Kampagne gegen UN-Pläne zur Beschränkung des Internets
#1
Für ein freies Netz - beteiligt Euch
http://www.dgb.de/themen/++co++8457ba98 ... 188b4dc422
Zitat:27.11.2012

Aufruf

Finger weg vom Netz: Petition für ein freies Internet

Das freie Internet ist in Gefahr. Mit neuen Regeln will die Internationale Fernmeldeunion (IFU) die Grundfreiheiten der Nutzer im Netz beschränken – Anfang Dezember soll die Entscheidung fallen. Eine weltweite Petition soll die geplante Beschneidung der Kommunikationsfreiheit verhindern. Internationaler Gewerkschaftsbund und DGB rufen zur Unterzeichnung auf.
dem möchte ich mich ausdrücklich anschließen und um Eure Unterstützung bitten. Der freie Informationsaustausch im Netz ermöglicht erst eine Willensbildung der breiten Bevölkerung, der die Grundlage für demokratische Prozesse ist - und damit gerade in den letzten Jahren vielfach zum Sturz von Autokraten geführt hat.
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#2
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpoli ... 71816.html
Zitat:9.12.2012

Netz-Gipfel
Autoritäre Staaten drängen auf Internet-Kontrolle


Es ist die Achse der Regulierer: Russland, Saudi-Arabien und andere autoritär regierte Staaten präsentieren neue Pläne für die Internet-Infrastruktur. Auf der Internet-Konferenz der Fernmeldeunion fordern sie mehr Macht für Nationalstaaten über die Infrastruktur des Internets.
...
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#3
http://www.tagesschau.de/ausland/wcit114.html
Zitat:Eklat auf Telekommunikationskonferenz in Dubai
Eine Abstimmung per "Raumgefühl"

Im Vorfeld gab es noch Beschwichtigungen: ...

...
Jetzt sieht es so aus, als ob die Skeptiker Recht behalten könnten: Quasi im Handstreich beschloss der Vorsitzende der Konferenz, Mohamed Nasser al Ghanim, eine Resolution, die der ITU Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten im Internet ermöglichen soll. Eigentlich hieß es, dass die Entscheidungen in Dubai im Konsens getroffen werden sollte. Al Ghanim zeigte nun, was darunter zu verstehen ist: Ohne formale Abstimmung erklärte er um 1.30 Uhr in der Nacht eine Resolution für verabschiedet - auf Basis eines "Raumgefühls", dass er zu spüren glaubte.
...

Ob die im Handstreich durchgesetzte Resolution zu halten ist, wird nun der letzte Verhandlungstag zeigen. Viel spricht dafür, dass es den vielbeschworenen Konsens nicht geben wird: Schon im Vorfeld hatten sowohl das EU-Parlament als auch das US-Abgeordnetenhaus einstimmige Resolutionen gegen eine internationale Regulierung des Internets verabschiedet.

Stand: 13.12.2012 12:52 Uhr
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#4
@Erich

Zitat:Für ein freies Netz - beteiligt Euch

Nö, ...so pauschal kann ich das nur ganz pauschal ablehnen.

Zitat:dem möchte ich mich ausdrücklich anschließen und um Eure Unterstützung bitten. Der freie Informationsaustausch im Netz ermöglicht erst eine Willensbildung der breiten Bevölkerung, der die Grundlage für demokratische Prozesse ist - und damit gerade in den letzten Jahren vielfach zum Sturz von Autokraten geführt hat.

Die Frage ist erstmal, was ist überhaupt Information und welche/wessen Maßstäbe setzen wir dabei zur Bewertung an :!: Das ist sehr, sehr schwer zu beantworten.

Weiterführend muss man sich fragen: Soll das Internet ein rechtsfreier Raum sein? Ich vermute, dass das keine halbwegs seriöse Person wirklich wollen kann. Unter welcher Rechtshoheit steht das Internet dann aber? Was gewinnt man im Internet durch nationale Rechtshoheiten? Kann man diese ohne nationale Zensur/Filter durchsetzen? Sind internationale informationsethische und letztlich rechtliche Standards zu entwickeln?

Die Interessen im und am Internet sind sehr vielseitig. Die Diskussionen werden auch schon lange geführt und es ist aufgrund der Vielschichtigkeit des Themas und der Interessen kein Wunder, dass es selten zu einem halbwegs belastbaren Konsens kommt.

Viel wichtiger wie irgendwelche bescheuerten Petitionen zu unterzeichnen, ist sich die Aspekte der Datensicherheit, Informationsethik und der Funktionsweise bzw der Gefahren des "Informationsaustauschs" zu verdeutlichen und kritisch zu hinterfragen. Um dadurch zumindest mal ein Problembewusstsein zu erzeugen, das weiten Teilen der "Internetgemeinde" (noch?) fehlt. Auf die gestellten Fragen kann es nach einer solchen Betrachtung kein so klares "Ja" oder "Nein" geben, wie ich das von Dir wahrnehme, Erich.
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