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(03.03.2026, 14:34)DopePopeUrban schrieb: Um ehrlich zu sei rechne ich nicht damit, dass die Marine überhaupt groß vorhat, die IRIS-T einzuführen. Für die F125 war das Option, weil sie eben da war aber auf den anderen Plattformen wird man schön bei dem bleiben, was man schon immer hatte. Wenn es nicht so wäre hätte mittlerweile vermutlich etwas durchsickern lassen aber weder von Seiten der Marine noch von Seiten des BMVg kam da bislang etwas.
Selbstverständlich ist SIRIST eine wichtige Option...wegen (inzwischen ja bekanntermaßen unbezahlbarer) nationaler Waffensystem Produktion und Update Souveränität.
dauert aber eben noch 3-.5 Jahre bis verfügbar in MK41 (DIEHL Kooperation mit LM)
Somit ist es völlig sinnvoll hier wegen Arsenal Anpassung zweigleisig zu fahren !
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(03.03.2026, 18:35)Milspec_1967 schrieb: Selbstverständlich ist SIRIST eine wichtige Option... dauert aber eben noch 3-.5 Jahre bis verfügbar in MK41 (DIEHL Kooperation mit LM) Sicher?
Der Artikel indem die Mk41 Integration der IRIS-T SLM "bekanntgegeben" wurde, stammt aus dem April 2024 und seitdem haben wir nie wieder etwas davon gehört. Und in diesem Artikel wurde nicht gesagt, dass eine Integration stattfinde, sondern lediglich, dass "Gespräche zwischen beiden Unternehmen auf der Fachebene" laufen. Soll, könnte, würde, beschlossen war zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts.
https://www.hartpunkt.de/iris-t-slm-soll...rt-werden/
Währenddessen habe ich jetzt schon von mehreren Leuten gehört, dass sich Kanada angeblich aufgrund von Integrationsproblemen mit dem CMS-330 von der 127mm und Lionfish auf den CSC verabschiedet hat und stattdessen, wie wir, auf Mk45 und (eventuell) 38 setzen sollen. Ist zwar mEn aktuell nur ein Gerücht, aber sofern das stimmt, dürfte das auch nochmal ein fantastischer Clusterf*ck mit der IRIS-T im CMS-330 werden.
Die AEGIS-Integration der IRIS-T halte ich für... wackelig, wenn ich mir angucke, dass man es mit CAMM schon irgendwann gar nicht mehr versucht hat und mit ein bisschen Pech war es sowieso nur ein PR-Stunt um uns das AN/SPY-7 anzudrehen.
Und zur Integration der IRIS-T in TACTICOS (für die F126) oder das CMS dessen Namen nicht genannt werden darf (F124), habe ich noch nie etwas gehört.
Das verbunden mit der völligen Stille seitens der Marine zu der Thematik lässt mich da zu gewissen Schlüssen kommen.
Zitat:wegen (inzwischen ja bekanntermaßen unbezahlbarer) nationaler Waffensystem Produktion und Update Souveränität.
Update Souveränität herrscht nur dann, wenn man "Kontrolle" über beide Enden hat, FK und CMS. Letzteres haben wir weder im CMS-330, noch in AEGIS, im Mk41 erst recht nicht, den Punkt kann man mEn streichen.
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(03.03.2026, 19:07)DopePopeUrban schrieb: Sicher?
Der Artikel indem die Mk41 Integration der IRIS-T SLM "bekanntgegeben" wurde, stammt aus dem April 2024 und seitdem haben wir nie wieder etwas davon gehört.
Berichte gab es auch in November 2025 im Zuge der Kooperation zwischen Diehl und LM. Ob die Marine dass dann auch wirklich beschafft, wird man sehen. Zweigleisig zu fahren ist zwar logisch, aber wir wissen dass das nichts heißen mag.
Wir erleben gerade wie die Patriot Raketen gegen den Iran schwinden, gleiches kann mit anderen Flugkörpern der USA passieren und wir als Kunden haben das Nachsehen. Souveränität muss bei den Flugkörpern beginnen. Wir beschaffen Fregatten für zig Milliarden und haben keine Fertigung für deren Munition? Das ist absurd.
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(03.03.2026, 12:16)DopePopeUrban schrieb: https://esut.de/2026/03/meldungen/68565/...m-block-2/
Der Haushaltsausschuss hat die deutsche Beteiligung an der Weiterentwicklung der ESSM Block 2 genehmigt. Dabei soll es nicht um die Beschaffung zusätzlicher FK sondern um die Nachbesserung und Weiterentwicklung des Bestandes gehen, so ESuT.
Da war SUV Report aber schneller 07.01.26
siehe auch ESSM Block 2 /NSV
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...30&page=25
IRIS-T Navalisiert (See-Luft) #363
Da es sich bei der ESSM um ein Gemeinschaftprojekt der US NAVY und elf Verbündetet handelt werden wir demnach so schnell nicht den Flugkörper wechseln.
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(03.03.2026, 19:07)DopePopeUrban schrieb: Sicher?
Der Artikel indem die Mk41 Integration der IRIS-T SLM "bekanntgegeben" wurde, stammt aus dem April 2024 und seitdem haben wir nie wieder etwas davon gehört. Und in diesem Artikel wurde nicht gesagt, dass eine Integration stattfinde, sondern lediglich, dass "Gespräche zwischen beiden Unternehmen auf der Fachebene" laufen. Soll, könnte, würde, beschlossen war zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts.
https://www.hartpunkt.de/iris-t-slm-soll...rt-werden/
Währenddessen habe ich jetzt schon von mehreren Leuten gehört, dass sich Kanada angeblich aufgrund von Integrationsproblemen mit dem CMS-330 von der 127mm und Lionfish auf den CSC verabschiedet hat und stattdessen, wie wir, auf Mk45 und (eventuell) 38 setzen sollen. Ist zwar mEn aktuell nur ein Gerücht, aber sofern das stimmt, dürfte das auch nochmal ein fantastischer Clusterf*ck mit der IRIS-T im CMS-330 werden.
Die AEGIS-Integration der IRIS-T halte ich für... wackelig, wenn ich mir angucke, dass man es mit CAMM schon irgendwann gar nicht mehr versucht hat und mit ein bisschen Pech war es sowieso nur ein PR-Stunt um uns das AN/SPY-7 anzudrehen.
Und zur Integration der IRIS-T in TACTICOS (für die F126) oder das CMS dessen Namen nicht genannt werden darf (F124), habe ich noch nie etwas gehört.
Das verbunden mit der völligen Stille seitens der Marine zu der Thematik lässt mich da zu gewissen Schlüssen kommen.
Update Souveränität herrscht nur dann, wenn man "Kontrolle" über beide Enden hat, FK und CMS. Letzteres haben wir weder im CMS-330, noch in AEGIS, im Mk41 erst recht nicht, den Punkt kann man mEn streichen.
Dem widerspreche ich!
LfK vom Typ IRIS-T benötigen "nur" eine erste Radar Ziel Zuweisung per Radar und mid course Update per simpel Antenne.
Das CMS muss hier AAW "Basics" erledigen. (muss der Lw Lkw auch nur)
Prinzipiell kann dies jedes Radar, was auf kompatibel Wellenlänge operiert.... Im Lw Dienst wird ein passendes mitgeliefert.
Im Marine Fall: TS-4D... Die Marine Abwandlung des TRLM-4D des And systems... Kam das auch und wäre sekundär Radar bei F-127 (oder was ähnliches in 2028/29)
CRS330 ist ITAR frei.. und... Quell offen in den Schnittstellen.... Es existieren nur aktuell wenige Waffen Schnittstellen, da wenig verbreitet.
Es wird vermutlich binnen 7 JAHREN (!), bis eine Schiffs Plattform zur Verfügung steht, hier eine Schnittstelle geschaffen.
IRIS-T M fkt. wunderbar an land: simpel und zuverlässig.... Daher mögen es die Ukrainer sehr gern.
Das nicht zum souveränen Marine Standard für SR/MR AAW zu machen wäre fahrlässig.
Und ein TRS 4D oder "Spexer XL" bis 2029 zu entwickeln, ist weder ausgeschlossen noch technisch unmöglich.
Aus der Tatsache, dass Diehl nix sagt, zu schließen, daß dort nichts passiert, ist genauso Eigen Glauben ohne Beweise, wie das Gegenteil : nämlich, dass bis 202x gearbeitet wird und dann "PLÖTZLICH und Käufer lockend" die Presse Meldung vom erfolgreichen Start IRIS-T SLM aus MK41 veröffentlicht wird.
Kurz :
Es ist weder technisch, noch politisch, noch in der Zeit Achse gesehen ungewollt oder gar unmöglich.
Da man von F127 seit etlichen Monaten auch nix hört, kann es genauso sein, dass auf Sylver/Aster umgeschwenkt wird
(allerdings deutet wegen Rheinmetall NVL Kauf und dessen Affinität zu US Kooperation nichts darauf hin)
Ich bin ggf demnächst im Sommer mal wieder bei einem Marine Besuch und hoffe dirt höhere Offiziere zu treffen... Ich werde diese zu IRIS-T und dessen strategischer souverän Bedeutung, sowie zur CMS330 "Abhängigkeit" befragen.
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(03.03.2026, 19:07)DopePopeUrban schrieb: Update Souveränität herrscht nur dann, wenn man "Kontrolle" über beide Enden hat, FK und CMS. Letzteres haben wir weder im CMS-330, noch in AEGIS, im Mk41 erst recht nicht, den Punkt kann man mEn streichen.
Das gilt auch für Sylver, Aster und SETIS.
Souveränität hat nur, wer souverän ist.
Und doch argumentierst du andauernd gegen eine navalisierte Iris-T Familie inklusive VLS.
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Leuco schrieb:Wir erleben gerade wie die Patriot Raketen gegen den Iran schwinden, gleiches kann mit anderen Flugkörpern der USA passieren und wir als Kunden haben das Nachsehen. Souveränität muss bei den Flugkörpern beginnen. Wir beschaffen Fregatten für zig Milliarden und haben keine Fertigung für deren Munition? Das ist absurd. Da bin ich auch vollkommen bei dir aber die Frage ist, ob die Politik das ebenfalls so sieht. Sowohl aus politischen, wie auch logistischen und fähigkeitstechnischen Gründen bin z.b. der Meinung, dass SAMP/T für uns die bessere Wahl wäre, sowieso wenn wir aus einem deutsch-französischen Abschreckungskomplex wirklich was werden sollte.
Aber für viele ist eben die Antwort für Souveränität nicht Eigenentwicklung sondern nur Eigenproduktion. Man gauckelt sich gerne vor, dass Lizenzproduktionen Souveränität schaffen würden. Dass das quasi das rüstungstechnische Äquivalent zum Leasingwagen ist, kommt da kaum einem in den Sinn und dass Argumente wie "so ein System ist nicht mit unserem bisherigen Bestand kompatibel" zeigt eigentlich schon, dass die Grundproblematik auch in der Truppe nicht angekommen zu sein scheint.
Und ich fürchte wenn man sogar dazu gewillt ist, die deutsche Luftverteidigung auf See ohne Gegenversicherung zu kaufen, wird man wohl kaum einen Gedanken an eigene Fähigkeiten verschwenden solange wir von unseren europäischen Nachbarn nicht dazu gedrängt werden (worauf ich allerdings hoffe).
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SeaFire schrieb:Da es sich bei der ESSM um ein Gemeinschaftprojekt der US NAVY und elf Verbündetet handelt werden wir demnach so schnell nicht den Flugkörper wechseln. Das dürfte auch noch ein guter Grund sein, stimmt.
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Milspec_1967 schrieb:LfK vom Typ IRIS-T benötigen "nur" eine erste Radar Ziel Zuweisung per Radar und mid course Update per simpel Antenne. Das gilt für die ESSM b2 allerdings genauso, ebenfalls für die CAMM-ER. Das alleine ist kein Argument, das für die IRIS-T spricht (dagegen allerdings auch nicht).
Zitat:CRS330 ist ITAR frei..
ITAR-Freiheit kann uns in diesem Beispiel egal sein, da wir das CMS-330 selber nicht an Dritte exportieren. Das heißt nicht, dass dieses System plötzlich auf neutralem Boden existiert.
Zitat:Und ein TRS 4D oder "Spexer XL" bis 2029 zu entwickeln, ist weder ausgeschlossen noch technisch unmöglich.
In Anbetracht dessen, dass Hensoldt schon israelische Hilfe bei einem leicht moderneren SMART-L MM/N gebraucht hat, denke ich es ist durchaus angebracht, ein solches Radar aus dem Hause Hensoldt als unrealistisch anzusehen. Selbiges gilt für die Teaboos drüben bei BAE Systems. Die einzigen beiden europäischen Hersteller die dazu aktuell in der Lage sind, sind Thales und Leonardo, auch in dieser Reihenfolge. Saab wäre mi zwei Dutzend Wundern auch noch ein Kandidat dafür, aber ich bezweifle, dass Saab in diese Richtung expandieren wird. Der Markt für Mittelstreckenradare ist üblicherweise profitabler und weniger kompetitiv.
Zitat:Es ist weder technisch, noch politisch, noch in der Zeit Achse gesehen ungewollt oder gar unmöglich.
Ich glaube du verwechselst da das von dir und mir gewollte (und sinnvolle) und das, was in Berlin darüber gedacht wird. Wir haben einen Unionskanzler und mit Rheinmetall ein deutsches Rüstungsschwergewicht, dass enorm von der anhaltenden Bindung zur US-Rüstungsindustrie profitiert. Wie so oft muss es wahrscheinlich erst wieder richtig knallen bis man da auch nur einen Finger rührt. Geld schmeckt und in den Staaten gibt’s potenziell mehr Geld als hier.
Zitat:Ich bin ggf demnächst im Sommer mal wieder bei einem Marine Besuch und hoffe dirt höhere Offiziere zu treffen... Ich werde diese zu IRIS-T und dessen strategischer souverän Bedeutung, sowie zur CMS330 "Abhängigkeit" befragen.
Sofern die darüber sprechen können, wäre das durchaus mal ein interessanter Blickwinkel. Gerne.
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„HeiligerHai“ schrieb:Das gilt auch für Sylver, Aster und SETIS.
Souveränität hat nur, wer souverän ist.
Und doch argumentierst du andauernd gegen eine navalisierte Iris-T Familie inklusive VLS. Das auf jeden Fall (minus SETIS, das können die schön behalten sofern es sich vermeiden lässt), die „Kontrolle“ entsteht hier durch gegenseitige Abhängigkeit. Grüße an den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt der uns davon abhält, gegenseitig Krieg miteinander anzufangen, da hier niemand mehr so richtig vollsouverän über irgendwas verfügt, abseits vielleicht von Nuklearwaffen.
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(03.03.2026, 23:18)DopePopeUrban schrieb: Da bin ich auch vollkommen bei dir aber die Frage ist, ob die Politik das ebenfalls so sieht. Sowohl aus politischen, wie auch logistischen und fähigkeitstechnischen Gründen bin z.b. der Meinung, dass SAMP/T für uns die bessere Wahl wäre, sowieso wenn wir aus einem deutsch-französischen Abschreckungskomplex wirklich was werden sollte.
Aber für viele ist eben die Antwort für Souveränität nicht Eigenentwicklung sondern nur Eigenproduktion. Man gauckelt sich gerne vor, dass Lizenzproduktionen Souveränität schaffen würden. Dass das quasi das rüstungstechnische Äquivalent zum Leasingwagen ist, kommt da kaum einem in den Sinn und dass Argumente wie "so ein System ist nicht mit unserem bisherigen Bestand kompatibel" zeigt eigentlich schon, dass die Grundproblematik auch in der Truppe nicht angekommen zu sein scheint. Wenn Souveränität aus Eigenentwicklung enstpringt, müsstest du konsequenterweise für ein rein-deutsches TLVS mit Iris-T SLM/X und HYDEF plädieren, nicht für SAMP/T.
Inwiefern SAMP/T fähigkeitstechnisch Patriot überlegen sein soll, müsste man mir auch noch erklären.
Aber das gehört nicht mehr zur Deutschen Marine.
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(03.03.2026, 23:31)HeiligerHai schrieb: Wenn Souveränität aus Eigenentwicklung enstpringt, müsstest du konsequenterweise für ein rein-deutsches TLVS mit Iris-T SLM/X und HYDEF plädieren, nicht für SAMP/T. Eigentwicklung wäre nur dann eine sinnvolle Option, wenn man das deutsch-amerikanische Gefüge auch nur heruntergebrachten auf Deutschland und die Vereinigten Staaten betrachtet. Denn ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis wird dabei niemals existieren, das und ist stets eine relative Einbahnstraße. Deutsche Politiker tun sich stets schwer damit, Dinge auf einer europäischen Ebene zu denken sobald es um Außenpolitik geht, daher die Analogie-
Da ich dies aber nicht tue, ergibt sich dieser Konflikt erst gar nicht. Ich bin bekennender Europäer und ich erfreue mich jeder technologischen Bereicherung durch unsere Nachbarn. Da wir alleine sowieso nicht gegen die Vereinigten Staaten bestehen ist es unsinnig, Rüstungspolitik aus dieser Perspektive zu betrachten. Darin hat die deutsche Rüstungsindustrie einen Platz, aber auch nur in Bereichen, in denen sich dadurch keine kommunalitätsgefärdenden Extrawürste ergeben. Dopplungen sind nach Möglichkeit zu vermeiden, wir haben ohnehin den Nachteil einer zersplitterten Rüatungsindustrienlandschaft.
Entsprechend bin ich pro IRIS-T, pro ASTER, pro SYLVER, anti D-VLS, anti Mk41, anti SM.
Zitat:Inwiefern SAMP/T fähigkeitstechnisch Patriot überlegen sein soll, müsste man mir auch noch erklären.
Aber das gehört nicht mehr zur Deutschen Marine.
In gewisser Weise schon, weil SAMP/T einfach nur die landgestützte Version der ASTER ist, die im maritimen Bereich durchaus Relevanz hat. Die Begründung für meine Aussage findest du hier:
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...14&page=91
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(04.03.2026, 01:00)DopePopeUrban schrieb: Eigentwicklung wäre nur dann eine sinnvolle Option, wenn man das deutsch-amerikanische Gefüge auch nur heruntergebrachten auf Deutschland und die Vereinigten Staaten betrachtet. Denn ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis wird dabei niemals existieren, das und ist stets eine relative Einbahnstraße. Deutsche Politiker tun sich stets schwer damit, Dinge auf einer europäischen Ebene zu denken sobald es um Außenpolitik geht, daher die Analogie-
Da ich dies aber nicht tue, ergibt sich dieser Konflikt erst gar nicht. Ich bin bekennender Europäer und ich erfreue mich jeder technologischen Bereicherung durch unsere Nachbarn. Da wir alleine sowieso nicht gegen die Vereinigten Staaten bestehen ist es unsinnig, Rüstungspolitik aus dieser Perspektive zu betrachten. Darin hat die deutsche Rüstungsindustrie einen Platz, aber auch nur in Bereichen, in denen sich dadurch keine kommunalitätsgefärdenden Extrawürste ergeben. Dopplungen sind nach Möglichkeit zu vermeiden, wir haben ohnehin den Nachteil einer zersplitterten Rüatungsindustrienlandschaft.
Entsprechend bin ich pro IRIS-T, pro ASTER, pro SYLVER, anti D-VLS, anti Mk41, anti SM. Dann freu ich mich schonmal auf Präsident Bardella.
(04.03.2026, 01:00)DopePopeUrban schrieb: In gewisser Weise schon, weil SAMP/T einfach nur die landgestützte Version der ASTER ist, die im maritimen Bereich durchaus Relevanz hat. Die Begründung für meine Aussage findest du hier:
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...14&page=91 Das ist kein Argument.
Nur weil die Aster-30 bereits navalisiert wurde, ist sie eine Patriot-Batterie mit PAC-3MSE, LTAMDS und IBCS an Land nicht überlegen.
Aber beenden wir das hiermit. Ist das falsche Thema.
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DeltaR95 schrieb:Vor allem würde mich mal interessieren, wieso du glaubst, der Gegner würde deinen Skeldar bis auf optische Reichweite rankommen lassen? Wenn du schon mit UAV argumentierst, dann ist wohl mehr als wahrscheinlich, dass der Gegner selber ein kleines UAV startet, um deinen Skeldar vom Himmel zu putzen, bevor er aufgeklärt wird. Dafür müsste ein Gegner eine V-200 erst einmal aufklären und auch entsprechend gegen sie wirken können. Eine Skeldar ist zwar nicht klein, aber eben auch nicht sonderlich groß. Hinzu kommt, dass "Sichtweite" hier ein großes Wort ist. EO Systeme können Ziele teilweise weit oberhalb von 50-60km aufklären, abhängig von der Flughöhe. Da dürfte ein TRS-4D schon seine Schwierigkeiten mit haben, ein 5P-27 oder ein 5P-26M erst recht.
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Ottone schrieb:Das ist aber nur die Theorie, die von der Praxis noch nicht eingeholt wurde - und absehbar auch nicht wird. Wenn dann mit Starrflüglern von Land aus. Aber man muss sich eben auch die große Anzahl der Schiffsbewegungen auf der Ostsee vor Augen führen, das sind in etwa so viele wie auf der A8 (vergleichsweise). Und es geht eben nicht nur um die 200-300km um Kaliningrad herum. Und dann ist Identifikation oben drauf noch ein ganz anderes Thema. Sofern es in der Ostsee zu einem bewaffneten Konflikt kommt, kommt die zivile Schifffahrt damit zum erliegen. Das konnten wir so auch schon in der Ukraine beobachten, da fährt absolut nichts mehr in ukrainischen Gewässern. Musst ja bedenken, dass es seit dem NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands keine neutralen Staaten mehr in der Ostsee gibt dessen Seerecht im Kriegsfall gewahrt werden müsste. Das wird ein luftleerer Raum weil niemand Lust haben wird herauszufinden, ob Russland sich um Kollateralschäden schert oder nicht.
Und es geht eben doch vor allem um diese 200-300km Seegebiet um Kaliningrad herum. Zwar ist tendenziell die gesamte Ostsee von A2/AD Anlagen bedroht, aber um die Region Kaliningrad verfügt Russland über die meisten Enabler um diese auch einsetzen zu können. Der Punkt ist der einzige Choke-Point, den Russland in der Ostsee hat um Konvois gen Osten den Weg zu versperren, ohne dabei seine Flotte auslaufen zu lassen. Kurs Marine hat auf Seite 11 auch eine schöne Grafik diesbezüglich. Idealerweise verlässt die Baltikflotte ja gar nicht erst ihre Basen in Kaliningrad und Kronstadt, denn sobald die den Hafen verlässt, läuft sie Gefahr von europäischen Bedrohungen aus Luft und Wasser aufs Kron genommen zu werden.
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(Vor 4 Stunden)DopePopeUrban schrieb: aus:
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Dafür müsste ein Gegner eine V-200 erst einmal aufklären und auch entsprechend gegen sie wirken können. Eine Skeldar ist zwar nicht klein, aber eben auch nicht sonderlich groß. Hinzu kommt, dass "Sichtweite" hier ein großes Wort ist. EO Systeme können Ziele teilweise weit oberhalb von 50-60km aufklären, abhängig von der Flughöhe. Da dürfte ein TRS-4D schon seine Schwierigkeiten mit haben, ein 5P-27 oder ein 5P-26M erst recht.
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Sofern es in der Ostsee zu einem bewaffneten Konflikt kommt, kommt die zivile Schifffahrt damit zum erliegen. Das konnten wir so auch schon in der Ukraine beobachten, da fährt absolut nichts mehr in ukrainischen Gewässern. Musst ja bedenken, dass es seit dem NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands keine neutralen Staaten mehr in der Ostsee gibt dessen Seerecht im Kriegsfall gewahrt werden müsste. Das wird ein luftleerer Raum weil niemand Lust haben wird herauszufinden, ob Russland sich um Kollateralschäden schert oder nicht.
Und es geht eben doch vor allem um diese 200-300km Seegebiet um Kaliningrad herum. Zwar ist tendenziell die gesamte Ostsee von A2/AD Anlagen bedroht, aber um die Region Kaliningrad verfügt Russland über die meisten Enabler um diese auch einsetzen zu können. Der Punkt ist der einzige Choke-Point, den Russland in der Ostsee hat um Konvois gen Osten den Weg zu versperren, ohne dabei seine Flotte auslaufen zu lassen. Kurs Marine hat auf Seite 11 auch eine schöne Grafik diesbezüglich. Idealerweise verlässt die Baltikflotte ja gar nicht erst ihre Basen in Kaliningrad und Kronstadt, denn sobald die den Hafen verlässt, läuft sie Gefahr von europäischen Bedrohungen aus Luft und Wasser aufs Kron genommen zu werden.
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In der gesamten Ostsee wird es im kriegs Fall nur noch von der NATO genehmigte Schiffe geben.
Chinesen, die Russland versorgen, werden versenkt...Punkt.
Was will China tun? Atom Waffen einsetzen? Ne Flotte senden... 3 Millionen Mann durch Russland durch nach Europa marschierejn lassen?... 
Nein... Ostsee ist "Mare nostrum" und in BV/LV ist das einzige russische dort die U Bolt/UUV Assets... Falls die sich trauen.
Alles andere u er Wasser ist schnell tot.... Und das weiß Rußland auch!
Die Ostsee ist um Welten kleiner als hormus... Und Kaliningrad Ebenfalls.
See Krieg wird da eh nicht stattfinden... Aber eine Bedrohung der Truppen Versorger nach Baltikum oder Schweden /Finnland durch Ballistic Anti Ship missiles.
Diese muss F-35, Long Range cruise missiles und Co tief im russischen Hinterland platt machen.... Das ist erforderlich und die Herausforderung.
Von Kaliningrad aus kommrn konventionelle Artillerie und MARS ähnliches herein geschossen.
Dagegen helfen sicherlich 100.000 killer Drohnen a la HX2... Autonom selbstverständlich ohne Kabel... ohne FPV.
Hoffen wir, das Helsing und Co keine Schaum Schläger Produkte anpreisen und 2029 was vernünftiges da ist.
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(Vor 2 Stunden)Milspec_1967 schrieb: In der gesamten Ostsee wird es im kriegs Fall nur noch von der NATO genehmigte Schiffe geben.
Ok, erleuchte mich. Auf welcher Rechtsgrundlage sollte die NATO die Ostsee für nicht am Krieg beteiligte Staaten "abriegeln" dürfen?
Da wird eine Notice to Mariners rausgegeben und wer dort auf eigenes Risiko durchfahren will, der darf das, sofern er keine offizielle Konfliktpartei ist oder eine solche aktiv beliefert.
Gerade der Große Belt ist ein internationaler Seeweg und daher besteht das Recht auf "Free" bzw. "Innocent Passage" auch im Kriegsfall fort.
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(Vor 2 Stunden)Milspec_1967 schrieb: In der gesamten Ostsee wird es im kriegs Fall nur noch von der NATO genehmigte Schiffe geben.
Chinesen, die Russland versorgen, werden versenkt...Punkt. Und wie willst du das anstellen, wenn die Baltikflotte nicht zum kämpfen rauskommt? Die meisten AShM der russischen Marine sind in der Lage, große Teile der Ostsee abzudecken ohne, dass die Trägereinheit dafür verlegen muss. Es hindert die Einheiten nicht daran, sich in bspw Kaliningrad zu verschanzen und als schwimmende Raketenbatterien zu fungieren.
Was dann wiederum ein Problem für uns wäre, da diese Einrichtungen relativ umfangreich gegen Boden- und Luftangriffe befähigt sind. Da sind in Friedenszeiten bereits mehrere Großverbände mit rund 30.000 Soldaten stationiert und im Vorlauf eines sich abzeichnenden Konflikts können das noch deutlich mehr werden.
An Kaliningrad wird man lange kauen müssen bevor auch nur ein einziges Schiff der Baltikflotte angegriffen werden kann, ohne, dass man dabei selber massive Verluste nimmt.
Das sollte man nicht unterschätzen.
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