diesem Luft-Luft-Zeugs. Du musst intern Bomben und /oder den Marschflugkörper zum Ziel tragen, das ist die primäre Aufgabe des Bombers.

Da ich leichte Bomber auch explizit für den Luftkampf vorsehen würde, würden sie eben nicht nur Bomben und Marschflugkörper schleppen, sondern explizit auch Luft-Luft Raketen. Noch darüber hinaus ermöglichen leichte Bomber aufgrund zusätzlicher Besatzung viel längere Einsatzzeiten als eine F-35 mit nur einem Piloten und sie ermöglichen viel größere Flugreichweiten und die zusätzliche Besatzung kann sich darauf konzentrieren, in der Nähe fliegende Drohnen zu steuern.

Es gab sogar mal ein Konzeptpapier dass die B-2 für diese Rolle vorsah und wo die B-2 primär den Luft-Luft Kampf führte durch immense Mengen an intern mitgeführten Raketen und durch von der B-2 aus in ihrer Umgebung gesteuerte Stealth-Drohnen.

Das ist meiner Ansicht nach die Richtung in welche der Luftkrieg in Zukunft gehen wird.
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#55
Quintus Fabius schrieb:Tatsächlich fordert besagter Colonel deshalb ein Ende des F-35 Programms, um Geldmittel für Stealth-Drohnen frei zu machen.
Und das unterstützt du mit deiner gesamten Dohnen-Hacker-Paranoia. Das klingt jetzt auf mich ziemlich schizophren.

Zitat:Er argumentiert so, dass die F-35 im Endeffekt veraltet sein wird, bevor sie in ausreichenden Stückzahlen vorhanden sein wird.
In Bezug auf was veraltet?

Zitat:Seine Argumentation ist, dass die F-35 gegen den Gros aller Gegner überhaupt nicht notwendig ist (heilloser Overkill), aber gegen die ernsthaften Gegner (Russland/China) die F-35 unzureichend sein wird und man hier Stealth-Drohnen braucht.
Wieso sollte das so sein? Die anderen konstruieren / hecheln dauernd hinterher, LM hat den Lead. Weil die Russen mit PAK-FA etwas schneller fliegen können, sind sie keinesfalls besser, so wie der liebe General vielleicht denkt. Oder er kann ja LM die Stealthtechnik erklären, wenn er denkt, dass er darin so viel besser ist. Manchmal frag ich mich, mit welcher Arroganz diese Leute über Dinge urteilen, von denen sie keine Ahnung haben.

Zitat:Deshalb will er die begrenzten Mittel auf Stealth-Drohnen konzentrieren und den Rest der Gegner mit dem bekämpfen was dafür ausreichend ist.
Aber du vertrittst doch genau das Gegenteil. Du würdest unbemannten Systemen wegen der Hack-Gefahr niemals den Lead überlassen. Dann hättest du ja nur A-Klasse Waffen, die unbemannt wären. Das wäre denkbar, wenn auch noch mit viel mehr Entwicklungskosten verbunden. Von irgendwelchen Dingen einsparen kann man dann nicht mehr reden. Dann stützt du ja die gesamte Luftwaffe auf vollautomatische Drohnen ab, die dann im symmetrischen Konflikt bestehen müssen.

Zitat:Mir geht es weniger um ein "Hacken", sondern um ganz andere Methoden die Verbindung zu unterbrechen. Und es nützt rein gar nichts:
Du pendelst von Lowtech zu Hightech im Sekundentakt. Kannst du dich mal eine Richtung entscheiden. Einmal muss es der Gripen sein, dann jetzt wieder ein Bomber, wahrscheinlich überschallschnell, vollgestopft mit AAMs. Sorry, auf mich wirkt das jetzt wie das muntere Feature-Sammeln, planloser gehts nimmer.

Zitat:Eine Unzahl von Drohnen als Relais bis in die "Heimat" zu verwenden, ändert nichts daran, dass man diese Verbindung kappen kann. Weil sie insgesamt zu lang ist, völlig gleich ob da ein Relais ist oder nicht.
Spielt doch keine Rolle wie "lang" die ist, sobald extern gesteuert wird, ist die Verbindung zu kappen. Und was machen deine Drohnen wenn Mutti zurück auf den Boden muss? Dann brauchst du immer einen Bomber der dir die Reaper Drohnen steuert und im Bomber sitzen dann Männchen die die Drohnen steuern, oder wie?

Zitat:Tut es eben nicht. Gerade im BVR Kampf auf große Distanzen ist ein Überschallstart ein wesentlicher Vorteil.
Aber jetzt willst du nicht ernsthaft den Bomber überschallschnell konstruieren?

Zitat:Und auch Bomben sind wirksamer wenn sie bei größerer Geschwindigkeit und in größerer Höhe abgeworfen werden.
1000km/h ist wohl mehr als ausreichend. Rück jetzt mal mit präzisen Zahlen heraus. Dass alles ungenügend ist, kann jeder behaupten. Die Kunst ist es besser, sinnvoller und ökonomischer zu gestalten.

Zitat:Und vor allem anderen ist es ein Vorteil, mehr Bomben dabei zu haben in einer Einheit.
Ist es nicht wenn der Bomber am Schluss über eine Milliarde $ kostet und Wartungskosten jenseits von Gut und Böse verursacht. Da muss man wirklich aufpassen, dass man Serie und Entwicklungskosten in ein vernünftiges Verhältnis stellen kann. Dann ist man von ganz wenigen Einheiten abhängig. Das ist militärisch nicht sinnvoll.

Zitat:Eine FB-22 würde wesentlich mehr Bomben, Raketen oder auch Marschflugkörper einsetzen können als eine F-35.
Jetzt ist es wieder der aufgeblasene Raptor, vorher die Drohne.

Zitat:Da ich leichte Bomber auch explizit für den Luftkampf vorsehen würde, würden sie eben nicht nur Bomben und Marschflugkörper schleppen, sondern explizit auch Luft-Luft Raketen. Noch darüber hinaus ermöglichen leichte Bomber aufgrund zusätzlicher Besatzung viel längere Einsatzzeiten als eine F-35 mit nur einem Piloten und sie ermöglichen viel größere Flugreichweiten und die zusätzliche Besatzung kann sich darauf konzentrieren, in der Nähe fliegende Drohnen zu steuern.
Letzteres ist natürlicher ein totaler Käse. Wie gross soll das Flugzeug denn werden, ein Doppelsitzer war ja nie geplant. Schreib mal was zu max. Startgewicht, Treibstoffmenge, Leergewicht. Du behauptest hier Dinge viel grösseren Flugreichweiten ... ich denke du bist dir nicht bewusst in welchem Mass du die Raptor-Zelle aufblasen müsstest.

Zitat:Es gab sogar mal ein Konzeptpapier dass die B-2 für diese Rolle vorsah und wo die B-2 primär den Luft-Luft Kampf führte durch immense Mengen an intern mitgeführten Raketen und durch von der B-2 aus in ihrer Umgebung gesteuerte Stealth-Drohnen.
Das find ich jetzt ne unglaublich bescheuerte Idee, ein Flugzeug welches über eine Milliarde $ kostet in den Luftkampf zu schicken. Die F-35 hat mit dem gleichen Stealth-Niveau die gleich grosse Chance den Kampf zu gewinnen.

Zitat:Das ist meiner Ansicht nach die Richtung in welche der Luftkrieg in Zukunft gehen wird.
Das ist der sichere Weg in den Ruin. Sich in eine gefährliche Abhängigkeit von ein paar wenigen extrem teuren Einheiten zu begeben. Der bessere Weg ist mit mehr flexiblen Einheiten, guter Kommunikation und Aufklärung den Gegner intelligent zu besiegen.
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#56
phantom:

Zitat:Du pendelst von Lowtech zu Hightech im Sekundentakt. Kannst du dich mal eine Richtung entscheiden.

Da ich ein Vertreter eines High / Low Mix bin, pendele ich nicht hin und her: ich vertrete den High / Low Mix. Und zwar primär aus kriegswirtschaftlichen Gründen und aus Gründen der Anerkennung der praktischen Realität: auch mit der F-35 wird es einen High / Low Mix geben, werden viele Systeme neben der F-35 weiter verwendet werden und zwar noch für lange Zeit.

Dein Konzept ist nur rein theoretisch überzeugend, rein praktisch aber ist es nicht umsetzbar. Und der Versuch es umzusetzen führt daher zu einer Schwächung der Luftmacht der NATO weil zu viel dafür geopfert werden muss.

Zitat:Einmal muss es der Gripen sein, dann jetzt wieder ein Bomber, wahrscheinlich überschallschnell, vollgestopft mit AAMs.

Die genauen Systeme sind mir völlig egal. Es wäre auch ein High / Low Mix mit der F-35 denkbar und darauf wird es in einigen Jahren auch hinaus laufen. Darauf können wir gerne wetten. Warum aber nenne ich Systeme wie die Gripen und die FB-22?

Es geht hier bei dem High / Low Mix den ich andenke primär darum, möglichst kostengünstige Legacy Einheiten zu haben. Der Low Bereich muss so wenig wie möglich kosten und so wartungsarm und einfach wie möglich sein. Deshalb vertrete ich beispielsweise auch einfache COIN Flugzeuge anstelle von Drohnen wie der MQ9, weil diese tatsächlich noch günstiger sind.

Der High Bereich aber muss umgekehrt sehr leistungsstark sein und die technischen Möglichkeiten ausschöpfen.

Zitat:Dann brauchst du immer einen Bomber der dir die Reaper Drohnen steuert

Systeme wie die Reaper machen gegen ernsthafte Gegner keinerlei Sinn. Du verkennst hier völlig, was für Drohnen ich hier meine, nämlich Systeme wie die Taranis oder die X-47B.

Zitat:Ist es nicht wenn der Bomber am Schluss über eine Milliarde $ kostet und Wartungskosten jenseits von Gut und Böse verursacht.

Beides wäre gerade bei einer FB-22 nicht der Fall, weil diese auf einem bestehenden einsatzfähigen Flugzeug aufbaut und weil die Wartungskosten dank der Errungenschaften des JSF Programms immens viel niedriger wären. Und komm mir bitte nicht wieder jetzt mit dem Märchen von den unbezahlbaren Anstrichen.

Zitat:Letzteres ist natürlicher ein totaler Käse. Wie gross soll das Flugzeug denn werden, ein Doppelsitzer war ja nie geplant. Schreib mal was zu max. Startgewicht, Treibstoffmenge, Leergewicht. Du behauptest hier Dinge viel grösseren Flugreichweiten ... ich denke du bist dir nicht bewusst in welchem Mass du die Raptor-Zelle aufblasen müsstest.

Laut LM sollte die FB-22 zwei Besatzungsmitglieder haben. Und ich habe dir explizit ein Bild bereits verknüpft wie die Flügelform am Ende aussehen sollte beim letzten Vorschlag von LM zu diesem Flugzeug: die Form ist die FB-22-4:

http://www.f-16.net/forum/download/file ... &mode=view

http://www.f-16.net/forum/viewtopic.php?t=11912

Die Combat Radius einer vollbeladenen FB-22 wurde 2005 von LM mit 1800 nMi angegeben, wobei das maximale Startgewicht bei ca 55 000 kg gelegen hätte.

Zitat:Das find ich jetzt ne unglaublich bescheuerte Idee, ein Flugzeug welches über eine Milliarde $ kostet in den Luftkampf zu schicken. Die F-35 hat mit dem gleichen Stealth-Niveau die gleich grosse Chance den Kampf zu gewinnen.

Das Stealth-Niveau einer F-35 ist nicht einmal so gut wie das einer B-2, vor allem anderen aber verkennst du wie üblich das wesentliche: dass Stealth-Niveau einer F-35 ist nicht im Ansatz so gut wie dass der Stealth-Drohnen welche von der B-2 aus diese umgebend gesteuert würden.

Zitat:Das ist der sichere Weg in den Ruin.

Zur Zeit sieht es eher so aus, als ob die F-35 der Weg in den Ruin ist. Die negativen Auswirkungen dieses Projektes auf die gesamte Luftmacht sind bereits deutlich spürbar. Steht alles überdeutlich in dem von mir verknüpften Artikel. Was nützt eine einsatzfähige F-35 in einigen Jahren wenn hier und heute die Fähigkeiten zur elektronischen Kriegsführung bis zum Nichtmehrvorhandensein verkümmern?! Wenn ganze Stafffeln nicht mehr genug Flugstunden haben, dass handwerkliche Können degeneriert und man dann nicht einmal mehr ausreichend Piloten haben wird um damit die geplanten Stückzahlen an F-35 auch nur zu bemannen?!

Die F-35 beginnt durch ihre Kosten zunehmend ein Problem ersten Ranges zu werden, statt diese zu senken. Und sie wird auch in Zukunft die Kosten nicht senken, weil es immer einen High / Low Mix geben wird, in Zukunft halt dann mit der F-35. Man hat dann genau das was man ohnehin nicht vermeiden kann erzeugt: nur für sehr viel Geld. Das damit verschwendet wurde.
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#57
@Quintus,

Edit:

Quintus Fabius schrieb:Das Stealth-Niveau einer F-35 ist nicht einmal so gut wie das einer B-2, vor allem anderen aber verkennst du wie üblich das wesentliche: dass Stealth-Niveau einer F-35 ist nicht im Ansatz so gut wie dass der Stealth-Drohnen welche von der B-2 aus diese umgebend gesteuert würden.


Eine B2 hat einen größeren RCS als eine F35, schon alleine wegen den massiven Größen Unterschied und was die Idee von der von der B2 aus gesteuerten Drohne angeht, so währen beide Maschinen aufgrund der Kommunikation untereinander, durch SIGINT Systeme Aufklärbar sprich man würde seinen VLO/LO Vorteil verlieren. Wenn überhaupt, dann geht nur eine Vollautonome VLO Drohne die man bestimmte Aufgaben vor Missionsbeginn zuweisen kann. Die X47B wäre da ein toller Ansatz für gewesen, doch leider hat die USN das Programm mehr oder weniger in den Sand gesetzt.

Prinzipiell sehe ich übrigens die Zukunft der US Luftwaffe auf mittlere Sicht gar nicht mahl so schlecht. Die F35 wird wie du etwa den 2015 Aviation Plan des USMC entnehmen kannst ab 2015 damit beginnen in großer Stückzahl in den aktiven Dienst genommen zu werden und zunächst obsolete F18C/D und AV-8 allmählich ersetzen. So wird die Zahl der verfügbaren F35 alleine beim USMC bis 2021 auf Maschinen anwachsen. In 2032, dem Jahr also wenn die letzte Legacy Maschine aus der Reserve des USMC verschwindet wird, wird das USMC es gar über 420 F-35B, C verfügen. Es ist zudem anzunehmen, dass die USAF wohl ähnlich schnell verfahren wird wie das USMC, da es bereits eine große Anzahl an F35A (Über 100) gibt, die an sich nur auf ihre Indienststellung ab 2016 bei der USAF warten.

Zwar wird der Zustand einer all-Stealth Flotte auf Grund der Einheiten der National Garde und der Reserve auf absehbare Zeit nicht erreicht werden doch dürfte mit Ausnahme von Rot China keine andere Nation eine auch nur annährend vergleichbare 5 Gen Flotte aufzustellen vermögen.



Quintus Fabius schrieb:Zur Zeit sieht es eher so aus, als ob die F-35 der Weg in den Ruin ist. Die negativen Auswirkungen dieses Projektes auf die gesamte Luftmacht sind bereits deutlich spürbar. Steht alles überdeutlich in dem von mir verknüpften Artikel. Was nützt eine einsatzfähige F-35 in einigen Jahren wenn hier und heute die Fähigkeiten zur elektronischen Kriegsführung bis zum Nichtmehrvorhandensein verkümmern?! Wenn ganze Stafffeln nicht mehr genug Flugstunden haben, dass handwerkliche Können degeneriert und man dann nicht einmal mehr ausreichend Piloten haben wird um damit die geplanten Stückzahlen an F-35 auch nur zu bemannen?!

Die von dir genannte Probleme wie die schlechte Bereitschaft, die Verkümmerung kritischer Bereiche wie ECM, der Mangel an Wartungspersonal etc. haben nicht wirklich etwas mit der F35 zu tuchen. Sondern sind die direkte Folge von Sequestration bzw. der gescheiterten Politik der Obama Administration insgesamt wie denn War on Terror Irrsinns nach 9/11 unter Bush Jr. und nicht zu vergessen der “Friedensdividende“ der Clinton Administration ab 1994-1999.

Denn dass die F35 in keiner Weise das US Militär Budget gefährdet oder jäh auch nur gefährdet hat habe ich dir ja schon in F35 Bereich anhand des neusten CBO Bericht für 2015 wohl nachgewiesen und da habe ich auch keinen Widerspruch von dir zu gehört.


Daher noch mahl zu Wiederholung, die F35 konsumiert nur ein 38ztel des RDT&E (also Forschung und Entwicklung) Budgets der USA, nur ein 28ztel des Navy/USMC Budgets für Beschaffung und nur ein 19tzel des Gesamtbeschaffungsbudgets der USAF/USN/US-MC! Wohl gemerkt ich spreche nur von Teil Budgets und nicht von den Gesamt DOD-Budget das noch einmal ca. 5 mall größer ist die Budgets für Beschaffung aller Dienste zusammengerechnet.


Quellen zu, wenn du es selber nachrechnen magst, siehe dazu hier.

http://news.usni.org/2014/11/07/documen ... #more-9877

http://comptroller.defense.gov/Portals/ ... eapons.pdf

http://comptroller.defense.gov/Portals/ ... 015_r1.pdf

Ich würde noch sehr viel mehr dazu schreiben, aber ich hatte heute einen schweren Tag und bin echt Tod müde, trotzdem wollte ich das nicht so stehen lassen.
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#58
QuintusAusAirPower schrieb:Das Stealth-Niveau einer F-35 ist nicht einmal so gut wie das einer B-2
Woher hast du das Märchen?

Zitat:... dass der Stealth-Drohnen welche von der B-2 aus diese umgebend gesteuert würden.
Das ist deine Erfindung, es ist doch völlig verrückt, wenn man endlich den Mensch aus dem Cockpit entsorgt hat und all die Vorteile ernten kann, dann du wieder kommst und wieder eine Milliarde in die Luft wuchtest, um die Dinger mit dem Mensch aus der Luft zu steuern.

Zitat:Zur Zeit sieht es eher so aus, als ob die F-35 der Weg in den Ruin ist. Die negativen Auswirkungen dieses Projektes auf die gesamte Luftmacht sind bereits deutlich spürbar.
Konkret wo? Du behauptest dauernd Dinge ohne nur einmal auf eine Gegenfrage einzugehen.

Zitat:Steht alles überdeutlich in dem von mir verknüpften Artikel.
Ich les doch nicht gesamten Artikel vom Ausairpower-Käseblatt durch, zitier die wichtigen Stellen, wenn sie schon so toll und erwähnenswert sind.

Zitat:Was nützt eine einsatzfähige F-35 in einigen Jahren wenn hier und heute die Fähigkeiten zur elektronischen Kriegsführung bis zum Nichtmehrvorhandensein verkümmern?!
Wer behauptet denn den Blödsinn? Dass man mit Stealth eine andere Art ECM verfolgen muss, dürfte doch dem Dümmsten einleuchten. Es macht doch keinen Sinn schon auf 200km das elektronische Gewitter aufzufahren und dich auf 100km gegen den Wind anzumelden. Meine Güte, manchmal frag ich mich, ob die Leute eigentlich nur Sätzchen in der Presse lesen, sich aber nie vorzustellen versuchen, was eigentlich praktikabel und logisch ist.

ECM ist in einem Stealthflugzeug erst dann sinnvoll, wenn man entdeckt wird. Das Instrument muss man cleverer als bisher anwenden. Das ist der gleiche Fall wie beim LPI-Radar. Man muss eine Technik so verfeinern, dass sie ins neue Konzept stimmig reinpasst. Wenn man die bestehende Technik 1:1 anwenden würde, würde man ja Stealth freiwillig und frühzeitig aufheben, so was kann man doch nicht ernsthaft fordern.

Zitat:Wenn ganze Stafffeln nicht mehr genug Flugstunden haben, dass handwerkliche Können degeneriert und man dann nicht einmal mehr ausreichend Piloten haben wird um damit die geplanten Stückzahlen an F-35 auch nur zu bemannen?!
Wieso das? Die F-35 löst die vorhergehenden Flugzeuge ab, so wie die F-15/16 die Phantom oder andere Flugzeuge abgelöst hat. Da gibt es überhaupt kein Problem.

Zitat:Sondern sind die direkte Folge von Sequestration bzw. der gescheiterten Politik der Obama Administration insgesamt wie denn War on Terror Irrsinns nach 9/11 unter Bush Jr. und nicht zu vergessen der “Friedensdividende“ der Clinton Administration ab 1994-1999.
Du weisst ja auch was die bescheuerten Kriege von Bush gekostet haben, oder? Das ist das finanzielle Problem. Der Rest der Beschuldigungen sind ein jämmerlicher Versuch, gescheiterte ultrarechte Politik zu rechtfertigen.

Mit den Kriegskosten aus den Kriegen im Irak und Afghanistan, könntest du das gesamte F-35 Programm über 50 Jahre finanzieren.
http://de.statista.com/statistik/daten/s...ghanistan/
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#59
@phantom, du hast Quintus unterm meinen Namen zitiert "revan hat geschrieben:". :mrgreen:

phantom schrieb:Ich les doch nicht gesamten Artikel vom Ausairpower-Käseblatt durch, zitier die wichtigen Stellen, wenn sie schon so toll und erwähnenswert sind.

Ist aber kein Ausairpower sondern Maxwell Airpower. Ich habe es mir übrigens jetzt ganz durchgelesen und konnte nur noch dem Kopf schütteln. Der Autor ein ehemaliger Pilot schlägt nämlich allen erstens vor anstatt der geplanten 1762 F35 eine Flotte von ca. 2100 Legacy Maschinen zu unterhalten. Anstatt das jetzt noch groß zu kommentieren hier einfach ein Screenshot seiner alternativen USAF Flotte.

[Bild: http://s14.directupload.net/images/14111...xnvhik.jpg]

Die Flotte wird von sagen wir mahl ca. 300 J31/J20 und der Rot Chinesischen IADS wohl mit Haut und Harren verspeist werden aber dafür hat man auf den Papier mehr Flugzeuge und viel wichtiger Boeing viel mehr Aufträge in den Büchern. :roll:


PS: Zum Thema J31:

http://freebeacon.com/national-security ... ama-visit/


Zitat:China Flight Tests New Stealth Jet During Obama Visit

China’s military upstaged the Asian economic summit in Beijing this week by conducting flights tests of a new stealth jet prototype, as the White House called on Beijing to halt its cyber attacks.

Demonstration flights by the new J-31 fighter jet—China’s second new radar-evading warplane—were a key feature at a major arms show in Zhuhai, located near Macau, on Monday....

Schönes Video dazu:

http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... poOSjBZ3d4
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#60
Habs korrigiert. Wink

Ich frag mich was diese Leute denken, wie man Parität gegenüber den Chinesen herstellen könnte, wenn die in absehbarer Zeit auch 1000 Stealthflugzeuge besitzen werden (15-20 Jahre). Das ist nun wirklich kein Hirngespinst. Selber hat man dann noch ca. 300 Stealthflugzeuge, und ein Haufen Ware die in einem symmetrischen Krieg nicht fronttauglich ist. Auch wenn ich in den Chinesen nicht die grosse Gefahr sehe, dazu sind die Interessen von USA und China bezüglich Wirtschaft gemeinsamer Art (grosser beiderseitiger Markt).

Auch nicht logisch erscheint mir die Rechnung mit den zu upgradenden Flugzeugen. Die sind wegen den Kriegen schon stark abgeflogen. Dort ist nicht mehr so viel Lebenszeit zu gewinnen. Das wird also sowieso viel teurer als der sich das vermutlich ausmalt. Am Schluss steht unter dem Strich wenige Raptoren (notabene mit demselben Tarnanstrich der F-35 / da gibts sicher kein signifikantes Tarnungsplus mehr) und jede Menge neu konstruierter Altware (die man kaum exportieren kann). Nur damit man das Flugleistungsplus des Raptors durchboxen kann.
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