Vierter Golfkrieg
Wie schon einmal angerissen: Die F-14 sind weitgehend Geschichte. In Isfahan wurden nach Satellitenbildern acht Maschinen von den Israelis zerstört. Damit dürften quasi keine wirklichen Kapazitäten mehr vorhanden sein.

Aber vielleicht bleiben ein paar für das Museum erhalten:
Zitat:Irans F-14A unter Beschuss

Hat Israels Luftwaffe die letzten Tomcats zerstört?

Der Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran hat auch die weltweit letzten Tomcats heimgesucht. Die israelische Luftwaffe gab an, sie habe bei Attacken mehrere F-14A am Boden zerstört. War es das endgültig für die Fighter-Legende? [...]

So bleibt, aus aviatischer Sicht, nur zu hoffen, dass am Ende doch ein paar F-14 die Kampfhandlungen in einem Stück überdauern – wie auch immer das Ergebnis des Krieges letztlich ausfallen mag.
https://www.flugrevue.de/militaer/die-le...und-boden/

Bisher feststellbare Flugzeugverluste der Perser:

- 8 F-14
- 1 Yak-130
- 2 Suchoi 22M
- 3 Boeing 747
- 3 C-130
- 4 Iljuschin 76
- 1 F-5-Derivat
- anscheinend jedoch nur eine Phantom (die werden sie wohl alle in den Bunkern stehen lassen) sowie rund ein Dutzend nicht genau identifizierter Maschinen, darunter wohl auch einen Airbus A319/320 der Regierung.

Schneemann
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Werter Erich:

Zitat:Bereits die erste Möglichkeit stößt aber auf formale Bedenken: Treibminen müssen so geschaltet werden, dass die Mine nach kurzer Zeit "unscharf" wird. Der Iran wird sich nicht die Blöße geben, solche "verbotenen Waffen" gegen den Überfall von Israel und den USA einzusetzen (zumal er damit sich und seinen Gas- und Öl-Abnehmern auch massiv schaden würde). Das hat er schon aufgrund des Kriegsverlaufes nicht nötig.

Der Kriegsverlauf liegt noch gar nicht fest. Nehmen wir beispielsweise an, Israel zerschießt die besagte Insel, dann ist es das für Jahre mit den iranischen Gas- und Öllieferungen weitgehend gewerden. Dem folgend stellt es kein Problem mehr da allen anderen auf diese Weise dann auch noch die größtmöglichen Probleme zu machen.

Zitat:Er kann sich, wie Quintus zurecht feststellt, auf die gezielte Bekämpfung militärischer Ziele konzentrieren

Ich schrieb dass dies ein Fehler war und ist! Die Iraner haben anscheinend vor allem anfangs nicht verstanden, wie extrem und totalitär die Kriegsziele ihrer Gegner sind.

Zitat:die Gegenangriffe der Iraner treffen die US-Truppen schon jetzt deutlich empfindlicher, als die USA zugegeben wollen

Also bitte. Das zeigt wieder einmal nur auf, wie entfremdet der Westen TM und selbst die USA dem echten Krieg sind. Man hat halt einfach viel zu lange nicht richtig Krieg geführt (Europa) oder nur weit unterlegene Kindergartenkinder von hinten mit einem Baseballschläger verprügelt (USA).

Die Verluste der USA sind lächerlich niedrig! Und ich bin vom Iran enttäuscht. Mit dem was die Iraner real haben, hätte man, bei einer vernünftigen richtigen Planung für den Krieg immens viel mehr Schaden anrichten können. Selbst ich hätte mit dem was der Iran hat mehr anrichten können.

Warum sind eigentlich alle Gegner so schwach ?!

Zitat:Treibminen müssen so geschaltet werden, dass die Mine nach kurzer Zeit "unscharf" wird.

Und eine Weltuntergangssekte wird sich natürlich stets an alle Regeln halten....

Aber mal ernsthaft: Warum sollte der Iran auch nur irgend etwas noch darauf geben?!

Allgemein:

Recht bezeichnend für die nun anstehende Machtübernahme der tatsächlichen Weltuntergangssektierer im Iran ist, dass Ahmanidedschad vermutlich noch am Leben ist.

https://www.juedische-allgemeine.de/poli...-am-leben/

Das wirklich relevante sind hier die Umstände vor der Bombardierung, nicht so sehr der Angriff auf seine Person. Denn das Regime hatte ihn wegen seines zu großen Fanatismus und weil er wegen diesem Anfing die korrupten Anteile des Klerus und der Pasdaran in Frage zu stellen kaltgestellt, politisch neutralisiert und unter bewachten Hausarrest gesetzt. Durch die Bombardierung gelang es ihm zu fliehen.

Denn das ist es was Nightwatch beispielsweise nicht verstehen will (oder er gibt es nicht zu verstehen), dass das iranische Regime heterogener war als er es darstellt. Nun führt der Krieg zu größerer Homogenität und schließlich zur Machtübernahme der tatsächlich gefährlichen Gruppen von Fanatikern, denen das eigene Überleben wie auch das Leben des iranischen Volkes völlig egal sind, Hauptsache sie können noch irgend einen Schaden produzieren.

Deshalb will Israel meiner Meinung nach eindeutig den Bürgerkrieg erzwingen. Denn nur so werden diese Kreise mit inneren Angelegenheiten ausreichend beschäftigt. Gelingt dies nicht, sind jede Menge irrationale Aktionen die Folge, wie beispielsweise der Einsatz von Treibminen in der Straße von Hormuz etc.

Dabei werden die ganzen Fernwirkungen nicht bedacht. Kann Kuwait und kann der Irak sein Öl nicht mehr so exportieren wie bisher, wird es dort auch schnell aus dem Ruder laufen und schlussendlich immer weitgehend Destabilisierung und Kriseninstabilität um sich greifen.

Das ist immer das Problem bei diesen Kriegen, die Fernwirkungen. Die Israelis ignorieren diese ganz besonders. Und setzen stattdessen darauf, dass sie immer weiter Glück haben werden und Narrenfreiheit.

Schneemann:

Zitat:Minen sind keine Hochtechnologie. Sollte der Iran tatsächlich nicht in ausreichender Quantität darüber verfügen, wäre es erstaunlich.

Und deine optimistischen Annahmen in allen Ehren: erklär mir mal bitte, wie eine technisch durchaus einfach machbare Verminung der Straße wie von dir behauptet schnell beseitigt werden kann?
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Werter Quintus:
Auch wenn Du meinst, die Iraner könnten weit heftiger zurück schlagen - das ist jetzt schon heftig genug, zu heftig jedenfalls um noch als "Restrisiko" bezeichnet zu werden.
Und diese Schläge sind - so meint zumindest der sicher nicht linkslastige FOCUS - wohl sehr blauäugig oder sogar grob fahrlässig in Kauf genommen worden:
Zitat:Minenräumer weg, Experten entlassen
Trump-Regierung machte im Iran-Krieg sieben fatale Fehler

Die USA stolperten in einen Krieg, für den sie nicht gerüstet waren – entlassene Geheimdienstexperten, abgezogene Minenräumer, keine Strategie. Ein Protokoll der Fehlkalkulation.
Als US-Präsident Donald Trump Ende Februar die Operation "Epic Fury" befahl und amerikanische Bomben auf den Iran fielen, schien Washington von einer einfachen Annahme geleitet: Der Krieg werde schnell, sauber und kontrolliert verlaufen.

Doch die Realität sieht anders aus. ....
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Die Schläge sind nicht ansatzweise das was mit den Mitteln des Iran möglich wäre.

So wie ich von den Russen heillos enttäuscht war was ihre militärische Kompetenz angeht, so bin ich jetzt von den Iranern enttäuscht. Der Iran kämpft praktisch gesehen unter seinen realen Möglichkeiten.

Wenn ich mich Jahrelang nur darauf konzentrieren würde, mir fiele so viel ein was man alles tun könnte, und ich würsste wie ich es praktisch realisieren würde und wie man untragbare Schäden verursachen könnte, aber stattdessen ist der reale Auftritt des Iran praktisch gesehen jämmerlich.

Warum sind die Iraner derart inkompetent? Das ist eine ernstgemeinte Frage !
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Zitat:Warum sind die Iraner derart inkompetent? Das ist eine ernstgemeinte Frage !

Nicht nur das. Mich verwundert immer noch, wie leicht sich Chamenei und die innere Führung haben abschlachten lassen. Gipfel eines 20-jährigen Versagens:

https://iranwire.com/en/special-features...-apparatus

In dieser Zeit hätten die Iraner durchaus vom Mossad lernen und selbst einen Coup vorbereiten können, mit dem Ziel, endlich echte und wichtigste Spione zu enttarnen, anstatt kleine und oft falsche Lichter zu fake-Geständnissen zu foltern. Eine gute Gegenspionage hätte das Rassieren des innersten Zirkels im Rahmen eines scheinbar finalen Krieges erwartet und den Spieß umgedreht.

Man hätte antizipiert, dass der Mossad Teheraner Verkehrsüberwachung anzapft - und das für sich nutzen können. Etwa durch fake-Bewegungsprofile von Auto(korsos), auch und gerade last minute. Man hätte antizipiert, dass im Fall eines schnell einberufenen Treffens der wichtigsten Köpfe die Kommunikationsnetze lokal gestört würden. Und man hätte ahnen können, dass es zumindest einen Maulwurf gibt, der in so einem Fall in Echtzeit Informationen durchgibt. Und dementsprechend Standortverlagerungen des Trosses in allerletzter Sekunde vorgenommen. Quasi vordergründig alle im Wohnzimmer empfangen und dann mit dem Aufzug in die Kanalisation.
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(Gestern, 06:26)Schneemann schrieb: Die Straße von Hormus freizubekommen, wäre eigentlich kein größeres Problem. Ich bin mir aber nicht sicher, ob man das will. Denn hauptsächlich schadet eine Blockade den Ländern in Asien - die erhöhten Preise bei uns sind v. a. durch politische Panik und Spekulationen bedingt -, vor allem China. ....

Schneemann
(Gestern, 12:30)Kongo Erich schrieb: ....
Du meinst, China sei mehr getroffen als etwa "der Westen"?
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China hat durch seinen massiven Ausbau der alternativen Energiequellen seine Abhängigkeit von fossiler Energie massiv verringert. Die unbedingt nötigen Restlieferungen kommen über Pipelines aus Russland und Zentralasien. Und - China kann es sich leisen, die Preise der Europäer zu überbieten. Es kann also auf den Märkten mehr "nicht unbedingt notwendige" Mengen kaufen. Dazu tragen auch Erlöse aus Waffenverkäufen an den Iran bei, die auf dem Landweg geliefert werden können - und die wir nicht zur Refinanzierung gestiegener Gas- und Ölpreise haben.
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meine Aussage wird inzwischen auch von anderen geteilt:
Zitat:China und der Iran-Krieg: „Unterbrich deinen Feind niemals, wenn er Fehler macht“
Stand:12.03.2026, 21:35 Uhr

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Präsident Xi ist ein Fan von Sun Tzus Kunst des Krieges. Eines der einprägsamsten Zitate aus diesem Buch ist: ‚Unterbrich deinen Feind niemals, wenn er Fehler macht‘“, sagte Chris Weafer, CEO der strategischen Beratungsfirma Macro-Advisory, gegenüber Newsweek. „So sieht Peking die Aktionen der USA – als schweren Fehler, der die westliche Wirtschaft schädigt, während China all das Öl und Gas bekommen kann, das es von seinem Nachbarn Russland benötigt.“
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Offiziell hat China seit 2022 kein sanktioniertes iranisches Rohöl mehr importiert, doch Analysen von Rohstoffdaten deuten darauf hin, dass es nahezu das gesamte iranische Öl aufkauft. Dieses Öl, das in der Regel über die sogenannte „Schattenflotte“ geliefert und über Malaysia umgeschlagen wird, soll Schätzungen zufolge 13 Prozent der chinesischen Einfuhren ausmachen.
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Nur 13 % - das lässt sich einsparen und ersetzen
Zitat:... China richtet den Blick zudem auf das große Ganze. „Präsident Xi will die Kontrolle über Taiwan erlangen, spielt aber auf Zeit und wird kein Risiko eines Konflikts mit den USA eingehen, bevor er dazu bereit ist – selbst wenn das bedeutet, mit Teheran zusammenzuarbeiten, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen“, sagte Weafer.

Es kann sich dieses Vorgehen leisten, weil es besser als seine Wettbewerber aufgestellt ist, um eine länger anhaltende Störung seiner Energieversorgung zu verkraften. Dem Land stehen laut Rystad Energy strategische Erdölreserven zur Verfügung, die bei der derzeitigen Verbrauchsrate 120 Tage an Importen abdecken. Außerdem hat es seine Bezugsquellen diversifiziert und die erneuerbaren Energien rasant ausgebaut, um sich gegen externe Schocks abzusichern.
...

China soll Medienberichten zufolge vorsorglich seine Bemühungen, die strategischen Erdölreserven wieder aufzufüllen, ausgesetzt haben; die Behörden haben Raffinerien zudem angewiesen, die Ausfuhr von raffinierten Kraftstoffen zu stoppen, um die inländischen Vorräte zu schonen.

(Vor 7 Stunden)Schneemann schrieb: @Quintus / Kongo Erich

Der Iran hat immer auch schon eine Art von Vernebelung praktiziert und seine verfügbaren, neuwertigen Waffensysteme (besser: die wenigen Exemplare, die er jeweils hatte) einerseits gezielt medial in Szene gesetzt, um eine stärkere Schlagkraft zu suggerieren, andererseits hat er genau von diesen bislang sehr wenig eingesetzt, wenn überhaupt. Die hauptsächliche Schlagkraft beruht also auf einer psychologischen Täuschung.

Es wurde gerne von enormen Arsenalen gesprochen mit einer erheblichen Anzahl von modernen Raketen. Bislang sieht man davon jedoch wenig. Fairerweise gesagt gelangen ein paar Treffer, etwa auf die betreffenden Radaranlagen der Amerikaner, aber danach kam immer weniger.
....
Schneemann
und
(Vor 4 Stunden)Quintus Fabius schrieb: Die Schläge sind nicht ansatzweise das was mit den Mitteln des Iran möglich wäre.
...

Warum sind die Iraner derart inkompetent? Das ist eine ernstgemeinte Frage !
ich bin unschlüssig, ob der Iran nicht seine besten Systeme absichtlich und bewusst zurück hält, bis sich die Angreifer soweit erschöpft und verausgabt haben, dass
  • einmal der öffentliche Druck zur Beendigung der Angriffe extrem hoch wird (schon jetzt gelingen dem Iran erhebliche Schläge) und
  • andererseits dann diese System viel effektiver eingesetzt werden können
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