Türkei
http://www.rp-online.de/politik/ausland/...-1.3355992

Zitat:Erfolgreiche Friedensverhandlungen?
Türkei: PKK-Rebellen kündigen Rückzug an


zuletzt aktualisiert: 25.04.2013 - 15:31

Ankara (RPO). Die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zieht ihre Kämpfer aus der Türkei ab. Der Rückzug in den Nordirak werde am 5. Mai beginnen, sagte PKK-Kommandeur Murat Karayilan am Donnerstag im Hauptquartier der Rebellen in den nordirakischen Kandil-Bergen, wie die PKK-nahe Agentur Firat News meldete. Damit tritt der Ende vergangenen Jahres gestartete türkisch-kurdische Friedensprozess in eine neue Phase ein.
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http://www.deutsch-tuerkische-nachrichte...sten-kann/

Sehe ich das nur so oder ist die Türkei bald nur noch von feindlich gesinnten Nationen umgeben ?
Griechenland im Westen, Armenien und Rußland im Norden, Iran und Irak im Osten und jetzt dann Syrien, wenn Assad an der Macht bleibt.
Vielleicht dass Aserbeidschan oder Georgien noch neutral zur Türkei stehen.
Was verspricht man sich von der Unterstützung der Rebellen ?
Diese dienen verschiedenen Herren, auch glaube ich nicht dass die Türkei sich damit bei den Arabern beliebt macht.
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/tuerkei-fraport-unterliegt-mit-angebot-fuer-istanbuler-grossflughafen-12171697.html">http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/t ... 71697.html</a><!-- m -->
Zitat:Türkei
Fraport unterliegt mit Angebot für Istanbuler Großflughafen
03.05.2013 · In Istanbul soll der größte Flughafen der Welt gebaut werden und im Jahr 2017 eröffnen. Wer ihn bauen und betreiben soll, wurde jetzt in der Türkei entschieden. Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport ging leer aus.

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Ein türkisches Konsortium soll nun den neuen Riesenflughafen am Rand der Metropole Istanbul bauen und betreiben. Das Rennen um den Zuschlag habe die Gruppe Cengiz-Kolin-Limak-Mapa-Kalyon gemacht, berichteten türkische Medien. Das Konsortium habe mehr als 22,1 Milliarden Euro geboten, um den Flughafen für 25 Jahre betreiben zu können und damit Angebote des Frankfurter Flughafenbetreibers und zweier weiterer Mitbieter übertroffen.
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Mit sechs Start- und Landebahnen soll der Airport später bis zu 150 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen können und damit ein Drehkreuz der internationalen Luftfahrt werden. In etwa vier Jahren soll nach dem Abschluss einer ersten Bauphase mit dem Betrieb begonnen werden. Istanbul hat bereits zwei internationale Flughäfen.

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Zitat:Yemeni troops seize boat carrying Turkish-made guns near Taiz
Sat May 4, 2013 10:57PM GMT

The Yemeni Defense Ministry says the military has captured a boat carrying 20,000 Turkish-made guns in the country's coastal regions.

A statement posted on the ministry’s website on Saturday said Yemeni soldiers seized the boat on Thursday after clashes with armed crew members off the coast of the southwestern province of Taiz.
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://presstv.com/detail/2013/05/04/301833/more-turkishmade-weapons-found-in-yemen/">http://presstv.com/detail/2013/05/04/30 ... -in-yemen/</a><!-- m -->
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Zitat:Waffenruhe: PKK startet Rückzug aus der Türkei

Die Arbeiterpartei Kurdistans hat mit dem Abzug ihrer Kämpfer aus der Türkei begonnen - ein entscheidender Schritt, um den knapp 30 Jahre andauernden Konflikt zu beenden. PKK-Chef Abdullah Öcalan hatte im März zur Waffenruhe aufgerufen. [...]

"Wir wissen, dass der Abzug begonnen hat", sagte der Chef der legalen Kurdenpartei BDP, Selahattin Demirtas, am Mittwochvormittag der Nachrichtenagentur AFP. Die Kämpfer werden sich nach Angaben der Partei in den Nordirak begeben. Der Abzug der etwa 2000 PKK-Mitglieder gilt als entscheidende Wegmarke bei den Bemühungen um ein Ende des Kurdenkonflikts, dem seit 1984 mehr als 40.000 Menschen zum Opfer fielen.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/pkk-startet-abzug-aus-der-tuerkei-a-898706.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/p ... 98706.html</a><!-- m -->

Wenn diese Kräfte in den Nordirak gehen, kann man sich fragen, was diese denn dann dort machen? Kampf gegen Maliki?

Schneemann.
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ich empfinde das eher als Signal der Verständigungsbereitschaft gegenüber der türkischen Regierung - und der Nordirak ist eine der wenigen Gegenden, in sie sich die PKK Kämpfer zurückziehen können, ohne in neue Konflikte hineingezogen zu werden
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Sehe ich anders. Der Nordirak war immer schon auch ein Spannungsfeld, egal ob nun einen möglichen eigenen Kurdenstaat betreffend oder im irakisch-iranischen Konflikt sowie auch unter Saddam und seine/n Kurdenkampgane/n. Und der Irak ist derzeit - böse ausgedrückt - unsicherer und vakanter und von mehr Gewaltkriminalität durchsetzt als unter Saddam (wobei die Ruhe bei diesem natürlich mit Terror und eiserner Knute durchgesetzt wurde). Nur ist der Maliki-Irak derweilen ein höchst fragiles Gebilde, wo ethnische und religiöse Spannungen Hochkonjunktur haben, wo Maliki nach und nach wieder eine Pseudodiktatur zu errichten sucht und wo sunnitische Extremisten nachwievor ihr Unwesen treiben (s. die diversen, zumeist gegen Schiiten gerichteten Anschläge). Und eine Verstärkung der "kurdischen Fraktion" (auch wenn diese über ihre sunnitische Abstammung ein sozialistisch-pragmatisches Mäntelchen gestülpt hat) könnte, wenn die Kurdenführer nicht klug handeln, neue Probleme bescheren.

Schneemann.
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der kurdische Irak zählt zur Zeit den den ruhigsten und prosperierendsten Teilen der Region. Im Irak herrscht Bürgerkrieg, und der Iran schwebt auch ständig in Gefahr, zum Kriegsschauplatz zu werden.
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Siehe Türkei-Thread. No further comment.

Bitte 2 Kisten Bier an mich... :wink:

Schneemann.
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Cry alter Säufer :evil:
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Zitat:Monday,May 20 2013, Your time is 19:06:40
What does Erdoğan want from the Turkish media?
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.hurriyetdailynews.com/what-does-erdogan-want-from-the-turkish-media.aspx?PageID=238&NID=47167&NewsCatID=409">http://www.hurriyetdailynews.com/what-d ... sCatID=409</a><!-- m -->
(Hurriyet steht der säkularen Opposition nahe)
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Türkei und Saudi Arabien rücken nicht zuletzt wegen der Entwicklung in Syrien und dem gemeinsamen Feind (Iran bzw. Schiiten) näher zusammen:

Zitat:Saudi Arabia, Turkey 'on same Syria page'

Turkey and Saudi Arabia reiterated their common understanding on the civil war in Syria, during a visit by Saudi Crown Prince Salman bin Abdulaziz to Ankara.

Following his talks with President Abdullah Gül on May 21, Salman yesterday met with Prime Minister Recep Tayyip Erdoğan, who was accompanied by Foreign Minister Ahmet Davutoğlu. The two countries exchanged their views on the Syrian crisis, including the upcoming Geneva conference, a Turkish official told the Hürriyet Daily News.

Both parties agreed that everyone’s minds should be clear on the process, the official said, adding that Turkey and Saudi Arabia did not have any differences on the Syrian issue. Gül and the Crown Prince signed an agreement on cooperation in the defense industry for further cooperation....
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.hurriyetdailynews.com/saudi-arabia-turkey-on-same-syria-page.aspx?pageID=238&nID=47420&NewsCatID=352">http://www.hurriyetdailynews.com/saudi- ... sCatID=352</a><!-- m -->

Auch staatsideologisch schreitet die Abkehr vom Laizismus voran:

Zitat:Turkish-Armenian scribe sentenced to 13 months for blasphemy in blog post ...
An Istanbul court has sentenced Turkish-Armenian writer Sevan Nişanyan to 58 weeks in prison for an alleged insult to the Prophet Muhammad in a blog post.

The prosecutor had been seeking one and a half years of jail time for Nişanyan on charges of “insulting the religious beliefs held by a section of the society.”

The sentence cannot be converted to a financial penalty, but Nişanyan has the right to appeal.

He was charged with blasphemy after writing a blog post titled, “[We] need to fight hate speech.”
“Making fun of an Arab leader who claimed he contacted Allah hundreds of years ago and received political, financial and sexual benefits is not hate speech,” Nişanyan said in his post last year. “It is an almost kindergarten-level test of what is called freedom of expression.”
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.hurriyetdailynews.com/turkish-armenian-scribe-sentenced-to-13-months-for-blasphemy-in-blog-post-.aspx?PageID=238&NID=47371&NewsCatID=341">http://www.hurriyetdailynews.com/turkis ... sCatID=341</a><!-- m -->
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Ein kleines Schlaglicht auf die "Boomregion" Bosporus:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/bosporus-bruecke-istanbul100.html">http://www.tagesschau.de/ausland/bospor ... ul100.html</a><!-- m -->
Zitat:Umstrittenes Projekt in Istanbul

Dritter Brückenschlag am Bosporus

In Istanbul hat der Bau der dritten Brücke über den Bosporus begonnen. Die türkische Regierung behauptet, damit die Stadt vom Transitverkehr zu entlasten. Kritiker bezweifeln dies und werfen Premier Erdogan Gigantismus vor.

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Stand: 30.05.2013 02:27 Uhr
wie lange sollte die erste Brücke ausreichen? Na??? Richtig, eigentlich immer noch - und inzwischen ist auch die zweite Brücke "dicht". Da kann man schlecht von unnützer und überzogener Brückenbauwut sprechen.
Und dass der Verkehr in Istanbul überwiegend Stadtverkehr ist, ist nichts neues - aber im Zuge der "neuen Seidenstraße" (der Anbindung zentralasiatischer Staaten an Westeuropa) wird auch der Transitverkehr durch die Türkei und damit quer über den Bosporus massiv anwachsen.
Und ehrlich gesagt: weitere Tunnel oder Brücken im Stadtgebiet von Istanbul selbst sind auch wegen der archäologischen Bodenverhältnisse problematisch, teuer und zeitaufwändig.
Mich überzeugt die Kritik an dem Bauwerk nicht.
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Der Vorwurfs des Gigantismus für den Bau einer notwendigen Brücke ist tatsächlich lachhaft. Dabei wird ein anderer Aspekt, gerade vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse, vollkommen außer Acht gelassen. Und zwar betrifft das die Namensgebung für die Brücke. Yavuz Sultan Selim. Dieser Name steht für Expansionimus und religiösen Extremismus und dabei vor allem für die konsequente Verfolgung von Schiiten und Alawiten in seinem Herrschaftsbereich.

Ein nettes Zitat dieser Person: „Mein Kampf geht solange weiter bis Gottes Gesetz, die Scharia, auf der ganzen Welt herrscht oder ich sterbe.“
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selim_I">http://de.wikipedia.org/wiki/Selim_I</a><!-- m -->.

Es hätte beliebig viele andere Namen gegeben. Das Erdogan Regime wollte jedoch jenen wählen. Mit diesem Ansatz stellt dieses Bauwerk sicherlich keine "Brücke" in Richtung Zentralasien und Seidenstraße dar.
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Er hatte ein Rückgrat und eine Überzeugung. Ist doch bewundernswert.
Ein starker Name für ein starkes Bauwerk.
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