(Allgemein) Bundeswehr im Ausland
Quintus Fabius schrieb:In vielen Fällen sind durch Drohnen erkannte Feinde selbst dann, wenn in der Nähe der Drohne Kampfflugzeuge bzw Hubschrauber in Bereitschaft waren bis zum Eintreffen dieser Einheiten "verschwunden", selbst wenn es nur wenige Minuten dauerte bis diese eintrafen.
Deshalb auch das UACV.

Zitat:Fernspäher, Scharfschützen und Sensoren sind nicht einfach veraltet, im Gegenteil. Dadurch das sie sich viel besser tarnen können und selbst auch in bestimmten Fällen gegen den Feind wirken können haben sie zwar weniger Reichweite und Überblick, aber eine viel höhere Effizienz.
Dafür haben sie einen taktischen und strategischen Weitblick eines Maulwurfs. Unmittelbar vor der Truppe mag ja das stimmen. Aber sonst seh ich fast nur Nachteile, die Späher sind auf fremdem Territorium, werden von Zivilsten gesehen, die wiederum Informationen weiter verraten können. In dem Umfeld von Afghanistan wo man Taliban nicht vom Zivilisten unterscheiden kann, ist das völlig ineffizient und kontraproduktiv.

Die Drohne kann die Situation über einem Gebiet als Ganzes erfassen und hat keine derart isolierte Sicht, die logischerweise durch den flachen Blickwinkel eines bodengestützten Aufklärungssystems zustande kommt. Zusätzlicher Vorteil der Drohne ist, dass sich viel mehr Personen in Sicherheit über die Lage ein Bild verschaffen können, während der Späher von seinen subjektiven Eindrücken geleitet wird (keine Durchschnittsmeinung).

Zitat:Bewegungsmelder, Sensoren die Bodenerschütterungen feststellen, Kameras usw können heute sehr klein sein und leicht überall versteckt aufgestellt werden um bestimmte Gebiete zu überwachen.
Das entspricht der Funktion einer Drohne, das hat nichts mit einem menschlichen Späher zu tun.

Zitat:Bodenaufklärung ist die beste Form der Aufklärung. Wir bräuchten viel mehr Fernspäher und im Rahmen von Infanterieverbänden spezielle Aufklärungszüge deren Soldaten ebenfalls langandauernde Aufklärungsaufträge abseits der Truppe ausführen können. Nicht als Ersatz für Drohnen, sondern als deren notwendige Ergänzung.
Meiner Meinung nach ist das eine Anleitung wie sich die Bundeswehr selbst am schnellsten wieder nach Hause schickt. Es ist nur eine Frage der Zeit bis einige dieser Späher erwischt und öffentlich hingerichtet werden / Geiseln nimmt und das öffentlich ausschlachtet.

Der Krieg im Westen wird immer über die Medien verloren, es ist ja nicht so, dass man nicht das technische Rüstzeug hätte, damit man Gebiete kontrollieren könnte. Deine Logik wonach mehr Soldateneinsatz die Probleme lösen könnte, ist zwar löblich, der wird aber niemals aufgehen. Die Gesellschaft ist nicht bereit für einen humanitären Einsatz 1000nde Soldaten zu opfern.
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phantom schrieb:....

Der Krieg im Westen wird immer über die Medien verloren, es ist ja nicht so, dass man nicht das technische Rüstzeug hätte, damit man Gebiete kontrollieren könnte. Deine Logik wonach mehr Soldateneinsatz die Probleme lösen könnte, ist zwar löblich, der wird aber niemals aufgehen. Die Gesellschaft ist nicht bereit für einen humanitären Einsatz 1000nde Soldaten zu opfern.
Du willst damit sagen,
dass eine freie Presse die Bevölkerung vor politischen Manipulationen schützt
dass in einer demokratischen Gesellschaft mit freier Presse die Möglichkeit besteht, dass unsinnige Kriege von der Gesellschaft abgelehnt werden
oder ?
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Zitat:Afghanistan-Einsatz
Auf Außenposten
Johannes C. wollte wissen, was das heißt: geradestehen „für den Eid, den ich geleistet habe, der Bundesrepublik treu zu dienen“. Jetzt ist er in Afghanistan im Krieg, war in 14 Gefechte verwickelt und überlebte zwei Anschläge.

06. November 2010 ...
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Erich schrieb:Du willst damit sagen,
dass eine freie Presse die Bevölkerung vor politischen Manipulationen schützt dass in einer demokratischen Gesellschaft mit freier Presse die Möglichkeit besteht, dass unsinnige Kriege von der Gesellschaft abgelehnt werden
oder ?
Wollte ich nicht damit sagen, kann ich aber unterschreiben.
Die Reportage find ich übrigens sehr beindruckend und zeigt auch mit wieviel Einsatz die Soldaten ihren Dienst dort leisten. Da zeigt sich ja auch die ganze Widersprüchlichkeit von solchen Einsätzen. Im Prinzip möchte man die Soldaten unterstützen, politisch ist man aber unschlüssig ob das wirklich was nutzen wird.

Was aus meiner Sicht einfach nicht aufgeht, wenn man sich in einem epischen Infanteriekampf 1:1 die Leben nimmt. Wie soll das für eine westliche Demokratie aufgehen? Das macht einfach keinen Sinn / zum Glück kann uns die freie Presse informieren.
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phantom:

Zitat:Deshalb auch das UACV

Bewaffnete Drohnen können kein Gelände erobern, sie können kein Gelände beherrschen, sie können kein Gelände besetzen.

Bewaffnete Drohnen können daher wie Drohnen auch nur eine Ergänzung sein, eine Beiwaffe, aber sie sollten nicht die Hauptwaffe sein, weil dies direkt in die Niederlage führt.

Aber was ist der Fall? Man setzt immer mehr auf Bewaffnete Drohnen als Hauptwaffe. Das ist ganz grundlegend eine strategische Fehlentwicklung die uns schon mittelfristig erhebliche Probleme bereiten wird.

Bewaffnete Drohnen als Hauptkampfmittel, daß ist der Weg in die Niederlage.

Zitat:Dafür haben sie einen taktischen und strategischen Weitblick eines Maulwurfs. Unmittelbar vor der Truppe mag ja das stimmen

Weitblick ist nicht alles. Wenn man nämlich zu weit blickt, dann sieht man vor lauter Wald den einzelnen Baum nicht mehr.

Desweiteren hast du den entscheidenden Punkt schon genannt: Unmittelbar vor der Truppe.

Ohne Truppe am Boden, ist nämlich die Drohne strategisch ebenso sinnlos wie ein Späher am Boden.

Zitat:Aber sonst seh ich fast nur Nachteile, die Späher sind auf fremdem Territorium, werden von Zivilsten gesehen, die wiederum Informationen weiter verraten können.

Wo sollen die von Zivilisten gesehen werden?

Bodenaufklärungstruppen wie Fernspäher sollten versteckt agieren, und insbesondere auf dem Land. In Städten bedarf die Bekämpfung der Stadtguerilla ohnehin ganz anderer Konzepte.

Die Taliban sind aber nicht in den Städten stark, sondern fernab der Städte, in abgelegenen Gebieten wo es nur kleine Dörfer gibt. Dort sind ihre Stützpunkte, ihre Ruheplätze, ihre Nachschublager. Und wir kontrollieren abseits der Städte nur einen so geringen Teil des Landes, daß die Taliban dort völlig ungestört agieren können. Wenn es nicht gelingt dies zu ändern, ist die Niederlage unvermeidlich.

Die meisten Taliban und anderen Feinde dort haben ihre Ruheräume weniger in Pakistan als in Afghanistan selbst in den weiten von uns völlig freien Gebieten des Landes. Statt das wir mit Truppen am Boden die Taliban dort Jagen, fliegen immer mehr Drohnen nach Pakistan.....

Zitat:In dem Umfeld von Afghanistan wo man Taliban nicht vom Zivilisten unterscheiden kann, ist das völlig ineffizient und kontraproduktiv.

Der Begriff Zivilist ist in Afghanistan schon grundfalsch, er entstammt mit all seinen Implikationen aus den Kabinettkriegen im Absolutistischen Europa des 18 Jahrhundert. Wenn es uns nicht gelingt unsere Kriegsführung zu modernsieren und das heißt insbesondere unsere Militärische Kultur (die größtenteils eben noch aus dieser Zeit der Kabinettkriege stammt), dann haben wir keine Möglichkeit zu siegen.

Man kann in Afghanistan sehr wohl unterscheiden zwischen Feinden, Neutralen und Verbündeten. Insbesondere auf dem Land kann man dies höchst einfach. Das Problem ist nicht, daß man die Taliban nicht finden könnte, sondern das man keine Truppen am Boden hat die dies tun könnten.

Wir haben nicht genügend Leichte Infanterie, nicht genügend Späher und was da ist hat nicht die Befähigung dazu auf diese Weise zu kämpfen die notwendig wäre.

Zitat:Die Drohne kann die Situation über einem Gebiet als Ganzes erfassen und hat keine derart isolierte Sicht, die logischerweise durch den flachen Blickwinkel eines bodengestützten Aufklärungssystems zustande kommt. Zusätzlicher Vorteil der Drohne ist, dass sich viel mehr Personen in Sicherheit über die Lage ein Bild verschaffen können,

Da du das Problem der Identifizierung angesprochen hast: eine Drohne kann im Gegensatz zur viel feineren genaueren Aufklärung durch einen Späher viel weniger dazu beitragen festzustellen, ob man es mit Feinden, Neutralen oder Verbündeten zu tun hat.

Die Praktische Folge die jetzt schon ständig eintritt ist es, daß wir mit Drohnen regelmäßig Neutrale und Verbündete töten.

Durch Drohnen wurden genau so viele Neutrale wie Verbündete getötet wie Feinde. Regelmäßig werden durch Drohnen völlig sinnlos irgendwelche Unbeteiligten ausgelöscht, was dann aber zur Folge hat, daß wir dadurch eine Menge neuer Feinde produzieren.

Und das dann in einem Gebiet das wir nicht kontrollieren, nicht beherrschen, nicht besetzt halten. In der Folge dessen können diese neuen Feinde dann von diesem unkontrollierten Gebiete aus gegen uns agieren.

Den entscheidenden Punkt habe ich aber noch gar nicht genannt:

Die Drohnen funktionieren zur Zeit nur deshalb, weil unser Gegner so schlecht bewaffnet ist, sich noch nicht an die Drohnen angepasst hat und keine Möglichkeiten hat, diese aktiv zu bekämpfen.

Das wird sich aber alles schon mittelfristig ändern. Es ist nur eine Frage der Zeit bis unsere Drohnen abgeschossen werden.

Dann werden die Drohnen so hoch fliegen müssen, daß dadurch die klare Identifizierung von Feinden noch viel schwieriger wird usw usf

Zitat:während der Späher von seinen subjektiven Eindrücken geleitet wird (keine Durchschnittsmeinung).

Eine Drohne wird auch aufgrund subjektiver Eindrücke geleitet und eingesetzt. Drohnen sind im Endeffekt nur die Bevorzugung von Quantität gegenüber der Qualität. Mehr Informationen und dafür schlechtere Informationen und weniger Möglichkeiten.

Eine Bewaffnete Drohne wird auch von Menschen gesteuert und was sie tut folgt genau so den rein subjektiven Eindrücken der sie steuernden oder programmierenden.

Zitat:Sensoren vrs Drohne: Das entspricht der Funktion einer Drohne, das hat nichts mit einem menschlichen Späher zu tun

Es gibt einen entscheidenden Unterschied:

Die von mir beschriebenen Sensoren befinden sich permanent an einem Ort, überwachen also permanent diesen Ort. Im Gegensatz dazu sind Drohnen nur temporär vor Ort.

Noch darüber hinaus sind die von mir beschriebenen Sensoren sehr viel billiger als eine Drohne.

Während man also sehr große Gebiete mit diesen Sensoren viel kostengünstiger überwachen könnte, würde eine durchgehende Überwachung dieser Gebiete mit Drohnen sehr viel höhere Kosten verursachen, Kosten die wir gar nicht bezahlen können.

Aus dem gleichen Grund bin ich übrigens sehr für Minen !!

Minen sind im Assymetrischen Krieg eine der Hauptwaffen wenn man da wirklich siegen will. Minen sind die günstigste und effizienteste Waffe die es gibt.

Zitat:Die Gesellschaft ist nicht bereit für einen humanitären Einsatz 1000nde Soldaten zu opfern.

Dann bringen aber Drohnen genau so nichts. Alles unter 1000 Toten pro Jahr ist überhaupt kein ernsthaftes Geschehen.

Wenn unsere Sozialkultur dergestalt beschaffen ist, daß so wenige Tote unsere Gesellschaft schon zum Einknicken bringen, dann sind wir nicht in der Lage überhaupt Krieg zu führen. Aber da dem ja wirklich so ist, müssen wir sofort abziehen, denn dann haben wir in einem Land wie Afghanistan gar nichts verloren. (und Drohnen kann man auch vom Ausland aus schicken)

Zitat:ist nur eine Frage der Zeit bis einige dieser Späher erwischt und öffentlich hingerichtet werden

Wie ?! Warum sollten die sich denn ergeben anstatt heldenhaft zu fallen ?!

Deine ganzen Ausführungen zeigen das wahre Problem auf: nämlich diese schwächliche Sozialkultur, die unsere Militärische Kultur zerstört hat.

Zitat:Der Krieg im Westen wird immer über die Medien verloren

Der Krieg wird nicht über die Medien verloren:

Der Krieg wird über die Kultur verloren. Unsere gegenwärtige erbärmliche Kultur der Schwäche ist das Ende unseres Volkes an sich. Wenn sich dies nicht ändert, werden wir als Nation untergehen.

Beschließend aber versteh mich nicht falsch: Ich bin nicht gegen Drohnen, insbesondere nicht gegen selbstständig agierende bewaffnete Drohnen, im Gegenteil. Wir bräuchten sofort sehr viele davon.

Aber ich bin der Überzeugung das es ein schwerer strategischer Fehler ist, sie als Hauptkampfmittel zu sehen und einzusetzen. Drohnen sind nur eine Ergänzung, einen Nebenwaffe. Als Nebenwaffe sind sie ausgesprochen wertvoll. Aber ohne Truppen am Boden sind sie sinnfrei. Was der derzeitige Drohnenkrieg der USA in Pakistan beispielsweise auch ganz klar in der Praxis beweist. Die USA führen dort Drohnenangriffe ohne Ende aus, aber sie erreichen gar nichts.
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und wieder ein Dingo weniger.wie können 50 taliban durchbrechen und das fahrzeug in brand setzen?
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Hängt vom Gelände und vom verfügbaren Feuervolumen ab.
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Quintus Fabius schrieb:Bewaffnete Drohnen können kein Gelände erobern, sie können kein Gelände beherrschen, sie können kein Gelände besetzen.
Jetzt gehts aber um Aufklärung, mit welchem System man besser abschneidet. Welches System besser zum Gelände besetzen ist, muss hier nicht diskutiert werden, das ist sowohl mit dem Späher als auch mit der Drohne nicht möglich.

Zitat:Bewaffnete Drohnen können daher wie Drohnen auch nur eine Ergänzung sein, eine Beiwaffe, aber sie sollten nicht die Hauptwaffe sein, weil dies direkt in die Niederlage führt.
Der Späher ist auch nur eine "Beiwaffe" und keine Hauptwaffe.

Zitat:Aber was ist der Fall? Man setzt immer mehr auf Bewaffnete Drohnen als Hauptwaffe. Das ist ganz grundlegend eine strategische Fehlentwicklung die uns schon mittelfristig erhebliche Probleme bereiten wird.
Ist aber jetzt eine Behauptung ohne Argument. Mittelfristig gibts mit Soldateneinsatz Probleme ohne Ende, wegen Verlusten an Menschenleben muss man den Einsatz abbrechen, sicher nicht weil ein UAV nicht nach deinen Wünschen funktionieren.

Zitat:Bewaffnete Drohnen als Hauptkampfmittel, daß ist der Weg in die Niederlage.
Das UACV ist auch nix anderes als ein Gewehr und ein besserer Feldstecher. Der Mensch kontrolliert ein technisches Gerät, es ist ja nicht so dass alles nur noch von Maschinen kontrolliert wird. Du bestreitest ja deinen Krieg auch nicht mit deinen Zähnen. Deine Panik vor technischem Gerät ist doch auch ein wenig schizophren, du realisierst gar nicht, dass du bei deinen Einsätzen als Soldat auf jede Menge technischnes Gerät zurückgreifst.

Zitat:Ohne Truppe am Boden, ist nämlich die Drohne strategisch ebenso sinnlos wie ein Späher am Boden.
Die Truppe ist essentiell wichtig, aber gleichzeitig muss man sicherstellen, dass sie möglichst wenig Verluste erleidet. Wenn du dem nicht Sorge trägst, musst du nach 2-3 Monaten verlustreichem Infanteriekampf wieder abziehen. Nicht weil du so den Krieg nicht gewinnen könntest, nein weils die Demokratien nicht akzeptieren, dass man dort so viele Menschenleben opfert.

Du bist doch als Infanterist nicht so viel besser als der Taliban. Der Taliban hat zudem den Vorteil, dass er sich jederzeit als Zivilist tarnen kann, du hingegen immer leicht als Feind ausgemacht werden kannst.

Zitat:Bodenaufklärungstruppen wie Fernspäher sollten versteckt agieren, und insbesondere auf dem Land. In Städten bedarf die Bekämpfung der Stadtguerilla ohnehin ganz anderer Konzepte.
Und wie stellst du sicher, dass du nicht zuerst gesehen wirst? Du kennst ja nicht mal das Territorium.

Zitat:Die Taliban sind aber nicht in den Städten stark, sondern fernab der Städte, in abgelegenen Gebieten wo es nur kleine Dörfer gibt. Dort sind ihre Stützpunkte, ihre Ruheplätze, ihre Nachschublager. Und wir kontrollieren abseits der Städte nur einen so geringen Teil des Landes, daß die Taliban dort völlig ungestört agieren können. Wenn es nicht gelingt dies zu ändern, ist die Niederlage unvermeidlich.
Steine bewachen macht nun mal keinen Sinn. Mit einem UAV kann man unendlich viel mehr Gebiet in der gleichen Zeit überwachen als das mit einem Späher möglich wäre. Ich seh da keinen Vorteil für den Späher. Zudem kann man immer wieder lesen wie zufrieden die Amerikaner mit den UAVs sind. Die versprochenen Leistungen zur Informationsbeschaffung mehr als nur erfüllt wurden.

Zitat:Wenn es uns nicht gelingt unsere Kriegsführung zu modernsieren und das heißt insbesondere unsere Militärische Kultur (die größtenteils eben noch aus dieser Zeit der Kabinettkriege stammt), dann haben wir keine Möglichkeit zu siegen.
Kriegsführung modernisieren und UAVs in Frage stellen?
Und was ist die militärische Kultur?

Zitat:Man kann in Afghanistan sehr wohl unterscheiden zwischen Feinden, Neutralen und Verbündeten. Insbesondere auf dem Land kann man dies höchst einfach. Das Problem ist nicht, daß man die Taliban nicht finden könnte, sondern das man keine Truppen am Boden hat die dies tun könnten.
Das kann ja nicht stimmen, die irakische Armee kann man in einem Monat komplett zerstören, hat aber grösste Mühe mit Aufständische/Terroristen zu bekämpfen. Deine Lagebeurteilung ist einfach falsch. Der schlimmste Gegner ist der den du nicht siehst.

Zitat:Wir haben nicht genügend Leichte Infanterie, nicht genügend Späher und was da ist hat nicht die Befähigung dazu auf diese Weise zu kämpfen die notwendig wäre.
Mit welcher Logik solltest du besser abschneiden als ein Taliban der sich bestens auskennt? Notabene auch schon viel länger kämpft als die allermeisten Bundeswehrsoldaten. Das sind doch alles Gefechts-Grünschnäbel.

Zitat:Da du das Problem der Identifizierung angesprochen hast: eine Drohne kann im Gegensatz zur viel feineren genaueren Aufklärung durch einen Späher viel weniger dazu beitragen festzustellen, ob man es mit Feinden, Neutralen oder Verbündeten zu tun hat.
Wieso?

Zitat:Die Praktische Folge die jetzt schon ständig eintritt ist es, daß wir mit Drohnen regelmäßig Neutrale und Verbündete töten.
Als wenn das bei den Soldaten nicht der Fall wäre. Ich möchte nicht wissen, wieviele Unschuldige bei Durchsuchungen draufgehen. Das ist eine schwierige Aufgabe, ich möchte die Leute nicht verurteilen, aber zu meinen die Infanterie sei diesbezüglich schuldfrei, ist nun wirklich lächerlich. Die versucht zu überleben und ist sicher kein Gerichtshof wo lang abgeklärt werden kann.

Zitat:Durch Drohnen wurden genau so viele Neutrale wie Verbündete getötet wie Feinde.
Dann präsentier mal deine Statistiken.

Zitat:Die Drohnen funktionieren zur Zeit nur deshalb, weil unser Gegner so schlecht bewaffnet ist, sich noch nicht an die Drohnen angepasst hat und keine Möglichkeiten hat, diese aktiv zu bekämpfen.
Du funktionierst als Soldat auch nur deshalb, weil dir kein technisch überlegener Gegner dein Leben ausgehaucht hat.

Zitat:Das wird sich aber alles schon mittelfristig ändern. Es ist nur eine Frage der Zeit bis unsere Drohnen abgeschossen werden.
Und jetzt? Ist das schlechter als wenn 20 Späher gelyncht werden?

Zitat:Dann werden die Drohnen so hoch fliegen müssen, daß dadurch die klare Identifizierung von Feinden noch viel schwieriger wird usw usf
Wieso ist das schwierig, die Sensorik verbessert sich dauernd. Schon jetzt könnte man deutlich höher fliegen.

Zitat:Eine Bewaffnete Drohne wird auch von Menschen gesteuert und was sie tut folgt genau so den rein subjektiven Eindrücken der sie steuernden oder programmierenden.
Stimmt, wieso ist es deshalb schlechter?

Zitat:Noch darüber hinaus sind die von mir beschriebenen Sensoren sehr viel billiger als eine Drohne.
Die sind doch billiger, du musst die mit Manpower unterhalten und die Nachrichten zusammentragen. Du denkst vielleicht dass das nichts kostet, da irrst du aber gewaltig, was am meisten kostet, ist dein Unterhalt, dein Lohn, deine Ausrüstung, dein Erwerbsausfall für die Volkswirtschaft.
Vernetzte Aufklärung wird ja nicht zum Spass gemacht, alle Informationen zusammenzuführen ist ein gröbers. Meinst du wenn du eine Milliarde Sensoren auf dem Boden platzierst, hast du das Aufklärungsproblem gelöst. Ich kann dir sagen, die Alarmglocke läutet ununterbrochen, die wahre Bedrohung zu filtern ist die Kunst der Sache.
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Zitat:Petraeus warnt vor Abzugs-Illusionen

So viel Lob für die Bundeswehr von einem US-General gab es selten: Zusammen mit Verteidigungsminister Guttenberg pries Isaf-Chef Petraeus die Operationen der deutschen Soldaten gegen die Taliban. Einen schnellen Abzug aus Afghanistan schließen die beiden allerdings aus.

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...02,00.html
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Zitat:Ehepaar Guttenberg auf Weihnachtstrip ins Kriegsgebiet

Verteidigungsminister Guttenberg ist zum Blitzbesuch bei den Bundeswehrsoldaten in Afghanistan gereist - mit dabei ist seine Gattin Stephanie. Das Duo preist den Einsatz der Deutschen im Krisengebiet. Aus gutem Grund: In Berlin wird heftig über das umstrittene Mandat debattiert.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...34,00.html

Das 7te mal und diesmal mit der Frau, die laut Soldatinnen recht offen und sympatisch war.

Aber obs am Ende wirklich moralisch was brachte? Oder wird das zu Guttenbergs Urlaubsort demnächst Big Grin




Zitat:Ehepaar Guttenberg zu Blitzbesuch in Kunduz eingetroffen

Kurz vor Weihnachten besucht Verteidigungsminister Guttenberg samt Gattin die deutschen Soldaten in Afghanistan. Begleitet werden die Guttenbergs von den Ministerpräsidenten Niedersachsens und Sachsen-Anhalts - auch TV-Moderator Johannes B. Kerner ist dabei

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...30,00.html
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Vielleicht hat unser Verteidungsminister einen bonus vertrag mit Karzei abgeschlossen
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Mehr zum Thema:

Zitat:Paarlauf in Afghanistan
Opposition wettert gegen Guttenbergs "PR-Reise"

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,734387,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 87,00.html</a><!-- m -->

Klar, die zu Guttenbergs nutzen die PR auch für sich. Aber die Frage ist doch wohl, was schwerer wiegt:
Die Anerkennung für unsere Soldaten, die sich in diesem viel diskutierten Einsatz bewähren, oder der Nutzen den die Politiker (übrigens aller Couleur, denn SPD-Leute waren ja auch schon dort) daraus ziehen.
Ich denke, dass das Wohl unserer Frauen & Männer schwerer wiegt.
Das kann man auch hieran sehen (zu Kerner - den ich für ne fiese Grinsebacke halte):

Zitat:...
"Afghanistan ist das letzte Land, das sich für Showbusiness und Entertainment eignet", sagte Fraktionschef Gregor Gysi dem "Tagesspiegel": "Die ministerielle PR-Aktion mit Gattin und Talkshowtross verbessert weder die Lage im Land noch macht sie den von der klaren Mehrheit der Deutschen abgelehnten Bundeswehreinsatz richtig." Guttenbergs Selbstinszenierung werde dem Ernst der Lage in Afghanistan in keiner Weise gerecht. "Die Soldaten werden so gleich doppelt missbraucht: für einen falschen Krieg und nun auch noch als Staffage auf den heimatlichen Bildschirmen."
...
Aber gehört dazu auch eine Talkshow-Produktion? Guttenberg selbst wies auch Kritik daran zurück. Ausdrücklich dankte er in Afghanistan Moderator Johannes B. Kerner für die Produktion der Sendung über den Einsatz der Bundeswehr, die am kommenden Donnerstag ausgestrahlt wird und in der mehrere aktive und ehemalige Soldaten in Filmbeiträgen zu Wort kommen. Aus Sicht des Ministers wird durch die Sendung "ein weiteres Stück Realität des Einsatzes der Bundeswehr" für die Bevölkerung zu Hause sichtbar, diese Vermittlung sei jahrelang zu kurz gekommen.

Die Soldaten in Masar-i-Scharif schienen diese Meinung zu teilen, sie jedenfalls applaudierten Kerner.
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ergänzt (sorry für offtopic)

Zitat:CSU gibt Guttenberg Schützenhilfe

Als PR-Show verspottet die Opposition die Afghanistan-Reise von Verteidigungsminister Guttenberg mit seiner Gattin - jetzt keilen Unionspolitiker zurück: Vor allem SPD-Chef Gabriel beleidige mit seiner Kritik die deutschen Soldaten an der Front.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...68,00.html

vllt wirds Zeit nen Thema auf zumachen wo wir diskutieren wie die Politik auf Kosten unsere Jungs austeilt.

Könnte ja: " politische Machenschaften durch AFG und deren Frontauswirkungen" heißen :lol:
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~EFC0B0B820E2D4C8485094FAC53E0B84A~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8 ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:Guttenberg bei Kerner
Einer flog über das Wespennest
Johannes B. Kerner ist mit Verteidigungsminister zu Guttenberg nach Afghanistan geflogen. Warum ausgerechnet Kerner? Die Antwort geben Soldaten in Mazar-i-Sharif, die gegen das „freundliche Desinteresse“ an ihrem Einsatz antreten.

Von Michael Hanfeld

16. Dezember 2010 ....
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Um 23:15 ist das Interview doch im TV zu sehen soweit ich weiß. Mal abwarten was raus kommt^^
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/Rub0CCA23BC3D3C4C78914F85BED3B53F3C/Doc~E523716DF6670417D904027B29F5013BC~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/Rub0CCA23BC3D3C4C7 ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:Überraschungsbesuch in Afghanistan
Merkel spricht von Krieg

Überraschend ist Bundeskanzlerin Merkel zu einem Besuch in Afghanistan eingetroffen. Dabei spricht sie erstmals von einem „Krieg“, in dem sich die deutschen Truppen befinden. Dessen jüngstes Opfer ist ein 21 Jahre alter Hauptgefreiter, der in der Provinz Baghlan erschossen wurde.

18. Dezember 2010 ...
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