Europa & Energie
#1
Eines DER wichtigsten Themen für die Europäer, sind sie doch überwiegend abhängig von den Rohstoff-Importen. In Abgrenzung zum Strang Öl, die Achillesferse der Weltwirtschaft / Energieversorgung welches die Situation global behandelt, hier die europäische Perspektive.

Zum Einstieg mal etwas Erfreuliches aus dem Bereich Elektrizitätsversorgung.
Zitat:Supergrid durch die Nordsee geplant
Ökostromnetz soll Windparks, Tieden- und Wellenkraftwerke mit Pumpspeichern verbinden
Neun europäische Staaten planen den Bau eines Ökostromnetzes in der Nordsee. Das verabredeten Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark, die Niederlande, Irland, Luxemburg und Norwegen unter dem Projektnamen "North Seas Countries' Offshore Grid Initiative".
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http://www.heise.de/tp/blogs/2/146854

Norwegen mit seinen vielen Pumpspeicherkraftwerken würde so zu einer Art Zwischenspeicher für momentan überschüssige Energie aus EU-Kraftwerken und behält somit auch über seine fossilen Brennstoffe hinaus eine überragende Rolle in der EU- Energieversorgung. Kostenpunkt 30 Mrd €.
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#2
http://www.ftd.de/politik/deutschland/: ... 98468.html
Zitat:09.04.2010, 13:07
Infografik
Woher die EU ihr Gas bekommt

Mit den Russen oder ohne, durch Weißrussland oder durch die Ukraine? Die interaktive Karte von FTD.de zeigt die wichtigsten Pipeline-Projekte und ihre Bedeutung im Machtpoker um die Energieversorgung Europas
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#3
Call for proposal for developing a Roadmap towards a pan-European power system 2050

http://www.entsoe.eu/index.php?id=42&tx_...5dd26bbd7f

Zitat:ENTSO-E is hereby launching a call for proposals in order to award a study grant on European power system issues with special focus on a 2050 supergrid. (...)

ENTSO-E - European Network of Transmission System Operators for Electricity

http://www.entsoe.eu

Mission:
http://www.entsoe.eu/index.php?id=14
Zitat:Being the body of transmission system operators of electricity at European level, ENTSO-E'smission is to promote important aspects of energy policy in the face of significant challenges: (...)
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#4
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/73/508221/text/
Zitat:Energieversorgung
Russisches Roulette

09.04.2010, 17:53

Ein Kommentar von M. Balser

Die Machtspiele an der Ostsee-Pipeline legen die Defizite EU-Politik offen: Die Versprechen einer gemeinsamen Energiestrategie sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.
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#5
http://de.rian.ru/world/20100527/126476772.html
Zitat:EIL - Russland akzeptiert finnischen Vorschlag zu Monitoring von Nord Stream - Putin
20:16 | 27/ 05/ 2010

LAPPEENRANTA, 27. Mai (RIA Novosti). Russland akzeptiert den finnischen Vorschlag, ein System zur Beobachtung von Bau und Betrieb der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream zu schaffen.
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#6
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A3 ... ntent.html
Zitat:Erneuerbare Energie
Rückschlag für das Nordsee-Stromkabel

Für den Ausbau erneuerbaren Energien ist es wichtig, den deutschen an den norwegischen Strommarkt anzubinden. Jetzt verzögert er sich. Das Konsortium hat seine Anträge zurückgezogen, weil es über behördliche Auflagen verärgert ist.

11. April 2011...
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#7
http://www.faz.net/artikel/C30350/oelfe ... 86224.html
Zitat:Ölfelder größer als bisher gedacht
Bedeutender Ölfund in der Nordsee

Der norwegische Ölkonzern Statoil meldet eine der größten Entdeckungen in der Nordsee seit Jahrzehnten: Zwei Ölfelder unter dem Meeresboden sind nach Angaben des Konzerns weit größer als bislang gedacht.

Von Tim Höfinghoff

16. August 2011 ...
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#8
Ich denke, ein aktuelles Ereignis könnte recht gut in diesen alten Strang passen: Der US-Riese General Electric (GE) hatte ein Übernahmeangebot für die wichtige Energiesparte des französischen Konzerns Alstom vorgelegt (Alstom ist u. a. in den Bereichen Atomkraft [über die Areva-Gruppe], Wasserkraft, Windkraft, Geothermie, Solarthermie, Biomasse sowie in der Transportbranche [TGV] aktiv). Den Franzosen war dieses Übernahmeangebot offenkundig nicht sonderlich genehm, und so hat man sich an Siemens gewandt, um sich von dort Rückendeckung zu holen. Und siehe da, nach einer Anfrage...
Zitat:Paris bittet Siemens um Angebot für Alstom

Die sozialistische Regierung in Frankreich will eine Übernahme von Alstom durch den US-Mischkonzern GE verhindern. Siemens soll helfen. [...]

Zur Abwehr einer Milliarden-Offerte des US-Unternehmens General Electric (GE) für die Energiesparte des französischen Technologiekonzerns Alstom hat sich Frankreich nach einem Bericht der Zeitung "Le Figaro" an Siemens gewandt. Die Regierung in Paris sei an das Münchener Unternehmen herangetreten und habe es um ein Gegengebot zur GE-Offerte gebeten, heißt es in dem Blatt.Die französische Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf Branchenkreise, Siemens bereite ein Angebot in Konkurrenz zu General Electric vor
http://www.dw.de/paris-bittet-siemens-u ... a-17594116

...kam nun aus Deutschland ein positives Signal...
Zitat:Siemens signalisiert Alstom Gesprächsbereitschaft über Allianz

Berlin (Reuters) - Im Ringen um die Zukunft von Alstom hat Siemens dem französischen Mischkonzern Gesprächsbereitschaft über eine Kooperation signalisiert.

Siemens übermittelte nach eigenen Angaben vom Sonntag dem Verwaltungsrat von Alstom ein Schreiben und bekundete darin "Gesprächsbereitschaft über strategische Fragen zukünftiger Zusammenarbeit". [...] Am Samstag hatte "Le Figaro" berichtet, dass die Regierung in Paris an das Münchener Unternehmen herangetreten sei und es um ein Gegengebot für den Geschäftsbereich von Alstom gebeten, um den sich derzeit der US-Mischkonzerns General Electric bemüht. GE verhandelt über einen Kauf von Alstoms Kernsparte für Energietechnik.
http://de.reuters.com/article/topNews/i ... 5920140427

...möglich, dass sich hier ein - in meinen Augen durchaus sehr wichtiges - Zusammengehen der europäischen Energieriesen abzeichnet, um einer zukünftigen Einflussnahme durch ausländische Konzerne auf den europäischen Energiemarkt entgegenzutreten.

Schneemann.
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#9
gut, dass Du diesen Thread wieder ausgegraben hast.

Gerade im Zuge der Ukraine gehört auch die Frage zur Abhängigkeit von russischem Erdgas zur Frage der Energieversorgung.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 12571.html
Zitat:Ukraine und Slowakei schließen Vertrag über Gasversorgung

27.04.2014 · Die Ukraine will unabhängiger von russischem Erdgas werden. Und hat dazu nun ein Abkommen mit der Slowakei geschlossen: Westliche Unternehmen können künftig Gas über die alte Reservepipeline Wodschany liefern.
...

Die slowakische Erdgas-Transportgesellschaft Eustream hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, Wodschany könne im Oktober mit einer jährlichen Kapazität von drei Milliarden Kubikmetern Gas beginnen und diese ab März 2015 auf zehn Milliarden Kubikmeter steigern. Ähnliche Abkommen hat die Ukraine bereits mit zwei weiteren Nachbarländern, Polen und Ungarn, geschlossen. Bislang deckte die Ukraine etwa 60 Prozent ihres Gasbedarfs mithilfe russischer Lieferanten.
....
ergänzend und zur Meldung Schneemanns zurück:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/u ... -1.1945063
Zitat:... Geht es nach Siemens-Chef Joe Kaeser, könnten bald zwei europäische Giganten entstehen: einer im Transport-Geschäft, der andere im Energiewesen.
...
Dass die Pläne einen Nebenaspekt haben, sollten wir hier "klick" diskutieren
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#10
Sehr interessant, gut dass gerade rechtzeitig in der Slowakai große Erdgasvoräte entdeckt wurden damit sie an die Ukraine liefern können.
Wo genau liegen die denn?
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#11
Schneemann schrieb:...möglich, dass sich hier ein - in meinen Augen durchaus sehr wichtiges - Zusammengehen der europäischen Energieriesen abzeichnet, um einer zukünftigen Einflussnahme durch ausländische Konzerne auf den europäischen Energiemarkt entgegenzutreten.
Deutschland ist ja auch Ausland für die Franzosen. Manchmal frag ich mich wo dieser Staatsinterventionismus in Europa noch hinführen wird. Jetzt können private Firmen nicht mal mehr tun was sie wollen. Sehr bedenklich, aber gut, das müsst ihr ja wissen, wenn ihr noch mehr Steuern zahlen möchtet. Der Staat hat für Konkurrenz zu sorgen, ja damit keine Monopole entstehen. Ich könnte verstehen, dass man so GE von Alstom fern hält, aber dass man sie dann mit dem nächsten Riesen fusioniert, ist nicht weit vom Kommunismus entfernt. So kann man doch niemals günstige Preise erhalten, wenn überall der Staat die schützende Hand drüber hält und dann wegen den Arbeitsplätzen auch zwingend dort einkaufen muss. Der nächste Riesensubventionstopf ist nach Airbus vorprogrammiert.

Unglaublich wie hier welches Gedankengut mittlerweile in Deutschland verbreitet ist ... (auch mal die Kommentare durchlesen / der Artikel ist ja auch ziemlich schräg)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... -box-pager
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#12
phantom schrieb:Unglaublich wie hier welches Gedankengut mittlerweile in Deutschland verbreitet ist ... (auch mal die Kommentare durchlesen / der Artikel ist ja auch ziemlich schräg)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... -box-pager

Ach in anderen Ländern is besser? Da gibts keine Leute, die sich nicht informieren und zu allem ihren Senf dazugeben. Das Ergebnis ist dann in solchen Kommentaren wie im Spiegel lesbar. Spiegel ist ja jetzt nicht grade das hochklassigste Blatt. Inhaltsbezogen.

Durch die paar Kommentare auf das Gedankengut in Deutschland zu schließen ist falsch.
Wenn dann leg ich dir empirische Methodik ans Herz oder lieber gänzlich keine Aussage für die Gesamtheit treffen.

Der Zusammenschluss von Alstrom und Siemens ist sicher nicht gut für den Verbraucher. Das würde ich gar nicht bestreiten.
Schlechter ist es aber meiner Meinung nach, wenn sich ein ausl. Unternehmen hier einen guten Brückenkopf sichert und von dort aus unter Umständen den restlichen Markt nach gewisser Zeit dominiert/bestimmt.
In der Hinsicht würde es den Verbraucher noch schlechter treffen, da GE ja kein heimischer Konzern ist und somit eine Intervention der Politik in bestimmten Fällen um ein vielfaches schlimmer wäre.
Ich weis nicht, ob sich GE für die Energiepolitik und Verbraucherfreundlichkeit der Europäer großartig interessieren würde. Ich unterstelle jetzt mal, dass Siemens und Alstrom das genau so wenig tun. Um fair zu bleiben. Aber auf diese Konzerne kann die EU, DE und FR wenigstens noch politischen Druck in gewissen Szenarien ausüben.

Mal abgesehen davon, kann ein Oligopol genau so nachteilig sein wie Monopol für den Verbraucher. Gibt genug Branchen die das gut unter Beweis stellen. Siehe Öl.

Mir ist lieber europäische Konzere halten ein Monopol als ein Oligopol, das unter Umständen genau so schlecht ist, das man aber zum Teil nicht mehr steuern kann, da die Konzernspitze in den USA sitzt.

In dem Fall hier, wäre das Monopol wohl eher steuerbar und als das Oligopol.
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#13
Onto schrieb:Durch die paar Kommentare auf das Gedankengut in Deutschland zu schließen ist falsch.
Die Regierung denkt mittlerweile auch so. Big Grin Aber danke dass du mir die empirische Methodik ans Herz legen möchtest.

Zitat:Schlechter ist es aber meiner Meinung nach, wenn sich ein ausl. Unternehmen hier einen guten Brückenkopf sichert und von dort aus unter Umständen den restlichen Markt nach gewisser Zeit dominiert/bestimmt.
Ist ja nicht meine Intention. Dass private Konzerne nach einer machtbeherrschenden Position streben, ist ja nichts Neues. Ich frag mich wieso der französische Staat dann diese Heirat mit Siemens anstrebt, dass ist doch hochgradig unsinnig. Du willst so Missstände verhindern, machst aber 1:1 den gleichen kapitalen Fehler ... wahrscheinlich sind die Gründe rein chauvinistischer Natur, ist leider mittlerweile normales Gedankengut in Europa.

Zitat:In der Hinsicht würde es den Verbraucher noch schlechter treffen, da GE ja kein heimischer Konzern ist und somit eine Intervention der Politik in bestimmten Fällen um ein vielfaches schlimmer wäre.
Tschuldigung, aber das kann ich nicht teilen. Bei uns gibt es doch dutzende ausländische Konzerne, die den Markt (egal welche Branche) viel besser als heimische bedienen. Es spielt doch keine Rolle wo der Sitz der Firma ist, Hauptsache die Ware ist top. Wenn diese Firma im grossen Stil den Markt bedient, entstehen automatisch Arbeitsplätze auch bei uns, man muss doch nicht für alle Bereich einen solchen Protektionismus aufbauen.

Zitat:Ich weis nicht, ob sich GE für die Energiepolitik und Verbraucherfreundlichkeit der Europäer großartig interessieren würde.
Das sind Kunden wie jede andere auch. Das ist doch GE egal ob das Amerikaner oder Europäer sind. Du verkaufst doch dein Produkt auch nicht lieber an Deutsche als an Türken. Wenn der Türke dein Produkt kauft, umso besser. Dass der Protektionismus grad bei den Deutschen so tief verankert ist, erstaunt mich immer wieder. Ihr verdient doch jeden 2.ten Euro im Ausland. Wenn alle so denken würdet wie ihr, könntet ihr nichts exportieren.

Zitat:Aber auf diese Konzerne kann die EU, DE und FR wenigstens noch politischen Druck in gewissen Szenarien ausüben.
Für was? du kannst doch keinen Druck ausüben wenn du dir einen Monopolisten aufbaust. Siehst du ja bei Airbus. Wenn irgend was militärisches in die Luft muss, dann baut das Airbus. Wenn eine neues Passagierflugzeug entwickelt werden muss, schreit Airbus nach Geld und droht mit Arbeitsplatzabbau. So erzeugst du nur politische Hampelmänner die eh nicht mehr anderes entscheiden können.
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#14
Zitat: Die Regierung denkt mittlerweile auch so. Big Grin Aber danke dass du mir die empirische Methodik ans Herz legen möchtest.

Gern geschehen.

Merkel dachte auch, dass gewisse Dinge "alternativlos" sind, ich habe eine wage Vermutung, dass der Rest der 80. Mio Einwohner da nicht so darüber denkt. Aber reine Spekulation.

Nicht falsch verstehen. Aber grade bei solchen Dingen wie Meinungsbeurteilung einer Gesamtheit (In dem Fall 80. Mio.) isses halt nicht angebracht auf Grund von 10 Kommentaren den Rest übern Kamm zu scheren.

Zitat:Ich frag mich wieso der französische Staat dann diese Heirat mit Siemens anstrebt, dass ist doch hochgradig unsinnig. Du willst so Missstände verhindern, machst aber 1:1 den gleichen kapitalen Fehler ... wahrscheinlich sind die Gründe rein chauvinistischer Natur, ist leider mittlerweile normales Gedankengut in Europa.

Ich würde es nicht immer gleich als Chauvinismus betiteln. Das hat nicht immer gleich was mit Überlegenheit der eigenen Art (oder was auch immer) zu tun. Vll. hat man einfach wenig Interesse, dass gewisse Einflusssphären hier mehr mitreden.

Warum ist es unsinnig?
Und jetzt stempelst du gleich ganz Europa ab. Steigerung des letztens Posts.


Zitat:Tschuldigung, aber das kann ich nicht teilen. Bei uns gibt es doch dutzende ausländische Konzerne, die den Markt (egal welche Branche) viel besser als heimische bedienen. Es spielt doch keine Rolle wo der Sitz der Firma ist, Hauptsache die Ware ist top. Wenn diese Firma im grossen Stil den Markt bedient, entstehen automatisch Arbeitsplätze auch bei uns, man muss doch nicht für alle Bereich einen solchen Protektionismus aufbauen.

Du redest hier aber von Konzernen, die auch in der Energie tätig sind. Da spielen auch sicherheitspolitische Interessen mit rein. Das kannst du nicht mit IPhone und co. vergleichen.

Zitat:Das sind Kunden wie jede andere auch. Das ist doch GE egal ob das Amerikaner oder Europäer sind. Du verkaufst doch dein Produkt auch nicht lieber an Deutsche als an Türken. Wenn der Türke dein Produkt kauft, umso besser. Dass der Protektionismus grad bei den Deutschen so tief verankert ist, erstaunt mich immer wieder. Ihr verdient doch jeden 2.ten Euro im Ausland. Wenn alle so denken würdet wie ihr, könntet ihr nichts exportieren.

GE ist es sicherlich nicht egal ob der Kunde Amerikaner oder Europäer sind. Wenn man Amerikaner über den Tisch zieht, dann gibts Ärger von politischer Seite, da der Unternehmensitz in den USA ist. Und da gibt es Druckmittel die dann durchaus Erfolg versprechen.
Wenn GE den Verbraucher (Europäer) ausnimmt, versuch mal mit der EU Druck aufzubauen. Das geht wesentlich schwieriger.
Außerdem wird man Alstom brauchen, für die Energiepolitik. Dann hast du amerikanische Interessenvertreter die Einfluss auf die europäischer Energiepoltik der EU nehmen können.

Warum wird Protektionismus immer gleich negativ bewertet? Ich sehe in vielen Bereichen da durchaus Vorteile. Man muss ja nicht alles für Geld weiterverschärbeln, nur weil einer mehr Geld bietet als der heimische Markt.
Man macht sich doch käuflich.
Protektionismus in Europa ist in vielen Bereichen sicherlich nicht angebracht, da man sich in der EU befindet und es sicherlich nicht förderlich ist für den Einigungsprozess usw.
Aber den Ländern außerhalb der EU muss man sicherlich nicht alles für Geld nachwerfen.

Worin besteht der Widerspruch in der Aussage, das wir doch selber jeden 2ten € im Ausland verdienen? Glaubst du deutsche Produkte leiden nicht unter Protektionismus beim Export?

Zitat:Für was? du kannst doch keinen Druck ausüben wenn du dir einen Monopolisten aufbaust. Siehst du ja bei Airbus. Wenn irgend was militärisches in die Luft muss, dann baut das Airbus. Wenn eine neues Passagierflugzeug entwickelt werden muss, schreit Airbus nach Geld und droht mit Arbeitsplatzabbau. So erzeugst du nur politische Hampelmänner die eh nicht mehr anderes entscheiden können.

Und du glaubst mit amerikanischen Unternehmen wird das besser Big Grin? Eher nicht.

GE strebt doch selber nach Monopolismus in Europa. Wie jedes Unternehmen, da nur der große Gewinn am Ende des Quartals zählt. Da hab ich doch lieber hausgemachten Monopolismus, als Monopolismus, den ich nicht im geringsten kontrollieren kann.
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#15
Onto schrieb:Warum ist es unsinnig? Und jetzt stempelst du gleich ganz Europa ab.
Ja, das ist typisch europäisch.

Zitat:Du redest hier aber von Konzernen, die auch in der Energie tätig sind. Da spielen auch sicherheitspolitische Interessen mit rein. Das kannst du nicht mit IPhone und co. vergleichen.
Mmmh, ich versteh aber nicht wieso man sich dann in der freien Marktwirtschaft zwingend mit den Deutschen in ein Bett setzt, wenn der Konzern was anderes möchte. Alle fossilen Brennstoffe (das ist immer noch der überwiegende Mehrheit der Energie) bezieht man auch aus dem Ausland, das kann doch kein Argument sein.

Zitat:GE ist es sicherlich nicht egal ob der Kunde Amerikaner oder Europäer sind. Wenn man Amerikaner über den Tisch zieht, dann gibts Ärger von politischer Seite, da der Unternehmensitz in den USA ist. Und da gibt es Druckmittel die dann durchaus Erfolg versprechen.
Das ist doch absurd, wenn GE was in Europa verkaufen möchte, haben sie sich ans EU-Recht zu halten. Da könnte ich ja kein deutsches Auto kaufen weil das nicht in der Schweiz produziert wurde und beim Einklagen ich ev. weniger Rechte hab.

Zitat:Außerdem wird man Alstom brauchen, für die Energiepolitik. Dann hast du amerikanische Interessenvertreter die Einfluss auf die europäischer Energiepoltik der EU nehmen können.
Sorry aber was soll das, wo kommen wir da hin wenn jeder wieder seinen Markt zumauert. Können wir gleich wieder all die Schutzzölle einführen die wir mühsam abgerissen haben.

Zitat:Warum wird Protektionismus immer gleich negativ bewertet?
Weil es eine willkürliche Bevorzugung im freien Markt darstellt. Ich könnte auch Schwarze benachteiligen, in dem ich nur noch Weissen den Vorzug gebe. Hier bevorzugst du die Franzosen, das nächste mal verwehrst du McDonalds die Hamburgerausgabe ... das kann man doch nicht ernsthaft anstreben, wenn man von den Vorteilen der Marktwirtschaft profitieren möchte.

Zitat:Aber den Ländern außerhalb der EU muss man sicherlich nicht alles für Geld nachwerfen.
Es geht doch nicht um Länder.

Zitat:Worin besteht der Widerspruch in der Aussage, das wir doch selber jeden 2ten € im Ausland verdienen? Glaubst du deutsche Produkte leiden nicht unter Protektionismus beim Export?
Ihr seid diesbezüglich auf einer ziemlich verlogenen Schiene unterwegs. Wo man technologisch im Hintertreffen ist, wird frischfröhlich der Markt ausgeschaltet, und eine Subventionsmaschinerie ohne Ende aufgebaut.

Zitat:Und du glaubst mit amerikanischen Unternehmen wird das besser Big Grin? Eher nicht.
Das ist viel besser, nicht nur ein wenig.

Zitat:GE strebt doch selber nach Monopolismus in Europa. Wie jedes Unternehmen, da nur der große Gewinn am Ende des Quartals zählt. Da hab ich doch lieber hausgemachten Monopolismus, als Monopolismus, den ich nicht im geringsten kontrollieren kann.
Ich hab dir gesagt, dass ich es vertretbar/notwendig finde wenn man den Monopolist verbietet, aber was hier passiert, ist dass man einem Konzern schon fast vorschreibt, dass er zum europäischen Monopolisten aufsteigt, das ist doch verrückt.
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