Bündnis90/Die Grünen
#1
Aus aktuellem Anlaß dachte ich mir, da wir von allen deutschen Parteien eigene Threads haben, nur von den Grünen nicht, auch einen über diese Partei zu eröffnen.

Es gibt den ersten grünen Ministerpräsidenten in Deutschland. Und er wurde sogar mit zwei Stimmen mehr (aus der Opposition) gewählt, als sein Lager Stimmen hat.
Zitat:Stuttgart

Kretschmann bundesweit erster grüner Regierungschef

Der baden-württembergische Landtag hat mit Winfried Kretschmann erstmals einen Grünen-Politiker zum Ministerpräsidenten gewählt. Der 62-Jährige erhielt gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, darunter auch Stimmen aus der Opposition. Der Landtag bestätigte am Donnerstag auch die neuen Kabinettsmitglieder.

Kretschmann, der der erste grüne Regierungschef in Deutschland ist, bekam bei der geheimen Abstimmung 73 von 138 abgegebenen Stimmen. 65 Abgeordnete votierten mit Nein, Enthaltungen gab es keine. Da die grün-rote Koalition 71 Abgeordnete hat, bekam der neue Ministerpräsident mindestens zwei Stimmen aus den Reihen der Opposition von CDU und FDP.
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1 ... index.html

Schneemann.
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#2
ich wünsche Kretschmann viel Erfolg!
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#3
Ja, da wollen wir mal sehen, was das gibt.
Vermutlich wirds den Grünen in Baden-Württemberg aber genauso ergehen wie seinerzeit im Bund. Die Partei wird sich aufspalten in die Fundis, die lieber weiter große Sprüche klopfen und die Realos, die einsehen, dass sie Kompromisse eingehen müssen, um halbwegs erfolgreich zu regieren. Dann kann da wenigstens einigermaßen was daraus werden.
Wenn sie allerdings so loslegen wie Kretschmann mit seinen Äußerungen zu Porsche, dann wird das ganze in einer absehbaren Katastrophe enden.
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#4
http://www.faz.net/s/Rub0BE7613A73D544B ... ezial.html
Zitat:Nach der Wahl in Bremen
Grüne wollen noch höher hinaus

Nach der Wahl in Bremen ist vor der Wahl in Berlin: Die Grünen wollen im Herbst stärkste Kraft werden. Die Kanzlerin gibt der Energiedebatte die Schuld am Wahldebakel ihrer Partei und lehnt abermals eine Zusammenarbeit mit den Grünen ab.
23. Mai 2011 ...
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#5
Zitat:Streit über Atomausstieg

Grünen-Basis rebelliert gegen eigene Führung

Die Anti-AKW-Bewegung ist empört, die Grüne Jugend meckert, Teile der Basis begehren auf: Mit ihrem Ja zum schwarz-gelben Atomausstieg bringt die Parteiführung die eigenen Leute gegen sich auf. Den Kurs hält die Spitze für alternativlos - ein riskantes Spiel. [...]

Und dann ist da noch die Anti-Atomkraft-Bewegung: Ihre Wortführer bollern am lautesten gegen den Grünen-Leitantrag. Sollte die Mehrheit der Delegierten dem Votum des Bundesvorstands folgen, verlöre die Partei ihre "Glaubwürdigkeit und kann sich nicht mehr Teil der Anti-Atom-Bewegung nennen". So hart formulierte das am Freitagmorgen Jochen Stay, Sprecher der Organisation ".ausgestrahlt". Schon am Vortag hatte der Chef des Bunds für Umwelt und Naturschutz, Hubert Weiger, die Grünen im gleichen Ton gewarnt. "Es würde sicher erneut ein tiefes Zerwürfnis geben, wenn die Grünen diesem verzögerten Ausstieg bis 2022 zustimmen", sagte der BUND-Vorsitzende der "Süddeutschen Zeitung".
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 05,00.html

Schneemann.
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#6
Tja, deswegen würde ich nie grün wählen. Die haben überhaupt keinen Plan und konterkarrieren sich selbst. Sich gegen den Atomausstieg stellen ist schon ziemlich affig. Und das damit zu begründen, dass es ihnen nicht schnell genug geht, ist auch eher fadenscheinig.
Vermutlich haben sie eher Angst, dass ihnen das Thema wegbricht, wenn der Atomausstieg beschlossen wird.
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#7
Zitat:Stuttgart wird Grün

Fritz Kuhn zum Oberbürgermeister gewählt

Baden-Württembergs Landeshauptstadt wird Grün. Am Sonntag haben die Stuttgarter den Grünen-Bundestagsabgeordneten Fritz Kuhn zu ihrem nächsten Oberbürgermeister gewählt. Er erhielt 52,9 Prozent der Stimmen und lag damit vor seinem Gegenspieler Sebastian Turner, dem parteilosen Kandidaten von CDU, FDP und Freien Wählern, der 45,3 Prozent der Stimmen erhielt. Damit wird zum ersten Mal in Deutschland eine Landeshauptstadt von einem Grünen-Stadtoberhaupt geführt. Rund 415'000 Bürger waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Neun Bewerber stellten sich zur Wahl. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,2 Prozent und damit etwas höher als im ersten Wahlgang, an dem sich 46,7 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt hatten. Während der Auszählung der 433 Wahlbezirke lieferten sich Kuhn und Turner lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann setzte sich der Grünen-Politiker in den Ergebnissen aber immer weiter von Turner ab
http://www.nzz.ch/aktuell/international ... 1.17703620

Mit Kuhn, einem der Grünen, dem man noch am ehesten vertrauen kann, haben die Stuttgarter, quasi bei mir um die Ecke, sicher keine schlechte Wahl getroffen. Allerdings irritieren mich die Stuttgarter immer wieder: Mappus wählen sie ab u. a. wegen S21 und einem desaströsen Polizeieinsatz, für S21 stimmen sie hingegen - und jetzt wählen sie einen Grünen als OB... Confusedhock:

Schneemann.
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#8
Zitat:Stuttgart wird Grün

Fritz Kuhn zum Oberbürgermeister gewählt

Baden-Württembergs Landeshauptstadt wird Grün. Am Sonntag haben die Stuttgarter den Grünen-Bundestagsabgeordneten Fritz Kuhn zu ihrem nächsten Oberbürgermeister gewählt. Er erhielt 52,9 Prozent der Stimmen und lag damit vor seinem Gegenspieler Sebastian Turner, dem parteilosen Kandidaten von CDU, FDP und Freien Wählern, der 45,3 Prozent der Stimmen erhielt. Damit wird zum ersten Mal in Deutschland eine Landeshauptstadt von einem Grünen-Stadtoberhaupt geführt. Rund 415'000 Bürger waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Neun Bewerber stellten sich zur Wahl. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,2 Prozent und damit etwas höher als im ersten Wahlgang, an dem sich 46,7 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt hatten. Während der Auszählung der 433 Wahlbezirke lieferten sich Kuhn und Turner lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann setzte sich der Grünen-Politiker in den Ergebnissen aber immer weiter von Turner ab
http://www.nzz.ch/aktuell/international ... 1.17703620

Mit Kuhn, einem der Grünen, dem man noch am ehesten vertrauen kann, haben die Stuttgarter, quasi bei mir um die Ecke, sicher keine schlechte Wahl getroffen. Allerdings irritieren mich die Stuttgarter immer wieder: Mappus wählen sie ab u. a. wegen S21 und einem desaströsen Polizeieinsatz, für S21 stimmen sie hingegen - und jetzt wählen sie einen Grünen als OB... Confusedhock:

Schneemann.
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#9
ja, ein Beispiel wie differenziert Wählervolk sein kann wenn man es läßt :mrgreen:

Und bisher lagen die Leute sogar richtig wenn man an nachfolgende Vorgänge rund um Mappus denkt. :roll:
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#10
ja, ein Beispiel wie differenziert Wählervolk sein kann wenn man es läßt :mrgreen:

Und bisher lagen die Leute sogar richtig wenn man an nachfolgende Vorgänge rund um Mappus denkt. :roll:
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#11
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 97018.html
Zitat:Grünen-Parteitag: Heckenschütze mit Platzpatronen

Sonntag, 28.04.2013 – 14:19 Uhr

Vor der Bundestagswahl haben die Grünen die Reihen geschlossen und marschieren stramm auf Linkskurs. Der Verlierer des Parteitags heißt Winfried Kretschmann. Der Stuttgarter Ministerpräsident hat so ziemlich alles falsch gemacht.
...
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#12
Die Grünen am Ende?
http://www.geolitico.de/2013/11/09/die- ... icht-mehr/
Zitat:Die Öko-Gesellschaft braucht die Grünen nicht mehr

Jürgen Trittin hat nach seinem Karriere-Aus “keinen Plan B”, sagt er. Sieht aus, als hätten die Grünen insgesamt keinen Plan B. Sie haben die Öko-Gesellschaft geschaffen und sich selbst überflüssig gemacht.

Das Fatale bei den Grünen ist imo, das sie sich nicht nur selbst überflüssig, sondern auch noch entzaubert haben. Wenn sie heute tatsächlich neue Ideen haben, wirken diese so radikal und weltfremd das damit keine Stimmen zu gewinnen sind.
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#13
Zitat:Fünf-Prozent-Hürde

Ströbele fordert Abschaffung

Ist die Fünf-Prozent-Hürde noch sinnvoll? Für die Europawahl haben Karlsruher Richter die Sperrklausel längst gekippt. Aber auch im Bundestag hält der Grünen-Politiker Ströbele diese für höchst bedenklich. Nach der Aufhebung der Drei-Prozent-Hürde bei der Europawahl fordert der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele die Abschaffung der Sperrklausel auch für die Bundestagswahl. Hier liegt sie bei fünf Prozent.

"Ich halte die Fünf-Prozent-Hürde für undemokratisch, weil sie dazu führt, dass Millionen von Wähler im Bundestag nicht vertreten sein", sagte er der "Welt". Dies habe die letzte Bundestagswahl gezeigt. "Das kann nicht demokratisch sein." Das Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Europawahl sei ein Grund, um die Fünf-Prozent-Klausel zur Diskussion zu stellen und Karlsruhe vorzulegen.
http://www.n-tv.de/politik/Stroebele-fo ... 22621.html

Bei allem basisdemokratischen Gebaren: Die Idee halte ich für falsch, man hat die 5%-Klausel nicht ohne Grund eingeführt, um etwa auch ein neuerliches Weimarer Parteienchaos zu verhindern. Soll man denn nun jeder evtl. radikalen Splitter- und Sektiererpartei, vom linken bis zum rechten Rand, den Einzug in die Parlamente bzw. auf das "Politpodium" derart erleichtern?

Schneemann.
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#14
Ich empfehle das Buch "wir sind die Wahnsinnigen".
Bezieht sich zwar auf die Gründerjahre, aber man versteht besser wie der grüne Laden läuft, wenn man das gelesen hat.
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