(Luft) Future Combat Air System (FCAS) und New Generation Fighter (NGF)
Das politische Risiko in Frankreich besteht zweifelsohne, dass Kooperationsprojekte beendet werden.

Aber das ist nur die Spitze des Eisberges möglicher Hindernisse, wenn man an FCAS in der jetzigen Form festhält.
Von daher wage ich eine persönliche Prognose, dass das Projekt mit 90 Prozent Wahrscheinlich beendet wird.

Das finde ich für Europa sehr schade. Aber so gut Frankreich im zivilen Bereich Kooperationen bereichert, so schlecht erfolgt das im militärischen Bereich.

Das muss man akzeptieren.

Wir und auch Spanien haben Alternativen zu FCAS. Und die sind für die Streitkräfte nicht schlechter.
Also: Krone richten und nach vorne blicken.
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Es ist halt bemerkenswert wie man einerseits das politische Risiko benennt mit der RN aber dann noch eine Maximalforderung nach der anderen raushaut, es kann natürlich sein ob man sich hier auch politisches Kapital versprochen hat, wenn man stolz präsentieren kann, das man den größten Teil des militärischem Flugzeugbau im kontinentalen Europa monopolisiert hat.
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Drei Bemerkungen
* es rauscht im (deutschen) Blätterwald
* ihr armen Opferlämmer, vergewaltigt von den bösen Linksrheinern
* keiner redet on einer möglichen Linke/Afd Parlamentsmehrheit

Die Lage in Frankreich ist einfach, auch ohne 2027 Wahlen Für jedes Projekt müssen im LPM die notwendigen Haushaltsmittel hinterlegt werden. Ohne Änderungen in der Projektorganisation gibt es schon heute keine parlamentarische Mehrheit; Also kein Geld. Punkt
Was MGCS angeht, gab es eine Aussage Macrons. Doch seitdem ist viel passiert

Zitat:„Wir sind von bestimmten Kooperationsannahmen ausgegangen und versuchen, die von uns ins Auge gefassten Projekte zum Erfolg zu führen. Wir arbeiten auch an Annahmen, die es ermöglichen, diese abzuwarten. Ich nenne ein ganz einfaches Beispiel. Das MGCS gerät in Verzug aufgrund der deutschen Entscheidung, ein Programm für einen neuen Panzer, den Leopard 3, zu starten. Wir haben daher eine Zwischenlösung für Panzer als ersten Baustein [des MGCS] in die Planung aufgenommen“, erklärte Frau Vautrin.

Später präzisierte die Ministerin, dass das MGCS-Programm „etwa zehn Jahre in Verzug gerät“ und man daher „ein Zwischenprogramm starten wird, um die Lücke zwischen dem Auslaufen des Leclerc und der Einführung des MGCS zu schließen“.

Und sie fügte hinzu: „Die Herausforderung dieser Zwischenlösung besteht darin, dass sie der erste Baustein des MGCS sein soll. Sie wird nicht der letzte Panzer der alten Generation sein, sondern der erste Panzer der neuen Generation. Wir stehen noch ganz am Anfang. Derzeit finden Gespräche zwischen der DGA und verschiedenen Herstellern statt.“

mehr infos hier
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid288289

Und in der Nationalversammlung wurde die eventuelle Benutzung von Leowannen erwähnt, ohne das der Notarzt gerufen wurde.
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@ voyageur

Ich finde Deinen Beitrag wirklich geschmacklos.

Das muss doch nicht sein.
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(19.04.2026, 14:54)voyageur schrieb: * ihr armen Opferlämmer, vergewaltigt von den bösen Linksrheinern

Opferlämmer sind schwer zu finden:

https://militaeraktuell.at/dassault-rafa...erung-vae/

Dassault Rafale F5: Frankreichs Co-Finanzierung mit VAE scheitert

...Die Hoffnung Frankreichs war, dass die VAE etwa 3,5 Milliarden Euro zu der auf rund 5 Milliarden Euro geschätzten Weiterentwicklung zur F5-Variante der Dassault Rafale beitragen würden.

Die VAE erwarteten sich im Gegenzug Zugang zu sensiblen Technologien sowie Technologietransfer. Doch diese will Paris nicht teilen. Das bestehende Verteidigungsabkommen zwischen Frankreich und den VAE war Abu Dhabi aber offenbar zu wenig. Zitat Ende
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https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/f...li.3470275

Ziemlich treffend beschrieben, wie fatal es in der aktuellen Zeit ist, sich hauptsächlich um die Stärkung des eigenen Egos, als um den Fortschritt des Projektes zu bemühen.

Und das gilt sowohl für Dassault, als auch Airbus.
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Laut Flug Revue, die sich auf das Handelsblatt bezieht, sind die Rettungsversuche gescheitert.

Dann dürften in Schweden heute die Sektkorken knallen...
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(20.04.2026, 15:28)Bairbus schrieb: Laut Flug Revue, die sich auf das Handelsblatt bezieht, sind die Rettungsversuche gescheitert.

Dann dürften in Schweden heute die Sektkorken knallen...

Oder Spanien und Deutschland allein...ggf springt noch irgendwer wer anderes mit auf.
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(19.04.2026, 20:36)Seafire schrieb: Opferlämmer sind schwer zu finden:

https://militaeraktuell.at/dassault-rafa...erung-vae/

Dassault Rafale F5: Frankreichs Co-Finanzierung mit VAE scheitert

...Die Hoffnung Frankreichs war, dass die VAE etwa 3,5 Milliarden Euro zu der auf rund 5 Milliarden Euro geschätzten Weiterentwicklung zur F5-Variante der Dassault Rafale beitragen würden.

Die VAE erwarteten sich im Gegenzug Zugang zu sensiblen Technologien sowie Technologietransfer. Doch diese will Paris nicht teilen. Das bestehende Verteidigungsabkommen zwischen Frankreich und den VAE war Abu Dhabi aber offenbar zu wenig. Zitat Ende

Das ist auch genau die Antwort, warum FR jetzt das Thema FCAS wieder entdeckt hat. Die Araber fallen als Geldgeber aus. Die erlauben sich auch was,für ihr Geld Gegenwert zu fordern …
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(20.04.2026, 21:25)Fox1 schrieb: Das ist auch genau die Antwort, warum FR jetzt das Thema FCAS wieder entdeckt hat. Die Araber fallen als Geldgeber aus. Die erlauben sich auch was,für ihr Geld Gegenwert zu fordern …

Probleme auch mit Indien

https://www.focus.de/politik/ausland/20-...47465.html

Zwischen Delhi und Paris
20 Milliarden Dollar: Frankreichs Misstrauen verzögert Rafaele Deal mit Indien

Indien möchte 114 Rafale-Kampfjets kaufen, doch eine zentrale Frage zur Software bremst den Milliardenvertrag mit Frankreich aus.

Indiens geplanter Deal über 114 Rafale-Kampfjets kommt langsamer voran als erwartet. Ein Vertragsabschluss, der laut dem US-Sicherheitspolitik-Portal „19FortyFive“ ursprünglich Anfang 2026 angepeilt war, ist bislang nicht erfolgt.

Zentraler Punkt der laufenden Gespräche ist Laut dem ukrainische Rüstungsportal „Defense Express“ der Zugang zum Software-Quellcode der Rafale. Indien möchte die Maschinen langfristig selbstständig anpassen und aufrüsten können. Frankreich ist hier zurückhaltend und verweist auf die Sicherheit sensibler Technologien und den Schutz geistiger Eigentumsrechte.

Frankreich signalisiert laut „19FortyFive“ Bereitschaft, indische Systeme in die Rafale zu integrieren – allerdings unter Kontrolle von Hersteller Dassault. Vollen Zugriff auf den Quellcode hält Paris für problematisch.

Frankreich misstraut vor allem der engen Rüstungskooperation Indiens mit Russland. Indien nutzt unter anderem Su-30MKI, das Luftabwehrsystem S-400 und die gemeinsam mit Russland entwickelte BrahMos-Rakete. Es wird vermutet, dass in Frankreich Sorge besteht, sensible Informationen zur Software-Architektur und Sensorfusion der Rafale könnten indirekt Rückschlüsse für Dritte ermöglichen, so „Defense Express“.

Zitate Ende
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Wer Milliarden investiert verlangt halt ab einem gewissen Punkt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, Frankreich lernt es gerade anscheinend hoffentlich.
Wer dann in FCAS 30 Milliarden investiert kann dann nicht mit weniger Kampfflugzeugbau Kompetenzen aus der Sache rauskommen.
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Ihr habt wirklich ein Problem bei eurer Informationsauswertung;

Die Verhandlungen mit den Emiraten sind vor Weihnachten 2025 gescheitert; Was den heutigen Stand der Dinge betrifft, ein bischen Geduld.

Was Indien angeht ist der Vertragsabschluss ende 2026/Anfang 2027 geplant, und einfach mal im Forum mitlesen.
Offene (Informations)Systeme für FDI, Rafale usw November 2025
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...p?tid=7811

Klammert euch nicht an jedem Strohhalm, ihr müsst Verantwortung übernehmen, ein Kampfflugzeug alleine entwickeln, oder wie üblich in den USA einkaufen; POTUS liefert Euch ja gerne die F47.
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(21.04.2026, 17:54)voyageur schrieb: Ihr habt wirklich ein Problem bei eurer Informationsauswertung;

Die Verhandlungen mit den Emiraten sind vor Weihnachten 2025 gescheitert; Was den heutigen Stand der Dinge betrifft, ein bischen Geduld.

Was Indien angeht ist der Vertragsabschluss ende 2026/Anfang 2027 geplant, und einfach mal im Forum mitlesen.
Offene (Informations)Systeme für FDI, Rafale usw November 2025
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...p?tid=7811

Klammert euch nicht an jedem Strohhalm, ihr müsst Verantwortung übernehmen, ein Kampfflugzeug alleine entwickeln, oder wie üblich in den USA einkaufen; POTUS liefert Euch ja gerne die F47.


Dir ist schon klar, dass es ein Vierteljahrhundert her ist, seit Frankreich das letzte Kampfflugzeug zum Erstflug gebracht hat, oder?
Wenn man den Demonstrator rechnet, sind es im Juli sogar schon 30 Jahre.

Von Stealth keine Spur. Von den Ingenieuren von damals dürften alle in Rente sein.

Ich sehe die letzten Jahrzehnte in Europa nur Weiterentwicklungen.
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Zitat:Dir ist schon klar, dass es ein Vierteljahrhundert her ist,
Wenn ich der Chefentwickler wäre, würde ich mir Sorgen machen, bin ich aber nicht.
Also lasse ich das an Dassault und deren System der Compagnonnage

Zitat:Sind die Werte der Gesellenbruderschaften noch immer aktuell?
Die Gesellenbruderschaften, die bereits vor der Revolution existierten, verkörperten ebenso starke Werte: Erfahrung, Geduld, Großzügigkeit und nicht zu vergessen: Vertrauen, Teilen, Solidarität.
Es geht also nicht nur darum, etwas „zu können“.
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(21.04.2026, 17:54)voyageur schrieb: Ihr habt wirklich ein Problem bei eurer Informationsauswertung;

Ich denke es ist mehr als Fair festzuhalten dass es hier Probleme gibt.
Auch wenn der Deal mit den Vereinigten Arabischen Emiraten schon letztes Jahr geplatzt ist, so gibt es bislang auch noch keine neuen Entwicklungen. Laut verschiedenen Medienberichten diesen Monat bereite sich Frankreich darauf vor, das volle F5 Programm selbst zu finanzieren.

Dass die französische Position Unmut in Indien ausgelöst hat, bestreitet auch keiner.

Auch wenn man irgendwie später bei beiden Programmen noch einen Deal hinbekommt, so ist doch ein Faden ersichtlich, der sich durch eine Reihe von Programmen zieht. Die VAE und Indien hatten bislang kein Problem französische Produkte zu kaufen. Aber wenn es dann von einem Wechsel von Kunden zu Partner gehen soll, gibt es Konflikte.

Es gibt ja (nicht auf das Forum hier bezogen) Kommentatoren, die eine Partnerschaft von Frankreich mit anderen Rafale Nutzern als eine Option sehen um ein französischen FCAS Programm zu finanzieren. Und ich denke, diese beiden Vorfälle zeigen, dass das nicht so einfach wird. Natürlich heißt dass nicht, das sowas auch in der Zukunft völlig unmöglich ist, aber ich denke es zeigt gut, dass sich was ändern muss dafür.
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