Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC)
#1
Die EAC hat das Ziel, Zoll-, Handels- und Währungsschranken zwischen den Ländern der Region (Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda) aufzuheben und sie auch politisch enger zusammenzuführen. Jetzt haben die Länder einen gewaltigen Schritt beschlossen - ob sie sich damit nicht überheben?
http://www.tagesschau.de/ausland/ostafr ... ng100.html
Zitat:Abkommen in Ostafrika unterzeichnet

Fünf Staaten - eine Währung


Nach dem Vorbild Europas haben sich fünf ostafrikanische Staaten zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Währung einzuführen. Ein entsprechendes Rahmenabkommen unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs von Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda auf einer Konferenz in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Demnach soll die gemeinsame Währung bis 2023 eingeführt werden.
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Stand: 01.12.2013 01:26 Uhr
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#2
Ein Schritt den man nur begrüßen kann. Wir haben in Europa erlebt, wie die wirtschaftliche Integration als Hauptmotor für einen flächendeckenden und dauerhaften Frieden diente und dient.
Die hoch gesteckten Ziele der Ostafrikaner erinnern an ebenfalls hoch gesteckte Ziele der Westeuropäer direkt nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch dort gab es gescheiterte Projekte, Stagnationen und Krisen und dennoch marschiert Europa bis heute im unionalen Rahmen voran und gilt als voller Erfolg.

Möglicherweise lassen sich die genannten Ziele tatsächlich nicht im gesetzten Zeitrahmen erfüllen, aber sie dienen als Katalysator, um doch mindestens kleinschrittig und wenigstens ungefähr in diese Richtung zu marschieren. Allein der Wille zum neuen Projekt senkt die Kriegsgefahr und bietet die Chance zum Aufbau einer Solidargemeinschaft die sich in ihren Werten angleicht, feindselige Stammeshaltungen aufgibt und sich bei Krisen und Gefahren(Putsch etc.) gegenseitig beisteht.
Ein gemeinsamer und freier Binnenmarkt eröffnet zudem die Möglichkeit der Demokratisierung über den wirtschaftlichen Weg. Eine autoritäre und korrupte Politik stünde Unternehmen nur unnötig im Weg. Gut möglich, dass über eine Marktliberalisierung auch politische Freiheiten hinzukommen.

Es ist zugegeben eine optimistische Sichtweise, aber man muss hier von einem Prozess ausgehen, der über viele Jahrzehnte stattfinden muss, um die o.g. Effekte tatsächlich und dauerhaft zu erreichen. Wenn der Wille bestehen bleiben sollte, ist es letztlich nur eine Frage der Zeit.
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#3
http://www.tagesschau.de/ausland/suedsudan330.html
Zitat:Ostafrika und die Krise im Südsudan

Flucht aus dem "gelobten Land"

Noch im vergangenen Jahr hat Südsudans Präsident Kiir ein Wirtschaftswunder auch für die Nachbarländer versprochen. Doch die Krise in seinem Land machte viele Hoffnungen zunichte - und die Aussicht auf einen dauerhaften Frieden ist gering
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Wo die Wellen jetzt noch ruhig ans Ufer schlagen, entsteht einer der größten Häfen Ostafrikas. Von Kenias Nordküste soll Öl aus dem Südsudan verschifft werden, unter anderem nach China. Pläne für das Megaprojekt bei Lamu gab es schon lange.
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Die Entstehung des neuen Staates 2011 hat auch in den Nachbarländern Aufbruchsstimmung ausgelöst. Außer am Hafen wird an Ölraffinerien, Pipelines und neuen Bahnstrecken gebaut. Die ostafrikanischen Länder wie Kenia, Ruanda und Uganda verzeichnen sowieso schon beachtliche Wachstumsquoten. Mit dem ölreichen Südsudan als neuem Partner in der Wirtschaftsgemeinschaft sollte der Aufschwung weiter vorangetrieben werden.
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Im Gegenzug dafür, dass die Ölgeschäfte über Ostafrika laufen, hoffte Südsudan auf eine Art Entwicklungshilfe. Kenia und die übrigen Nachbarn sollten sich beim Aufbau der Infrastruktur einbringen, so Kiir: "Wir wollen im Südsudan gute Bedingungen für Investitionen schaffen. Wir brauchen eine funktionierende Stromversorgung, Straßen, Schulen und Krankenhäuser."

Vor allem Kenianer wanderten zu Tausenden in das Nachbarland aus, um dort als Straßenbauer, Anstreicher und Maurer zu arbeiten.
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Das Ende der Hoffnung

Die Krise im Südsudan stellt jetzt auch Kenia vor Schwierigkeiten. Wenn im Nachbarland Krieg herrscht, werden sich die neuen Bahnstrecken und der mehr als 25 Milliarden Dollar teure Hafen nicht nutzen lassen. Etwa 30.000 Kenianer flüchteten in den vergangenen Wochen zurück aus dem Südsudan in die Heimat.
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Stand: 11.01.2014 05:26 Uhr
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#4
http://de.ria.ru/business/20140131/267748325.html
Zitat:Gazprom bekundet Interesse an Projekten in Tansania

23:37 31/01/2014


MOSKAU, 31. Januar (RIA Novosti). Die für Auslandsgeschäfte zuständige Gazprom-Tochter Gazprom International wird nach eigenen Angaben geologische und geophysikalische Daten aus Tansania unter die Lupe nehmen, um über einen Einstieg in Projekte in dem afrikanischen Land zu entscheiden.
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