Vor 6 Stunden
Werter Erich:
Es ist keine juristische oder moralische Rechtfertigung. Sondern eine rein praktische, realpolitische. Die ich im übrigen nicht gut heiße, weil sie einen Schaden für Deutschland darstellt. Und das ist für mich der einzig relevante Maßstab, die einzige tatsächliche Rechtfertigung oder Nicht-Rechtfertigung. Gut ist, was Deutschland nützt. Böse ist alles andere.
Der Iran ist aber eben nicht atomar gerüstet und es gibt keine Atommacht die für ihn eintreten wird. Also führt die Zerstörung des Iran nicht dazu, dass man hier das Risiko eines Atomkrieges hat.
Es muss das oberste Ziel der Politik sein, Kriege zwischen Atomar gerüsteten Staaten zu vermeiden. Kriege von Atommächten gegen Nicht-Atomar gerüstete Staaten sind demgegenüber für die von dir benannte Problemstellung irrelevant.
Konkrete Frage: wie soll man das den "bestrafen"? Und ob etwas gerechtfertig ist oder nicht, ist eine Frage der Perspektive. Es gibt keine für alle gleiche allgemeingültige Zielsetzung. Die einen haben andere Ziele als die anderen, und demzufolge ist ein und diesselbe Aktion für Partei A gerechtfertigt und für Partei B nicht. Das ist nur eine Frage der Umstände.
Nightwatch:
Spekulation. Im übrigen könnten viele Staaten etwaig in Zukunft irgendwelche Arsenale haben die dann in Zukunft ein Problem darstellen. Damit kann man also praktisch alles rechtfertigen, nach belieben. Im übrigen ist die Implikation aus dieser Kausalkette doch recht amüsant: es darf also niemanden geben der einem gefährlich werden könnte, folglicherweise hat man das Recht jeden mit Krieg zu überziehen der etwaig in der Zukunft einem gefährlich werden könnte. Das bedeutet Beliebigkeit.
Genau so ist es
Der Selbstverteidigungskrieg endet ja nie, und damit ist jeder beliebige kriegerische Akt immer Selbstverteidigung. Deshalb darf man auch auf gar keinen Fall Kriege je beenden, denn sonst wäre man ja nicht mehr in der Selbstverteidigung.
Die Self Defence Military Operation (SMO) beweist einmal mehr die Überlegenheit dieses Konzepts !
Zitat:dem widerspreche ich nicht - aber das ist keine Rechtfertigung für den Krieg.
Es ist keine juristische oder moralische Rechtfertigung. Sondern eine rein praktische, realpolitische. Die ich im übrigen nicht gut heiße, weil sie einen Schaden für Deutschland darstellt. Und das ist für mich der einzig relevante Maßstab, die einzige tatsächliche Rechtfertigung oder Nicht-Rechtfertigung. Gut ist, was Deutschland nützt. Böse ist alles andere.
Zitat:Das Problem das wir heute haben ist dagegen, dass Regional- und Großmächte atomar "überrüstet" sind. .....
Deshalb muss das oberste Ziel jeder internationalen Politik sein, Kriege zu vermeiden.
Der Iran ist aber eben nicht atomar gerüstet und es gibt keine Atommacht die für ihn eintreten wird. Also führt die Zerstörung des Iran nicht dazu, dass man hier das Risiko eines Atomkrieges hat.
Es muss das oberste Ziel der Politik sein, Kriege zwischen Atomar gerüsteten Staaten zu vermeiden. Kriege von Atommächten gegen Nicht-Atomar gerüstete Staaten sind demgegenüber für die von dir benannte Problemstellung irrelevant.
Zitat: das sollte bestraft und nicht gerechtfertigt werden.
Konkrete Frage: wie soll man das den "bestrafen"? Und ob etwas gerechtfertig ist oder nicht, ist eine Frage der Perspektive. Es gibt keine für alle gleiche allgemeingültige Zielsetzung. Die einen haben andere Ziele als die anderen, und demzufolge ist ein und diesselbe Aktion für Partei A gerechtfertigt und für Partei B nicht. Das ist nur eine Frage der Umstände.
Nightwatch:
Zitat:Dazu vielleicht noch ein technischer Punkt: Das es *jetzt* zu einem Krieg kommt und man die Sache nicht noch Monate oder Jahre ausgesessen hat liegt vor allem auch daran, dass der Iran sein Raketenprogramm deutlich intensiviert und der 12-Tage-Krieg gezeigt hat, dass die westliche Raketenabwehr zwar funktioniert, aber ihre Grenzen hat. Hätte man das Ding weiterlaufen lassen wäre man schon in überschaubaren Zeiträumen vor einer iranischen Raketenmacht gestanden, gegen die man kaum noch hätte vorgehen können.
Spekulation. Im übrigen könnten viele Staaten etwaig in Zukunft irgendwelche Arsenale haben die dann in Zukunft ein Problem darstellen. Damit kann man also praktisch alles rechtfertigen, nach belieben. Im übrigen ist die Implikation aus dieser Kausalkette doch recht amüsant: es darf also niemanden geben der einem gefährlich werden könnte, folglicherweise hat man das Recht jeden mit Krieg zu überziehen der etwaig in der Zukunft einem gefährlich werden könnte. Das bedeutet Beliebigkeit.
Zitat:Es läuft sicher dem Völkerrecht zuwider Staaten einfach anzugreifen. In Sachen Iran kann dagegen von 'einfach' keine Rede sein. Defakto besteht seit Jahr und Tag ein Kriegszustand zwischen Israel und Iran, der erst in jüngerer Zeit durch beidseitige Angriffe untermauert wurde. Damit sind die Operationen jetzt nur die Fortsetzung bestehender kriegerischer Auseinandersetzungen und völkerrechtlich nicht gesondert poblematisch.
Genau so ist es
Der Selbstverteidigungskrieg endet ja nie, und damit ist jeder beliebige kriegerische Akt immer Selbstverteidigung. Deshalb darf man auch auf gar keinen Fall Kriege je beenden, denn sonst wäre man ja nicht mehr in der Selbstverteidigung.Die Self Defence Military Operation (SMO) beweist einmal mehr die Überlegenheit dieses Konzepts !
