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(04.05.2026, 14:18)Broensen schrieb: ... Ist das nicht immer der Fall und entspricht auch den Zielen Trumps? es stimmt, unsere Wirtschaft ist insgesamt recht "kurzfristig" orientiert. Das fängt schon bei der jährlichen Bilanzierung und der dazu gehörigen Gewinn- und Verlustrechnung an. Am "besten bewertet" sind die Unternehmen, die innerhalb dieses Jahreszeitraums den höchsten Gewinn erwirtschaften.
Ob dann im Folgejahr schon Verluste anfallen schlägt sich in diesem "Jahreszyklus" nicht aktuell nieder und ist damit nicht augenscheinlich.
Das muss aber nicht nachhaltig sein - im Gegenteil: langfristig kalkulierte Investitionen, die über einen längeren Zeitraum mehr Ertrag erwirtschaften, fallen bei diesem "Wirtschaftsmodell" unter den Tisch.
Das beste Beispiel ist die Bundesbahn. Für die "schwarze Null" bei der Privatisierung wurden Erhaltungs- und Instandhaltungsmaßnahmen weitestgehend reduziert und die Bahn "auf Verscheiß gefahren", was dem seinerzeitigen Vorstand erhebliche Gratifikationen (Ziel erreicht) gebracht hat.
Jetzt gehört die einst vorbildliche Deutsche Bahn aufgrund der Mängel zu den unpünktlichsten und mittlerweile auch noch unsichereren Bahngesellschaften in Europa - und die Sanierung der seinerzeit bewusst in Kauf genommenen Mängel kostet Unsummen und wohl wesentlich mehr, als seinerzeit der Unterhalt gekostet hätte.
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(04.05.2026, 12:33)Kongo Erich schrieb: ...
Aktuell dazu schreibt die FAZ zu Malaysia und anderen ASEAN-Staaten:
Ölkrise: Der Irankrieg treibt Asien zur Energiewende
Kopie hier das Thema hat jetzt auch die FR aufgegriffen:
Zitat:Trump treibt in Asien ungewollt die Energiewende voran
Stand:06.05.2026, 15:22 Uhr
Die Energiekrise beschleunigt die Energiewende in Asien dramatisch. China profitiert am meisten von der neuen Nachfrage.
Der Irankrieg und die Blockade der Straße von Hormus treiben viele Länder im Süden und Südosten von Asien weg von Öl und Gas. Regierungen setzen plötzlich massiv auf Solarenergie, Batterien und Elektroautos. Eine kuriose Entwicklung: US-Präsident Donald Trump, der sonst nichts unversucht lässt, um den Verbrauch von Erdöl und Erdgas zu pushen (und damit die eigene Ölindustrie), fördert ungewollt die globale Energiewende.
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Energiewende ist heute eine Frage der nationalen Sicherheit
Die Ölimporte asiatischer Länder sind im April um rund 30 Prozent eingebrochen, was besonders den Verkehr trifft. Gaslieferungen sind in vielen Ländern wichtig für die Stromversorgung.
Doch die Krise hat eine zweite Seite: Sie beschleunigt in vielen Ländern die Energiewende – und zwar deutlich schneller, als es noch vor wenigen Jahren denkbar schien. Was bislang oft als zu teuer, technisch unsicher oder politisch riskant galt, wird plötzlich zur Frage der nationalen Sicherheit: Solarstrom, Windenergie, Batteriespeicher und Elektrofahrzeuge. „Der Iran-Krieg beschleunigt die globale Energiewende erheblich“, sagte UN-Klimachef Simon Stiell unlängst. Saubere Energien seien nicht nur klimafreundlicher, sondern auch geopolitisch verlässlicher als fossile Brennstoffe.
Neue Energiewelt: In Südostasien zeichnet sich ein eindeutiger Trend ab
Vor allem Südostasien erlebt einen energiepolitischen Kurswechsel. Indonesien, bisher stark von Kohle und Diesel abhängig, treibt den Ausbau von Solarparks plötzlich mit großem Tempo voran. Die Regierung plant zusätzliche Solarkapazitäten von bis zu 100 Gigawatt bis 2028 – das Doppelte der heutigen Stromerzeugungskapazität des 280-Millionen-Einwohner-Landes. Auch Malaysia und die Philippinen beschleunigen Genehmigungen für Fotovoltaik- und Speicherprojekte. Vietnam will bis 2030 rund die Hälfte des Stroms erneuerbar gewinnen. Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen verdoppelten sich zuletzt in dem Land, in Thailand war der Zuwachs ebenso hoch.
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Erneuerbare Energien statt fossile Brennstoffe – der Gewinner heißt China
Der größte Gewinner dieser Entwicklung ist China. Das Land dominiert weite Teile der globalen Lieferketten für Solarmodule, Stromspeicher und E-Autos. Mit der Energiekrise steigt die Nachfrage sprunghaft. Reuters zufolge erreichten Chinas Exporte von Clean-Tech-Produkten bereits im März einen neuen Rekordwert von 26 Milliarden Dollar – ein Plus von 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark legten Solarsysteme zu; ihre Ausfuhren sprangen binnen eines Monats von 2,1 auf 4,8 Milliarden Dollar. Zu den größten Käufern gehörten Indonesien, die Philippinen, Indien und Pakistan. Die „Washington Post“ bezeichnet China schon als „größten Profiteur“ der kriegsbedingten Energiekrise. Der britische „Guardian“ schreibt, die aktuelle Entwicklung erinnere an die Ölkrisen der 1970er Jahre – nur, dass dieses Mal vorwiegend chinesische Hersteller von Solaranlagen, Batterien und Elektroautos zu den Gewinnern gehörten.
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Jetzt zum aktuellen Gipfel
Zitat: +++ 10:44 Iran-Krieg bei Asean-Gipfel im Zentrum +++
Der diesjährige Gipfel des Staatenverbundes Asean steht im Zeichen wirtschaftlicher Sorgen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Es müsse geklärt werden, wie die Region die Versorgung mit Energie sowie die Sicherheit südostasiatischer Arbeitnehmer angesichts der Spannungen im Nahen Osten gewährleisten könne, teilt der philippinische Präsident und diesjährige Vorsitzende Ferdinand Marcos Jr. vor Beginn des Gipfels mit.
Der 48. Asean-Gipfel tagt am Freitag in der philippinischen Provinz Cebu.
Zu den Gesprächen werden die Regierungschefs aller elf Mitgliedstaaten mit Ausnahme Myanmars erwartet. Am heutigen Donnerstag finden eine Reihe von Treffen auf Ministerebene, darunter der Außen- und Wirtschaftsminister statt. Die Philippinen haben in diesem Jahr den Vorsitz in der Asean-Vereinigung. Weitere Mitglieder sind Kambodscha, Thailand, Malaysia, Myanmar, Indonesien, Singapur, Vietnam, Laos, Brunei und seit vergangenem Jahr Osttimor.
es müsse also geklärt werden .... - und wie man die Situation um die Straße von Hormuz auf die Straße von Malakka übertragen kann?
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Zitat:Straße von Malakka:
Hormus 2.0
Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die Methode, wie Iran die Welt in der Straße von Hormus erpresst, Nachahmer findet. Schon im März hatten wir auf die übrigen Engpässe der Welt hingewiesen. Nun geht es um die wichtigste Schifffahrtsstraße der Welt.
Indonesien, die größte Volkswirtschaft Südostasiens, bringt die Idee auf, die Durchfahrt durch die Straße von Malakka mit einem Preis zu versehen. Um im Sprachgebrauch des amerikanischen Außenministers Marco Rubio zu bleiben, wäre jeder Eingriff in den freien Verkehr durch die Straße von Malakka eine wesentlich kraftvollere „wirtschaftliche Atombombe“ als das Schließen der Straße von Hormus. ...
das klingt erst mal nicht ganz unlogisch. Schließlich haben die Anrainerstaaten - hier Indonesien, Malaysia und Singapur - durchaus Kosten, um die Straße von Malakka für den weltweiten Verkehr zu sichern.
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