Vierter Golfkrieg
(13.03.2026, 16:54)Nightwatch schrieb: Natürlich, was auch sonst. Aber anstatt wie immer sinnlos irgendwelchen MSM-Slop zu posten wäre es vielleicht mal eine Idee, die eigenen grauen Zellen zu benutzen und zu argumentieren warum, meine Aussage falsch ist.
Schließlich ist das auch ein Diskussionsforum über objektivierbare Fakten und nicht der Erichsche News-Aggregator und die KI der persönlichen Wahl kann das mindestens genausogut.
im Gegensatz zu anderen verbreite ich keine kruden Thesen, sondern belege meine Aussagen mit entsprechenden Links. Diese - wissenschaftlich geprägte - Arbeitsweise könntest Du Dir auch angewöhnen.
Schließlich ist das ein Diskussionsforum und kein Nightwatcherlicher Märchenverein.
Zitat: ...
Der Luftkrieg gegen den Iran ist mittlerweile in eine Phase eingetreten, die aus iranischer Sicht schlicht hoffnungslos ist. Sie haben keine militärischen Möglichkeiten zu verhindern, dass die USA und Israel die militärische Infrastruktur und das dahingestehende rüstungsindustrielle Fundament des Landes restlos zerstören.
Das ist keine theoretische Überlegung. Das findet aktuell statt und wird weiter stattfinden. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Ohne jede militärische Limitierung.
Von einer weitergehenden Ausdehnung der Angriffe auf zivilindustrielle und -infrastrukturelle Ziele mit einem anschließenden kompletten Kollaps nicht nur des Regimes sondern des Landes insgesamt brauchen wir da erst garnicht anfangen. Das fließt als Eskalationspotential noch mit in die Gleichung ein.
Solange jede Bombe und jede Rakete zur Drohnenabwehr mehr kostet als sie Schaden verursacht, können die Revolutionsgarden bequem zuhause am Küchentisch sitzen und abwarten, wie sich diejenigen, die völkerrechtswidrig den Iran überfallen haben, verausgaben. Mit diesem Ungleichgewicht haben sich diejenigen, die den Iran aktuell überfallen haben - Netanjahu und "Donald der Leibhaftige" selbst in eine Falle manövriert.
  • entweder sie bomben weiter ohne Maß und Ziel, und vernichten damit die eigenen Resourcen ohne etwas zu erreichen
  • oder sie müssen, um etwas zu erreichen, eine Bodenoffensive starten - die letztendlich in einen langen Krieg wie damals in Vietnam (mit dem absehbar gleichen Ergebnis) münden wird
  • oder sie ziehen Leine, lassen es bei verbalen 'Triumphmeldungen' und lernen, dass sie sich mit Überfällen auf andere Staaten weltweit keine Freunde machen
Die einzigen, denen Donald mit dieser Folge eine Freude macht, sind die Aktionäre der Ölmultis und die Russen. Denen wird jetzt massiv Geld in die Kassen gespült. Zumal Donald die Sanktionen gegen Russland lockern will. Denn Russland kann damit auch noch seinen Krieg gegen die Ukraine mit finanzieren.

Tatsächlich wird der Druck auf Donald immer größer. Die offenbar völlig verdrängte Möglichkeit, dass der Iran bei einem massiven Angriff auf seine Führungskader die Straße von Hormus sperren könnte, führt nicht nur die USA mit Donald (der allenfalls an die Ölaktien seiner Familie denkt) sondern die gesamte Weltwirtschaft in massive Probleme.

Zitat:Wenn es dem Regime also darum geht aus diesen Konflikt herauszukommen und irgendwie noch ein Morgen zu sehen, dann müssen sie den Krieg angesichts des Feuervolumens, dass die USA und Israel mittlerweile routinemäßig aufbieten schnell beenden.
Schnell heißt hier eher binnen Tagen als Wochen. Was wiederrum ihrer Strategie zu wieder läuft, die USA über die wirtschaftlich-mediale Schiene zur Beendigung der Kampfhandlungen zu bewegen. An und für sich liegen sie mit dieser Idee ja nicht falsch, aber nach Lage der Dinge haben sie die Zeit dazu nicht wenn ihnen in diesen Tagen ihr Land buchstäblich unter dem Hintern weggebombt wird.
Die einzigen, die wirklich Druck haben, sind die Mächtigen in Washington. Für den Iran ist jeder Tag der erfolglosen Bombardements ein Sieg. Russland gewinnt jeden Tag mehr - China kann mit den Auswirkungen leben.
Es stellt sich nur die Frage, wer mehr verliert - Europa, die USA oder etwa Indien und andere Länder des "globalen Südens". Sie alle drängen auf ein schnelles Ende - nicht die iranische Führung.
Und wenn die USA diesem Druck nachgeben und sich zurück ziehen, steht Israel alleine da. Das hat dann nicht nur Folgen auf Israel. Dann wird sich jede Staatsführung aus dem Gefolge der USA fragen müssen, welchen Wert eine Beistandserklärung der US-Regierung hat.
Das ist doch jetzt schon in den Golfstaaten so. Die US-Basen dort sind keine Garanten der Sicherheit, sondern sie ziehen das Abwehrfeuer des überfallenen Iran auf sich, solange von dort aus auch Angriffe auf den Iran durchgeführt werden.
Zitat: ...
Nachdem nun wenigstens die kurzfristigen politischen Folgen der Schließung der Straße von Hormuz für die US-Admin wenigstens beherrschbar bleiben und sich die dahingehenden iranischen Hoffnungen wenigstens nicht vollumfänglich erfüllt haben müsste es daher bald alternative Schritte geben um aus dieser Nummer rauszukommen.
beherrschbar? Ich zweifle völlig. Ich möchte jetzt nicht fragen, was Du rauchst. Aber das ist so irrational, dass ... nun ja, in den Reihen der US-Regierung nennt man solche Verdrehungen der Wahrheit wohl "alternative Fakten".
Zitat: ...
Der Plan ist seit Kriegsbeginn von Amerikanern wie Israelis klar kommuniziert worden: Neutralisierung der iranischen Militärmacht, Ausschaltung des Raketenprogramms und der dahinterstehenden Rüstungsindustrie, Reduzierung des Atomprogramms auf ein militärisch mögliches Minimalmaß, Schaffung einer Lage die Regime Change längerfristig möglich macht.
aua - aus den vielen auch widersprüchlichen Erklärungen sowohl von Israel wie auch aus der US-Regierung ist alles mögliche zu lesen, aber kein nachvollziehbares, realistisches und stringentes Kriegsziel.
Zitat:Wir leben definitiv in getrennten Welten. Das rührt daher, dass ich mich mit Primärquellen beschäftige und eigene Überlegungen anstelle anstatt den gefilterten und ideologisch vorgefärbten Slop irgendwelcher Schreiberlinge zu konsumieren.
Was interessiert mich denn bitte die Analyse irgendwelcher Randos aus dem fucking Handelsblatt und/oder Merkur?! Die plappern zielsicher auch nur das nach was alle schreiben und bei den amerikanischen Agitatorenblättern abgelesen haben.
Das ist - selbst wenn inhaltlich richtig, was selten genug vorkommt - politisch soweit vorbelastet und meist so frei von jedem militärischen Sachverstand oder strategischen Verständnisses, dass es die Zeit nicht wert ist sich damit zu beschäftigen.
im Gegensatz zu Dir lebe ich nicht in einer Echo-Blase, in der vermeintliche Primärquellen irgendwelche Propaganda-Lügen verbreiten.
Ich vertraue vielmehr auf Qualitätsmedien, deren Aussagen vor der Publikation (mehrfach) geprüft wurden.
...
Zitat: ...
Ansonsten inhaltlich: Die Iraner haben den Golf nicht lahmgelegt. Die Iraner haben eine Pressemitteilung herausgegeben, dass sie die Straße von Hormuz schließen und einige abgekapselte Einheiten haben random ein paar Schiffe beschossen (und werden das auch weiterhin tun). Das ist, gemessen an den Vorkriegsplanspielen am untersten Ende ihrer Möglichkeiten. Rein militärisch können sie schon noch (etwas) weiter eskalieren, aber nichts was sie noch tun können wir über eine zeitlich überschaubare Blockade von einigen Wochen hinausgehen. Zumindest wenn die US Navy ernst macht und die Durchfahrt erzwingt. Diesbezüglich ist Kritik dahingehen angebracht, dass man bereits im Vorfeld des Krieges mehr für diese Mission geeignete und benötigte Kräfte heranziehen hätte müssen.
alleine schon die Meldung, dass die Iraner den Schiffsverkehr blockieren wollen - mit Minen und Flugkörpern - hat ausgereicht, die Passage zu beenden.
Das kannst Du übrigends selbst gerne nachprüfen, wenn Du aus Deiner Echokammer raus kommst.
Zitat:Angriffe auf zivile Ziele sind in diesem Kontext dann ein Kriegsverbrechen wenn sie vorsätzlich geschehen. Hier liegt nach Lage der Dinge eine simple Fehlidentifikation vor.
nichts anderes hab ich geschrieben
Zitat:Der Vorfall wird indes untersucht. Das DoW hat diesbezüglich einen Offizier im Generalsrang außerhalb von Centcom abgestellt, der den Angriff untersucht und nach Abschluss einen Bericht vorlegen wird. Das wüsste man wenn man sich mit Primärquellen beschäftigt.
gähn - der kann auch nur die bereits bekannten Fakten wiederholen, aber wenn man sich mit der Sache beschäftigt wird man feststellen, dass der seinen Bericht solange verzögern wird, bis kein Hahn mehr danach kräht
Zitat: Trump ist da halt an der Erklärung gescheitert. Ist nichts neues. Sehr offensichtlich hat man ihm gesagt, dass die Möglichkeit besteht, dass es ein iranischer Marschflugkörper (Cruise Missile) gewesen sei. Das spielt auf die IMO nicht stichhaltige Theorie an, es sei in Kh-55 / Soumar gewesen, die sehr ähnlich wie Tomahawk aussehen. In Trumps Gedankenwelt ist es halt so, dass Cruise Missile gleich Tomahawk, erst recht, wenn man ihm bei Briefing auch noch erzählt hat ‚sieht so wie Tomahawk aus‘. Und weil er es nicht durchdringt / nicht gescheit zuhört / es ihn eh nicht interessiert / mit 79 sich eh nur die Hälfte merken kann, kommt halt „Fake News, war ein iranischer Tomahawk“ bei rum.
Darüber kann man sich aufregen. Oder wenigstens versuchen zu ergründen was dahinter steht und Trump Trump sein lassen.
Trump scheitert an mehr als an einer Erklärung - er ist von vorne bis hinten eine egomanische Fehlbesetzung für dieses Amt, ein "Totalscheiterer".

(13.03.2026, 20:19)Kongo Erich schrieb: im Gegensatz zu anderen verbreite ich keine kruden Thesen, sondern belege meine Aussagen mit entsprechenden Links. Diese - wissenschaftlich geprägte - Arbeitsweise könntest Du Dir auch angewöhnen.
Schließlich ist das ein Diskussionsforum und kein Nightwatcherlicher Märchenverein.
Solange jede Bombe und jede Rakete zur Drohnenabwehr mehr kostet als sie Schaden verursacht, können die Revolutionsgarden bequem zuhause am Küchentisch sitzen und abwarten, wie sich diejenigen, die völkerrechtswidrig den Iran überfallen haben, verausgaben. Mit diesem Ungleichgewicht haben sich diejenigen, die den Iran aktuell überfallen haben - Netanjahu und "Donald der Leibhaftige" selbst in eine Falle manövriert.
  • entweder sie bomben weiter ohne Maß und Ziel, und vernichten damit die eigenen Resourcen ohne etwas zu erreichen
  • oder sie müssen, um etwas zu erreichen, eine Bodenoffensive starten - die letztendlich in einen langen Krieg wie damals in Vietnam (mit dem absehbar gleichen Ergebnis) münden wird
  • oder sie ziehen Leine, lassen es bei verbalen 'Triumphmeldungen' und lernen, dass sie sich mit Überfällen auf andere Staaten weltweit keine Freunde machen
Die einzigen, denen Donald mit dieser Folge eine Freude macht, sind die Aktionäre der Ölmultis und die Russen. Denen wird jetzt massiv Geld in die Kassen gespült. Zumal Donald die Sanktionen gegen Russland lockern will. Denn Russland kann damit auch noch seinen Krieg gegen die Ukraine mit finanzieren.

Tatsächlich wird der Druck auf Donald immer größer. Die offenbar völlig verdrängte Möglichkeit, dass der Iran bei einem massiven Angriff auf seine Führungskader die Straße von Hormus sperren könnte, führt nicht nur die USA mit Donald (der allenfalls an die Ölaktien seiner Familie denkt) sondern die gesamte Weltwirtschaft in massive Probleme.

Die einzigen, die wirklich Druck haben, sind die Mächtigen in Washington. Für den Iran ist jeder Tag der erfolglosen Bombardements ein Sieg. Russland gewinnt jeden Tag mehr - China kann mit den Auswirkungen leben.
Es stellt sich nur die Frage, wer mehr verliert - Europa, die USA oder etwa Indien und andere Länder des "globalen Südens". Sie alle drängen auf ein schnelles Ende - nicht die iranische Führung.
Und wenn die USA diesem Druck nachgeben und sich zurück ziehen, steht Israel alleine da. Das hat dann nicht nur Folgen auf Israel. Dann wird sich jede Staatsführung aus dem Gefolge der USA fragen müssen, welchen Wert eine Beistandserklärung der US-Regierung hat.
Das ist doch jetzt schon in den Golfstaaten so. Die US-Basen dort sind keine Garanten der Sicherheit, sondern sie ziehen das Abwehrfeuer des überfallenen Iran auf sich, solange von dort aus auch Angriffe auf den Iran durchgeführt werden.
beherrschbar? Ich zweifle völlig. Ich möchte jetzt nicht fragen, was Du rauchst. Aber das ist so irrational, dass ... nun ja, in den Reihen der US-Regierung nennt man solche Verdrehungen der Wahrheit wohl "alternative Fakten".
aua - aus den vielen auch widersprüchlichen Erklärungen sowohl von Israel wie auch aus der US-Regierung ist alles mögliche zu lesen, aber kein nachvollziehbares, realistisches und stringentes Kriegsziel.
im Gegensatz zu Dir lebe ich nicht in einer Echo-Blase, in der vermeintliche Primärquellen irgendwelche Propaganda-Lügen verbreiten.
Ich vertraue vielmehr auf Qualitätsmedien, deren Aussagen vor der Publikation (mehrfach) geprüft wurden.
...
alleine schon die Meldung, dass die Iraner den Schiffsverkehr blockieren wollen - mit Minen und Flugkörpern - hat ausgereicht, die Passage zu beenden.
Das kannst Du übrigends selbst gerne nachprüfen, wenn Du aus Deiner Echokammer raus kommst.
nichts anderes hab ich geschrieben
gähn - der kann auch nur die bereits bekannten Fakten wiederholen, aber wenn man sich mit der Sache beschäftigt wird man feststellen, dass der seinen Bericht solange verzögern wird, bis kein Hahn mehr danach kräht
Trump scheitert an mehr als an einer Erklärung - er ist von vorne bis hinten eine egomanische Fehlbesetzung für dieses Amt, ein "Totalscheiterer".

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Zitat:Angriffe auf zivile Ziele sind in diesem Kontext dann ein Kriegsverbrechen wenn sie vorsätzlich geschehen. Hier liegt nach Lage der Dinge eine simple Fehlidentifikation vor.
Ist der Vorsatz nicht schon gegeben durch den rechtswidrigen Angriff ? Da jedem klar ist das so etwas passieren kann nehme ich es ja wissentlich in Kauf das Unschuldige sterben, damit ist es ja vorsätzlich eigentlich?

Bericht von offizieller Seite zu dem absturz

https://www.stripes.com/theaters/middle_...uWx3UB31wA
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Eine Aktualisierung bzgl. alliierter Verluste (Update):

Vereinigte Staaten:

- 3 F-15 (US; Eigenbeschuss)
- 1 KC-135 (US; Absturz im westlichen Irak, Ursache bislang unklar)
- 15 gefallene US-Soldaten (davon vier in der K-135) sowie ca. 150 Verwundete
- 1 THAAD-Radar zerstört
- 1 AN/FPS-132 stark beschädigt
- 1 AN/FPS-117 stark beschädigt
- 13 MQ9-Drohnen (US)

Israel:

- 8 Hermes 900 (Israel)
- 4 Heron 1 (Israel)
- 2 oder 3 Eitan (Israel)
- 17 getötete Zivilisten, ca. 2.900 verletzte Zivilisten
- 14 verwundete Soldaten (Zahal)
- anscheinend 1-2 Gefallene seitens Zahal*

* ich konnte diese nicht genau zuordnen, ich vermute aber, es sind Verluste, die im Libanon eingetreten sind im Kampf gegen die Hisbollah. Wenn diese Zahl stimmen sollte, dann wäre es ein Bsp. dafür, dass die Israelis der Hisbollah derzeit die Hölle heiß machen mit sehr geringen eigenen Ausfällen. D. h. die hier vielfach verbreiteten Meldungen, wonach die Hisbollah "den Israelis massive Probleme" bereiten würde, ist nicht haltbar.

Enge Verbündete:

- Frankreich: 1 Toter, 9 Verwundete

Golfanrainer:

- Kuwait: 8 Tote, 109 Verletzte
- VAE: 6 Tote, 131 Verletzte
- Bahrain: 3 Tote, 19 Verletzte
- Saudi-Arabien: 1 (2?) Tote®, 7 Verletzte
- Katar: 14 Verletzte
- Oman: 1 Toter

Schneemann
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Werter Erich:

Bitte keine persönlichen Angriffe. Keine Aussagen über andere Nutzer, nur über die Sache selbst.

Und im weiteren könnte ich anmerken, dass dies hier ein Diskussionforum ist, und keine wissenschaftliche Ausarbeitung. Etwas mehr eigene Ansichten von dir und etwas weniger Links mit Zitaten wären für alle interessanter.

Werter Nightwatch:

Genau das gleiche. Ich bitte sehr darum nur bei der Sache zu bleiben und eben nicht persönlich zu werden.
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Zum Angriff auf die französischen Soldaten (französisch):
https://www.tf1info.fr/international/vid...29924.html

Optional eine deutsche Quelle:
Zitat:Französischer Soldat bei Angriff im Irak getötet [...]

Im Irak hat es einen tödlichen Drohnenangriff auf dort stationierte französische Soldaten gegeben. Ein Armeeangehöriger kam ums Leben, mehrere wurden verletzt. Präsident Macron verurteilte den Angriff scharf.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/...k-100.html

Sonstige Verluste - im Schwerpunkt bei Attacken gegen die internationale Schifffahrt im Golf und bei Hormuz:

- Öltanker Skylight (1. März 2026; Flagge: Palau): 2 Tote.
- Öltanker MKD VYOM (1. März 2026; Flagge: Marschallinseln): 1 Toter.
- Öl-/Chemikalientransporter Stena Imperative (2. März 2026, Flagge: USA): Leichte Schäden, keine Opfer.
- Bulker Gold Oak (2. März 2026, Flagge: Panama): Leichte Schäden, keine Opfer.
- Öltanker Mussafah 2 (6. März 2026, Flagge: VAE): Gesunken, drei Vermisste.
- Bulker Mayuree Naree (11. März 2026, Flagge: Thailand): Ausgebrannt und aufgegeben, drei Vermisste.
- Öltanker Safesea Vishnu (11. März 2026, Flagge: Marschallinseln): Ausgebrannt und aufgegeben, 1 Toter.
- Öltanker Zefyros (12. März 2026, Flagge: Malta): In Brand geraten, Status noch unsicher, wohl keine Personalverluste.

Schneemann
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Allgemein:

Ich hab jetzt mehrfach gelesen, dass die Israelis sowohl im Libanon als auch in Syrien recht massiv Breitband-Herbizide auf Felder der Bauern dort sprühen sollen, auch auf Olivenbaum-Haine usw. wodurch die Pflanzen absterben. Einzelfallweise auch im Westjordanland.

Ist an diesen Gerüchten etwas dran? Was ist die Zielsetzung?

Die Israelis zerstören ja schon seit Jahren regelmäßig Felder und insbesondere Olivenbäume palästinensischer Bauern, meist mit irgendwelchen vorgeschobenen Sicherheitsarguemten (Sichtschutz etc) - in Wahrheit aber natürlich um den Bauern dort die Lebensgrundlagen dauerhaft zu nehmen damit sie gehen müssen.

Aber warum jetzt per Flugzeug und Drohne im Libanon und in Syrien?! Aus dem gleichen Grund? Um den Bauern dort dauerhaft das Weiterleben in ihrer Heimat zu verunmöglichen? Und diese Gebiete damit nachhaltig zu entvölkern?

https://www.sueddeutsche.de/politik/isra...li.3383271

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/...t-100.html

Früher haben die Israelis ja auch gerne Felder und Olivenbäume mit weißen Phosphor niedergebrannt. Ist das jetzt die modernere und optiscch weniger spektakuläre Variante davon?

Zitat:Im Krieg 2024 zwischen der libanesischen Hisbollah-Miliz und Israel kam es zu heftigen Kämpfen. Israel bombardierte vor allem den Süden des Libanon massiv und setze dabei Berichten zufolge auch Bomben mit weißem Phosphor ein, die uralte Olivenhaine verbrannten. Für die Landwirtschaft ist dies bis heute ein gewaltiger Schaden.

"Während der Angriffe wurde großflächig weißer Phosphor eingesetzt, was zu Waldbränden im Libanon führte", erklärt Hany. "Wir haben massive Schäden auf Tausenden von Hektar. Die finanziellen Verluste übersteigen 800 Millionen US-Dollar."

Zaynab Nemr, Doktorandin an der American University Beirut, hat die Phosphor-Schäden im Süden des Libanon dokumentiert. Sie sagt, die langfristige Zerstörung der Natur durch die Phosphorbomben sei fast weniger dramatisch als durch das nun versprühte Glyphosat.

"Das Besprühen erfolgte genau zu dem Zeitpunkt, als die Menschen Bäume pflanzen und mit der Frühjahrsaussaat beginnen wollten. Ist der Boden erst einmal so stark kontaminiert, kann die Erholung nicht Monate, sondern Jahre dauern. Das hat Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit, die Wasserqualität und die Artenvielfalt, von Nutztieren bis zu Bienen."
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Ich möchte weiterhin nur auf Basis von Fakten diskutieren, wobei ich gewohnt bin, die Fakten, die ich heranziehe, auch zu belegen. Es wird mir schwer fallen, von belegbaren Fakten auf unbelegte Behauptungen auszuweichen. Ist das wirklich die Intention des Forums?

Hier wurde ja schon öfter die iranische Insel Kharg erwähnt. In deren Umfeld wurden jetzt militärische Einrichtungen angegriffen - nicht die Ölanlagen. Gleichzeitig verlegen die USA Marineinfanterie und das zuvor in Japan stationierte amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" in den Nahen Osten.
Das könnte darauf hindeuten, dass in einer (begrenzten) Bodenoperation die Insel mit ihren Öleinrichtungen besetzt werden soll. Damit wäre dem Iran eine wichtige Devisenquelle entrissen.
(siehe auch das Handelsblatt, Berichte vom 13.03.2026 – 23:34 Uhr und vom 14.03.2026 – 00:45 Uhr - in dem Kontext wird dort auch gemeldet, dass Trump abgelehnt hat, iranisches angereichertes Uran an einen Drittstaat zu übergeben, Bericht vom 14.03.2026 – 00:03 Uhr)

Das lässt langsam bei mir den Verdacht aufkommen, dass es der US-Regierung beim Überfall auf den Iran nicht um irgendwelche phantasievollen Atomprogramme ging, die ja laut Trump ohnehin seit dem Bombardement im letzten Jahr völlig vernichtet sein sollen - und auch nicht um einen Regimechange, sondern allenfalls darum, den Iran durch die Kappung seiner Führungsspitze ins Chaos und zu stürzen und damit verteidigungsunfähig zu machen.

Allerdings frage ich mich immer noch, was die Besetzung der Insel (den USA) nutzen sollte. Denn auch die wären zur Verwertung der Ressourcen auf einen Tankertransport durch die Straße von Hormus angewiesen.
Und solange dort eine Gefahr besteht, könnte auch der Iran sein Öl aus dem Golf nicht auf den Weltmarkt absetzen.

(13.03.2026, 16:54)Nightwatch schrieb: ....
Nachdem nun wenigstens die kurzfristigen politischen Folgen der Schließung der Straße von Hormuz für die US-Admin wenigstens beherrschbar bleiben und sich die dahingehenden iranischen Hoffnungen wenigstens nicht vollumfänglich erfüllt haben müsste es daher bald alternative Schritte geben um aus dieser Nummer rauszukommen.
...
Beherrschbar ist da gar nichts, wie die Fakten zeigen. Wenn der Iran will, ist die Straße dicht - Punkt.
Die Straße von Hormus wurde bis zum Überfall auf den Iran täglich von 30 bis 40 Schiffen passiert. Danach waren es insgesamt wohl nur noch 4 oder 5 Schiffe (vgl die ZEIT und ES&T).
Alleine vereinzelte Angriffe und die Drohung des Iran mit Minen und Flugkörpern haben ausgereicht, um den Verkehr komplett einbrechen zu lassen. Von den 20 % der weltweiten Öl- und 25 % der weltweiten Gastransporte kann nicht mehr die Rede sein. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist nach Angriffen auf Schiffe durch den Iran praktisch zum Erliegen gekommen. Alternativen bestehen schlichtweg nicht.
Der gesamte Golf ist aber auch Kriegsgebiet. Seit Kriegsbeginn trafen Raketen 20 Handelsschiffe, darunter auch eines von rund 30 deutschen Schiffen im Kriegsgebiet.

Also:
was bringt die Besetzung von Kharg?
Zitieren
Eine Besetzung ist praktisch nicht möglich bzw. sinnfrei, weil die Iraner die Insel mit Sprengstoff überzogen haben und sie hochjagen werden bevor sie den USA in die Hände fällt. Da kann man sie auch gleich bombardieren.

Zitat:Das lässt langsam bei mir den Verdacht aufkommen, dass es der US-Regierung beim Überfall auf den Iran nicht um irgendwelche phantasievollen Atomprogramme ging

1. Das primäre Problem für Israel war und ist nicht das Atomprogramm, sondern die ständig wachsende Anzahl iranischer Raketen hoher Reichweite und Marschflugkörper (Shaheed). Etwaige Atombomben kommen da allenfalls noch oben drauf, denn wie schon geschrieben könnten die Iraner ihre Raketen auch mit chemischen Waffen bestücken. Sobald die Zahl der Raketen zu groß wird, würde zu viel davon durchkommen was Isael sich selbst ohne Atombomben nicht leisten kann.

2. Das zweite wesentliche Problem ist die Förderung von israel / judenfeindlichen Terrorgruppen allenorten. Wenn es jedoch gelingen sollte den Iran in einen Bürgerkrieg zu stürzen, neutralisiert sich der Iran damit dauerhaft von selbst.

3. Die Atombombe kommt da erst tertiär, wird aber natürlich nach ganz vorne vorgeschoben, damit man die eigenen Aktionen legitimieren kann, vor den ach so lieben westlichen Werte-Verbündeten. Weltuntergangssekte plus Atombombe macht sich natürlich vorzüglich zur Rechtfertigung der eigenen Handlungen.
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Anbei: die USA bombardieren aktuell Kharg. Dabei sollen sich die Bombenangriffe auf rein militärische Stellungen konzentrieren, während die Ölinfrastruktur noch weitgehend heil sein soll.

Man droht aber damit die Ölinfrastruktur zu zerstören, sollte der Iran die Straße von Hormuz weiter sperren.

Zudem gibt es jede Menge Gerüchte darüber, dass US Sondereinheiten und Verbände der 82nd Airborne die Insel einnehmen könnten.

Das würde Sinn machen, um Verhandlungsmasse zu schaffen. Wenn der Iran aber ein irrationaler Spieler ist, der von einer Weltuntergangssekte geführt wird, würde ich an seiner Stelle die Insel einfach jetzt selbst in die Luft jagen, behaupten die Amis wären es gewesen und die Straße weiter sperren.

Da Schneemann geschrieben hat, die Iraner hätten ja gar nicht so viele Tanker usw. Es sind gar nicht wenige iranische und chinesische Schiffe die letzten Tage durch die Straße gefahren. Darunter auch richtig große Tanker. Dort in Stücke schießen einschließlich Ölkatastrophe die dann Dubai, Katar, usw. die Strände mit Öl vollseucht und die USA beschuldigen.

Treibende Wracks von Tankern in der Straße einschließlich Ölteppich zuzuüglich Treibminen zuzüglich Torpedominen die man aus unterseeischen Tunneln abschießt müssten genügen um die Straße für Monate zu sperren. Zudem könnte man natürlich auch von solchen Tankern aus jede Menge Minen absetzen.

Tatsächlich sind die iranischen Ölexporte durch die Straße seit der Krieg angefangen hat gestiegen:

https://www.youtube.com/watch?v=IMboplUN6Wg

Wäre der Iran richtig klug gewesen, hätte er den Houthis zudem seit Jahren die Kapazität gegeben das Rote Meer zu sperren.
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Erich schrieb:Solange jede Bombe und jede Rakete zur Drohnenabwehr mehr kostet als sie Schaden verursacht, können die Revolutionsgarden bequem zuhause am Küchentisch sitzen und abwarten, wie sich diejenigen, die völkerrechtswidrig den Iran überfallen haben, verausgaben.
• Eine Shahed-Drohne, von denen der Iran tausende produzieren kann, kostet etwa 35.000 Dollar, wobei Schätzungen variieren.
• Eine ältere Pac-2-Rakete kostet zwischen 800.000 (685.000 Euro) und 2 Millionen Dollar 1,7 Millionen Euro), die weit verbreitete Version Pac-3 Rakete je nach Variante zwischen 3,4 (2,9 Millionen Euro) und 8 Millionen Dollar (6,85 Millionen Euro) pro Stück.
• Alleine das Pentagon meldet 11,3 Milliarden US-Dollar Kosten nach sechs Tagen
Mit diesem Ungleichgewicht haben sich diejenigen, die den Iran aktuell überfallen haben - Netanjahu und "Donald der Leibhaftige" selbst in eine Falle manövriert.

Dieses Argument findet sich vielleicht Land auf Land ab in den Qualitätsmedien, ist aber so falsch das es weh tut.
Die Shaheds werden in aller Regel nicht (mehr) mit Patriot-Raketen bekämpft. Das hat nur in den ersten 48 bis 72 Stunden des Krieges anders ausgesehen, als der Iran mit sehr hohem Feuervolumen die unvorbereiteten Golfanrainer angegriffen hat.
Mittlerweile sind die jedoch voll mobilisiert und setzen wie Israel und USA eine sehr breite Palette Werkezeugen gegen Shaheds ein. Primäres Abwehrmittel aller Beteiligten sind mittlerweile Kampfjets und Kampfhubschrauber mit AIM-9, ASRAAM, APKWS, M61 und M230.
Daneben existieren bodengestützt auch diverse Eloka-Systeme (Skyshield, NavControl-G, ARDRONIS), relativ exotische Abfangdrohnen wie Merops, sowie jede Menge SHORAD (Pantsir, Barak-8, C-Ram).

Die weit verbreitete mediale Panik bezüglich Patriot hat nur dahingehen einen wahren Kern, dass man das Feuervolumen der ersten beiden Tage des Konflikts auf Dauer nicht hätte beherrschen können. Nachdem das iranische Feuer schon am dritten Tag signifikant eingebrochen und inzwischen auf ein Minimum reduziert wurde ist längst ein Level erreicht auf dem die Abwehrmaßnahmen fast beliebig lange fortgesetzt werden können.

Aber weiter im Text. Die ganzen Rechnereien was jetzt genau wie teuer ist und was das für die Kriegsführung bedeuten soll scheitern an einem sehr einfachen Punkt: Die Abwehrmittel werden nicht bezahlt, wenn sie verschossen werden sondern wenn sich beschafft werden. Niemand geht heute das Geld aus, „verausgabt sich“ oder erleidet irgendwelche wirtschaftlichen Nöte, wenn er über lange Jahre aufgebaute und finanzierte Abwehrmittel heute verballert. Der Effekt für die Staatskasse ist gleich null bzw. (im überschaubaren Umfang) sogar positiv, weil man sich jede Menge Lagerungs-, Wartungs-, und Entsorgungskosten spart. Natürlich müssen die Arsenale irgendwann auch wieder gefüllt werden. Nur wird das genauso über Jahre geschehen, der Gegner hat sich schließlich auch leergeschossen (zumindest jetzt bezogen auf die Golfanrainer).

Apropos Golfanrainer: Wenn die ihre Arsenale wieder aufstocken sind das Mittel die direkt wieder in westliche Rüstungsunternehmen fließen. Sprich, sie bezahlen uns dafür, dass sie sich an unserem Krieg mit unseren Waffen beteiligen. Und sie haben Geld wie Heu. Über den Daumen gepeilt wurden eine knapp vierstellige Anzahl an Patriots verschossen. Der letzte Produktionsauftrag für Lockheed kam mit 9.8 Milliarden US-$ für 1.970 PAC-3 MSE rein. Das sind keine Beträge über die man sich in der heutigen Zeit Gedanken machen muss.

Und wenn du das wirtschaftliche Argument unbedingt zu Ende reiten willst: Der Iran hat ein GDP von 375 Milliarden US-$. Die USA allein haben ein GDP von 30 Billionen US-$, die sonstigen Kriegsteilnehmer können nocheinmal 2.5 Billionen US-$ aufbieten. Das heißt über den Daumen gepeilt ist die Wirtschaftsleistung der USA und Verbündeten 85 mal so hoch wie die des Irans. Sprich, sehr grob gesagt (und da spielen noch diverse andere Betrachtungen gewichtige Rollen), eine 35k Shahed kommt den Iranern in etwa so teuer wie eine Patriot-Abfangrakete.

Die aber wie gesagt überhaupt nicht mehr das primäre Abwehrmittel ist, rein auf die Abwehrmittel bezogen dürfte es daher sogar so sein, dass der Iran ein wirtschaftliches negatives Austauschverhältnis hat. Wobei diese Betrachtung auf beiden Seiten sowieso den Zweck dieser Wirkmittel völlig ausblendet. Es geht schließlich nicht darum, den Gegner durch einen wirtschaftlich ungünstigen Austausch von Wirkmitteln in die Knie zu zwingen, sondern militärische, wirtschaftliche und politisch relevante Ziele anzugreifen oder dies eben zu verhindern.

Beschließend nochmals der Hinweis auf die Gesamtlage: Es ist gröbster Unfug auch nur in den Raum zu stellen, dass hier „jede Bombe und Rakete mehr kostet als sie Schaden verursacht“ und man deswegen ja nur abwarten müsse. Mir scheint, dass dir überhaupt nicht klar ist, was gegenwärtig über dem Iran passiert. Wie haben jeden Tag eine wachsende dreistellige Anzahl von Angriffen mit präzisen aber günstigen Stand-In Waffen gegen iranische militärische und (rüstungs)industrielle Ziele. Dem Regime wird derzeit buchstäblich alles weggebombt was das Regime sich an Wehrpotential über Jahrzehnte unter großen Entbehrungen für das iranische Volk angeeignet hat. Es ist schon jetzt völlig utopisch, dass sie in relevanten Zeiträumen wieder annähernd dahin kommen werden wo sie vor dem Krieg gestanden haben. Und wenn sie das Spiel so weiter treiben wird im Zeithorizont der nächsten Wochen so viel zerstört sein, dass der absehbare Fall des Regimes längerfristig unausweichlich ist.

Erich schrieb:beherrschbar? Ich zweifle völlig. Ich möchte jetzt nicht fragen, was Du rauchst. Aber das ist so irrational, dass ... nun ja, in den Reihen der US-Regierung nennt man solche Verdrehungen der Wahrheit wohl "alternative Fakten".

Ja, wie gesagt, wenigstens die kurzfristigen politischen Folgen der Schließung der Straße von Hormuz sind für die US Admin wenigstens beherrschbar. Einfach ausgedrückt: Der Ölpreis liegt bei um die 100$ pro Barrel. Das ist sicherlich hoch aber kein unbekanntes Terrain, erst recht nicht wenn man die Inflation der letzten Jahre berücksichtigt. Damit sind sofern sich die Lage nicht weiter destabilisiert keine Verwerfungen absehbar, die die US Admin dazu zwingen könnten einen schnellen Exit aus dem Krieg zu suchen. Kurzfristig heißt hier kurzfristig.

Wenn die Straße die nächsten Monate zu bleibt, die USN die Straße nicht frei bekommt oder die Kampfhandlungen irgendwann Zeithorizont April auslaufen wird es irgendwann kritisch. Aber das sind nur mögliche Szenarien, keine Gewissheiten. Entscheidend ist, dass der initiale Schock der Schließung der Straße politisch beherrschbar geblieben ist. Einige pointierte Aussagen und Maßnahmen haben den Ölpreis eingefangen, und schon mittelfristig geht das Gros wenigstens der Ölproduktion über das Rote Meer raus, was die Krise weiter entschärft. Ein unmittelbarer Zeitdruck besteht insofern nicht, man hat genügend Zeit die Operation abzuschließen oder genug USN Kräfte zu konzentrieren um die Straße freizubekommen.

(14.03.2026, 07:14)Quintus Fabius schrieb: Eine Besetzung ist praktisch nicht möglich bzw. sinnfrei, weil die Iraner die Insel mit Sprengstoff überzogen haben und sie hochjagen werden bevor sie den USA in die Hände fällt. Da kann man sie auch gleich bombardieren.
Gibt es dafür eigentlich eine Quelle? So grundsätzlich wäre mir als Iraner etwas unwohl so einen fragilen Flaschenhals auch noch extra zu verminen. Nicht das da ein Unfall passiert oder jemand eine Zigarette wegwirft.
Zudem, wenn sie das Ding sprengen sind sie wirtschaftlich erledigt. Wenn die USA drauf sitzen kann man immernoch einen Deal abschließen.

(13.03.2026, 22:51)Quintus Fabius schrieb: Ich hab jetzt mehrfach gelesen, dass die Israelis sowohl im Libanon als auch in Syrien recht massiv Breitband-Herbizide auf Felder der Bauern dort sprühen sollen, auch auf Olivenbaum-Haine usw. wodurch die Pflanzen absterben. Einzelfallweise auch im Westjordanland.

Ist an diesen Gerüchten etwas dran? Was ist die Zielsetzung?
Die Israelis setzen Glyphosat ein um die Vegetation in Grenznähe niedrig zu halten.
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Also die gleiche vorgeschobene Behauptung wie im Westjordanland wenn Bulldozer die Olivenbäume der Palästinenser zerstören unter Schutz der Armee und Jubelrufen von Siedlern - Sichtschutz.

Die Felder die ich gesehen habe, hatten nicht sonderlich hohe Feldfrüchte. Die boten praktisch keinerlei Schutz vor Thermalsicht. Eine einfache Drohne mit Thermalsicht und man sähe alles was sich in besagtem Feld bewegt. Dass zudem noch etliche Kilometer von der Grenze entfernt liegt.

Ergänzend:

Zitat:Die Shaheds werden in aller Regel nicht (mehr) mit Patriot-Raketen bekämpft.

Das kann man nur betonen. Die Israelis schießen die beispielsweise primär mit Kampfhubschraubern und sonstigen Helis ab.

Und die Menge derer die noch kommen ist absolut händelbar. Die kann man mit günstigen Maschinenkanonen per Heli problemlos abschießen. Fliegende FlaK sozusagen.

[quuote]Mir scheint, dass dir überhaupt nicht klar ist, was gegenwärtig über dem Iran passiert. Wie haben jeden Tag eine wachsende dreistellige Anzahl von Angriffen[/quote]

Dazu ergänzend: die Zahl der Luftangriffe und das Operationstempo sind spektakulär hoch. Beispiellos in der Luftkriegsgeschichte. Die Menschen heute mit ihrer kurzlebigen Aufmerksamkeitsspanne und der Idee, dass Kriege im Spielfilmabendtempo verlaufen und dann vorüber sind, haben verlernt, dass die Effekte überhaupt erst nach Wochen frühestens zum Tragen kommen.

Allein die tatsächlichen Folgen der aktuellen Bombardierungen werden erst in Monaten wirklich einschätzbar sein.

Zitat:Gibt es dafür eigentlich eine Quelle?

Das wird in russischen Medien so seit Jahren kolportiert. Meiner Meinung nach macht es durchaus Sinn.

Wobei mich eine Landung der 82nd Airborne auf Kharg wirklich reizen würde. Das wäre mal eine tatsächlich epische Operatione, die in die Kriegsgeschichte eingehen würde.

Im russischen Staatsfernsehen haben sie gestern zudem breit dargelegt, was für Artillerie-Systeme die Iraner auf dem Festland haben, welche auch alle nach Kharg reichen. Sollte man also nicht die Küste und auch noch ein gutes Stück landeinwärts da alles ausschalten, könnten die Iraner Kharg auch noch durch Artilleriebeschuss von Land aus zerstören. Entsprechende Raketen usw. könnte man in Tunneln entsprechend vorpositioniert haben.

Zitat:Zudem, wenn sie das Ding sprengen sind sie wirtschaftlich erledigt. Wenn die USA drauf sitzen kann man immernoch einen Deal abschließen.

Die irrationale Weltuntergangssekte strebt Deals mit "dem Bösen" an?! Wozu? Wo das Ziel so offenkundig die Eliminierung des Regimes und die Herbeiführung eines Bürgerkrieges ist ?!
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@Nightwatch
Zitat:Die Israelis setzen Glyphosat ein um die Vegetation in Grenznähe niedrig zu halten.
Das ist aber nicht unbedingt neu. Ich kann mich entsinnen, eine solche Meldung irgendwann schon letztes Jahr und auch Anfang des Jahres gelesen zu haben. Ich vermute einfach, es geht darum, eine Art Pufferzone von ca. 15 bis 20 km Tiefe zu "entlauben" und somit eine frei einsehbare free fire zone zu haben.

Zu Hormuz:

Genau genommen ist die Straße auch jetzt noch nicht "zu". Es fährt nur niemand durch, weil die Reeder befürchten, dass bei einem der wenigen Treffer tatsächlich und zufällig ihr Schiff betroffen sein könnte. Würden die Schiffe indessen einfach durchlaufen, so schätze ich, würden 95% ohne Zwischenfall durchkommen. Die 5%, die es treffen könnte, wirken aus dem Hintergrund jedoch wie ein böser und zugleich ängstlicher Schatten und verhindern, dass sich überhaupt etwas tut.

Hinzu kommen auch die Meldungen bei uns (und auch in der englischsprachigen Presse), die dem Leser suggerieren, dass faktisch eine unüberwindbare Blockade besteht. Dass dies so berichtet wird, ist a) einerseits der relativen Unerfahrenheit vieler heutiger Korrespondenten und Journalisten in Kriegsthemen zuzuschreiben - die alten Charakterköpfe, die früher von einer Kriegszone in die andere hüpften und die selbst teils Kriegserfahrungen hatten, gibt es nicht mehr -, und b) andererseits auch eine Folge der iranischen psychologischen Kriegsführung, die eben auf diese Unerfahrenheit einwirkt. Und diese psychologischen Schachzüge sind durchaus relativ erfolgreich, weil sie uns glauben lassen, dass die Sperre der Straße mit militärischen Wirkmitteln vollumfänglich und unüberwindbar sei. In Wirklichkeit jedoch wäre ein Durchbruch ohne größere Ausfälle durchführbar.

Schneemann
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Zitat: Aber weiter im Text. Die ganzen Rechnereien was jetzt genau wie teuer ist und was das für die Kriegsführung bedeuten soll scheitern an einem sehr einfachen Punkt: Die Abwehrmittel werden nicht bezahlt, wenn sie verschossen werden sondern wenn sich beschafft werden. Niemand geht heute das Geld aus, „verausgabt sich“ oder erleidet irgendwelche wirtschaftlichen Nöte, wenn er über lange Jahre aufgebaute und finanzierte Abwehrmittel heute verballert. Der Effekt für die Staatskasse ist gleich null bzw. (im überschaubaren Umfang) sogar positiv, weil man sich jede Menge Lagerungs-, Wartungs-, und Entsorgungskosten spart. Natürlich müssen die Arsenale irgendwann auch wieder gefüllt werden. Nur wird das genauso über Jahre geschehen, der Gegner hat sich schließlich auch leergeschossen (zumindest jetzt bezogen auf die Golfanrainer

Was nur zutrifft wenn man das verbrauchte Material überhaupt nicht ersetzen würde. Lagerungs und Wartungskapazitäten sind sowieso vorhanden , man spart also nichts . Aber gerade bei Patriot, wo die Produktion von Fk doch sehr überschaubar ist, hab ich nicht bloß mit dem ohnehin schon um ein Mehrfaches des ursprünglichen Preises zu rechnen , dieser steigt zusätzlich noch durch die geringen Produktionszahlen. Dazu kommt das Länder wie D oder Schweiz zb , welche offene Bestellungen haben so schnell wohl nicht damit rechnen brauchen. Das ist halt so ein Punkt bei Beschaffungen über FMS, war aber auch schon seit Ende letzten Jahres abzusehen.
Dazu kommt das es keinen großen Bestand an Fk für Patriot gibt, auch nicht in den usa . die usa haben in den letzten 5 Jahren nur 322 Fk beschafft . Insgesamt ist man bei deutlich unter 2000 Fk. Die Ukraine hatte bei Kriegsbeginn nach eigenen Angaben ca 5000 Fk für ihre vorhandenen FLA Systeme.
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(14.03.2026, 12:20)Quintus Fabius schrieb: Also die gleiche vorgeschobene Behauptung wie im Westjordanland wenn Bulldozer die Olivenbäume der Palästinenser zerstören unter Schutz der Armee und Jubelrufen von Siedlern - Sichtschutz.

Die Felder die ich gesehen habe, hatten nicht sonderlich hohe Feldfrüchte. Die boten praktisch keinerlei Schutz vor Thermalsicht. Eine einfache Drohne mit Thermalsicht und man sähe alles was sich in besagtem Feld bewegt. Dass zudem noch etliche Kilometer von der Grenze entfernt liegt.
Ok. Weiß jetzt nicht ob wir über die taktische Relevanz von Olivenbäumen bei der gegenseitigen Bespaßung im Westjordanland oder über aktuelle Grenzverläufe auf den syrischen Hochebenen und die Behauptungen irgendwelcher Bauern diskutieren müssen wenn es gerade ein paar geringfügig größere Baustellen gibt.
Die Aktivitäten sind jedenfalls nicht neu, das ging Anfang Februrar zuletzt durch die Medien.

(14.03.2026, 12:20)Quintus Fabius schrieb: Das wird in russischen Medien so seit Jahren kolportiert. Meiner Meinung nach macht es durchaus Sinn.

Wobei mich eine Landung der 82nd Airborne auf Kharg wirklich reizen würde. Das wäre mal eine tatsächlich epische Operatione, die in die Kriegsgeschichte eingehen würde.

Im russischen Staatsfernsehen haben sie gestern zudem breit dargelegt, was für Artillerie-Systeme die Iraner auf dem Festland haben, welche auch alle nach Kharg reichen. Sollte man also nicht die Küste und auch noch ein gutes Stück landeinwärts da alles ausschalten, könnten die Iraner Kharg auch noch durch Artilleriebeschuss von Land aus zerstören. Entsprechende Raketen usw. könnte man in Tunneln entsprechend vorpositioniert haben.
Im russischen Staatsfernsehen wird gemeinhin viel erzählt.
Ich sehe den Sinn so nicht. Wenn sie Kharg unbedingt in die Luft jagen möchten könnten sie in ihrer Denke auch irgendwelcher ballistischen Raketen draufwerfen oder Dronen einsetzen. Da muss man nicht prophylaktisch verminen.

Hinsichtlich Artillerie, die iranische Küste dort ist auch ohne Glyphosat eine einzige Felswüste. Von der Insel bis zum Strand hin sind es schon über 33 km. Wenn sie in irgendeiner Form Gelände als Deckung oder bebautes Gebiet dort nutzen wollen sind wir schnell im Bereich 40 bis 50km. Damit fallen die allermeisten ihrer (Raketen)Artilleriesysteme weg. Ist wesentlich einfacher dafür Theater-Systeme mit größerer Reichweite zu nehmen als hier vom Strand aus wirken zu wollen.

Aber wie gesagt, die brauchen die Insel selbst am allermeisten.

(14.03.2026, 12:20)Quintus Fabius schrieb: Die irrationale Weltuntergangssekte strebt Deals mit "dem Bösen" an?! Wozu? Wo das Ziel so offenkundig die Eliminierung des Regimes und die Herbeiführung eines Bürgerkrieges ist ?!
Ihr Ziel ist irrational, ihr handeln nicht. Die Wollen siegen, nicht untergehen.
Und wie schonmal errötert, die Amerikaner wollen sicherlich keinen Bürgerkrieg. Der einzige der aktuell lautstark für die Bombardierung von Kharg trommelt ist übrigens lustigerweise der liberale israelische Oppositionsführer Yair Lapid.

(14.03.2026, 12:45)alphall31 schrieb: Was nur zutrifft wenn man das verbrauchte Material überhaupt nicht ersetzen würde.
Die Golfanrainer dürften das verbrauchte Material kaum mehr vollständig ersetzen müssen und können die Wiederbefüllung der Depots über viele Jahre strecken. Der Iraner wird nach dem Krieg in jedem Fall nur noch über einen Bruchteil seiner ursprünglichen Schlagkraft verfügen und nicht mehr die Möglichkeiten haben diese in absehbaren Zeiträumen wiederherzustellen.
Die paar Milliarden die da pro Akteuer in neue Munition fließen fallen überhaupt nicht ins Gewicht.

(14.03.2026, 12:45)alphall31 schrieb: Lagerungs und Wartungskapazitäten sind sowieso vorhanden , man spart also nichts .
Natürlich spart man sich die in weitesten Teilen wenn man kein Material mehr hat, dass gelagert und gewartet werden könnte. Nicht bennötigte Einrichtungen werden schlicht geschlossen und die freigewordenen Kräfte anderweitig verwendet bzw. abgebaut.

(14.03.2026, 12:45)alphall31 schrieb: Aber gerade bei Patriot, wo die Produktion von Fk doch sehr überschaubar ist, hab ich nicht bloß mit dem ohnehin schon um ein Mehrfaches des ursprünglichen Preises zu rechnen , dieser steigt zusätzlich noch durch die geringen Produktionszahlen.
Die Produktion wird aktuell massiv ausgeweitet und die aktuellen Kosten habe ich ja genannt.

(14.03.2026, 12:45)alphall31 schrieb: Dazu kommt das Länder wie D oder Schweiz zb , welche offene Bestellungen haben so schnell wohl nicht damit rechnen brauchen. Das ist halt so ein Punkt bei Beschaffungen über FMS, war aber auch schon seit Ende letzten Jahres abzusehen.
Umso wichtiger, dass gerade für Patriot Produktionskapazitäten in Europa aufgebaut und ausgeweitet werden.

(14.03.2026, 12:45)alphall31 schrieb: Dazu kommt das es keinen großen Bestand an Fk für Patriot gibt, auch nicht in den usa . Auch die usa haben in den letzten 5 Jahren nur 322 Fk beschafft . Insgesamt ist man bei deutlich unter 2000 Fk. Die Ukraine hatte bei Kriegsbeginn nach eigenen Angaben ca 5000 Fk für ihre vorhandenen FLA Systeme.
Ja, die amerikanische Munitionsbevoratung ist völlig unzureichend wenn man größere Kriege (gegen die Chinesen) führen möchte. War vor dem Irankrieg so und wird danach nicht anders sein.
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(13.03.2026, 22:18)Schneemann schrieb: Eine Aktualisierung bzgl. alliierter Verluste (Update):

Vereinigte Staaten:

- 3 F-15 (US; Eigenbeschuss)
- 1 KC-135 (US; Absturz im westlichen Irak, Ursache bislang unklar)
- 15 gefallene US-Soldaten (davon vier in der K-135) sowie ca. 150 Verwundete
- 1 THAAD-Radar zerstört
- 1 AN/FPS-132 stark beschädigt
- 1 AN/FPS-117 stark beschädigt
- 13 MQ9-Drohnen (US)

...

Schneemann
Der Absturz im westlichen Irak war möglicherweise die Folge eines Luftbetankungsmanövers. Eine zweite Maschine sei mit beschädigtem Leitwerk in Israel gelandet.
Fünf weitere Tanker der USAF wurden am Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan in Saudi-Arabien getroffen und am Boden beschädigt.
https://www.reuters.com/world/five-us-ai...026-03-13/

(13.03.2026, 16:54)Nightwatch schrieb: ...

Der Luftkrieg gegen den Iran ist mittlerweile in eine Phase eingetreten, die aus iranischer Sicht schlicht hoffnungslos ist. Sie haben keine militärischen Möglichkeiten zu verhindern, dass die USA und Israel die militärische Infrastruktur und das dahingestehende rüstungsindustrielle Fundament des Landes restlos zerstören.
Das ist keine theoretische Überlegung. Das findet aktuell statt und wird weiter stattfinden. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Ohne jede militärische Limitierung.
...
hmmm
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