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Das Transportflugzeug A400M Atlas wird bald Langstrecken-Marschflugkörper abfeuern können
OPEX360 (französisch)
von Laurent Lagneau · 18. April 2026
[Bild: https://www.opex360.com/wp-content/uploa...251211.jpg]
Laut Airbus weckt die Transportmaschine A400M Atlas das Interesse zahlreicher Luftstreitkräfte weltweit. Dennoch lassen konkrete Bestellungen trotz seiner offensichtlichen Qualitäten auf sich warten. Daher entwickelt der Hersteller neue Einsatzkonzepte für seine Maschine, deren Eigenschaften und Leistungsfähigkeit noch nicht voll ausgeschöpft sind.
So ist beispielsweise geplant, es durch den Einbau eines speziellen Moduls in ein Löschflugzeug umzuwandeln, es mit Fähigkeiten für die elektronische Kriegsführung sowie für Spezialeinsätze auszustatten oder es sogar zu einer Kampfplattform zu machen.
Im Februar hatte der Leiter des A400M-Programms bei Airbus, Gerd Weber, gegenüber der Agentur Bloomberg erklärt, dass ein Projekt im Gange sei, das darauf abziele, den Atlas zu einem „Mutterschiff“ zu machen, das in der Lage sei, fünfzig Drohnen zu starten, um Angriffe in der Tiefe durchzuführen. Und dies im Auftrag eines geheimen Kunden, den er nicht näher benennen wollte.
Zwei Monate später, anlässlich der Auslieferung des 53. und letzten A400M an die deutsche Luftwaffe, erzählte Herr Weber im Interview mit Europäische Sicherheit & Technik [ESUT] etwas mehr über dieses Projekt, ohne jedoch den Namen des „geheimen Kunden“ preiszugeben, für den es durchgeführt wird.
So soll der A400M neben Drohnen auch in der Lage sein, Langstrecken-Marschflugkörper abzufeuern.
„Zusammen mit einem Kunden, dessen Namen ich nicht nennen darf, entwickeln wir auch das ‚Mutterschiff A400M‘, das in der Lage ist, bis zu 50 mittelgroße Drohnen oder bis zu zwölf Marschflugkörper von der Größe eines Taurus – einzeln oder im Schwarm – überall auf der Welt zu transportieren und einzusetzen“, erklärte der Airbus-Verantwortliche.
Und er fügte hinzu: „Dank verbesserter Konnektivität über verschlüsselte Hochgeschwindigkeits-Satellitenkommunikation können die Drohnen und Marschflugkörper auch vom A400M aus gesteuert und überwacht werden. Dies wird ihm eine beispiellose Tiefenschlagfähigkeit verleihen.“
Der Verweis auf den Taurus-Flugkörper lässt vermuten, dass diese Fähigkeit im Auftrag Deutschlands entwickelt wird. Aber zweifellos hat Herr Weber versucht, die Pisten zu verwischen. Und mehrere Anhaltspunkte lassen vermuten, dass dieser „mysteriöse Kunde“ niemand anderes ist als die Luft- und Raumfahrtstreitkräfte [AAE].
Bei seiner letzten Anhörung im Senat als Generalbeauftragter für Rüstung hatte Emmanuel Chiva tatsächlich die Entwicklung eines „Drohnenträgers“ angesprochen.
„Die Generaldirektion für Rüstung [DGA] verfolgt in ihrer Rolle als Zukunftsplaner eine Reihe von Arbeiten – theoretischer Art oder in Partnerschaft mit Flugzeugherstellern – zu dieser Art von Transportkapazitäten – auf Transportflugzeugen mit einem Frachtraum statt auf Kampfflugzeugen“, hatte er gesagt.
Im Januar teilte die DGA zudem mit, dass sie kürzlich eine „Testreihe zum Abwurf von Drohnen ohne Elektronik an Bord vom A400M“ durchgeführt habe, nachdem sie „numerische Simulationen zur aerodynamischen Charakterisierung und zur Trennung vom Trägerflugzeug“ durchgeführt hatte.
Zuvor hatte der Verantwortliche für die Kapazitätsentwicklung „Transportflugzeuge und Hubschrauber“ im Generalstab der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte [EMAAE] gegenüber DSI erklärt, dass erwogen werde, den A400M für Präzisionsschlagmissionen in der Tiefe, in der Nähe von nicht zulässigen Lufträumen, einzusetzen. Und dies dank der Integration von „kostengünstigen Effektoren“.
Der A400M würde so zu einem „schweren Kampfflugzeug“ werden, das in der Lage ist, „eine große Menge an Effektoren in sicherer Entfernung zu den gegnerischen Boden-Luft-Bedrohungen abzuwerfen“, hatte der Offizier des EMAAE erklärt. Er fügte hinzu, dass es somit zur „Neutralisierung feindlicher Luftabwehrsysteme [SEAD] beitragen könnte, indem es offensive elektronische Kriegsführungs- und/oder Sättigungsmissionen durchführt oder Marschflugkörper und vernetzte Effektoren abfeuert“.
Im Übrigen bestätigte der Stabschef der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte [CEMAAE], General Jérôme Bellanger, diese Entwicklung bei einer Anhörung in der Nationalversammlung am 14. April.
„Im Luftkampf ist die Beherrschung des Tempos ein wesentlicher Schlüssel. […] Zeit ist ein Kraftmultiplikator. Wird sie falsch genutzt, wird sie zu einem Faktor der Verwundbarkeit. Das Tempo zu beherrschen bedeutet, die kapazitätsbezogenen Entwicklungen im Rhythmus des Krieges zu berücksichtigen. Es bedeutet also, unsere Waffen-, Kontroll- und Kommandosysteme nach einer von Grund auf offenen Architektur zu konzipieren, um sie täglich anpassen zu können“, betonte General Bellanger zunächst.
„Wir haben dies bei der Mirage 2000D [mit dem RMV-Standard] getan und werden es auch beim A400M tun, mit dem ‚Panel Mission System‘, das es uns ermöglichen wird, neue Fähigkeiten schnell in seinen Laderaum zu integrieren“, erklärte er anschließend. „Der Laderaum“, so schloss er, „ist das eigentliche Kampfsystem des A400M.“
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Ehrlich gesagt, halte ich von dieser Idee schlicht gar nichts. Im Ernstfall sind die Transport/-Tankflugzeuge eine knappe Ressource und selbst in einem Einsatz von Abstandsflugkörpern stark bedroht. Man wird auch nicht so viele Marschflugkörper haben ...
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Die aktuelle Meldung, die Opex360 hier nur nebenbei ganz klein unterbringt, ist, dass, ganz im Gegensatz zur französischen, die deutsche A400M-Flotte jetzt vollständig ist, nachdem Flugzeug Nr. 53 in Wunstorf gelandet ist. Laut ESUT soll es kommende Woche deswegen noch einen Ministerbesuch in Wunstorf geben.
(18.04.2026, 17:59)Fox1 schrieb: Ehrlich gesagt, halte ich von dieser Idee schlicht gar nichts. Im Ernstfall sind die Transport/-Tankflugzeuge eine knappe Ressource und selbst in einem Einsatz von Abstandsflugkörpern stark bedroht. Man wird auch nicht so viele Marschflugkörper haben ... Es gibt verschiedene Arten von Ernstfällen, auch solche, bei denen alleine Abstandswaffen zum Einsatz kommen, ohne weiter große Truppenverlegungen. Hat es seitens Frankreich beispielsweise beim Kampf gegen den Islamischen Staat gegeben. Der Einsatz eines Transportflugzeugs als Träger von Drohnen und Marschflugkörpern macht dabei gleich mehrere Jagdbomber und Tankflugzeuge für andere Aufgaben frei.
Nicht zu vergessen neben bisherigen Marschflugkörpern, dass aktuell billigere Langstreckendrohnen und leichtere Marschflugkörper entwickelt werden oder schon vorhanden sind, die in größerer Anzahl verfügbar sein werden.
Passend dazu erhöht Frankreich in der aktuellen Fortschreibung des LPM (loi de programmation militaire) die Anzahl der vorgesehenen A400M von 35 auf 41:
Zitat:Augmentation de la flotte à hauteur de 41 A400M pour renforcer les capacités des forces de présence et de souveraineté, des forces pré-positionnées et nos capacités de projection.
Zitat:Erweiterung der Flotte auf 41 A400M zur Stärkung der Kapazitäten der Präsenz- und Souveränitätsstreitkräfte, der vorstationierten Streitkräfte sowie unserer Projektionsfähigkeiten.
Das sind allerdings immer noch nicht die 50 Stück, die Frankreich einst bestellt hat.
Aktueller Stand der Auslieferungen nach Land gemäß Airbus (bestellt/geliefert)
Belgien: 7/7
Deutschland: 53/53
Frankreich: 50/25
Indonesien: 2/2
Kasachstan: 2/1
Luxemburg: 1/1
Malaysia: 4/4
Spanien: 27/14
Türkei: 10/10
UK: 22/22
===========
Gesamt: 178/139
Die kommende A400M-Produktion hängt momentan also stark davon ab, dass Frankreich und Spanien ihre einst eingegangenen Abnahmeverpflichtungen erfüllen.
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Sind eigentlich schon irgendwelche Überlegungen öffentlich geworden, wie man als "lesson learned" aus dem Ukraine- und zuletzt aus dem Iran-Krieg die A400M-Flotte zukünftig besser vor Zerstörung am Boden schützen will?
Die Art, wie die Flugzeuge derzeit dicht an dicht, ohne Splitterschutzwände oder sonstigen Schutz in Wunstorf abgestellt werden, erinnert ja fatal and die U.S. AWACS- und Tankflugzeuge, die im März auf der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien zur leichten Beute iranischer Drohnen wurden.
Die früher geplante dauerhafte Stationierung eines Teils der A400M auf einem zweiten Fliegerhorst (Lechfeld) wurde ja wohl auch dauerhaft abgesagt.
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(18.04.2026, 21:46)LuisDa schrieb: Sind eigentlich schon irgendwelche Überlegungen öffentlich geworden, wie man als "lesson learned" aus dem Ukraine- und zuletzt aus dem Iran-Krieg die A400M-Flotte zukünftig besser vor Zerstörung am Boden schützen will?
Die Art, wie die Flugzeuge derzeit dicht an dicht, ohne Splitterschutzwände oder sonstigen Schutz in Wunstorf abgestellt werden, erinnert ja fatal and die U.S. AWACS- und Tankflugzeuge, die im März auf der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien zur leichten Beute iranischer Drohnen wurden.
Die früher geplante dauerhafte Stationierung eines Teils der A400M auf einem zweiten Fliegerhorst (Lechfeld) wurde ja wohl auch dauerhaft abgesagt.
Dort wirst du in 3-6 Jahren vermutlich jede Menge regionale und Flugfeld lokale Anti Drohnen Batterien vorfinden.... Skyranger, Skyshield, IRIS-T.... Und fussoldaren mit jede Menge Schrotflinten und Granatwerfern.
Und durch Polen müssen die auch durch... Vom Meer werden die nicht kommen... Da fährt nix russisches mehr im V Fall.
Alles andere ist Selbstmord für mich.
Einzulig die hunderttausende Deutsch- russischen Saboteure und Agenten im Inland sind nicht kalkulierbar.
Dafür brauchen WIR Wachen.... = hunderttausende Wehrpflichtige! Wie früher 1985 auch!
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Ich sehe beim A400M aufgrund der Vielseitigkeit sogar noch weiteres Potential in Deutschland für 10-12 weitere Maschinen…
eventuell auch als Ergänzung in der MRTT Flotte der EU/Nato Länder
Die Nutzlast wird auf 40t gesteigert (wichtig für Transport Puma und Boxer, aber auch mehr Tank Kappa)
Drohnenmutterschiff für 50 Drohnen oder großer „Bomber“ für 12 Taurus (macht in einem RAID 6 Kampfflugzeuge frei)
Als Löschflugzeug mit 20t Wasser einsetzbar… auch in Europa immer wichtiger
zusätzlich die bekannten Features wie Tankflugzeug, Transporter, MedEvac…
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(19.04.2026, 09:12)ObiBiber schrieb: Die Nutzlast wird auf 40t gesteigert (wichtig für Transport Puma und Boxer, aber auch mehr Tank Kappa) Vorsicht, von einer Erhöhung des Abfluggewichts war nicht die Rede. Höhere Nutzlast bedeutet dann weniger Treibstoff an Bord. Ich glaube, das max. Abfluggewicht wird mit vollen Tanks (51 t Treibstoff) + vollen Cargo Hold Tanks (11,5 t) bereits jetzt ausgereizt, eine größere Tankkapazität ist ohne Erhöhung des MTOW damit nicht drin.
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(19.04.2026, 10:38)M004A schrieb: Vorsicht, von einer Erhöhung des Abfluggewichts war nicht die Rede. Höhere Nutzlast bedeutet dann weniger Treibstoff an Bord. Ich glaube, das max. Abfluggewicht wird mit vollen Tanks (51 t Treibstoff) + vollen Cargo Hold Tanks (11,5 t) bereits jetzt ausgereizt, eine größere Tankkapazität ist ohne Erhöhung des MTOW damit nicht drin.
Das Erträumte geht ohne Triebwerk Leistungssteigerung nicht.
Mehr Nutzlast heißt hier: Bei gleichem MTOW = geringere Reichweite.
Wenn das aber nur 10% weniger Reichweite sind, wäre das nicht schlimm....innnerhalb Nord Europas geht das immer... Und zur Not wird 1x kurz getankt.
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Also zumindest das bündnissgebiet in Nordeuropa sollte man ja wohl ohne auftanken durchqueren können.
Wen man in der Lage sein will die gefechtsfahrzeuge der Infanterie zu transportieren reichen 40t auch nicht aus , da muss man schon noch 3-5 t drauf legen .
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(19.04.2026, 21:59)Milspec_1967 schrieb: Das Erträumte geht ohne Triebwerk Leistungssteigerung nicht.
Mehr Nutzlast heißt hier: Bei gleichem MTOW = geringere Reichweite. Nun ja, um zu wissen, ob man für eine (leichte) Erhöhung des MTOW tatsächlich stärkere Triebwerke braucht und ob das beim A400M möglich wäre, müsste man schon ein ziemlicher Insider sein. Begrenzende Faktoren könnten genauso gut die Bremsleistung und die strukturelle Belastung bei einem Startabbruch sein. So ähnlich war das beim A330NEO, dessen MTOW mit gleichen Triebwerken mehrfach anstieg.
Ebensowenig scheint mir völlig klar zu sein, dass eine höhere Nutzlast auch schwerere Einzellasten (Fahrzeuge) erlaubt. Hier ist ja wohl die Rampe das Nadelöhr, die vertragsgemäß auf ca. 31 Tonnen beschränkt sein soll. Falls diese Beschränkung durch eine konstruktive Änderung entfallen sollte, wird es die kaum umsonst von Airbus geben.
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Airbus will auf Basis des Airbus A-400 M einen Transportbomber der bis zu 12 Marschflugkörper wie die Taurus mitführen kann oder 50 Drohnen um Langstreckenangriffe durchführen zu können. Anfang der 2000er Jahre wurde bereits ein Konzept auf Basis des Airbus A-340 Airliner vorgeschlagen, was aufgrund des mangelnden politischen Willen bzw. der Friedensdividende nicht weiter verfolgt wurde.
Zitat:Airbus develops new A400M Mothership variant to launch 12 Taurus missiles or 50 drones for long-range strikes.
20 Apr, 2026 - 4:44
Defense News Aerospace 2026
Airbus is turning the A400M into a stand-off strike platform capable of launching cruise missiles and swarming drones from outside contested airspace. This shift would give air forces a survivable way to deliver precision firepower at range while reducing reliance on traditional fighter-based strike packages.
The mothership concept uses palletized payloads inside the cargo bay to deploy up to 12 Taurus-class cruise missiles or as many as 50 drones, leveraging the aircraft’s size and modular design. This approach preserves range and efficiency while aligning with trends toward distributed strike, massed effects, and flexible force projection using multi-role support aircraft.
Related topic: France might arm the A400M Atlas transport aircraft with missiles to fully exploit its capacities
As each converted A400M would deploy up to 12 missiles per sortie, four A400M motherships could deliver up to 48 missiles in a single wave, providing a level of firepower comparable to dedicated strike formations. (Picture source: French Air Force)
As each converted A400M would deploy up to 12 missiles per sortie, four A400M motherships could deliver up to 48 missiles in a single wave, providing a level of firepower comparable to dedicated strike formations. (Picture source: French Air Force)
On April 18, 2026, Airbus confirmed the development of a new A400M mothership variant designed to deploy up to 12 long-range cruise missiles in the Taurus size class, most likely from the aircraft’s cargo hold. The concept also includes a drone deployment role, with the same configuration capable of launching up to 50 medium-sized drones depending on mission requirements. Development is being carried out with an undisclosed European customer and may build on earlier work conducted by the French and German Air Forces, including prior drone release trials and aerodynamic separation studies.
The A400M Atlas’s existing cargo bay, which supports the integration of modular payloads, is also currently being upgraded from a certified maximum payload of 37 tonnes to 40 tonnes. The objective is to adapt a widely operated transport aircraft into a stand-off strike asset capable of releasing munitions from outside contested airspace. The A400M cruises between Mach 0.68 and 0.72 and can carry up to nine standard military pallets within a cargo volume of about 340 cubic meters, providing the internal capacity required to integrate strike payloads without external mounting points.
The missile quoted by Airbus for sizing and integration is the Taurus KEPD 350, a German-Swedish air-launched cruise missile operational since 2006 for deep strike against hardened targets. The missile is about 5.1 meters long and has a launch weight close to 1,400 kilograms, which defines the dimensional and mass constraints for palletized integration inside the A400M. Its Mephisto warhead is a two-stage penetrator designed to defeat layered concrete and soil before detonation, targeting bunkers, runways, and protected infrastructure. The missile’s operational range exceeds 500 kilometers, allowing release well outside typical surface-to-air missile (SAM) engagement zones.
A load of 12 missiles corresponds to approximately 16.8 tonnes, which remains within the A400M’s payload limits and allows additional weight margin for pallet structures and release systems. As an internal carriage avoids aerodynamic penalties associated with external mounting, this new variant would preserve the A400M’s range and fuel efficiency, as well as its compatibility with existing pallet dimensions and cargo handling systems. The release architecture will likely be based on palletized extraction through the rear cargo ramp, using a method comparable to systems already demonstrated on U.S. transport aircraft such as the Rapid Dragon concept. Missiles are secured on standard 463L-type pallets fitted with release modules that control sequencing and separation timing.
During deployment, an extraction parachute is deployed to pull the pallet out of the cargo bay, initiating a controlled descent phase. Once the pallet stabilizes in the airflow, individual missiles are released sequentially, with sufficient spacing to prevent collision or aerodynamic interference. Each missile then initiates engine start after safe separation from the aircraft. This method eliminates the need for bomb bays, underwing pylons, or internal launch rails, reducing integration complexity. Sequential release also allows precise timing control, which is critical given the airflow conditions behind a turboprop aircraft. Furthermore, this system is compatible with roll-on or roll-off installation, allowing a rapid conversion between the various A400M mission sets under development.
However, several constraints are imposed by the aircraft’s structural and aerodynamic limits, particularly the A400M ramp, which is rated for approximately 32 tonnes per single load, requiring missile payloads to be distributed across multiple pallets rather than concentrated in one unit. Release occurs at subsonic speeds, typically near Mach 0.7, where airflow turbulence from the four TP400-D6 engines affects the wake behind the aircraft. This turbulence requires controlled sequencing and stabilization to ensure that pallets and missiles maintain proper orientation during separation. Tail clearance imposes strict geometric constraints, as the distance between the ramp and tail structure limits the allowable release angles.
A missile integration on the A400M, therefore, requires dedicated release control software capable of managing timing, sequencing, and contingency procedures. Crew-operated consoles in the cargo compartment are expected to manage the deployment process and monitor system status. Safety mechanisms must also be used to address abort scenarios, partial release, or misfire conditions to prevent damage to the aircraft. The employment concept is based on stand-off strike operations, with the A400M remaining outside high-threat air defense zones while deploying cruise missiles toward targets at distances exceeding 500 kilometers. After release, the cruise missiles follow terrain-hugging flight profiles using onboard navigation systems to minimize radar detection and interception.
As each converted A400M would deploy up to 12 missiles per sortie, this new mothership variant would allow the engagement of multiple targets or a concentration on a single objective. For instance, in a coordinated operation, four A400Ms could deliver up to 48 missiles in a single wave, providing a level of firepower comparable to dedicated strike formations. This operational concept supports both pre-planned strike missions and time-sensitive targeting, while the use of transport aircraft reduces reliance on fighter jets for long-range strike roles. It also allows operations from more austere or dispersed airfields due to the A400M’s short takeoff and landing capability.
https://www.armyrecognition.com/news/aer...ge-strikes
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Zitat:Anfang der 2000er Jahre wurde bereits ein Konzept auf Basis des Airbus A-340 Airliner vorgeschlagen, was aufgrund des mangelnden politischen Willen bzw. der Friedensdividende nicht weiter verfolgt wurde.
Das wäre aber auch ein extremes Einhorn gewesen, teuer im Unterhalt, nur von großen Basen aus einzusetzen, und abseits des Einsatzes als Marschflugkörperträger höchstens im Personentransport nützlich.
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(21.04.2026, 06:07)muck schrieb: Das wäre aber auch ein extremes Einhorn gewesen, teuer im Unterhalt, nur von großen Basen aus einzusetzen, und abseits des Einsatzes als Marschflugkörperträger höchstens im Personentransport nützlich.
Ein airliner ist im Unterhalt angeblich laut Foren teilnehmern hier deutlich günstiger im Unterhalt...
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Er kann deutlich günstiger sein, gerade wenn er in großen Stückzahlen eingeführt und eine breite MRO-Infrastruktur aufgebaut worden ist. Das trifft z.B. auf A330 und A330 MRTT zu.
Das Problem bei der A342/3, und noch mehr bei A345/6, liegt darin, dass das Flugzeug erstens riesig ist (bis zur B748 das längste der Welt), zweitens ein Exot (A345/6 fliegen mit dem Trent 500 als Exklusivantrieb), drittens ist es teuer im Betrieb, selbst für Vierstrahler, weswegen die meisten Airlines sich beeilten, die Flieger loszuwerden.
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@muck
Die von dir genannten "Probleme" sind so aber nur bedingt zutreffend. So waren die A340 beispielsweise gerade für einen Vierstrahler effizient, und die erste Generation im Rahmen ihrer Leistungsdaten durchaus auch erfolgreich. Die tatsächlichen "Probleme" der ersten Generation waren die stark wachsenden Passagierzahlen (die sowohl zur 747-8 wie auch zum A380 geführt haben), die der zweiten Generation die deutlich gestiegenen Leistungsdaten der Zweistrahler (was dann ja auch 747-8 und A380 zum Verhängnis wurde). Größe und Exotik (der zweiten Generation) sind nicht falsch, aber gar nicht so relevant. Der wichtigste Punkt aber ist, dass dies alles nur für die Betrachtung am Zivilmarkt gilt, in dem auch geringer Unterschiede untereinander größeren Einfluss haben. Hier allerdings geht es um den Vergleich zu einem A400M, und da ist selbst eine im Vergleich etwas teurere A340-300 günstig im Betrieb, sofern wir von einem normalen Betrieb ausgehen.
In dem Kontext des Umbaus von zivilen Langstreckenflugzeugen (vorgeschlagen wurde nicht nur der A340, sondern beispielsweise auch die Boeing 747) ist aber eher die Art, wie diese betrieben worden wären, das eigentliche Problem. Teuer im Unterhalt wären sie deshalb nicht grundsätzlich geworden, sondern aufgrund der geringen Nutzungsrate. So häufig werden keine Marschflugkörperträger gebraucht, die Fähigkeit taugt als Zweitrolle, daher stellt sich die Frage nach dem Bedarf in der möglichen Hauptrolle als Frachter. Und der ist für die Kategorie A340/B747 nicht besonders groß. Das könnte bei einer A330MRTT oder einer KC-46 schon anders aussehen, bei einem A400M ist das definitiv der Fall. Und deshalb ist es, trotz höherer Kosten, im Zweifel die bessere Wahl für ein solches Konzept.
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